Aktuelle Zeit bei mir :-)

Freitag, 29. Juni 2012

Viernes, de veinte y nueve :-)


Heute gab´s ein bisschen von allem: bin heute Morgen ca. 3 Stunden durch Quito gelaufen und habe dabei auch den Plaza grande besucht.
Ich kann Euch eins sagen: wenn ich nach nem Monat auf die Galapagos fliege, ist meine Lunge schwarz. Was hier ein Verkehr ist und was dafür ein Ruß aus den Karossen kommt, das ist der Wahnsinn. War in der Kirche Parroquia Sagrado Corazón de Jesús. Hatte es am Einlass noch geschafft: Puedo vistar en iglesia? zu sagen, aber der Schwall auf Spanisch,der danach kam- da musste ich leider kapitulieren. Sowieso finde ich es echt überraschend, wie oft ich in spanisch angesprochen werde und die Leute der Meinung sind, ich würde sie verstehen. In der Kirche hat mir eine Frau mit ihrer Tochter voller Inbrunst erklärt, wer nun in diesem Grabmahl liegt..Erst so nach dem ca. vierten „No entiendo“..hat auch sie verstanden:
No entendio nada?!! und hat sich dann köstlich amüsiert :-)..
Meine Kamera hatte ich nicht dabei. Das war mir alleine zu heikel. Als ich schließlich am Plaza Grande angekommen bin, hab ich mich auf eine Bank gesetzt, um den Ort mal etwas auf mich wirken zu lassen und es dauerte nicht lange, da hat sich Angelo zu mir gesellt. Angelo ist geschätzte Ende 50/ Anfang 60. Er war gerade auf der Bank und hat Bankauszüge geholt. Die sahen irgendwie aus, wie überdimensionale Bustickets: so ein dickeres Papier und jeweils die aktuellen Kontostände werden reingestempelt.
Ich habe zwar nur ein Bruchteil von dem verstanden, was er mir erzählt hat, aber- dass ich ihn NICHT als Partner haben will, DAS konnte ich ihm klar machen ;-)..
Es war einfach interessant durch die Gassen zu schlendern. Z.B. war eine Hauswand regelrecht aufgebrochen und in diesem offenen Haus war ein Geschäft für Schlafzimmer untergebracht. Ich hätte mich quasi von der Straße aus, direkt ins Bett fallen lassen können:-).
Heute konnte ich auch beobachten, wie hier so der Geldtransport abläuft. Die Teile sehen echt so aus, wie ich sie nur noch aus alten Filmen kenne. Gepanzert und schwarz. Und am Supermarkt, wo wohl die gestrigen Tageseinnahmen abgeholt wurden, standen dann drei schwer bewaffnete Männer mit Schnellfeuergewehren herum.
Quito hat auch ein paar nette Parkanlagen. Aber auch diese sollen generell nur mit vielen Menschen zusammen betreten werden.
Heute Mittag von 13-17 Uhr waren wir mit unserer Lehrerin Maribel zuerst am Krater Pululahua und im Anschluss am Mitad del Mundo: quasi dem Mittelpunkt der Welt. Dort haben wir dann später eine sehr nette und interessante Führung erhalten.
Unterwegs hat Maribel für alle noch bei den Händlern, die immer zwischen den Autos ihre Ware feilbieten, Zuckerrohr getränkt mit Zuckerwasser gekauft. Das wird hier als Snack gegessen.
Heute Morgen hat Tatiana extra für mich einen Saft aus Baumtomaten gemacht. Wirklich lecker. Der Saft ist apricotfarben und der Geschmack hat mich etwas  an die Cantaloupe-Melone erinnert.
Hier das ist meine Klasse vor dem Kraterrand. Von links nach rechts:
Michael aus Australien, Sam als Colorado, Lucas aus Tenessee,
 tja und wo ich herkomme, weiß ja jeder ;-)
Und extra für Dich, Peter, hab ich die Schrumpfköpfe fotografiert. Der rechte, ist ein Kleinkind- angeblich ca. 140 Jahre alt und links das ist ein Faultier. Angeblich werden nun nur noch Tiere „geschrumpft“. Tja, und diejenigen, welche keine Tiere sind, werden es wohl nicht mehr berichten können *lach*. 

Hier wächst auch der für Ecuador bekannte halluzinogene San-Pedrus-Kaktus, der allerdings auch hier verboten ist.
Hier ist es möglich, wie Sam beweist, das Ei hochkant hinzustellen-oder das Wasser läuft aus dem ein und selben Gefäß in unterschiedliche Richtungen ab- je nach dem ob Nord- oder Südhalbkugel und auf der Linie tatsächlich senkrecht nach unten.






Hier ist mir auch ein geflügeltes Juwel unter die Nase geflattert. Ich weiß, dass diese Fütterung mit Zuckerwasser sehr kritisch zu sehen ist. Problem ist, dass Kolibris wahnsinnig viele Blüten anfliegen müssen, um ihren Energiebedarf zu decken (ca. 500-2000 Blüten am Tag). Würde das Zuckerwasser dann irgendwann mal nicht zugefüttert werden, dann hätten die Vögel ein riesiges Problem auf einem größeren Gebiet genügend Nahrung zu finden, da sie ja an diese geballten Energieportionen gewöhnt sind. Schön anzusehen, war´s trotzdem :-(..

Was ich ja auch interessant fand, ist, was Maribel erzählt hat. Weil eben in Quito so viel Verkehr ist, muss immer einmal die Woche, das Auto stehen gelassen werden. Der Tag definiert sich nach der Endnummer im Nummernschild. Angeblich wird das durch die Polizei auch strikt kontrolliert. Ihr Tag ist der Donnerstag :-)..
Und damit ihr auch mal seht, dass ich auch da bin:

Gegen spätem Nachmittag gings dann wieder zurück. Unterwegs gab´s immer wieder Autos mit Menschen auf der Tragfläche zu sehen. Ich kenne das zwar auch von Afrika und anderen Urlauben- finde es aber immer wieder faszinierend, da hier ja nicht nur mit 30 km/h oder so gefahren wird, sondern weil wir uns auf der Schnellstraßen befinden:
So, nun werde ich mich mal ans unliebsame Packen machen. Morgen geht es bis So nach Banos- weiß leider schon wieder nicht mehr, wie man den Kringel über dem "n" schreibt- also muss es ohne gehen :-)..
In diesem Sinne, ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 28. Juni 2012

Städtische Eindrücke und Umgebung


Hallo, ihr Lieben,
jetzt hau ich mal grad noch ein paar Zeilen in mein Netbook bis ich mich wieder an mein Spanisch setze. Hab zwar schon Hausaufgaben gemacht, aber noch einiges zu wiederholen und zu lernen und „Ja Udo, ich habe immer viel zu tun ;-P“..Schließlich dauert es auch seine Zeit, bis ich die Bilder hochgeladen und verkleinert habe, Spanisch gelernt, E-Mails beantwortet habe..Ach herrje- mehr Streß als auf der Arbeit ;-P..
Habt ihr übrigens schon gewusst, dass ich gut Englisch spreche?? Hab mich gestern köstlich amüsiert. Habe ja einen Australier und zwei Amerikaner in der Klasse (der Unterricht läuft ja auf Englisch und Spanisch—und ich übersetze mir zu zusätzlich noch ins Deutsche) UND jetzt kommt der Hammer: so was können wirklich NUR Amerikaner fragen: die waren doch tatsächlich erstaunt, das Englisch als Deutsche nicht meine Muttersprache ist und es würde sich doch gut anhören...Hey—jeder, der MEIN Englisch kennt, der lacht spätestens jetzt :-)..Ich meine, es ist o.k.--aber GUT? Und vor allem so, dass man es für Muttersprache halten könnte: NEVER..
Das ist übrigens der Blick von meinem Balkon
bei Nacht und am Morgen.












Und hier seht ihr mein Zimmer. Echt o.k. und gemütlich.
Eigentlich wollte ich gestern Morgen mit der Seilbahn auf Quitos Hausberg Pichincha, da das Wetter mal richtig gut war. Leider hat mir German davon abgeraten: ich solle doch mit jemandem zusammen gehen. Das ist echt die größte Umgewöhnung für mich: dass ich mich nicht frei bewegen kann und nicht alles so selbstbestimmt machen kann, wie ich das sonst gerne tue..
Jetzt muss ich mal schauen, ob und wann ich jem. finde, der auch noch nicht dort oben war und der wie ich, Nachmittags Unterricht hat. Ist auch etwas ungünstig, aber tauschen war nicht drin. Morgens machen die meisten „Dinge“ wie Museum, Seilbahn etc. erst gegen 09:30/10 Uhr auf. D.h. ich habe ein reelles Zeitfenster von ca. 2- 2 ½ Stunden, um etwas zu unternehmen- was wirklich nicht viel ist und vor allem- eben immer wieder die Frage, die meistens mit „nein“ beantwortet werden muss: kann ich das allein machen? Also auf Dauer könnte ich hier nicht leben. Ich könnte mich nicht daran gewöhnen, bei jedem Schritt im Hinterkopf zu haben, dass ich am besten immer nur 10 Dollar und nicht mehr in der Tasche habe..Der neuste Trick ist wohl, dass einem von hinten mit Kot vermischtes Wasser übergeschüttet wird und während ein „hilfsbereiter Mitmensch“ einem hilft, sich zu säubern, wird man von seinem Komplizen ausgeraubt. Oder auch Messer und im allerschlimmsten Fall Pistolen sind hier wohl nicht so selten. Ich halte mich brav an die Regeln und gehe daher davon aus, dass alles klappen wird hier.
Gestern nach dem Unterricht gab es noch eine Cocktail- Stunde. Wir haben Caipi und Mojito zubereitet.

Ich hoffe mal, die Jungs haben nichts dagegen, jetzt hier in meinem Blog zu sein :-)

Dabei habe ich Melanie und Philipp kennengelernt. Die werden am 23.07. mit mir ins Galapagos- Projekt gehen. Witzig war, dass die erste Frage der Betreuerin war, ob ich ein Problem mit Ratten, Mäusen oder Spinnen habe? Ich würde sagen: DAS sagt schon viel aus ;-)..Wir haben dort kein Telefon, erst recht kein Internet, nur kaltes Wasser und keine Waschmaschine. Tja, würde mal sagen: back to the roots :-).
Bisher habe ich auch die hier so bekannten Baumtomaten gesehen. Aus diesen soll es sehr leckeren Saft geben. Mal schauen, wo ich hier mal welchen finden und probieren kann.
Der Verkehr hier ist echt der Hammer. So viele Karossen und ständig ein wildes Hupkonzert und eine Geschwindigkeit..Und vor allem- wie zumeist: der Fußgänger hat als schwächstes Glied immer zu warten. Wer bremst verliert und für einen Fußgänger wird nicht gebremst. Also immer schön „Augen auf—beim Eierkauf!“:-).
Leider habe ich nun feststellen müssen, dass meine Uhr im Blog nicht funktioniert. Eigentlich sollte die Euch „meine Zeit“ anzeigen. Vielleicht wird sich da aber noch eine Lösung finden. Mein Administrator hat versprochen sich zu kümmern- gell Marcello ;-). Denn von den Einstellungen her stimmt alles. Aber- wie wir ja alle wissen, haben Computer zumeist ihren eigenen Kopf ;-).
Nach der Cocktail-Stunde sind wir mit ein paar Mädels noch ein bißchen in El Mariscal unterwegs gewesen. Im Anschluss habe ich mir dann wieder ein Taxi organisiert.
Der Preis muss zwingend vorher ausgehandelt werden- sonst kann es ein böses Erwachen geben. Denn Nachts fahren hier alle Taxis ohne Taxameter. Wobei auch meistens am Tag vorher der Preis ausgehandelt wird. Für diejenigen, die schon öfter unterwegs waren, ist das aber sicher nichts Neues. Und- es ist hier enorm von Vorteil möglichst gut auf spanisch die Adresse, die Richtung, den Preis (Zahlen) angeben zu können.
Und übrigens für alle, die mir ein schlechtes Gewissen wegen meiner 15 Kilo Gepäck gemacht haben, sei hier an der Stelle gesagt, dass die meisten Volonteers hier mit 2 x23 Kilo Koffern angereist sind. Kann also schon stolz auf mich sein:-P..
Allerdings wird sich der Stolz regelmäßig legen, wenn ich TÄGLICH meinen Rucksack packen muss- was bei 45 l leider der Fall sein wird, da alles genau seinen Platz hat. Ach- da freu ich mich jetzt schon drauf. Vielleicht komm ich dann doch früher zurück, weil mich das tägliche Rucksackpacken so nervt ;-)...
Was hier auch immer wieder sehr interessant ist, ist Leute beobachten. Ich laufe jeden Tag mindestens 2 x 15 Minuten zur Schule und zurück. Dabei komme ich auch immer an einigen Straßenständen vorbei. Z.B. ist mir auch aufgefallen, dass eine Frau, die ihr Kleinkind dabei hat (geschätzte 2 Jahre) immer an einer vielbefahrenen Straße steht. Gestern ist mir das Kind entgegengelaufen und war so ca. 4 Meter von seiner Mutter weg und nur noch 1 Meter von der Straße. Mir ist fast das Herz stehengeblieben und ich dachte mir noch, wie stellt die sicher, dass ihr Kind nicht in die Autos rennt..
Tja- heute habe ich meine Antwort bekommen: als ich heute Mittag an die Schule gelaufen bin, saß das Kind von gestern schreiend auf dem Bürgersteig und hatte ein Seil um den Bauch gebunden, wie ein Hund vor der Hundehütte. Das war zwar im ersten Moment etwas irritierend, aber immer noch besser, als wenn es in die Autos läuft..
Morgen geht es ev. zum Mitad el mundo (die Äqutorlinie). Wir haben immer eine Spanischstunde „draußen“, um das Sprechen zu üben und nun habe ich vorgeschlagen, dort hinzugehen. Mal schauen, ob´s klappt..
So, liebe Grüße in die Heimat und nicht so traurig sein, wegen dem verlorenen Spiel.
Deutschland ist lediglich seiner Linie treu geblieben: nicht gegen Italien zu gewinnen..Also ch drück jetzt Spanien die Daumen:-),
Krissi

Dienstag, 26. Juni 2012

Gehirn oder Sieb :-)??

Leute, mein Gehirn ist ein Sieb. Nach heute bin ich mir da absolut sicher. Habe heute morgen 2 Stunden im Park Spanisch wiederholt—allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass da so viel hängen geblieben ist und heute sind schon wieder die nächsten 13 Seiten dazugekommen. Frag mich, wie man das alles behalten soll. Das Gute ist, dass es meinen Mitschülern wohl ähnlich zu gehen scheint. Im Anschluss gab es noch eine Salsa-Stunde. Im Nachhinein meinte der Lehrer, dass er selbst schon 12 Jahre tanzt und das man ein Minimum an 2 Jahren Übung braucht, um es einigermaßen zu können. Das war dann für alle tröstlich..
So, nun muss ich an meine Hausaufgaben,
Buenas noches

Dienstag, 26.06.12


Buenos dias nach Deutschland,
gerade ist mal wieder eine Alarmanlage angegangen, wobei ich mir hier nicht ganz sicher bin, ob diese nur zu Dekorationszwecken verwendet wird. Ich weiß nicht, wie oft ich schon mitbekommen habe, dass eine Alarmanlage losging- und es keinen interessiert hat ;-)..
Gestern hatte ich meine erste Spanischstunde und wir haben gleich 15 Seiten aufgeschrieben. Kaum zu glauben, was man alles in 4 Stunden durchziehen kann :-)..
Deshalb werde ich jetzt auch mal noch ein paar Vokabeln lernen, bevor es heute Mittag weiter geht. Gestern hat mich noch “eine traurige Nachricht” erreicht. Am So ist die bekannteste Schildkröte von Galapagos- Lonesome George gestorben. Sehr schade. Wollte ihn auch auf jeden Fall bei meinem Aufenthalt auf den Inseln besuchen. Nun gibt es wohl nur noch 13 verschiedene Schildkrötenarten auf Galapagos..:-(,
Hasta luego

Montag, 25. Juni 2012

Kuseler Mess an Fasching??


Sonntag, den 24.06.12

Heute Morgen ging um 08:30 Uhr mit dem Bus nach Guaytacama. Das ist ein kleines Dorf, etwa 80 km südlich von Quito. Hier finden einmal im Jahr Festivtäten statt, die, wenn ich es richtig verstanden habe, 6 Tage dauern.
Zunächst machen wir noch einen kurzen Stopp, um die Aussicht auf das langgestreckte Quito zu genießen..

Als wir dort angekommen sind, sind wir erst mal mitten in den Umzug geraten: die Kleidung reicht hier von Verkleidung mit Masken bis hin zu traditonellen Trachten. Alles wird untermalt mit dröhnend lauter Musik. Alle sind fröhlich und der Schnaps fließt in Ströhmen.
An diesem Volksfest ist der Wandel der Zeit total ersichtlich:
Alte Frauen in traditoneller Tracht, mischen sich mit pupertierenden Jungs mit breiten Hosen, Piercings und Batschkappen. Was ich persönlich nicht so toll fand, dass sie eine Menge lebender Tiere dabei hatten (Hühner die kopfüber an Stangen hingen); wobei mein persönlicher Favorit ein armes Meerschweinchen war, welches von seinem Besitzer an der Leine im Umzug geführt oder permanent durch die Luft geschleudert wurde. Ich war mir nicht sicher, ob ich dem armen Wurm nicht einen schnellen Herzinfarkt hätte wünschen sollen…Und-als ich einen Schnaps angeboten bekommen habe, habe ich sogar verstanden, dass der gegen die Kälte helfen soll :-)...Aber- ich hab dann doch lieber das Bier von den Jungs getrunken..
Hier ein paar optische Eindrücke:







Das sind übrigens kross gebackene Schweinehäute--aber ich hatte irgendwie keinen Hunger ;-)


Das meinte ich übrigens mit den armen Tieren: man beachte das durch die Luft geschleuderte Huhn oder Hahn rechts bildmittig (deshalb scheut das Pferd auch)


Hmm-Meerschweinchen am Spieß (hab es allerdings immer noch nicht probiert..aber vielleicht ergibt sich ja bald mal die Gelegenheit..;-)
Jungs, wie man sie überalle auf der Welt antreffen könnte :-)

Und er war auch dabei ;-)
Aber ansonsten war das Fest durchweg positiv. Es wurde viel getanzt und gelacht.
Und gegen Nachmittag fand dann auch noch der traditionelle Stierkampf statt.
Wobei ich mir auch hier das Mitleid mit den armen Stieren nicht verkneifen konnte. Wenigstens wurden sie nicht getötet. Unser Busfahrer hatte den Bus so drapiert, dass wir, nachdem eine Leiter organisiert war, alle auf dem Busdach Platz nehmen konnten und somit die bestmögliche Aussicht hatten..


Gegen 17 Uhr fuhren wir zurück nach Quito, wo wir dann kurz vor 19 Uhr ankamen.
Hier suchte sich jeder schleunigst ein Taxi. Um diese Zeit sollte man sich nicht mehr alleine auf der Straße aufhalten—auch nicht, wenn es bis zur Wohnung nur 10 Minuten zu Fuß ist.
Das ist eben der bittere Nachgeschmack in einem Land in dem in großen Teilen auch bittere Armut herrscht..
Genauso gewöhnungsbedürftig: geht man Geld holen--danach nix wie zurück in die Wohnung und dann mit max. 20 Dollar wieder auf die Straße..
Es gab übrigens auch gestern und heute Suppe. Ich glaube, ich habe die letzten Tage so viel Suppe gegessen, wie im letzten halben Jahr nicht..
Nun muss ich mich noch meinen Spanischhausaufgaben widmen..Und- ihr glaubt nicht, wie lange es gedauert hat, diesen Beitrag online zu stellen. Seit heute Morgen hatte ich ungefähr schon 5 x über längere Zeit Internetausfall...Hasta luego :-)

Samstag, 23. Juni 2012

Samstag, den 23.06.12


Heute morgen ging´s schon um 7 Uhr los in den Cotopaxi-Nationalpark.
Hier wollen wir zum Cotopaxi- dem höchsten frei stehenden aktiven Vulkankegel der Erde (5897 m). Von Quito beträgt die Anfahrt ca. 2 ½ Stunden auf der Panamericana. Allein die Straßen dort hin und im Nationalpark sind abenteuerlich..Unterwegs gabeln wir- wie hier üblich- eine Ecuadorianerin in traditoneller Tracht auf. Sie verkauft am Eingang zum Parkgelände ihre Strickwaren.
Na, wer ist jetzt hier wohl der Tourist??

Als wir aussteigen, kommt uns schon ein heftiger Wind entgegen. Scheiße, ist das kalt hier oben. 

Wir sind zwar alle gut eingepackt, aber bei Schneesturm mit eisigem Wind und dann einem Austieg in 4800 m Höhe fällt jeder Schritt schwer.
Aufstieg zur Schutzhütte und stetig stellt sich die Frage: warum tut man sich das an??.-)

Blick von der Schutzhütte Richtung Auftstiegsroute bei schneidend kaltem Wind und vereistem Schneegestöber (Hallo- wir haben warmes Wetter bestellt?!)

Gestern übrigens war hier super Wetter. Aber das ist typisch für die Umgebung von Quito:
das Wetter ist völlig unberechenbar. An einem Tag kann man alle Temperaturen und auch sonstigen Wetterlagen haben.
Hier oben steht in luftiger Höhe eine Hütte. Auch in der Hütte ist es so kalt, dass man kleine Atemwölkchen sieht. 
Yeeehr, geschafft!!---aber den Gletscher bitte ohne mich ;-)
 Den Tag verbringen wir im Nationalpark, von wo wir dann gegen 16 Uhr wieder nach Quito zurück fahren. Hier ist es dann im Vergleich zu dort oben richtig warm :-)…So, nun bin ich mal gespannt, ob ich das hier noch gleich online stellen kann: heute ist nämlich in der kurzen Zeit, wo ich “zuhause” bin schon mehrfach der Strom und das Internet ausgefallen. Passiert hier irgendwie täglich..
Liebe Grüße aus dem Land des Äquators ;-)

Kleiner Nachtrag

Das Karaoke-Team:-)

Freitag, den 22.06.12


Heute habe ich es mal ein bißchen ruhig angehen lassen- habe ca. einen Monat Zeit hier :-).
Zu Fuß habe ich mal die nährere Umgebung erkundigt, ein paar Fotos gemacht und einfach mal die Stimmung der Stadt auf mich wirken lassen. Hauptsächlich habe ich mich in El Mariscal aufgehalten- das Touristen- und Vergnügungsviertel von Quito, welches praktischerweise nur 10 Minuten von “meiner Wohnung” entfernt ist.
Mit Tatiana habe ich inzwischen auch vereinbart, dass ich meinen Saft ohne Zucker bekomme (an dieser Stelle einen lieben Gruß an Nicky zum Thema Kinder und Zucker ;-)). In Südamerika ist es nämlich üblich, ganz normalen, gepressten Saft noch kiloweise mit Zucker und manchmal zusätzlich mit Milch oder Wasser anzureichern. Das Haus in dem meine Gastfamilie lebt, ist ein mehrstöckiges Haus. Deshalb gibt es hier auch Fahrstühle: Leute, ich hab noch nie in meinem Leben einen Fahrstuhl gesehen, der vorne KEINE Tür hat!!! Als ich Tatiana deswegen fragte, meinte sie: hmmm, der ist schon ein bißchen älter *lach*..Selbst bei den ältesten Fahrstühlen, die ich in Deutschland jemals gesehen habe, gab´s ne Tür zum Schacht..Wie dem auch sei: es scheint wohl keine Unfälle- insbesondere mit Kindern, gegeben zu haben..Heute Nacht dachte ich, dass mitten in meinem Zimmer ein Flugzeug landet. Quito ist in den letzten Jahrzehnten dermaßen gewachsen, dass nun der Flughafen, der einst außerhalb der Stadt war, mitten in der City liegt. Das erfordert den Piloten immer eine ziemliche Konzentration ab..Ich bitte auch darum: will ja schließlich nicht irgendwann davon wach werden, dass eine Flugzeugnase in meinem Balkonfenster steckt :-)…
Dadurch dass hier ununterbrochen zumeist der Fernseher läuft, war es auch kein Problem gestern Mittag mir das Spiel Deutschland-Griechenland anzusehen, denn es ist weniger wichtig, was läuft, sondern, dass der Fernseher läuft…
Da mein Handy (eplus) hier kein Netz findet (2. Land neben Belize, wo das so ist), habe ich mir eine Sim-Karte gekauft—also, jeder der mir seit Mo eine SMS geschickt hat: ich kann sie nicht bekommen. Ecuadorianische Handynummer gerne auf Anfrage ;-)..
Dafür hat dann mein Handy gestern MEINE Sim-Karte nicht mehr erkannt: als ich das einem Ecuadorianer in einem Reisebüro erzählt hatte, meinte der nur, ich solle die Karte raus und wieder rein machen und: think positive! Spätestens da war klar: ich bin in Südamerika..Und- er hatte natürlich recht. Funktioniert wieder alles.
Ecuador ist ein absolutes Suppenland. Bisher gab es bereits zweimal täglich verschiedene Suppen. Ich habe mit meiner Gastfamilie totals Glück; Tatiana kocht sehr gut und vor allem nicht nur Reis, wie es hier üblich ist. Die Volonteere, die schon etwas länger da sind, verdrehen bei dem Wort “Reis” nur noch die Augen..
So und nun ein paar Bilder, damit ihr auch seht, wie es hier so aussieht:



Das ist übrigens meine Spanischschule


die ecuadorianische Schuluniform: chicas bonitas ;-)


Kreisel direkt vor der Wohnung: Calle Madrid y AV. La Coruna

Blick aus dem Küchenfenster




Übrigens: wusstet ihr, dass ich ein "fantastic singer" bin??? Ich auch nicht--bis ich gestern von Tatiana und Valentina zum freitäglichen, familiären Karaoke-Singen "genötigt" wurde..Muss allerdings zugeben, dass es dann doch super lustig war:-). Außerdem--wisst ihr, was ich hier immer auf mich nehme, um mein Netbook nutzen zu können...Ein Wort zur Elektrizität hier: manchmal hilft gut zureden--manchmal auch nicht und mit dem Aufladen aus der Steckdose...Hmm--mit viel Feingefühl schaffe ich es meistens, den Punkt zu finden, dass das Ladezeichen erscheint. Funktioniert nämlich nur in einer ganz bestimmten Ausrichtung des Adapters zum Stecker mit dem richtigen Gewicht...Mit meinem Handy funktioniert es nämlich gar nicht ;-)..
Aber- ich bin ja hierhergekommen, weil hier eben nicht alles ist wie in Deutschland, gelle!!;-)