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Mittwoch, 19. Juni 2013

Entspannter Abschluss einer wundervollen Erfahrung- Bangkok 17.06.2013&Ankunft in Good old Germany-18.06.2013

Sehr entspannt ging ich den letzten Tag meiner Reise an. Das Internet war allerdings weiter alles andere als entspannend, da es auch den ganzen Vormittag nicht möglich war, meine Blogeinträge hochzuladen..Nun denn, wie dem auch sei: gegen 11.15 Uhr konnten Gabi&ich uns wieder in die Arme schließen, die Schweizerin, die ich in Singapur bei Yesky kennengelernt hatte. Auch für sie sind es nun die letzten Tage einer 2 jährigen Reise (übrigens die 3. in der Größenordnung, wie sie mir heute erzählt hat und nach 3 ½ Monaten in der Schweiz geht es für sie wieder los für die nächsten 2 Jahre, wo es dann wieder heißt: back on the road again :-)) angebrochen und sie fliegt am Samstag zurück in die Schweiz. Falls Du das liest Gabi: noch mal einen guten Flug und es war so schön, Dich noch mal zu sehen und zu quatschen!!
Da ich das letzte Mal den Lumpini-Park nicht besucht hatte, stand er dieses Mal auf dem Plan und ist ja auch, wenn man etwas Relaxtes machen möchte, und das war ja unser Ziel heute, eine gute Adresse.
Der Lumpini Park erstreckt sich am Ende der Silom Straße über 576 000 qm² und ist eine der wenigen Grünflächen des überfüllten Bangkoks.
Denkmal im Lumpini-Park

Lumpini-Park

Lumpini- Park

Direkt am Eingang des Parks befindet sich ein Denkmal für König Rama VI. Arbeitnehmer nutzen ihre Mittagspause, um im Schatten der Bäume wieder etwas aufzutanken, wohingegen die frühen, kühleren Morgenstunden zum Schattenboxen und Thai Chi genutzt werden.
Ich würde sagen der Park ist so ein bißchen die grüne Lunge von Bangkok..
Wir verbrachten mehrere Stunden im Park und tauschen Reise- und Lebensberichte aus. Sehr interessant und lustig war, dass uns diverse Eigenarten von Bevölkerungsgruppen, Eigenschaften eines Landes oder einfach nur enorme Unterschiede in Kultur, Verhalten oder der Wesensart von Menschen in den diversen Ländern aufgefallen ist.
In diesem Kontext wird mal wieder klar, wie viel Einfluss nicht nur die Gene auf einen Menschen haben, sondern auch das Umfeld (bei uns beiden Europa oder auch Schweiz und Deutschland). Denn uns beiden fielen so ziemlich die gleichen Dinge auf..
Ich möchte hier nur mal ein paar Dinge nennen, über die wir uns austauschten und z.T. auch köstlich amüsierten (zumindest, wenn man es mit etwas Abstand und entsprechender Toleranz sieht):
- die Bürgersteige. Bürgersteige haben in Asien- sei es Vietnam, Kambodscha, Thailand oder auch Indonesien, den Namen Bürgersteig eigentlich nicht verdient, denn sie sind nicht dafür gedacht, dass man sich dort sicher vor dem Straßenverkehr bewegen kann. Man ist vielmehr permanent gezwungen, DIREKT auf der Straße zu laufen. Dabei sind es nicht nur die Menschen, die die Bürgersteige gnadenlos zubauen (mit Mopeds, Essenständen, Stühlen, usw.), sondern auch die „Straßenplaner“, die einem ein „normales Gehen“ auf dem Bürgersteig unmöglich machen: so befindet sich MITTEN auf einem Bürgersteig ein kleiens Gebäude, so dass man auf die Straße wechseln muss oder ein Baum wurde samt dazugehörigem Gärtchen MITTEN auf dem Weg gepflanzt, so dass man keine Möglichkeit hat, den „Bürgersteig“ weiter zu benutzen, sondern man unweigerlich wieder auf die Straße treten muss..
- Oder das viele Menschen asiatischen Ursprungs: IMMER DER ERSTE sein will! Sei es im Verkehr, wenn man mal auf etwas warten muss etc.. Daher kommt es permanent zu Situationen, dass Menschen in Türen verkeilt sind, weil nicht gewartet werden kann, bis z.B. der Aussteigende den Bus verlassen hat. NEIN- man muss gleichzeitig losrennen, um dann in der Mitte festzustecken :-)..
- Oder- jemand wird gerade bedient- sei es, dass eine Frage beantwortet, Essen gekauft wird oder man sich in Verhandlungen befindet- so begibt es sich zumeist, dass „ein Asiate“ gerade mit seinem Moped anhält und von dort aus, direkt zu Reden anfängt, Dein Gegenüber das Gespräch unterbricht und sich dem „neuen asiatischen Gast“ zuwendet, und man selbst ziemlich blöd dasteht und man selbst drauf warten muss, bis einem wieder Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es ist nicht möglich, zu warten, bis der Vorangegangene das Gespräch beendet hat..
- Den Menschen ist es immer sehr wichtig, dass man sie mit Respekt behandelt..Allerdings gilt das immer nur für ANDERE! Sie selbst, legen wenig Wert darauf, andere Menschen mit Respekt zu behandeln..
-Oder anstatt zu sagen, dass sie nicht verstehen, wird stereotyp ein Satz wiederholt: Z.B. At what time is the bus? 30THB..Ähmm, do we leave the next time?5 minutes?10 minutes? 15 minutes? 30 THB...
Und diese Liste würde sich noch etwas weiterführen lassen :-)..

Interessant ist auch, dass, wenn man länger unterwegs ist (jedenfalls in den Ländern, in denen ich die letzten 9 Monate war), dass man sich so angewöhnt englisch zu sprechen, dass man manchmal auch, selbst wenn man dann nur unter Deutschen ist, mitten im Satz ins Englisch verfällt..oder, zu sich selbst in Englisch sprecht..JA, ich führe auch manchmal Selbstgespräche :-)..

Gabi hat mir erzählt, dass sie nach ihrer ersten Reise fast 2 Jahre gebraucht hat, um sich „zuhause“ wieder einzugewöhnen. Hmmm- mal schauen, wie schnell es bei mir geht:-)??
Im Moment fühlt sich der Gedanke, dass ich nun bald wieder zuhause bin (also, diese Tatsache, die ich damit verbinde, meine Familie&Freunde bald wieder zu sehen) schon gut an- im Gegensatz zu der Vorstellung, dass ich dann aber, wenn ich ab 01.08. wieder in mein „normales Arbeitsleben“ einsteige, für SEHR LANGE Zeit (jedenfalls für mich SEHR LANGE) nicht mehr (auf Entdeckungs-) reise(n) (gehen) kann. UND das ist keine schöne Vorstellung! Keine fremden Kulturen mehr, keine reisenden oder dort lebende interessante Menschen treffen, keine anderen Backpacker mit einer Menge hörenswerter Stories, keine fremden Gerüche riechen, keine fremdartigen Speisen kosten und vielleicht ist es auch einfach: nicht mehr das Gefühl von FREIHEIT haben??
Mal schauen, auch in meinem zuhause werden eine Menge neue Aufgaben auf mich zukommen und ein Sabbatjahr ist ja schließlich nicht auf Dauer das reale Leben :-)!
Für Gabi geht es am nächsten Samstag zurück in die Schweiz. Also, meine Liebe: guten Heimflug für Dich und gutes Ankommen in der Schweiz!! Wobei- richtig eingewöhnen musst Du Dich ja nicht, wenn es in 3 ½ Monaten schon wieder los geht :-)..Es war sehr schön Dich wieder zu treffen!!
Unser Weg führte uns weiter in Richtung China Town und Little India, wo wir uns dann auch später noch was Leckeres zu essen suchen wollten.
Für uns beide ist es erstaunlich, wie schlecht das Internet in Bangkok ist. Wir waren ja schon in den hinterwäldlerischen Orten und zumeist lief das Internet da super. Überhaupt läuft in Asien das Internet- im Vergleich zu Südamerika- wesentlich besser.
Nach etwas suchen und nachdem wir durch eine enge, verwinkelte Gasse durchgeschlendert sind, werden wir in einem kleinen, lokalen indischen „Restaurant“ fündig.
Die aushängende Speisekarte ist lediglich auf Indisch und so kommt es uns seeeehr entgegen, dass wir „Töpfe gucken“ konnten :-)..
Aber- es blieb nicht nur beim Schauen, wir durften auch überall probieren. Aber- dies ist zu betonen, mit jeweils einem Löffel, in den wir ein bisschen geschöpft bekamen..In so einem Moment ist es SEHR praktisch, in einem Land OHNE eng ausgelegte Regeln zu sein :-)..
Nachdem sich jede etwas ausgesucht hat, gab es noch einen leckeren Lassi dazu. Positiv anzumerken an dieser Stelle ist allerdings, dass ich mich schon darauf freue, in Deutschland auch mal wieder Hähnchen zu essen. Darauf habe ich seit Dezember verzichtet, da Indonesien, Malaysia, sowie Südostasien die unangenehme Eigenschaft haben, DAS GANZE HUHN zu verwenden..Womit ich meine: das Huhn wird mit einem großen Hackbeil so lange klein gehackt, bis es einigermaßen in mundgerechten Stücke zerkleinert ist. ALLERDINGS kommt es samt Knochen in den Topf und später auf den Teller. Ist immer super, die Knochenstücke und -splitter IM ESSEN zu haben....
Danach war es wieder an der Zeit, Abschied zu nehmen und ich machte mich durch Gehupe und buntes Gewusel zurück zu meinem Hotel. Als ich mich kurz vor dem chinesischen Tor, noch einmal vergewissern wollte, dass ich mich in die richtige Richtung bewege, habe ich einfach einen nett aussehenden, älteren Mann angesprochen, der mir bestätigt hat, dass ich auf dem richtigen Weg bin :-).
Aber- kaum wollte ich loslaufen, hat er mir angeboten, dass er mich doch mitnehmen und bei der Eisenbahnstation absetzen kann. Gesagt-getan. Er erklärte noch schnell seiner Frau, warum ich zu ihnen ins Auto steige und schon hatte ich eine freie Autofahrt zurück :-).
In diesen Ländern ist es sehr praktisch, dass es eigentlich in allen Hotels die Möglichkeit gibt, bevor man startet noch mal unter die Dusche zu hüpfen, so dass man nicht verschwitzt in einen Nachtzug/-bus einsteigen muss. Daher kam auch ich noch mal in den Genuss einer Dusche, bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen machen musste.
Das Internet hat bis zuletzt nicht wirklich funktioniert. Da ich dieses Mal direkt an der MRT-Station gewohnt habe, konnte ich direkt dort hinein. Und NORMALERWEISE muss man mit seinem Gepäck durch die Kontrolle. Aber als der Sicherheitsmann meinen dicken Rucksack gesehen hat, hatte er wohl keine Lust, nach dem Grund zu suchen, warum der Detektor gepiepst hat :-)..Da ich aus der MRT nach ein paar Stationen in den Skytrain umsteigen musste, suchte ich beim Aussteigen die Schilder nach lateinischen Buchstaben ab, um den Weg zum Skytrain zu finden. Und auch da kam wieder schnelle Hilfe: ein Thai fragte mich in gebrochenem Englisch, ob er mir helfen könnte und ohne lang zu fackeln nahm er mich dann einfach ins Schlepptau. Wartete an der Kasse, wartete um in den Zug zu steigen und sorgte schließlich auch dafür, dass ich mich noch in den recht vollen Zug samt meinem Rucksack hineinquetschen konnte.. Tja, selbst in Bangkok sind freundliche Leute zu finden :-)..
Erfolgreich belatscherte ich dann den guten Mann von British Airways, dass er mir das Gepäck bis Frankfurt durchcheckt, da ich in London weniger als 2 Stunden zum umsteigen hatte. Allerdings musste er sich ganz schön ins Zeug legen, da es sich um zwei Einzeltickets handelte und er zunächst auf den zweiten Flug keinen Zugriff hatte..
Aber- wie zumeist: Ende gut- alles gut! Letztendlich hat es dann doch geklappt und ich habe in London-Heathrow eine Rekord- Umsteigezeit von 65 Minuten hingelegt (Terminal 3 zu Terminal 5). Kann wirklich nur JEDEM empfehlen: wenn es Flüge ohne London-Heathrow gibt: nehmt den anderen Flug! Dieser Flughafen ist wirklich ätzend!
Dass ich in Europa angekommen ist, merkte ich sehr schnell- konnte ich bei 28 (!) Flügen in jedem Land meiner Weltreise, meine genormte Plastiktasche für die Flüssigkeiten nutzen, so MUSSTE man in London-Heathrow die Flüssigkeiten in Plastiktüten abpacken, die einem vom Flughafenpersonal in die Hand gedrückt wurden. Und zwar in NUR DIESE :-)!
Wie auch immer, ich war happy, dass ich meinen Anschlussflug bekommen habe und so setzte ich 25 Minuten vor der Zeit in Frankfurt auf..
Hmmm- jedenfalls rein optisch sieht noch alles noch aus wie vorher. Und auch die Bäume haben im Moment ein herrliches grün.
Timing war heute ALLES: als ich an das Gepäckband kam, fuhr auch schon mein Rucksack heran und als ich nach außen kam, wartete schon die Delegation Margit&Paul M., sowie Tanja B. auf mich, um mich in GOOD OLD GERMANY zu begrüßen!
Ein einjähriges Abenteuer, aus welchem ich für mich selbst eine sehr positive Resonanz ziehe, ist nun zu Ende gegangen. ABER eins ist jetzt schon sicher: HEUTE ist nicht ALLER TAGE: ich KOMM/GEHE wieder, KEINE FRAGE!!

Zurück in die Stadt des Verkehrsstaus, Smogs und der bunten Geschäftigkeit- Bangkok-16.06.2013

Tja- grundsätzlich war die Idee mit dem Zug nach Bangkok zurückzufahren ja eine gute Idee. Ich hatte alles brav recherchiert: es gibt nur jeweils einen Zug am Samstag und einen am Sonntag, der direkt nach Hua Lamphong fährt, wo sich mein Hotel für die letzte Nacht befindet. Daher hatte ich mir den Reiseplan so gelegt, dass ich am Ende nach Kanchanaburi fahre und von dort dann Sonntags mit dem Zug zurück, um sicherzugehen, dass mit Zug/Bus nichts dazwischen kommt, was meinen Abflug Montag- auf Dienstagnacht betrifft..
Das VN Gästehaus hatte auch mein Ticket schon für mich gelöst und so musste ich mich nur zugegebener Zeit am Bahnhof einfinden..
Jepp- und das war der Punkt! Auf meinem Ticket stand 14:25 Uhr. Als ich dann mein Gepäck zum Bahnhof geschleppt hatte, wurde mir dort dann mitgeteilt, dass mein Zug erst um 15:53 Uhr kommt und die Zeit auf MEINEM TICKET, DIE ZEIT des URSPRUNGSABFAHRTSPUNKTES ist..Na toll, da hätte ich ja mal noch schön im Gästehaus vorm Ventilator sitzen können..Das Ganze wurde auch dadurch nicht besser, als sich dann herausstellte, dass der Zug zwar um 15:53 Uhr kommt, aber erst planmäßig um 16:53 Uhr abfährt. Puh- da durfte ich eine ganz schön lange Zeit am Bahnhof überbrücken. Wenigstens hat mein Moskitospray mal Wirkung gezeigt und ich wurde trotz gefühlten Millionen Sandfliegen&Moskitos mal nicht zerstochen. Allerdings muss man allerdings dazu sagen, dass ich hier mal ein Spray mit 55% DEET gefunden habe, was sicher nicht gesundheitsförderlich ist, aber in Anbetracht, dass Kanchanaburi immer noch als Malariagebiet gilt- von Dengue brauchen wir gar nicht erst zu reden- ziehe ich es vor, dann doch eher nicht gestochen zu werden.
Nun ja- also beschloss ich meine Zeit bestmöglichst zu nutzen und bereite E-mails vor und bearbeitete Bilder. Bezüglich der langen Wartezeit lässt sich auch noch Folgendes sagen: es ist zwar schon ärgerlich genug, seit 14 Uhr am Bahnhof zu sitzen, um dann zu erfahren, dass der Zug erst drei Stunden später geht, aber letztendlich ist es als Alleinreisende auch immer blöd mit dem Gepäck, d.h. ich kann mich nicht vom Fleck bewegen und wenn ich zur Toilette muss, die, wie in allen asiatischen Ländern in der Kabine immer klatschnass ist, ist hinterher auch mein Gepäck, oder zumindest der Boden meiner Gepäckstücke mit Flüssigkeiten getränkt, über die ich lieber mal nicht nachdenken will :-). Aber- es bleibt keine andere Wahl: ich kann meine Sachen nicht unbeaufsichtigt VOR der Tür stehen lassen.
Und- wie sollte es anders sein, kam der Zug zwar gegen 16:30 Uhr an, fuhr dann aber auch erst gegen 17:25 Uhr los. Ein netter, älterer Herr, samt seinem Enkelkind war ganz besorgt, dass ich in den falschen Zug steige und hat sich noch mal bei dem Bahnpersonal vergewissert, dass es diesen Zug nach Hua Lamphong auch wirklich gibt..Total nett.
Der Zug selbst, war wieder so ein thailändisches Original: unbequeme Hartschalenplastiksitze, in die Decke eingelassene Ventilatoren (für mich immer wieder faszinierend, wo die überall eingelassen sind (von der Decke von Bussen, über Züge bis hin zu Autos (am Amaturenbrett) findet sich immer eine Möglichkeit dort irgendwie einen Ventilator zum Laufen zu bringen :-)), keine Klimaanlage, dafür geöffnete Fenster, wo man gefühlt,den ganzen Dreck und Staub des Landes eingeatmet hat, bevor man seine Endstation erreicht. Tja Leute: DAS macht Reisen aus:-)!
Ich war dann jedenfalls froh, als ich dann- natürlich mit weiterer Verspätung (wie ich ja schon mal erwähnt hatte: wie die Deutsche Bahn ;-)) gegen 20:45 Uhr in meinem Hotel auflief.
Zu diesem Zeitpunkt war meine letzte Mahlzeit fast 10 Stunden her und ich entsprechend hungrig. Da natürlich auch gerade das kleine Restaurant, das dem Hotel angeschlossen ist, mir gerade vor der Nase zu machte, machte ich mich auf die Suche nach etwas zu essen.
Direkt am Bahnhof wurde ich auch fündig: dieses Phad Thai mit Shrimps war zwar keine Offenbarung- ABER, wenigstens war ich satt hinterher.
So, dies wird nun meine letzte Nacht meiner Weltreise sein. Sehr komisches Gefühl! Hoffe mal, dass mich in Deutschland nicht der Kulturschock überfällt??!!
Wie ich gehört habe, spielt ja schon mal zumindest das Wetter mit und ich entgehe erstmal der Situation in Frankfurt in eine Kältestarre zu verfallen :-)..
Auf Wiedersehen: Khwae Yai:-)!

Ein Besuch bei den grauen Riesen- 15.06.2013

Einer der Gründe, warum ich nach Kanchanaburi gekommen bin, war- Elephants World. Elephants World befindet sich etwas mehr als 30 km entfernt von Kanchanaburi. Diese 2008 gegründete Organistation kümmert sich (meistens) um alte Elefanten, in dem sie versucht, den Besitzern die Tiere abzukaufen, um sie aus ihrem tristen Schicksal zu befreien. Manchmal kommen auch junge Tiere in die Organisation- wie z.B. der Elefant Jonny.
Aber meistens handelt es sich um ältere Tiere, die jahrelang Bäume im Wald geschleppt haben (was zwar seit Ende der 90iger bereits verboten ist, aber immer noch illegal weiter praktiziert wird) oder sie kommen aus sog. Elefantencamps, wo sie z.T. 12-14 Stunden am Tag Touren für Touristen laufen müssen und daher nicht genügend Zeit zu fressen haben oder auch als Straßenelefanten, die von ihren Besitzern zum Betteln auf der Straße benutzt werden. Jeder Elefant hier hat seine eigene, traurige Geschichte. Wen es interessiert, der kann auf der Webpage von Elephant- World Genaueres erfahren. Um nur ein Schicksal zu nennen: eine Elefantenkuh wurde während sie auf der Straße mit ihrem Besitzer um Geld bettelte, von einem Auto angefahren. Dabei wurden ihre kompletten Sehen, des einen Hinterlaufes zerfetzt. Noch nicht richtig genesen, musste sie wieder ran auf der der Straße. Was Viele nicht wissen: auch das ist in Thailand inzwischen verboten und es besteht die Möglichkeit die Polizei anzurufen, wenn man eine solche Szene beobachten kann. Hinzu kommt das die Fußsohlen von Elefanten sehr sensibel sind. Wer meinen Blog verfolgt, der wird sicher noch in Erinnerung haben, dass ich des öfteren geschrieben habe, wie heiß (42 °C) es gerade ist. Man muss nicht viel Fantasie haben, um sich auszumalen, wie heiß der Asphalt bei diesen Temperaturen wird und welche Verletzungen er an den empfindlichen Füßen der Tiere hinterlässt.
Mir persönlich war es wichtig zu einer solchen Organisation zu gehen und nicht zu einem dieser typischen Touri Elefantencamps. Hier weiß ich wenigstens, dass mit meinem Geld eine gute Sache unterstützt wird.
Ich wurde als daher um 9 Uhr an meinem Gästehaus abgeholt und nach einem weiteren Stopp, wo eine Familie aus Holland und eine aus Finnland zustieg, fuhren wir zu Elephants World.
Ich hatte zwei große Tüten mit gelben Bananen mitgebracht, da ich gelesen habe, dass sie die besonders gerne mögen.
Nach der Begrüßung war auch gleich schon Füttern angesagt. Zur Zeit haben sie auch noch ein Elefantenkalb im Camp, welches von Touristen ohne Muttertier entdeckt und mit Hilfe von Elephants World gerettet werden konnte.
Trotz seiner kleinen Größe hat die Kleine schon mächtig Power und es ist so süß, wenn sie einen mit dem Rüssel ganz vorsichtig betastet. Das gleiche gilt übrigens auch für die alten Elefanten- sie sind so vorsichtig mit ihrem Rüssel, aber wenn man ihn berührt, merkt man direkt welch kräftiger Muskel sich unter der grauen, dicken Haut spannt.
Gefüttert wurde diesen Elefanten gelbe Bananen und Mais.
Die Kleine ist natürlich im Moment zumeist im Mittelpunkt allen Interesses und sie sieht auch so putzig aus, mit ihrem haarigen Köpfchen. Fasst erinnert sie ein bisschen an den Mammut aus Ice Age- allerdings nur was den haarigen Kopf betrifft und nicht die Körpergröße :-)..
Nun geht es hinunter zum Fluss, wo die Mahouts ihren jeweiligen Elefanten zum Baden in den Fluss reiten. Die hier arbeitenden Mahouts sind vom Volk der Karen aus Burma, deren Geschichte schon von jeher eng mit Elefanten verbunden ist. Dies wird von Generation zu Generation weitergegeben. Laut der Info, die wir hier erhalten haben, ist es auch eher so, dass der Elefant den Mahout wählt und nicht umgekehrt. Wie das genau funktioniert, konnte ich allerdings nicht herausfinden :-)..
Sie haben übrigens auch eine vollkommen, blinde, alte Elefantenkuh in der Organisation. Diese wird immer von 2 Leuten zum Bad begleitet. Interessanterweise meiden sie die anderen Elefanten- da sie „anders“ ist als sie. Das Team vermutet daher fast, dass sie seit Geburt blind ist..
Nach dem wir zugesehen haben, wie die Elefanten ihr Bad genossen haben, ging es für uns zur Zubereitung von klebrigem Reis. Der ist nötig, um die alten Elefanten in einer guten, körperlichen Verfassung zu halten. Elefanten wechseln ihre Zähne mehrmals in ihrem Leben. Zuletzt ungefähr in einem Alter von 60ig. Danach fallen ihre Zähne aus und sie sind, wie ein alter Mensch zahnlos. Wenn man allerdings bedenkt, welche Mengen an Futter täglich im Magen eines Elefanten verschwinden muss, um ihn zu ernähren, kann man sich vorstellen, dass das nun ohne Zähne recht schwierig ist. Daher ist das in freier Natur die häufigste Todesursache: die Tiere verhungern langsam, bis sie schließlich so geschwächt sind und sterben. Hier in der Organisation allerdings bekommen die Tiere daher spezielles Futter: nämlich klebrigen Reis mit Mineralien und Vitaminen angereichert.
Und diesen haben wir daher zubereitet. Zunächst mussten Maiskolben geschält und die Körner abgeschrabscht werden. Die Körner und ein Sud wird mit Reis zum Kochen gebracht und solange gerührt, bis eine klebrige Masse entsteht, die dann zunächst erst mal zum Abkühlen beiseite gestellt wird.
Wir hatten danach unterdessen Zeit, uns das schlafende Baby zu betrachten und noch eine weitere Elefantenkuh mit Mais zu füttern.
Der Schlaf hielt in Anbetracht der Besucher aber nicht lange an und das Baby zeigte dann auch gleich entschieden, dass es Durst habe..So ging es von Mitarbeiter zu Besucher und Besucher und forderte die Wasserflasche ein, die jeder noch in Händen hielt. Ein Elefant kann bis zu 150 Liter pro Tag trinken. Da waren unsere Wasserflaschen quasi nur der Tropfen auf den heißen Stein :-). Aber es war einfach zu goldig, wie die Kleine aus jeder Flasche das Wasser nuckelte und auffordernd stupse und mehr verlangte. Interessant ist auch, dass die Zunge von Elefanten sowas von weich ist. Bei dem z.T. harten Futtermaterial hätte ich eine so softe Zunge gar nicht erwartet.
Nachdem wir den Durst des Babys befriedigt hatten, hieß es unsere knurrenden Mägen befriedigen, denn nächster Programmpunkt war erst gegen 13 Uhr: die Fahrt zum Bananenhain, um Bananenstauden zu schlagen, die später in für die Elefantenfütterung verwendet werden.
Auf einem Pritschenwagen ging es dann auch gut 20 Minuten bis zu dem Hain und mit den vielen Helfern, war der Wagen recht schnell gefüllt.
Als wir uns auf dem Rückweg befanden, gab es noch eine kostenlose Dusche für alle: es gab nämlich einen kurzen Guss.
Inzwischen war der Klebreis auch soweit abgekühlt, dass wir in weiter verarbeiten konnten. Der Reis wurde in Bällchen geformt und in einem Pulver aus Mineralien und Vitaminen gerollt. Mich hat das Ganze etwas an Schneebällchen oder Knödelformen erinnert. Die Hände hingen hinterher genauso voll :-).
Die so präparierten Bällchen haben wir dann auch die Ältesten des Camps verfüttert.
Und- zu guter Letzt durften wir mit den Elefanten noch ins Wasser etwas Planschen. Das war sehr lustig. Vor allem für die junge Finnin, die mit dem Mahout auf John saß, der wirklich Achterbahn spielte. Hatte ich mich beim Lesen der Homepage noch gefragt, was mit der Bemerkung, dass sich John im Wasser wie ein Wal verhält, gemeint ist, so war mir das dann innerhalb kürzester Zeit absolut klar. John tauchte samt Mahout und Finnin in Wellenbewegung auf und unter. Aber- komplett. Samt seiner Reiter, die auch mit dem Kopf unter Wasser gingen. Da ich auf dem einzigen, weiteren Bullen der Gruppe (Rom Sai: wer mehr über ihn erfahren möchte, bitte hier klicken) saß, hatte er es vor allem auf ihn abgesehen und tauchte stetig mit dem Kopf unter seinen Bauch.
Glücklicherweise kennt die Gruppe sich ja gut, so dass das alles kein Problem war. So konnten wir Anderen, die recht entspannt auf „unseren“ Elefanten saßen, dem auf- und abtauchen von John&Co zusehen.
Für uns ging es nur manchmal bis zur Hüfte ins Wasser, wenn der Elefant auf Befehl seines Mahouts mit dem Kopf abtauchte, dass man auch seinen Kopf waschen konnte..
Hier hörte ich auch das erste Mal, dass ein Elefant auf seinem Rücken lediglich 100 kg (!) tragen kann! Was wiederum bedeutet: der Korb wiegt bereits rund 50 kg und zumeist ist der Korb mit 2 (!) Personen besetzt. Dazu kommt der Mahout, der auf „der stärksten Stelle“, dem Hals sitzt. Auch hierfür muss man kein großer Rechenkünstler, um schnell festzustellen, dass bei jeder Tour, welche ein Elefant mit Touristen läuft- er zu viel Gewicht auf dem Rücken hat.
Ich war nur heilfroh darüber, dass in Vietnam allein draufsaß, so dass die 100 kg nur leicht überschritten wurden. Und ich somit dort wohl zumindest keinen Schaden angerichtet habe.Aber ich werde sicher nie wieder auf einem Elefanten in einem Tragesitz reiten..
Das war ein toller Abschluss, von einem schönen Tag! Gegen 17 Uhr ging es wieder zurück nach Kanchanaburi, wo zunächst mal unter die Dusche hüpfte-war ja eh schon nass.
Auch heute konnte ich wieder einen schönen Sonnenuntergang auf dem Fluss erleben :-)..
Das von allen gehätschelte Baby

Ram Sai


Delegation zur Badestelle

auch das Baby liebt das kühle Nass

ja, wo isser denn hin??:-)

Zeit zur Körperpflege


besagte blinde Elefantenkuh, die immer von 2 Führern begleitet wird

Vorbereitungen für den Klebreis

in diesen Pfannen wird der Mais&Reis bis zu einer klebrigen Konsistenz gekocht

..und um das zu Erreichen ist erst einmal rühren angesagt

das Baby schläft den Schlaf "der Gerechten"

die meisten Elefanten können sich über Tag in der Gruppe frei bewegen

einen Großteil des Tages verbringen sie mit fressen; sind also immer hungrig :-)..Und das ist das Problem bei den Trekking-Touren, wo sie Touristen auf ihrem Rücken bis zu 14 Stunden täglich herumkarren: sie haben nicht genug Zeit zum fressen..


aber Hunger ist nicht alles: bis zu 150 Liter Wasser braucht ein Elefant täglich..

und das Baby weiß auch genau, WIE es da dran kommt :-)

das Dorf der Mahouts ist im typischen Karen-Stil mit den Stelzenhäuser

Ausblick von der Veranda auf den Fluss

...und Richtung Gebirge

um den Hunger der Tiere zu stillen, benötigt es viele Bananenstauden


die abgekühlte Reismasse wird nun zu Bällchen verarbeitet und in Vitaminen gerollt

immer schön langsam mit den alten Genossen

hach- Wasser ist doch was Tolles :-)

...und wenn man dann noch spielen kann :-)

"Ich wäsch der mo de Kopp- emol annersch :-)"

Zeit zum Abtauchen..

links ist die Finnin, samt Mahout zu sehen: John befindet sich gerade unter Wasser

kleiner Größenvergleich gefällig??

Sonnenuntergang über dem Fluss Khwae Yai


Das JEATH- Museum&die berühmte Brücke am Kwai-14.06.2013

Heute Morgen war der Wettergott wesentlich besser gelaunt als gestern: als ich auf meinem Balkon auf den Kwae Yai hinaus blickte, waren am Horiziont zwar Wolken zu sehen, aber- es regnete nicht :-)..
Heute Morgen frühstückte ich im Open-Air Restaurant von meinem VN-Guesthouse und zwar gebratene Maccaroni mit Shrimps..Oh je- ich glaube, ich bin schon zu lange unterwegs :-)...Jetzt esse ICH das selbst schon am Morgen :-).
Danach schnappte ich mir meinen Rucksack&meine Kamera und zog los, um das Städtchen zu erkunden.
Zunächst wollte ich mich heute Morgen wieder mit der Geschichte beschäftigen und somit war mein Ziel das JEATH-Museum. JEATH ist eine Abkürzung bestehend aus den Anfangsbuchstaben der im 2. Weltkrieg in diesem Gebiet verwickelten Länder: Japan (die Besatzungsmacht), England, Australien, Amerika, Thailand (als besetztes Land) und Holland.
Wie in meinem vorherigen Bericht schon mal geschrieben, wollte Japan diese Eisenbahnstrecke zwischen Burma und Thailand unbedingt und in kürzester Zeit, um seine Versorgungswege sicher zu stellen.
In dem Museum sind verschiedene Fundgegenstände aus der Zeit zwischen 1942-1943 zu sehen, wo neben asiatischen Zwangsarbeitern, auch besagte Kriegsgefangene zum Bau der Eisenbahntrasse eingesetzt wurden.
Der Rundgang beginnt mit einem originalgetreuen Nachbau einer aus Bambus hergestellten Unterkunftsbaracke für die damaligen Gefangenen. Diese Baracke war bei meinem Besuch noch genauso moskitoverseucht wie in früheren Zeiten. Hier waren Original-schwarz-weiß Fotografien zu sehen, welche u.a. Szenen aus dem Lager zeigten.
Auch wurde beschrieben, wie erbärmlich die hygienischen Zustände zur damaligen Zeit waren und dass pro Gefangener nur in etwa 75 cm Platz in der Breite zum schlafen eingerechnet war. Wobei an Schlaf zumeist kaum zu denken war: dafür sorgten blutsaugende Läuse von unten, Moskitos von „oben“ und die Mitgefangenen, die sich in der Nacht aufgrund von Durchfällen (Cholera/Ruhr) in kurzen Abständen zur sog. Latrine schleppten, die z.T. wirklich nur ein Donnerbalken unter freiem Himmel war.
Es ist verwunderlich, dass überhaupt so viele Dokumente erhalten blieben, da die japanischen Besatzer natürlich darauf bedacht waren, dass die Gefangenen Aufzeichnungen jeglicher Art machten- aus Angst vor Bekanntwerden ihrer schlechten Behandlungsmethoden.
Weiterhin waren alte Zeitungsartikel mit Interviews Überlebender oder deren Angehörigen zu sehen, die eindrucksvoll dokumentieren, mit welch erbärmlichen und schwierigen Umständen die Gefangenen fertig werden mussten.
Der Bau der Trasse wurde im September 1942 auf thailändischer Seite bei Nong Pladook begonnen, auch von Burma aus begann man zu bauen und am Drei Pagoden Pass trafen im Spätherbst 1943 (im Songkhala-Bezirk, dem nördlichsten Teil der Provinz Kanchanaburi) beide Seiten aufeinander.
Die Ursprungspläne besagten übrigens eine Bauphase von rund 5 Jahren voraus. Dadurch dass die japanische Armee ihre Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen aber unbarmherzig und brutal antrieb, war die Strecke bereits nach 16 (!) Monaten fertiggestellt.
Im letzten Gebäude sind verschiedene Waffen-, Ausrüstungs- und Essensgegenstände ausgestellt und diverse andere Utensilien, die in den Lagern in diesem Gebiet gefunden wurden.
Die Brücke über den Kwai war ein elementarer Punkt auf der Versorgungsstrecke der Japaner und wurde daher von den allierten Streitrkräften attackiert und schwer beschädigt, so dass der Verbindungsweg blockiert war. Daher ist hier auch eine der Bombenhüllen ausgestellt, welche die Brücke zerstören sollte.

Vom Museum aus, schlenderte ich durch eine andere Straße zurück und checkte auf dem Weg den Bahnhof, von dem aus ich am Sonntag nach Bangkok zurückfahren werde.
Die Brücke über den Khwae Yai ist nun ca. 4 km von Ortskern in entgegengesetzter zu dem Museum. Da sich mein Magen inzwischen meldete und ich noch etwas das weiche Licht der Nachmittagssonne abwarten wollte, kehrte ich zunächst bei Jolly Frog Backpackers (auf Tipp von Gabi ein). Dort gab es eine riesige Auswahl an leckerem und günstigem Essen. Ich habe mich mal wieder für ein Curry entschieden, dass mir dann auch hier fast die Tränen in die Augen trieb..Heidernei- war das wieder scharf :-)...
Als ich dann schließlich bei der Brücke ankam war es schon fast 17 Uhr und perfektes Licht zum fotografieren. DAS dachte sich wohl auch ein Hochzeitspaar, welches seine Hochzeitsbilder AUF der Brücke mache..Mir verschlug es fast die Sprache! Das wäre ja fast, wie wenn ich sagen würde: „Hey Schatz, lass uns unsere Hochzeitsbilder in Dachau machen.. Die Umgebung dort ist so schön!!“ Häh???? Aber, es ist ja nicht das erste Mal, dass ich darüber erstaunt bin, wie der asiatische Teil der Bevölkerung mit Plätzen umgeht, an denen schreckliche Greueltaten stattfanden und tausende Menschen gestorben sind..
Die Brücke selbst, ist recht unspektakulär..Wesentlich spektakulärer ist die Masse an Touris, die auf der Brücke herumläuft- und das AUCH während der Zug darüber rollt- denn die Strecke ist auch heute noch in Betrieb. Wahrscheinlich bekommt der Lockführer jedesmal das Zipperlein, wenn er über die Brücke muss, da die meisten auch noch so blöd sind, trotz weit von der Brücke entfernt begonnenem Hupen, NICHT auf die vorgesehenen Ausweichplattformen zu gehen, sondern munter weiter direkt neben den Gleisen hertraben..
Ein weiteres interessantes Detail sind die Straßenschilder. Viele Straßen wurden zum Gedenken an die hier gestorbenen Menschen, einer Nation gewidmet. So kann man z.B. die Vietnam-Straße, die Indien-Straße, die Afganistan- Straße usw. usw. entdecken. Der dazu verwendete Fisch ist übrigens Probarbus jullieni; eine Fischart, die in der Region Südostasien verbreitet ist.
Leider gibt es auch hier Straßen, die man nicht betreten sollte. Mein Gästehaus hat mich gleich schon am ersten Tag vor einer Straße, direkt in ihrer Nähe gewarnt, die ich wegen bissiger Hunde NICHT betreten solle. Überhaupt bin ich seit der Geschichte in Ayutthaya im Moment etwas dünnhäutig was freilaufende, wilde Hunde betrifft. Hat mich das vorher nie gekratzt, fange ich mich jetzt immer schon gleich an zu verkrampfen, wenn auch nur einer auf mich zugesprungen kommt..Konnte zudem eine weitere Attacke eines Hundes auf ein Paar beobachten, das völlig friedlich auf der Treppe eines leerstehenden Hauses sah. Der Hund sah das aus ca. 15 m Entfernung, stellte die Nackenhaare und machte sich zügig auf den Weg zu dem Paar. Als das Paar das sah, suchte es schleunigst das Weite.
Ich habe keine Ahnung, was das hier ist. Das habe ich bisher noch nirgendwo sonst erlebt..
Pünktlich zum Sonnenuntergang befand ich mich wieder auf meinem Balkon und konnte diesen von dort aus genießen :-)..

P.S.: Ich scheine zur Zeit ein glückliches Händchen für Schlangenbeobachtungen zu haben :-).
Habe heute eine Vogelattacke (amselgroßer Vogel) auf eine grüne Schlange beobachten können. Der Vogel hat nicht nachgelassen und letztendlich ist die Schlange wirklich geflüchtet. Das war total spannend!
Rundgang in Kanchanaburi


Blick auf den Fluss Khwae Yai

Blick auf den Khwae Yai

Ach- der is awwer a grad üwerall :-)!

das VN-Gästehaus

Open Air Restaurant des VN Gästehauses

auch in Kanchanaburi gibt es wieder viele Tempel zu sehen...

die bekannte Brücke über den Khwae Yai

Sodatenfriedhof für die beim Brückenbau gestorbenen Kriegsgefangenen


Brücke über den Khwae Yai

besagtes Hochzeitspaar auf der  Brücke über den Khwae Yai

Brücke über den Khwae Yai

Sonnenuntergangsstimmung auf meinem Balkon

Probarbus jullieni: hier mit der Indischen Straße..