| Lateralus spilonotus |
Heute Morgen muss Melanie schon um 5
Uhr raus, da das Boot nach Isabella relativ früh ablegt. Ich habe
mir vorgenommen noch einmal Richtung La Lobería zu gehen, da hinter
diesem Strand „Las Opuntias“ liegen soll- auch ein schöner
Strand.
Leider besteht der Vormittag aus stetig
wechselndem Sprühregen. Ich ziehe dennoch los und lande zuerst am
Eingang des Flughafens, da ich eine Straße zu weit gelaufen bin,
aber nach eine kurzen Kehrtwendung bin ich wieder auf dem richtigen
Weg..
Ich bleibe bis zum frühen Nachmittag
dort, da ich nicht weitergehen kann und genieße es mal nur die
Wellen, den Wind und mit meinen Gedanken und den zutraulichen Tieren
allein zu sein. Als ich um die Mittagszeit eine Essenspause mache,
werden zuerst meine Schuhe, dann mein Rucksack und dann ich selbst
aufs Genauste untersucht. Diese anhänglichen, neugierigen
Darwinfinken sind wirklich die Härte.
| Gaviota de cola bifurcada |
| Mein Ausblick beim "lunch" |
Die Seelöwen sind ja mehr mit Vorsicht
zu genießen. Lydia hatte ja erzählt, dass ihre Schwester durch
einen Seelöwen ihren Unterschenkel verloren hat. Dafür, falls ich
es noch nicht geschrieben haben sollte, wurde ich von einem
Seelöwenbaby verfolgt. Seelöwen sehen schlecht und Mutter und Kind
erkennen sich nur am Geruch und letztes Wochenende waren viele
„zurückgelassene“ Babys am Strand, die ihre Mütter gesucht
haben. Und eins war wohl der festen Überzeugung, dass ich es sein
könnte, denn es ist so schnell es nur irgendwie ging aufm ich
zugerobbt, bis ich dann geflüchtet bin. Sah bestimmt lustig aus :-):
Touri flüchtet vor Seelöwenbaby. Aber ich wollte verhindern, dass
es mir zu nahe kommt; mich im schlimmsten Fall berührt, so dass es
meinen Menschengeruch annimmt. Das wäre das Todesurteil gewesen für
den kleinen Wurm..
Am Nachmittag will ich gerade los zu
dem anderen Strand, als es wieder anfängt zu regnen. Na ja: ist
vielleicht gar nicht schlecht: so kann ich baden ohne ins Meer zu
gehen :-)??!!
Kleiner Scherz. Ich kaufe mir dann
„gezwungenermaßen“ erst mal ein Magnum und mache Haus----äääh,
Blogaufgaben ;-)...Jetzt werde ich gleich wieder losziehen. Wetter
ist etwas besser und die Siestag (zwischen 13-15 Uhr) auch vorbei.
Heute Abend treffe ich mich mit Bettina, Isabelle und Birgit zum
Essen..
Da ich leider meinen Adapter
(schlauerweise!!) oben vergessen habe, bin ich mir nicht sicher, ob
ich morgen noch einen Eintrag machen kann—aber- dann eben nächstes
Wochenende nach dem Survival im Alcatraz-Camp ;-)..
Ja, man wird hier in Vielem lockerer:
wenn man sich jedes Mal aufregen würde, weil etwas nicht schnell
genug geht---DANN--ja spätestens DANN wird man in Südamerika
waaaaaahnsinnig. Das ist wie im Café Chaos in Kusel, gell Jutta
;-P..
Hasta luego
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