Heute gab´s ein bisschen von allem:
bin heute Morgen ca. 3 Stunden durch Quito gelaufen und habe dabei
auch den Plaza grande besucht.
Ich kann Euch eins sagen: wenn ich nach
nem Monat auf die Galapagos fliege, ist meine Lunge schwarz. Was hier
ein Verkehr ist und was dafür ein Ruß aus den Karossen kommt, das
ist der Wahnsinn. War in der Kirche Parroquia Sagrado Corazón de
Jesús. Hatte es am Einlass noch geschafft: Puedo vistar en iglesia?
zu sagen, aber der Schwall auf Spanisch,der danach kam- da musste ich
leider kapitulieren. Sowieso finde ich es echt überraschend, wie oft
ich in spanisch angesprochen werde und die Leute der Meinung sind,
ich würde sie verstehen. In der Kirche hat mir eine Frau mit ihrer
Tochter voller Inbrunst erklärt, wer nun in diesem Grabmahl
liegt..Erst so nach dem ca. vierten „No entiendo“..hat auch sie
verstanden:
No entendio nada?!! und hat sich dann
köstlich amüsiert :-)..
Meine Kamera hatte ich nicht dabei. Das
war mir alleine zu heikel. Als ich schließlich am Plaza Grande
angekommen bin, hab ich mich auf eine Bank gesetzt, um den Ort mal
etwas auf mich wirken zu lassen und es dauerte nicht lange, da hat
sich Angelo zu mir gesellt. Angelo ist geschätzte Ende 50/ Anfang
60. Er war gerade auf der Bank und hat Bankauszüge geholt. Die sahen
irgendwie aus, wie überdimensionale Bustickets: so ein dickeres
Papier und jeweils die aktuellen Kontostände werden reingestempelt.
Ich habe zwar nur ein Bruchteil von dem
verstanden, was er mir erzählt hat, aber- dass ich ihn NICHT als
Partner haben will, DAS konnte ich ihm klar machen ;-)..
Es war einfach interessant durch die
Gassen zu schlendern. Z.B. war eine Hauswand regelrecht aufgebrochen
und in diesem offenen Haus war ein Geschäft für Schlafzimmer
untergebracht. Ich hätte mich quasi von der Straße aus, direkt ins
Bett fallen lassen können:-).
Heute konnte ich auch beobachten, wie
hier so der Geldtransport abläuft. Die Teile sehen echt so aus, wie
ich sie nur noch aus alten Filmen kenne. Gepanzert und schwarz. Und
am Supermarkt, wo wohl die gestrigen Tageseinnahmen abgeholt wurden,
standen dann drei schwer bewaffnete Männer mit Schnellfeuergewehren
herum.
Quito hat auch ein paar nette
Parkanlagen. Aber auch diese sollen generell nur mit vielen Menschen
zusammen betreten werden.
Heute Mittag von 13-17 Uhr waren wir
mit unserer Lehrerin Maribel zuerst am Krater Pululahua und im
Anschluss am Mitad del Mundo: quasi dem Mittelpunkt der Welt. Dort haben wir dann später eine sehr nette und
interessante Führung erhalten.
Unterwegs hat Maribel für alle noch bei den Händlern, die immer zwischen den Autos ihre Ware feilbieten, Zuckerrohr getränkt mit Zuckerwasser gekauft. Das wird hier als Snack gegessen.
Heute Morgen hat Tatiana extra für mich einen Saft aus Baumtomaten gemacht. Wirklich lecker. Der Saft ist apricotfarben und der Geschmack hat mich etwas an die Cantaloupe-Melone erinnert.
Hier das ist meine Klasse vor dem
Kraterrand. Von links nach rechts:
![]() | ||
| Michael aus Australien, Sam als Colorado, Lucas aus Tenessee, | tja und wo ich herkomme, weiß ja jeder ;-) |
Und extra für Dich, Peter, hab ich die
Schrumpfköpfe fotografiert. Der rechte, ist ein Kleinkind- angeblich
ca. 140 Jahre alt und links das ist ein Faultier. Angeblich werden
nun nur noch Tiere „geschrumpft“. Tja, und diejenigen, welche
keine Tiere sind, werden es wohl nicht mehr berichten können *lach*.
Hier wächst auch der für Ecuador
bekannte halluzinogene San-Pedrus-Kaktus, der allerdings auch hier
verboten ist.
Hier ist es möglich, wie Sam beweist, das Ei hochkant
hinzustellen-oder das Wasser läuft aus dem ein und selben Gefäß in
unterschiedliche Richtungen ab- je nach dem ob Nord- oder
Südhalbkugel und auf der Linie tatsächlich senkrecht nach unten.
Hier ist mir auch ein geflügeltes
Juwel unter die Nase geflattert. Ich weiß, dass diese Fütterung mit
Zuckerwasser sehr kritisch zu sehen ist. Problem ist, dass Kolibris
wahnsinnig viele Blüten anfliegen müssen, um ihren Energiebedarf zu
decken (ca. 500-2000 Blüten am Tag). Würde das Zuckerwasser dann
irgendwann mal nicht zugefüttert werden, dann hätten die Vögel ein
riesiges Problem auf einem größeren Gebiet genügend Nahrung zu
finden, da sie ja an diese geballten Energieportionen gewöhnt sind.
Schön anzusehen, war´s trotzdem :-(..
Was ich ja auch interessant fand, ist, was Maribel erzählt hat. Weil eben in Quito so viel Verkehr ist, muss immer einmal die Woche, das Auto stehen gelassen werden. Der Tag definiert sich nach der Endnummer im Nummernschild. Angeblich wird das durch die Polizei auch strikt kontrolliert. Ihr Tag ist der Donnerstag :-)..
Und damit ihr auch mal seht, dass ich auch da bin:
Gegen spätem Nachmittag gings dann wieder zurück. Unterwegs gab´s immer wieder Autos mit Menschen auf der Tragfläche zu sehen. Ich kenne das zwar auch von Afrika und anderen Urlauben- finde es aber immer wieder faszinierend, da hier ja nicht nur mit 30 km/h oder so gefahren wird, sondern weil wir uns auf der Schnellstraßen befinden:
So, nun werde ich mich mal ans unliebsame Packen machen. Morgen geht es bis So nach Banos- weiß leider schon wieder nicht mehr, wie man den Kringel über dem "n" schreibt- also muss es ohne gehen :-)..
In diesem Sinne, ein schönes Wochenende!















































