Aktuelle Zeit bei mir :-)

Mittwoch, 27. Februar 2013

Auf´s zum höchsten Berg Südostasiens von Nord-Burma bis Irian Barat- 27.02.2013

Nachdem ich heute auch wieder früh aufgestanden, mache ich mich zunächst ans Packen, damit mein Rucksack später auch fertig ist, wenn ich pünktlich auschecken muss..Ich kenne mich ja schon ein bisschen länger und eins ist klar: bei meiner To-Do Liste vor Abreise heute Morgen ist mir jetzt schon klar- dass das später wieder eng wird.
Also- gesagt- getan. Ich hänge mich nach dem Packen ans Telefon und sitze am Computer und checke Möglichkeiten. Wie erwartet fliegt die Zeit nur so dahin und als mir dann, nach dem ich dann eine andere Tour für Mulu gefunden habe, der Veranstalter eröffnet, ich müsste heute noch zahlen wegen der Flugbuchung, wird’s erst recht hektisch. Eigentlich wollte ich gegen 11 Uhr los, da ich ja nicht weiß, wann das Bemo oder Sammeltaxi losfährt. Wenn ich aber heute noch Geld auf der Bank des Veranstalters einzahlen soll, muss ich diese erst mal finden in Kota Kinabalu, denn ca. 5 % Kreditkartenaufschlag habe ich auch keine Lust zu zahlen bei diesem größeren Betrag..Dann gehen erst mal die Verständigungsprobleme los: denn es ist manchmal sehr schwierig jemand ohne Mimik englisch sprechen zu hören, der die Sprache nicht wirklich beherrscht..Roozbeh, der meine verzweifelten Bemühungen am Telefon mitbekommt- fragt, als gute, treue Seele, ob er mir irgendwie helfen kann. Daraufhin erwidere ich, dass jetzt wohl nur Valium hilft :-)...Aber- das positive ist: er kennt sich mit Bankennamen bzw. malayischen Banken aus, da er ja ein Konto bei einer solchen hat, durch sein Wohnen und Arbeiten in Kuala Lumpur..Letztendlich bietet er mir sogar an, das Geld per online banking zu überweisen und solle ihm das Geld in bar geben..Aber auch für ihn wird die Zeit bald knapp, da sein Flug gegen 13 Uhr geht...Ich bin sprachlos und wiedermal happy..Roozbeh- zum 2. Mal Held des Tages :-) (Sorry, Roozbeh, ich weiß, dass Du das nicht mögen wirst, ABER ES MUSSTE SEIN!!). So überweist er den Betrag flux und ich drücke ihm das Geld in die Hand. Da er schon auf dem Sprung ist, tauschen wir noch schnell Handynummern aus, damit ich ihm bescheid geben kann, ob die Transaktion geklappt hat und dann entschwindet der Held des Tages nach einer kurzen, aber herzlichen Verabschiedung..
Ich stürze mich in der Zwischenzeit dann an die restlichen Unterlagen und bin dann gegen 12:30 Uhr fertig- und das nicht nur in Bezug auf die Vorbereitungen gesehen..
So, nun, wenn ich im Bus sitze, wird es Zeit zum Abschalten..
Aber- es ist alles erledigt, was ich erledigt haben wollte und die nächsten Tage und Wochen soweit organisiert. Inwiefern alles so bleibt- werden wir sehen. Täglich werden die Karten neu gemischt..
Apropos Karte: meine SIM Karte von Indonsien habe ich im Hostel gelassen. Vielleicht kann sie ja jemand, der sich hier einquartiert gebrauchen und nutzt sie in Indonesien.
Ich hatte meinerseits „Glück“ und fand gleich am ersten Tag zwei übrig gebliebene SIM-Karten von Thailand und Vietnam. Wie brauchbar sie sind- wird sich noch zeigen :-)..
Um 12:30 Uhr verlasse ich also das Hostel und verabschiede mich für die nächsten 2 Wochen..Ich habe den Busbahnhof noch nicht ganz erreicht, da hält ein Sammeltaxi, welches sich auf dem Weg nach Ranau befindet, neben mir an. Da der Preis und auch die Richtung stimmt, steige ich nahtlos ein und los geht’s. Na, das hat ja auch super geklappt.
So kommt es, dass ich schon kurz vor 15 Uhr in der Rina Ria D´ville Lodge (welche sich nur 500m vom Eingang zum Kinabalu Nationalpark mit dazugehörendem gleichnamigen Gipfel entfernt befindet) bin, wo ich mich aus Kostengründen in den Dorm eingebucht habe. Die Lady an der Anmeldung ist super nett und es entspinnt sich schnell ein lockeres Gespräch.
Zunächst möchte ich aber meine Umgebung und genauer gesagt, auch mein Weg morgen zum Anfang des Trecks unter die Lupe nehmen und machte mich- heute bei bestem Wetter- auf zum Eingangstor..Im Büro und Besucherzentrum bekomme ich alle meine Fragen beantwortet und schaue mit einer Mischung aus freudiger Erwartung, Respekt und nicht zuletzt mit einem ziemlich mulmigen Gefühl den nächsten beiden Tagen entgegen. Immerhin hat der Berg über 4000 m, die Quartiere sind ungeheizt (Heizung ging kaputt) und soooo die Sportskanone bin ich ja auch nicht..Aber andererseits bin ich mir auch sicher, dass ich super stolz sein werde am Freitag, wenn ich das alles gewuppt habe :-)..Im Nachhinein muss sagen, dass ich inzwischen ganz froh bin, dass ich einen Guide für mich alleine habe. So brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich im Schneckentempo den Berg hochschleiche und ansonsten vielleicht das Gefühl haben müsste, jemanden zu behindern...
Gegen 16 Uhr bin ich dann wieder zurück und nach einem kurzen Rundgang auf dem Gelände, setze ich mich auf die Terrasse des kleinen Restaurants, welches zu dem Hotel gehört und packe mein Netbook aus..Schreibe, lese..
Während meines hektischen Vormittags hatte mich der nette ältere Herr vom Vormittag angerufen und noch einmal ausdrücklich seine Einladung zum Besuch seiner Familie wiederholt.
Inzwischen ist alle Hektik von mir abgefallen und ich genieße den herrlichen Blick auf die umliegenden Wälder und Berge.
Lustig ist, dass ich nun hier auf meinem Bett sitze und den 12 Betten Dorm komplett für mich habe..Bin schon ein Glückskind :-), denn ansonsten ist die Unterkunft hier wirklich nicht der Brüller...Aber- es ist ja nur für eine Nacht..
Werde jetzt gleich noch unter die hoffentlich heiße Dusche springen (bereits hier wird es doch schon empfindlich kühl) und dann werde ich noch umpacken dann mal früher ins Bett gehen. So gegen 8 Uhr möchte ich nämlich meinen Guide treffen, so dass wir genügend Zeit haben, den ersten anstrengenden Tag hinter uns zu bringen..
Nun denn- so wünscht mir bitte „Berg heil“ für die nächsten beiden Tage und gutes- d.h. trockenes Wetter..
Blick auf mein kleines Hotel für diese Nacht

Aussicht neben der Terrasse des Restaurants

Aussicht vom Hotel aus Richtung Tal

Ein Tag für die Historie und Kultur von Sabah, dem Land hinter dem Wind- 26.02.2013

Auch heute Morgen falle ich gegen 7 Uhr aus dem Bett und versuche noch so viel zu regeln als möglich. Nachdem ich mit mehreren Anbietern geschrieben und telefoniert habe (Gunung Mulu Nationalpark), sowie mit der Verwaltung des Parkes, habe ich entschieden hier eine Tour zu machen, da so der Transport und alles gesichert ist, zudem man für die Pinnecles sowieso vorbuchen MUSS, da nur eine gewisse Menge an Leuten pro Tag zugelassen ist. Die Tour, die mir angeboten wurde, umfasst auch den Besuch der Niah- Höhle, was ich gerne machen möchte und es sind bereits 3 Personen gebucht, so dass ich heute Morgen noch schnell das „o.k.“ meinerseits gebe, dass wir mit der Bezahlung usw. alles klarmachen können, da ich noch Morgen früh in KK bin und ich mir so die höherpreisige Überweisung mit der Kreditkarte sparen kann..
Also, wieder gegen 10 Uhr verlasse ich das Hostel und gehe zum Plaza Wawasan, was einen ca. 25 minütigen Fußweg bedeutet. U.a. von hier steuern die Busse, die außerstädtischen Ziele an und auch den Flughafen.
Dank der lieben Rosnani im Hostel finde ich meinen Bus auch recht schnell und nach einer kurzen Rücksprache im Bus, kann ich mir dann auch sicher sein, im richtigen Bus zu sitzen..
Diese beantwortet mir nämlich ein Mann so um die 60ig, da mich ringsum nur recht ratlose Gesichter anschauen. Er setzt sich auch gleich neben mich und meint, ich solle mir keine Gedanken machen, er zeigt mir, wo ich auszusteigen habe..Mit Dr. Ihsan Ahmad entwickelt sich auch sehr schnell ein anregendes Gespräch und innerhalb kürzester Zeit habe ich seine Telefonnummer und die Einladung ihn doch mal bei seiner Familie zu besuchen..
Wenn ich es einrichten kann, werde ich das wahrscheinlich auch wirklich machen..Es ist ja immer super, wenn man diese „authentischen“ Treffen mit den Menschen eines Landes hat- auch wenn das bedeutet: auf dem harten Boden zu sitzen und das Essen mit den Fingern zu essen...(wobei das jetzt nicht für Ihsan und seine Familie unbedingt gelten muss: er war nämlich auch schon in den USA und spricht richtig gut englisch).
Nachdem er mir noch den „richtigen“ Preis für die Busfahrt und eine Beschreibung, wie ich das Museum finde, hinterlassen hat, hüpfe ich aus dem Bus. Na, das ging ja mal einfach und schnell. Das Längste war mal wieder die Wartezeit im Bus, bis dieser sich gefüllt hatte- aber auch diese Zeit verging da, bei nettem Gespräch, sehr schnell.
Die folgenden knapp 6 Stunden bin ich dann im Sabah Museum (http://museum.sabah.gov.my/) unterwegs..Dieses besteht aus Außenanlagen und auch natürlich Ausstellungen in den verschiedenen Gebäuden. Dieses Museum, ist wie das Mari Mari Cultural Village, ein guter Einstieg in die Historie und Kultur Sabah´s. Und ich mag ja den Mix zwischen Erkundung, Wanderung, Inseln, Strand, Dschungel und Museen und Kultur total gerne. Wie so Vielem, macht es hier für mich DER MIX :-). Das ist wie im Leben: man braucht immer mehrere Zutaten, damit „alles rund“ läuft...Und zur Zeit, habe ich, trotz der etwas angespannten (natürlich selbst verursachten Zeitlage) einen guten Mix für mich gefunden. Fühle mich zur Zeit rundum zufrieden und hoffe, dass der Zustand noch etwas anhält. Ich weiß schon, bin Realist genug, dass so ein Zustand nicht für immer und ewig anhält..Aber a.) darf man ja mal ein bisschen träumen und b.) ist es doch schön, dass man das überhaupt mal sagen kann- völlig egal, WIE lange der Zustand anhält. Mir geht dazu ein Satz von der „Der Pfad des friedvollen Kriegers“ im Kopf herum: „Wo bin ich?“- „Hier!“ und „Wieviel Uhr haben wir?“- „Jetzt!“..Und damit bringt es dieses Buch auf den Punkt: Lebe, im hier und jetzt. Die Vergangenheit kannst Du nicht mehr ändern und was die Zukunft bringt, das kannst Du nicht wissen..
Und es ist wirklich so..Wenn man eine solche Zufriedenheit ausstrahlt, dann gelingen die Dinge wesentlich leichter..Nach nämlich einem total netten Gespräch mit Paul vom Tabin Wildlife Resort, hat dieser spontan beschlossen mich zu unterstützen und mir- nach dem er wohl sein Management belatschert hat- ein- für „Tabinverhältnisse“ wahnsinnig tolles Angebot gemacht..Bin heute Morgen fast vom Stuhl gefallen, als ich es gelesen habe und freue ich mich so wie Bolle darüber..Es gibt wirklich wirklich wahnsinnig nette Menschen und Paul gehört dazu..Liegt vielleicht am Namen- gell Babbe ;-)
Und auch Roozbeh hat mich gestern angesprochen, ob ich schon immer so relaxt war beim reisen..Musste ziemlich lächeln..DAS Wort „relaxt“ im Kontext mit mir, hört sich immer noch etwas befremdlich an..Aber- ich habe ihm natürlich wahrheitsgemäß geantwortet, dass das natürlich eine längere Entwicklung war und das es immer noch (viel zu oft) Situationen gibt, wo ich meine Geduld verliere. Das Training ist noch lange nicht beendet..Aber es stimmt wirklich: ich hatte in den letzten Monaten so viele Situationen, mit denen ich früher anders umgegangen wäre..Vieles bringt mich jetzt gar nicht mehr aus der Fassung: sei es, dass sich Ameisen an meinem Essen vergnügen, oder ich mit einem „Petzauge“ über die hygienischen Bedingungen der kleinen Warungs hinwegsehe, über Essen von Garnelen mit samt der Schale, Füßen, Kopf etc. etc. Die Liste würde sich jetzt wohl ziemlich ausführlich erweitern lassen..
Habe das Gefühl, dass ich schon wieder/immer noch eine neue Sicht auf viele Dinge bekommen habe..An dieser Stelle musste ich schon oft an das arme Tinchen denken, dass sich so manche Zickenattacke meinerseits auf dem Jakobsweg antuen musste..DA würde ich HEUTE, vieles ANDERS machen...Aber, die positive Nachricht ist: ICH BIN AUF DEM RICHTIGEN WEG! Denn nicht nur ich spüre den Wind der Veränderung, sondern auch Andere...
So, nun aber zurück zum Thema:
In diesem 1984 eröffneten Museum können in einem Gebäudekomplex Objekte der Archäologie, Geschichte, Ethnografie, feine Textilarbeiten und auch naturkundliche Objekte besichtigt werden. Die Beschriftung ist zumeist in malayisch und englisch, so dass man sich nicht nur mit dem Anschauen der Objekte begnügen muss, sondern sich auch noch ein bisschen Backround- Wissen anlesen kann..
Zu den Außenanlagen gehören mehrere künstliche Dörfer: Langhäuser, Wasserdörfer, sowie die Darstellung der Feldbebauung, Kokospflanzennutzung etc..Außerdem habe ich heute gelernt, dass der im Wari Wari Village gezeigte Tanz, den Namen Tarian Maguna Tip-Tanz, trägt..Auch stelle ich immer wieder erstaunt fest, dass die Menschen hier echt ÜBERALL schlafen können..Wiederholt schrecke ich durch mein Auftauchen Menschen aus dem Tiefschlaf auf (z.B. in den Langhäusern, wo sich einige auf die blanken Bretter zum Schlafen gelegt haben: was mir persönlich ja UNVORSTELLBAR ist..Nach 5 Minuten würden mir schon alle Kräten wehtun..Geschweige denn: EINSCHLAFEN..). Oder im islamischen Museum- welches auch mit der gleichen Eintrittskarte besuchen konnte- fällt mir der arme junge Mann vor Schreck, da er auf seinem Stuhl eingeschlafen war, beinahe beim Aufwachen, als er mich registriert VOM Stuhl..
Ein kleiner Kräutergarten und eine kleine Bilderausstellung informieren über Heil- und Nutzpflanzen und zusätzlich, den Kontext verstehe ich zwar nicht ganz, sind auch noch Oldtimer und alte Eisenbahnwaggons ausgestellt..
Gegen kurz vor 17 Uhr verlasse ich das Museum. Den Kopf voller Input und begebe mich zu der Bushaltestelle. Und wieder habe ich Glück- ich warte keine 2 Minuten, da kann ich schon in den nächsten Bus hüpfen..
So komme ich noch rechtzeitig, um die letzten Sonnenstrahlen an der Waterfront genießen zu können. Die letzten beiden Tage war das Wetter- nicht wie bei der Nasenaffen- und Leuchtkäferkatastrophe toll, d.h. Sonnen-Wolken-Mix und trocken..
Daher packe ich noch mein Buch aus, dass ich dann heute fertiglesen möchte und sitze gemütlich auf einer Bank am Wasser und lese eine gute Stunde. Als es beginnt dunkel zu werden, mache ich mich auf den Rückweg und beschließe, da ich von Roozbeh auch keine Telefonnummer habe und wir nichts Festes vereinbart haben (er war heute im Mt. Kinabalu Nationalpark wandern), schon gleich auf dem Weg was zu essen, um Zeit zu sparen. Denn heute Abend muss ich mich mal um mein Couchsurfing, die verbleibenden e-mails, die Fertigplanung der nächsten Tage und und und kümmern, damit ich es vielleicht Morgen schaffe, gegen 11 Uhr los zu kommen..
Ich entscheide mich für in einer Art Butterteig gebratene Garnelen am Stück in einer süß- saueren Soße mit Reis. Dazu ordere ich Sambal, da es mir nun inzwischen schon manchmal nicht scharf genug ist..
Als ich dann gegen viertel vor acht im Hostel auflaufe, sehe ich Roozbeh und Sue und noch 2 Backpacker in der Kneipe vor dem Hostel sitzen..Als mir Roozbeh dann auch noch eröffnet, dass er auf mich gewartet hat, wegen dem Abendessen, sterbe ich dann fast vor schlechtem Gewissen, als ich ihm beichten muss, dass ich schon gegessen habe..
Ich will ihn dann wenigstens begleiten, das lehnt er aber kategorisch ab..Schätze mal, er weiß, wie viel ich heute noch zu wuppen habe..
Also, nichts wie unter die Dusche und weiter geht’s..Beim Lesen meiner E-Mails habe ich dann eine Enttäuschung: die Tour mit den 3 Personen kann ich nicht machen. Diese 3 wollen keine weitere Person in der Gruppe...So ein Mist- jetzt beginnt um 21 Uhr Abends die neue Recherche...Die ich dann auch gegen 0 Uhr aufgebe..
Ich will ins Bett und so mache ich es dann auch :-)..

P.S.: Fotos gibt´s heute keine, da das Fotografieren im Museum verboten ist!

Inselhopping vor Kota Kinabalu-25.02.2013

Also, irgendwie werden weder die E-Mails weniger, noch komme ich früher ins Bett, noch komme ich mit meinen Planungen so schnell voran, wie ich gerne möchte..Es kostet einfach alles sehr viel Zeit- vor allem, wenn man zusätzlich jeden Tag bis Abends volles Programm hat..Also- was DAS betrifft, kann es, wenn ich es mal geschafft meine Planung soweit auf die Beine zu stellen, nur besser/ruhiger werden..Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich dann auch noch ZUSÄTZLICH ein Buch angefangen habe, das ich fertigbekommen muss, bis ich das Hostel verlasse?? Also, wenn eins feststeht dann, dass ich nen Knall hab :-)..
Am Morgen treffe ich beim Frühstück auf Mutter und Tochter aus der Schweiz. Die Tochter war zuvor 3 Monate in Neuseeland und hat sich nun auf Borneo mit ihrer Mum getroffen. Gegen Ende ihres Tripps hier, fliegen sie gemeinsam nach hause..Da sie erst gestern angekommen sind, haben sie auch viele Fragen und bitten um Tipps, da ich ja nun schon länger hier bin und wahrlich schon einige Zeit mit Recherchen verbracht habe..
Hatte gestern mit Roozbeh auch noch vereinbart, heute ein Inselhopping zu machen, da er und auch ich, mir ein paar Inseln an der Küste anschauen wollen. Während er natürlich schon fertig ist, hänge ich mit den beiden symphatischen Schweizern in der Küche fest..Nicht das erste Mal, das der Arme auf mich warten muss. Gegen 10 Uhr (ich traue mich fast nicht zu erwähnen, dass ich jeden Morgen zw. 07:00/07:30 Uhr aufstehe..Frage mich echt, wo die Zeit bleibt..UND NEIN: bitte keine Kommentare zu meiner beamtenmäßigen Schnelligkeit ;-P) schaffen wir es dann auch, Richtung Hafen zu pilgern und nehmen Sue, eine kettenrauchende, daher ständig hustende, sicher schon über 60ig jährige Neuseeländerin gleich mit (sie ist auch bei uns im Hostel). Oder nimmt sie uns mit :-)?? Sie ist jedenfalls auch reif für die Insel :-) und möchte vor ihrer Tour am Nachmittag auch noch Inselluft schnuppern..
Dank Roozbeh, der den reellen Preis für den Transport vorher von einem Einheimischen gesteckt bekommen hat, können wir das Boot von 80RM auf 40RM für 3 verschiedene Inseln drücken.
Unser erstes Ziel heißt Pulau Manukan, welche wie Pulau Sapi und Pulau Mamutik alle zum Nationalpark Tunku Abdul Rahman gehören. Tat, tat, tat, taaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa: Roozbeh- der Held des Tages :-) (Oh, er wird mich hassen für diese Erwähnung, hi, hi!)..
Um 10:30 Uhr dort angekommen, vereinbaren wir zunächst 13 Uhr für den Treffpunkt, da es hier auch ein paar Laufstrecken zu geben scheint. Als wir dann aber an der Info stehen und die Nationalparkgebühr bezahlen, wollen wir uns doch etwas mehr Zeit geben und bitten Sue, die ja um 12 Uhr schon wieder zurückfährt, doch bitte auszurichten, dass wir erst um 14 Uhr zum Treffpunkt kommen..
Gesagt getan...Nach Meno ist es natürlich für mich schwierig, richtig ins Schwärmen für eine Insel zu kommen, aber die verschlungenen Wanderwege auf der kleinen Insel sind nett und ich habe mit Roozbeh eine nette und kommunikative Begleitung..
So können wir gemächlich die Insel erkunden, sehen ein paar Vögel, mehrere größere Warane, kleinere Eidechsen und genießen einfach nur die Insel, auf der- entgegen dem Wetterbericht- die Sonne scheint.
Die Zeit vergeht auch wie im Flug und als wir uns kurz vor 14 Uhr Richtung Boot aufmachen wollen, kommt uns unser Fahrer schon ganz aufgeregt entgegen und fragt uns, wo wir denn gewesen seien..Er warte schon seit 13 Uhr...Tja- mal wieder das Problem mit der Kommunikation...Sie sagen zwar meistens „ja,ja“, aber oftmals verstehen sie halt dann doch nur „Bahnhof und Abfahrt“...Nun ja, die Aufregung hatte sich schnell gelegt und weiter gings zu Pulau Mamutik. Diese Insel ist kleiner als die Erste und hier kann auch nur der Strand besucht werden. Wanderpfade gibt es nicht, so dass wir entscheiden, dass eine knappe Stunde Aufenthalt hier reicht..Während Roozbeh die Unterwasserwelt erkundet, widme ich mich am Strand meinem Buch, denn der Strand war recht schnell erkundet und „abgelaufen“..
Um 15 Uhr geht’s dann weiter zu unserem letzten Zeit: Pulau Sapi.
Hier besteht wieder die Möglichkeit auch etwas ins Innere der Insel vorzustoßen und so entscheiden wir uns wieder für einen Mix aus „Dschungel“ und Strand.
Allerdings beschließe ich nach ca. 45 Minuten umzukehren und noch ein bisschen zu relaxen und in meinem Buch zu lesen, während Roozbeh sich weiter durch´s Gehölz schlägt..
Auf meinem Rückweg treffe ich auch wieder auf die „riesigen“ Warane. Einer davon flüchtet for mir INS Wasser und schwimmt. Ich bin ganz baff..Roozbeh hatte das vorher erzählt, aber nun ist es das erste Mal, dass ich es zu Gesicht bekomme. Leider lässt mich das Tier kein schönes Foto machen..Es taucht nämlich einfach UNTER. Und erscheint erst mehrere Minuten an anderer Stelle wieder- wo ich natürlich die Bäume davor habe..
Der 2. den ich zunächst gar nicht wahrgenommen habe, lässt sich indes nicht stören und als er auf mich zukommt, mache ich lieber mal 2 Schritte rückwärts, um den Sicherheitsabstand von 2-3 Metern zu wahren..
Auch Roozbeh hatte eine Begegnung der 3.Art: im ist nämlich auf seinem Weg zurück ein Wildschwein mit schönen nett großen Hauern begegnet..
Zurück am Strand genieße ich die verbleibende Stunde mit meinem Buch. Es dauert auch nicht lange, dann ist Roozbeh wieder da und geht noch mal ins Wasser: „Fische gucken:-)“.
Pünktlich um 17 Uhr werden wir abgeholt und haben dann auch schon um 17:30 Uhr wieder trockenen Boden unter den Füßen. Nach dem ich noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft habe, gehen wir direkt zum Fischmarkt, wo wir uns ein leckeres Abendessen gönnen. Roozbeh mit Fisch und ich hatte Lust auf Nasi Goreng Udang (gebratener Reis mit Garnelen).
Bis wir dann im Hostel einlaufen, ist es schon wieder 20 Uhr..Jetzt nichts wie schnell unter die Dusche und dann geht’s weiter mit meinem, nun inzwischen üblichen, Abendprogramm..
Pulau Manukan

diese Fischlein, so habe ich heute gelernt, waren die Gattung, die beschloss, den Sprung vom Lebensraum "Wasser" zum Lebensraum "Land" zu wagen..

Pulau Manukan

So sieht ein richtiger Wanderer aus: Isomatte, Flip-Flops und Schnorchelbrille inklusive: an dieser Stelle: Roozbeh wurde von mir zu diesem Bild genötigt und ich will an dieser Stelle nur klarmachen, dass ich in damit nicht veräppeln will! Es sah einfach nur ZU SCHÖN aus, wie er in dieser Montur durch die Walachei gelaufen ist..

Pulau Manukan

Pulau Manukan

Pulau Mamutik

auf dem Weg zu den Inseln mit Sue und Roozbeh

Pulau Sapi

einer der schwimmenden Warane..leider nicht besser getroffen :-(

Na, DAS ist doch mal ne Ansage!!! Vielleicht könnt ihr jetzt etwas die asiatischen Essensverhaltensweisen nachvollziehen..

hier auf Pulau Sapi in beachtlicher Größe

Mangopflücken auf Pulau Sapi


Sonntag, 24. Februar 2013

Mari Mari Cultural Village und “Hausaufgaben“ :-)- 24.02.2013


Nachdem ich gestern ernüchtert festgestellt hatte, dass ich leider o.g. Museumsdorf nicht mehr auf eigene Faust besuchen kann, musste ich das Geld für eine Tour investieren.
Hierfür sollte ich um 09:20 Uhr vom Hostel abgeholt werden. Da heute Morgen auch Sonntagsmarkt war, habe ich mich dazu entschlossen, dass ich um 7 Uhr aufstehe, damit ich vorher noch über den Markt gehen kann. Gesagt getan und so hatte ich heute Morgen noch eine gute Stunde Zeit über den Markt zu schlendern..Hier konnte ich mir dann fast wieder vorkommen, wie an „de Kuseler Mess“ :-)..Es wird ALLES verkauft: vom Haushaltsgerät, über Lebensmittel, Getränke, lebende Tiere und und und..
Ich habe mich mal schön auf getrocknete Bananen (für das Bergtrekking) und eine gelbe Papaya entschieden..Zurück im Hostel reicht es noch für ein schnelles Frühstück unter erschwerten Bedingungen :-)..Der Wasserkocher hat nämlich heute Morgen seinen Geist aufgegeben...Deshalb habe ich mir dann eben schnell einen Kochtopf geschnappt und mir das Wasser auf dem Gasherd gekocht..Die Fahrt zu dem Museumsdorf dauerte etwas mehr als 30 Minuten. Es ist ca. 19 km östlich von KK. Hier werden die traditionellen Häuser von fünf verschiedenen Stämmen Borneo´s dargestellt. Ich hatte mir ja zuerst überlegt, in eines der Langhäuser zu gehen, aber nachdem mir hier jeder Einheimische davon abrät (überhaupt nicht mehr authentisch), habe ich mich nun entschlossen, dass Museumsdorf zu besuchen, um so einen kleinen Einblick in das damalige Leben zu bekommen..
Die Tour startete im Dusun Haus, wo quasi die Zu- und Vorbereitung des Reisschnapses gezeigt wurde..Außerdem konnten wir hier- wer wollte- ein einfaches Gericht- in Bambus zubereiten..Natürlich hatte es wieder pünktlich zum Start der Tour angefangen zu regnen, was die Geschichte mit der Kamera nicht wirklich einfacher gemacht hat...
Natürlich gab es auch die Gelegenheit, den Reisschnaps zu probieren- was wie erwartet- nicht mein Ding war. Auch Honig von einheimischen Bienen wurde kredenzt. Diese sind stachellos und viel kleiner als unsere einheimischen Bienen; zusätzlich auf den ersten Blick fast schwarz
und eher wie Mücken..Der Honig war aber suuper lecker...
Von dort ging es dann weiter zum Rungus Stamm. Die Wände dieses Hauses bestehen aus Baumrinde und hier wurde mit zuhilfenahme eines Bambusstockes Feuer entfacht..
Weiter ging es ins Lundayeh- Haus, wo demonstriert wurde, wie traditionelle Jacken und Seile hergestellt wurden..
Im darauf folgenden Haus gab es wieder was für den Gaumen- ein sogenanntes Kuih Jala..ein in Kokosnussöl oder früher auch aus Tieren gewonnenem Öl ein kleines „Küchlein“ fritiert wurde..Gar nicht mal so schlecht. Dazu gab es einen Saft, der aus Pandanblättern und Ingwer gekocht wurde..Für mich persönlich hat es fast nur nach Ingwer geschmeckt (Padan Juice).
In dem Haus selbst befindet sich ein „Hochzeitsthron“ und viele farbenfrohe Stoffe, welche laut unserem Guide Felix, durch die Einheimischen (da sie so nahe am Meer wohnten) als Tauschware erworben wurden..
Letzte Station sind die Murut, welche früher gefürchtete Kopfjäger waren..Unser Besuch startet auch mit einem „Scheinangriff unter großem Geschrei“ ihrerseits. Hier können wir versuchen, mit dem Blasrohr zu schießen..Immerhin treffe ich schon mal die Zielscheibe..Für die obligatorische Kokosnuss hat es dann noch nicht ganz gereicht..Im Haus selbst, befindet sich ein Trampolin aus Naturmaterialien- genauer gesagt: Ratan. Bevor es den Männern in früheren Zeiten erlaubt war, zu heiraten, mussten quasi Köpfe rollen..
Das Trampolin (lansaran) wurde in früheren Zeiten auch für die Hochzeitszeremonie genutzt: hierbei wurden Sprünge in der Mitte bis fast 3 Meter Höhe vollführt, um „den Preis“ von der Decke abzuklauben...
Letztendlich gab es dann für diejenigen, die wollten, noch das Stammestribal als Hennatattoo..Ich schätze mal, ich werde somit der Truppe mal bestimmt für die nächsten Wochen angehören :-)..So schnell verschwindet Henna ja nun auch wieder nicht..
Auch hier galt in früheren Zeiten, dass man diese Tattoos nur tragen durfte, wenn man eben bereits einen weiteren Kopf, neben seinem Eigenen, in Petto hatte :-).
Die Zeit verflog auch hier wieder sehr schnell und schon war es Zeit für das traditionelle Tanzprogramm..Ein Buffet rundete das ganze Erlebnis dann ab (Essen war sehr lecker!) und gegen 13:30 Uhr ging es dann wieder zurück Richtung KK. Für mich war es ein guter Einstieg in die Ethnologie von Borneo. Die Menschen dort waren auch alle super freundlich und es hat echt Spaß gemacht. Auch habe ich wieder ein nettes Paar aus Wien getroffen und Kate, welche bereits vor 10 Jahren Deutschland den Rücken gekehrt hat und seitdem rund um den Globus in Hotels arbeitet..Zur Zeit in Shanghai..
Tja- zum Rest des Tages gibt es nicht sooo viel zu sagen..Nun ist es schon nach 22 Uhr und ich sitze seit 14 Uhr am PC um meinen Blog zu schreiben, die Bilder zu bearbeiten und irgendwie meine E-Mailflut zu bewältigen..
So, meine Lieben, das war´s für heute von mir..noch einen schönen Tag in Good old Germany..
damit ihr auch mal seht, wo ich so untergekommen bin...

Blick auf den Sonntagsmarkt

mal wieder Fisch in Plastiktüten oder eben kleinen Plastikboxen zum Verkauf..

im Dusun- Langhaus

hier gab´s dann den Reiswein

die Jungs beim Geldsammeln (es geht mit viel Getöse durch die Straßen)

im Rungus- Langhaus beim Feuermachen..

leckerer Honig von fleißigen Bienchen..

eines der seltenen Bilder außerhalb unterm Regenschirm durch :-)

Kuih Jala

Na ja, man wird ja jetzt hier nicht gleich den Kopf verlieren, oder :-)???

traditionelle Tracht beim Tanz

die männliche Variante..

so, ich gehöre nun dazu!! ;-P

und durfte mich daher heute auch mal mit fremden Federn schmücken :-)

Erkundung von Kota Kinabalu-23.02.2012

Da Roozbeh und ich noch auf dem allabendlichen Fischmarkt waren, Saft geschlürft und er noch eine Kleinigkeit gegessen hat, wurde es wieder spät bis ich endlich in der Koje lag. Habe das letzte Mal um 0:30 Uhr auf die Uhr geschaut..Roozbeh hat mir übrigens erzählt, dass er die meiste Zeit der Nacht auf dem Sofa, welches im Gemeinschaftsraum steht verbracht hat, da er im Dorm mit seinem Bett direkt unter der Klimaanlage liegt und so gefroren hat (die Bedienung haben nämlich die Mitarbeiter)..Und im Gemeinschaftsraum ist eben nur der Deckenventilator und daher ist es dort dann doch etwas wärmer..
Und ich bin mal wieder sowas von heilfroh, dass ich mich für´s Einzelzimmer entschieden habe; auch wenn es natürlich teurer ist...So kann ich mir MEINE Klimaanlage einstellen oder sie ausstellen wie ich will..kann Licht anhaben, wann ich will und kämpfe nicht mit schnarchenden Mitbewohnern..DAS werde ich bald noch früh genug wiederhaben..
Somit krabbele ich heute Morgen erst um 8 Uhr aus den Federn und nach einem Frühstück hänge ich mich wieder an den PC und meine Reiseführer für die weitere Planung und siehe da- gegen 11:30 Uhr steht der Plan soweit..Allerdings kann sich da natürlich wieder noch Vieles ändern und ich warte auch noch auf die eine oder andere Rückmeldung.
Da wir gestern abgemacht hatten, Kota Kinabalu gemeinsam zu entdecken, sage ich schnell noch Roozbeh Bescheid und dann kann es los gehen..Zunächst gehen wir zu einer nahe gelegenen Plattform, von wo aus man einen schönen Blick über Kota Kinabalu hat..
Von dort können wir auch die nächstgelegene, größere Shoppingmall sehen, welche wir direkt im Anschluss ansteuern..Denn ich komme nun um die Handschuhe nicht mehr drum herum..Konnte ich das jeweils in Ecuador noch kompensieren, so glaube ich nicht, dass ich Spaß habe, wenn es gegen 2 Uhr in der Nacht zum Gipfel geht (bis Morgengrauen) und Temperaturen um den Gefrierpunkt, ohne jegliche Fingerbekleidung..
Ich denke, dass es aber überflüssig ist, zu erwähnen, wie EINFACH es ist, in einer doch recht tropischen Stadt HANDSCHUHE zu finden..
Schließlich finde ich nach fast 1 ½ stündiger Suche und durchfragen durch jedes Geschäft, welche..Denn, ich habe auch noch recht kleine Hände..Was die Sache dann wiederum nicht wirklich noch einfacher macht :-)..Diese Handschuhe, sind Kinderhandschuhe und mein Vater wurde jetzt sagen: „Also, mit denen würde ich noch net mal in den Keller gehen, Kohlen holen..“..Na ja, ganz so schlimm ist es nicht; aber schön ist anders..Aber- da es nicht wirklich viele Alternativen gibt, nehm ich die einfach mit und wir können unseren Weg fortsetzen.
Bei der Gelegenheit laufe ich auch noch mal im Büro auf und begleiche meine Rechnung. Weiter geht es dann an der Waterfront entlang, wo wir auf einen Gemüsemarkt und später auf den Phillipino- Markt stoßen.
Dort lassen wir uns erst mal eine frische Kokosnuss schmecken, bevor es weiter- am Busbahnhof vorbei zum KK Times Square geht, wo ich bei dem Büro auflaufen möchte, welches das Danum Valley verwaltet...
Gefunden haben wir das Büro zwar dann, aber nur um festzustellen, dass es am Samstag um diese Zeit bereits geschlossen und vor Montag auch nicht aufmacht..
Nun gut- so treten wir langsam den Rückweg an und waren dann auch nach 19 Uhr wieder im Hostel ( so viel zu meinem Plan, nicht so lange zu bleiben, weil ich hier noch so viel Kram zu erledigen habe...). Danach ging´s ja aber auch gleich wieder los, dass ich noch was essen wollte..Mir lag schon den ganzen Tag ein leckeres Curry in der Nase..Und das habe ich dann auch gegessen..Soooo lecker; dazu einen frischen Mangosaft..Hier gibt es wenigstens noch Mangos..Kann echt nur immer wieder erwähnen, dass ich DAS in Deutschland echt vermissen werde..Wir waren auch wieder auf dem Fischmarkt: diese leckeren Gerüche von gegrilltem Fisch sind einfach fantastisch und auch die Vielfalt an Fischen, die man zu Gesicht bekommt, wie auch manchmal noch lebende Hummer (die Armen tun mir immer besonders leid) ist einfach ein Fest für alle Sinne..
Und nachdem ich Roozbeh heute Abend das System von Couchsurfing erklärt habe, habe ich ganz einfach noch jemanden glücklich gemacht :-)..
Weiterhin brauche ich an dieser Stelle auch nicht zu erwähnen, dass es wieder gegen 0 Uhr war, als ich meine Äuglein für heute zu gemacht habe..

Übrigens hat unser Hostel eine interessante Zusammenstellung: wir haben "ältere Leute" so um die 60ig hier und sogar eine Familie mit Baby..Das brüllt gerade im Hintergrund..Daher, fällt mir das gerade als "erwähnenswert" ein :-)..
Blick auf Kota Kinabalu

Gemüsemarkt

Kota Kinabalu

sie trocknen ECHT ALLES!

ja...Leben kann schon verdammt hart sein :-)!

Roozbeh am Kokosnuss- Stand..

die Straßen mit den Lampingnons- hatte ich im anderen Beitrag mal erwähnt..

frische Fische..

der krabbelte gestern noch munter herum...

hier kann man sich den Fisch nicht nur nach Größe, sondern auch nach Farbe auswählen..

hmmmm, mit Sambal gegrillter Fisch..

oder doch lieber Hähnchenflügel??

Die Planung geht weiter...und Borneo´s Steckenpferd: der Orang- Utan und die Nasenaffen-22.02.2013

Am Morgen geht es mal wieder zügig aus den Federn, da ich um 12.20 Uhr im Borneo Backpackers abgeholt werden soll und bis dahin spätestens mein Grobplan für meine folgenden Wochen hier stehen soll..Hinzu kommt, dass ich Roozbeh von meinem Tripp für heute erzählt habe, und er interessiert wäre, auch teilzunehmen..Da ich sowieso noch mal zur einen Touristenagentur muss, die dort sowieso um die Ecke ist, biete ich ihm an, ihn einfach dort hin zu bringen, damit er fragen kann, ob noch ein Platz frei ist..
Tja- und was soll ich sagen: ich habe zwar schon das Gefühl, dass ich effektiv ein bisschen weitergekommen bin und nun zumindest einen Grobplan habe- wobei noch 2 wacklige Ziele dabei sind: Tabin Wildlife Resort und Danum Valley- beide natürlich wegen den hohen Kosten..Mal schauen, vielleicht lässt sich ja da noch irgendwie was machen..Die drittgrößte Insel der Welt verlangt meiner Geduld bei der Planung mal wieder ganz schön was ab :-)...
Pünktlich um 12:20 Uhr werden wir im Borneo Backpackers, welches wirklich ein sehr sauberes Hostel ist, mit sehr freundlichem Personal, abgeholt und nach ca. 45 Minuten kommen wir im Rasa Ria Resort, welches, so erklärt mir Roozbeh, zur Hilton-Gruppe gehört..Nun ja- mit so teueren Hotels kenne ich mich nicht so aus :-/ (doch einen Millionär suchen???;-P)..Jedenfalls- wenn man durch die Gänge läuft, dann verfliegt allein da schon der letzte Zweifel, dass wir in einen „hochsternigen :-)- schönes Wort“ Hotel gelandet sind.
Der Besuch soll mit einer ca. 30 minütigen Videodoku über die Arbeit der Rettungsstation beginnen. Bis dahin haben wir aber noch eine viertel Stunde Zeit, welche wir beide einstimmig nutzen wollen, um ein bisschen die Umgebung, inkl. dem dazugehörigen Strand zu erkunden. Die Hotelanlage ist auch sehr schön hergerichtet und wir sehen einen wunderschönen Vogel, der leider, BEVOR ich ihn fotografieren kann, durch Gärtner der Anlage verscheucht wird. Er hat ein Gefieder wie gehaltvolle Vollmilchschokolade; die Form des Schnabels würde ich ihn Richtung „Kernbeißer“ deuten und das ganz Interessante daran ist- der chokoladenbraune Körper, geht in einen rabenschwarzen Kopf über, in dessen Mitte ein leuchtend weißer Schnabel thront..
Nun ist es Zeit für die Filmvorführung und es folgt eine 30 minütige Doko über die Arbeit der unterschiedlichen Rettungsstationen im Land. Dabei wird die Geschichte anhand der Orang-Utan Dame Chita erzählt, die von einem Einheimischen verlassen im Wald gefunden wurde und dann nach 6 Jahren wieder an das Leben in Freiheit gewöhnt werden sollte..
Danach soll es aber endlich zu den Tieren gehen und jeder ist schon so gespannt wie ein Flitzebogen, ob wir sie überhaupt zu Gesicht bekommen..Zwar wissen sie, dass sie 2 x am Tag gefüttert werden- aber es sind und bleiben wilde Tiere, die, wenn sie nicht möchten, auch einfach nicht kommen können..
Aber- wir haben Glück: nach etwas Anlaufzeit tauchen 3-6 jährige Weibchen auf und die Zeit vergeht im Flug beim Beobachten der wirklich nur zu menschlichen Verhaltensweisen..Stundenlang könnte man ihnen zuschauen: wie sie spielen, motzen, protestieren, kommunizieren usw..Mehrmals kommen sie auch so nah an die Touristen, dass diese zurückweichen müssen. Kommt einem der Affe zu nah, muss man ihm quasi Platz machen...Denn, meiner Ansicht nach, sie nicht sie wirklich gefährlich für uns, sondern wir mit unseren ganzen Bazillen, mit welchem der Affenkörper nicht gewöhnt ist, umzugehen.
Dadurch, dass hier auch 2 Jungtiere waren, war es, zumindest denke ich das, besser wie in Sepilok. Dort befinden sich zumeist Alttiere und auch bei Affen ist es wie bei Menschen: mehr Aktion gibt es bei den Kleinen..
Gerade als unsere Stunde vorbei ist, fängt es auch an zu tröpfeln und kurz darauf richtig zu regnen..Na super, hoffentlich hört das für unseren Jungle-Walk etwas auf, denn sonst ist ans Fotoamachen gar nicht erst zu denken..Das Erlebnis mit den Jungaffen war jedenfalls fantastisch und total mitreißend..Und DAS aus meinem Mund, wo ich ja nicht wirklich ein Affenfan bin..
Als wir ca. 1 Stunde später in der Nähe von Kota Belud angekommen sind, muss ich leider feststellen, dass der Regen eher noch stärker geworden ist..
Also raus aus den Schuhen, rein in die halbhohen Gummilatschen und los geht’s in den Regen..Was die Tierbeobachtung, so waren wir auch bei den Nasenaffen mehr als glücklich. Wir haben bestimmt in der knappen Stunde, wo wir in strömendem Regen durch den Dschungel (an dieser Stelle muss ich mal lobend erwähnen, dass es hier KEINE BLUTEGEL gab-yeeeaaaah) gestapft sind, bestimmt über 20 Tiere gesehen haben..Auch das Alphamännchen mit seiner zugegebenermaßen wirklich RIESIGEN Nase. Da verwundert einen die Namensgebung ja mal wirklich nicht mehr..Allerdings muss ich an dieser Stelle auch unumwunden zugeben, dass ich bis dato nicht wusste, dass die Nasenaffen auf Borneo endemisch sind..
Komplett durchnässt sind wir dann gegen kurz vor 18 Uhr wieder am Fluss angelangt, wo man in der Zwischenzeit ein kleines, gegrilltes Abendessen für uns vorbereitet hatte..
Leider prasselte der Regen unaufhörlich weiter, so dass wir unsere Bootsfahrt absagen mussten. Dieses hatte nämlich kein Dach und das wäre bestimmt alles andere als Spaß geworden und ob bei diesem Regen sich die Leuchtkäfer überhaupt gezeigt hätten- das war auch mehr als fraglich. Hatte im Hostel einen Asiaten (kann an dieser Stelle leider nicht sagen, ob Japan, Vietnam, China...da ich sie einfach nicht auseinander halten kann) getroffen, der mir völlig euphorisch von den Leuchtkäfern erzählt hat...Als er auf dem Fluss unterwegs war, war es wohl in der Dunkelheit so, als ob der Fluss von Christbäumen flankiert sei..Vergleichsweise so, wie wenn für die Weihnachtszeit die Geschäfte mit einer Menge Lampen und Lichtern geschmückt werden..
Dieser schöne Anblick wurde uns leider verwehrt..Aber wie so oft nun schon, gibt es nur eins zu sagen: am Wetter kann man halt nichts ändern..
So haben wir also den Rückweg nach Kota Kinabalu angetreten. Ohne Leuchtkäfer und leider auch ohne Bilder von den Nasenaffen- denn für die hätte ich wohl eine Unterwasserkamera gebraucht..

Hier aber dafür u.a. ein paar Orang- Utan Bilder:
Privatstrand von o.g. Resort

erst etwas schüchtern...aber dann kam sie doch ganz nah..

das Futter musste innerhalb kürzester Zeit gegen andere Affen verteidigt werden..(die haben das natürlich auch schnell raus..)

wie ein trotziges Kind  :-) (hier nachdem sie sich den Kopf vor Wut auf den Boden geschlagen hat..)

hmm, ich muss mir die Touris mal genauer anschauen...

oder besser doch nicht..So genau will ich das Elend vor mir auch nicht sehen..

santai..

für mich, mein persönlich bester O.-U.-Schuss..

Zeit zum Abhängen..;-P