Aktuelle Zeit bei mir :-)

Dienstag, 2. Oktober 2012

Good Morning Kapa Island-27.09.2012

Der Morgen startet relaxt gegen 07:30 Uhr. Ich bin positiv überrascht, dass ich noch mal so lange eingeschlafen bin und fühle mich einigermaßen erholt..Mein juckenden Moskitostiche allerdings auch. Den Blasen geht es auch weiterhin gut. Kann echt nur hoffen, dass ich es größtenteils vermeiden kann, hier noch mal übermäßig gestochen zu werden..Okay- also ist weiter ignorieren angesagt.
Heute Morgen gibt es erst mal eine leckere heiße Schokolade, die ich auf dem Gasofen zubereite. Nun weiß ich quasi auch, wie man Gas bedient..Man lernt ja bekanntlich nie aus.
Sowieso ist hier alles so anders. Bin ja das erste Mal auf so einem Boot. Lukas meint dann auch zu mir, wie glücklich ich sein kann, denn normalerweise, um solch ein Boot zu chartern, kostet es 3000 Dollar pro Tag- zwar auf 6-8 Personen verteilt, aber immer noch immens viel—jedenfalls für meinen Geldbeutel. Wenn man nämlich das ein oder andere Boot hier sieht, dann weiß man auch, dass sich diese Leute keine Gedanken über Geld machen müssen..
Der Name des Bootes ist übrigens Saravá. Ich überlege zunächst schnorcheln zu gehen- verzichte dann aber aufgrund der großen Blase auf meinem Fußrücken darauf. Die Flossen würden wohl eher wenig zur Heilung beitragen und Meerwasser enthält eben auch eine Menge Bakterien und ich will mir es für nächsten Mo nicht „verkacken“...Denn dann geht die Waltour los. So genieße ich es, einfach ein bisschen in meinem Reiseführer zu lesen, selbst zum übermäßig viel Fotos machen bin ich zu faul..:-).
Zum Mittagessen bereitet Ben ein leckeres Mittagessen mit selbstgefangenem Thunfisch und den restlichen Nudeln von gestern. Ben kocht wirklich richtig gut. Das ist hier auch sein Job on Board- neben natürlich einer Menge anderer Arbeiten. Er ist 31 und freut sich nun sehr, wenn diesen Donnerstag nach 7 Monaten seine Ehefrau an Bord kommt..Das ist echt eine verdammt lange Zeit. Letztes Jahr haben sie sich, glaube ich nur ein paar Mal im Jahr gesehen; aber das hat wohl ein Ende, denn er will sich nun zur Ruhe setzen und mit einem Boot um die Welt schippern..Zusammen mit seiner Frau..In Rente mit 31- auch nicht schlecht. Auf die Frage, wie er das finanziert meint er nur: „Auf einem Boot braucht man nicht zu viel Geld zum Leben...“. Ben hat übrigens holländische Wurzeln. Was man bei ihm auch gut optisch sehen kann..
Am Nachmittag gehen wir mit dem Beiboot an Land und erlaufen ein bisschen Kapa-Island.
Dabei kommen wir in ein Dorf, das wirklich sehr geordnet und sauber aussieht für „Inselverhältnisse“.
Zurück an Bord ruft André plötzlich: „Hey, ich sehe die Wale. Sollen wir raus?“.
Natürlich wollen/sollen wir raus. Also nichts wie ab ins Beiboot. Ich habe schlauerweise meine Kamera im Boot gelassen, denn wir fliegen so schnell mit dem kleinen Schlauchboot über Wasser, dass ich beide Hände voll zu tun habe, nicht ein ungeplantes Walschwimmen hinzulegen. Und dann sehen wir sie: einfach atemberaubend. Eine Gruppe von ca. 5-6 Tieren, die sehr schnell unterwegs sind. Wir haben wirklich Mühe ihnen zu folgen. Ben, der übrigens auch Divemaster ist, erklärt, dass es sich hierbei um ein Paarungsritual handelt: mehrere Männchen verfolgen ein Weibchen. Zumeist den ganzen Tag. Das ist auch der Grund, warum sie so schnell unterwegs sind..Wir können sie atmen hören und sehen immer wieder den Rücken und die Flosse abtauchen. Und zur Krönung des Tages sehen wir auch noch einen Sprung..Vor einiger Zeit haben Ben und André ganz tolle Erlebnisse mit den Walen gehabt. Ben hat ein Unterwasservideo gedreht, wo sie zusammen mit Weibchen und ihrem Jungen im Wasser waren. Und das für ca. eine Stunde..Und das Beste war, als die Wale auf André zugeschwommen sind..Denn normalerweise sollst Du Dich immer an der Seite befinden..
Da wurde es selbst André etwas mulmig. Letztendlich sind sie dann nur 1,5-2 Meter an ihm vorbeigeschwommen und zwar die Mutter links und ihr Kalb rechts von ihm..
Auf dem Rückweg begleiten uns fliegende Fische zurück ans Boot.
Zurück an Bord können wir wieder einen herrlichen Sonnenuntergang an Bord genießen...
Ausblick von unserem Boot aus..

das kleine Dörfchen


Ben war irgendwie noch in Tahiti :-)

keine Ahnung, was in DIESER Kokusnuss drin war??!!

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