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Sonntag, 7. Oktober 2012

Endlich Wale!!!:-)-06.10.2012

Heute Morgen soll ich schon um 07:15 Uhr am Pier bereit stehen, um meinen letzten Versuch in Tonga zu starten, doch noch Wale zu sehen bzw. etwas länger bei ihnen im Wasser verweilen zu können. Wir sind eine angenehm kleine Gruppe mit zwei Iren, einer Australierin, die in Neuseeland lebt, zwei Neuseeländern und mir.
Britney (die Australierin) macht uns allen Mut, indem sie erzählt, dass sie heute Nacht geträumt hat, dass wir die Wale sehen werden.
Und- sie hat recht behalten :-)..Wir finden eine Mutter und ihr Kalb und verbringen mit ihnen eine unvergessliche Zeit. Dieses Mal sind bei so ruhig und relaxt. Auch die Gruppe bleibt eng zusammen und platscht nicht so viel mit den Flossen, wie es in meiner anderen Gruppe das Problem war mit den beiden Griechen. Während die Mutter unten verweilt, kommt das Kalb ca. alle 6-8 Minuten an die Oberfläche, um Luft zu holen. Dabei schwimmt es immer ein Stück auf uns zu um diese komischen Wesen mit übergroßen Brillen und bunten Watschelfüßen etwas genauer zu betrachten. Es ist schon beeindruckend, wenn Dich so ein riesiges Auge genau mustert. Dennoch fühle ich auch dieses Mal überhaupt keine Angst, obwohl wahrscheinlich selbst von dem Kalb ein Schlag mit dem Schwanz genügen würde, um jeden von uns außer Gefecht zu setzen. Von der ca. 14 Meter langen Mutter mal ganz zu schweigen.
Während an der Oberfläche Wellengang ist, wirkt unter Wasser alles ruhig und friedlich.
Whales-in-the-wild war so nett, mir ein paar Bilder zur Verfügung zu stellen. Ich werde hier unten eine kleine Auswahl dazu anhängen. Meine Kamera ist ja nicht unbedingt soooo wasserfest ;-P- deshalb habe ich hier auch kaum Bilder gemacht. Das Wetter hier ist immer wieder von Schauern durchzogen und auf dem Boot schwappt auch die eine oder andere Welle ins Boot, so dass ich meine Kamera größtenteils im wasserdichten Beutel habe..
Der weitere Durchgang toppt unser erstes Erlebnis dann noch: wir verbringen vielleicht fast 20 Minuten bei Mutter und Kalb. Unser Guide ermahnt uns, nun ganz eng zusammen zu bleiben, da er davon ausgeht, dass Mutter und Kalb gleich zusammen auftauchen werden. Wir fassen uns an Armen und Händen, um nicht abzutriften und dann tauchen beide gleichzeitig auf und die Härte ist: das Kalb links und die Mutter rechts von uns. Wir wissen schon gar nicht mehr, in welche Richtung wir schauen sollen. Wir sind einfach nur mittendrin, statt nur dabei. Und kaum sind sie zum Luftholen aufgetaucht, geht die Show weiter: zuerst springt die Mutter aus dem Wasser und das Kalb folgt. „Die Bugwelle“- wir sind ja nur ca. 8 Meter entfernt, lässt uns ganz schön schaukeln. Und dieses Schauspiel wiederholt sich noch gut 8-9 Mal. Es ist einfach nur faszinierend! Wir kommen alle aus dem Dauergrinsen gar nicht mehr raus. Das war ja mal wohl der absolute Wahnsinn.
Es möge mir verziehen werden, dass ich lieber geschaut habe, als nach meiner Kamera zu suchen und zu ver(!)suchen, einen Sprung zu fotografieren ;-)..
Gegen 16 Uhr kommen wir alle glücklich und zufrieden an und auch Phil (der Eigentümer von Whales-in-the-wild: whales-in-the-wild.com) ist happy, da er uns alle happy machen konnte.
Auf dem Utukalongalu-Markt ( das ist ein Markt mit frischem Obst und Gemüse, sowie Handwerksarbeiten) herrscht immer noch geschäftiges Treiben. Unter anderem versorgen sich hier die Segler mit frischen Produkten- auch ich hatte hier mit meinen beiden Brasilianern eingekauft..
Gerade wenn man die Wale nun selbst so nahe gesehen hat, kommen bei mir wieder diese bitterbösen Gefühle gegen Nationen wie Japan usw. auf, die diese friedvollen und wahnsinnig faszinierenden Geschöpfe jagen und töten. Und dabei ist ja nun auch bekannt, dass die Population, z.B. der Blauwale sich nie von den Schlächtereien der Vergangenheit erholt hat..
DAS ist wirklich eine einzige, menschliche Schande!
unsere bunte Truppe

auch das Wetter bessert sich wieder :-)

sieht zwar komisch aus, aber mir war nach dem Schwimmen und im Fahrtwind vom Boot dann doch etwas kühl (ohne Kommentar :-))

die Kamera ist nur unwesentlich größer als meine (für den besagten Film 2014, Cinemax)

Mum

Sprung vom Boot aus gesehen..

Kalb



es musste sich uns mal genauer ansehen (Entfernung ca. 2-3 Meter)



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