Heute Morgen holt mich mein Handy um
05:40 Uhr unerbittlich aus dem Bett. Um kurz nach 7 Uhr muss ich
schon Richtung Bus und will ja vorher noch eine heiße Schokolade
trinken, fertig packen und ein Brot für unterwegs schmieren..
Die Küche wird morgens hier immer um 6
Uhr durch einen Sicherheitsdienst aufgesperrt...Na ja, außer an
DIESEM Morgen. Ich stehe von 06.30 Uhr bis 10 vor Sieben vor der Tür
und warte auf den Aufsperrdienst...Der bringt dann noch nicht ein mal
eine Entschuldigung über die Lippen, sondern meint nur lapidar, dass
solche Dinge in Neuseeland passieren können...Na, das hätte meinen
Busfahrer sicher auch interessiert, wenn ich zu spät gekommen wäre..
Dieser ist allerdings heute Morgen auch
zu spät, so dass mal wieder die ganze Hektik umsonst war :-). Unsere
erste Station ist der Puketi Forest- ein
Kauri-wald- in der Nähe von
Kerikeri. Hier stehen jahrhundertalte Kauribäume, deren Größe echt
beeindruckend ist. In früheren Zeiten, wurden die uralten Bäume
nicht nur geschlagen, sondern vergleichsweise mit dem Kautschukbaum,
auch gemolken. Der Kauri entwickelt eine bernsteinfarbene Klebmasse,
das
Kauri-Harz, wenn die Rinde verletzt wird.
Nach der Lunchpause kommen wir am
frühen Nachmittag bei Cape Reinga an. Ein sehr spiritueller Ort.
Kupe war der erste bekannte Reisende
von Hawaiki, dem originalen Zuhause der Maori im Ostpazifik. Kupe gab
diesem Platz den Namen Te Rerenga Walrua. Er sagte, dass dies der
Platz ist, wo die Maoris nach ihrem Tod zu ihrer fernen Heimat
zurückkehren.
Einige Plätze in Neuseeland haben ihre
Namen von Kupe, der ihnen auf seiner altertümlichen Reise den Namen
gab.
Weiterhin bildet Te Rerenga Wairua
(
Cape Reinga) die Grenze der Tasmanischen See (Richtung Westen) zum
Pazifischen Ozean. Für die Maori bedeuten diese unruhigen
Wasserstrudel, dass sich hier die männliche See Te Moana Tapokopoko
a Tawhaki und die weibliche See Te Tai o Whitirela sich
treffen/vereinigen.
Die Wasserstrudel, die dort entstehen,
wo sich die Strömungen treffen, vergleichen sie mit dem Tanz des
Wassers in der Bugwelle eines Kanu´s. Sie repräsentieren das
Zusammenkommen von Männlich und Weiblich und somit der Beginn des
Lebens.
Auch hier ist es wieder sehr windig und
ich muss schauen, dass ich nicht wegfliege..
Unterwegs können wir einigen
Hütehunden bei der Arbeit zusehen, was wieder sehr faszinierend
war..Allerdings haben sich die Kühe auch desöfteren mal gegen die
Hunde gestellt, die aber keinerlei Angst gezeigt haben.
Nun geht es in die Dünen zum
Sandborden. Den einen oder anderen haut es bei zu viel Speed dann
auch mal in die nächstbeste Pfütze:-). Ein kurzweiliges Vergnügen.
Unser Busfahrer entscheidet auch, trotz
Wind, dass wir den
Ninety Mile Beach (der in Wirklichkeit nur 64 Milen
lang ist, wenn ich mich richtig erinnere) mitsamt Bus entlang fahren.
Was für ein Glück, dass ich heute
Morgen noch geschaltet und meine Tasche schön wasserfest eingepackt
habe :-)..
Sie haben hier schon einige Busse im
wahrsten Sinne des Wortes IN DEN SAND gesetzt. Sobald man sich hier
festfährt, hat man kaum eine Chance, denn bis Hilfe da ist, hat die
Flut ihre eigenen Pläne mit den Fahrzeugen bereits umgesetzt.
Allerdings muss ich ja schon zugeben,
dass es doch recht cool war, mit dem Bus entlang der Küstenlinie zu
donnern. An einer „sicheren“ Stelle halten wir auch einmal kurz
an, um den Strand nun auch mal außerhalb des Busses genießen zu
können.
Von hier aus machen wir uns auf den
Rückweg nach Paihia. Die ganze Strecke für heute ist immerhin fast
500 Kilometer. Ich werde allerdings in Kerikeri aussteigen, um mir
hier noch ein bisschen die Gegend anzuschauen, habe ich hier 2 Nächte
in einem Hostel gebucht und fahre am Sonntag mit dem Bus wieder nach
Paihia, von aus es um 14:45 Uhr wieder Richtung Auckland geht.
Nachdem wir noch einen Zwischenstopp bei einem Fish&Chips Laden
eingelegt haben, laufe ich gegen 20 Uhr im Hostel ein. Der Busfahrer
war so nett, einen kleinen Umweg für mich zu fahren, so dass ich
nicht mit dem ganzen Gepäck so weit laufen muss. Und- welch
Überraschung-es gibt mal wieder Katzen im Hostel. Gut, dass ich nur
2 Nächte hier bleibe. Meine Zimmernachbarin heißt Ulli und ist nun
schon 5 Monate hier. Sie arbeitet hier und hat sich in dem winzigsten
Zimmer (d.h.) zu zweit können wir uns fast nicht darin aufhalten,
gemütlich eingerichtet.. Allerdings warnt sie mich gleich vor, dass
sie schnarcht..Na ja, wäre ja schlimm, wenn ich meine Ohrstopfen
umsonst mitgenommen hätte :-)...Nachdem auch ich mich „eingerichtet“
habe, gehe ich erst mal wieder online, um die letzten Tage
abzudaten...
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| Kauri-Baum |
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| ein kleiner Größenvergleich :-) |
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| entlang der Küste... |
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| Cape Reinga |
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| ...wo sich Tasmanische See und Pazifik gute Nacht und guten Morgen sagen... |
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| is a bissl bis London.. |
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| Hütehunde bei der Arbeit... |
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| Sandborden.. |
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| 90-Mile Beach |
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| 90-Mile-Beach |