Heute Morgen soll ich schon um 07:15
Uhr am Pier bereit stehen, um meinen letzten Versuch in Tonga zu
starten, doch noch Wale zu sehen bzw. etwas länger bei ihnen im
Wasser verweilen zu können. Wir sind eine angenehm kleine Gruppe mit
zwei Iren, einer Australierin, die in Neuseeland lebt, zwei
Neuseeländern und mir.
Britney (die Australierin) macht uns
allen Mut, indem sie erzählt, dass sie heute Nacht geträumt hat,
dass wir die Wale sehen werden.
Und- sie hat recht behalten :-)..Wir
finden eine Mutter und ihr Kalb und verbringen mit ihnen eine
unvergessliche Zeit. Dieses Mal sind bei so ruhig und relaxt. Auch
die Gruppe bleibt eng zusammen und platscht nicht so viel mit den
Flossen, wie es in meiner anderen Gruppe das Problem war mit den
beiden Griechen. Während die Mutter unten verweilt, kommt das Kalb
ca. alle 6-8 Minuten an die Oberfläche, um Luft zu holen. Dabei
schwimmt es immer ein Stück auf uns zu um diese komischen Wesen mit
übergroßen Brillen und bunten Watschelfüßen etwas genauer zu
betrachten. Es ist schon beeindruckend, wenn Dich so ein riesiges
Auge genau mustert. Dennoch fühle ich auch dieses Mal überhaupt
keine Angst, obwohl wahrscheinlich selbst von dem Kalb ein Schlag mit
dem Schwanz genügen würde, um jeden von uns außer Gefecht zu
setzen. Von der ca. 14 Meter langen Mutter mal ganz zu schweigen.
Während an der Oberfläche Wellengang
ist, wirkt unter Wasser alles ruhig und friedlich.
Whales-in-the-wild war so nett, mir ein
paar Bilder zur Verfügung zu stellen. Ich werde hier unten eine
kleine Auswahl dazu anhängen. Meine Kamera ist ja nicht unbedingt
soooo wasserfest ;-P- deshalb habe ich hier auch kaum Bilder gemacht.
Das Wetter hier ist immer wieder von Schauern durchzogen und auf dem
Boot schwappt auch die eine oder andere Welle ins Boot, so dass ich
meine Kamera größtenteils im wasserdichten Beutel habe..
Der weitere Durchgang toppt unser
erstes Erlebnis dann noch: wir verbringen vielleicht fast 20 Minuten
bei Mutter und Kalb. Unser Guide ermahnt uns, nun ganz eng zusammen
zu bleiben, da er davon ausgeht, dass Mutter und Kalb gleich zusammen
auftauchen werden. Wir fassen uns an Armen und Händen, um nicht
abzutriften und dann tauchen beide gleichzeitig auf und die Härte
ist: das Kalb links und die Mutter rechts von uns. Wir wissen schon
gar nicht mehr, in welche Richtung wir schauen sollen. Wir sind
einfach nur mittendrin, statt nur dabei. Und kaum sind sie zum
Luftholen aufgetaucht, geht die Show weiter: zuerst springt die
Mutter aus dem Wasser und das Kalb folgt. „Die Bugwelle“- wir
sind ja nur ca. 8 Meter entfernt, lässt uns ganz schön schaukeln.
Und dieses Schauspiel wiederholt sich noch gut 8-9 Mal. Es ist
einfach nur faszinierend! Wir kommen alle aus dem Dauergrinsen gar
nicht mehr raus. Das war ja mal wohl der absolute Wahnsinn.
Es möge mir verziehen werden, dass ich
lieber geschaut habe, als nach meiner Kamera zu suchen und zu
ver(!)suchen, einen Sprung zu fotografieren ;-)..
Gegen 16 Uhr kommen wir alle glücklich
und zufrieden an und auch Phil (der Eigentümer von
Whales-in-the-wild: whales-in-the-wild.com) ist happy, da er uns alle happy machen konnte.
Auf dem Utukalongalu-Markt ( das ist
ein Markt mit frischem Obst und Gemüse, sowie Handwerksarbeiten)
herrscht immer noch geschäftiges Treiben. Unter anderem versorgen
sich hier die Segler mit frischen Produkten- auch ich hatte hier mit
meinen beiden Brasilianern eingekauft..
Gerade wenn man die Wale nun selbst so
nahe gesehen hat, kommen bei mir wieder diese bitterbösen Gefühle
gegen Nationen wie Japan usw. auf, die diese friedvollen und
wahnsinnig faszinierenden Geschöpfe jagen und töten. Und dabei ist
ja nun auch bekannt, dass die Population, z.B. der Blauwale sich nie
von den Schlächtereien der Vergangenheit erholt hat..
DAS ist wirklich eine einzige,
menschliche Schande!
| unsere bunte Truppe |
| auch das Wetter bessert sich wieder :-) |
| sieht zwar komisch aus, aber mir war nach dem Schwimmen und im Fahrtwind vom Boot dann doch etwas kühl (ohne Kommentar :-)) |
| die Kamera ist nur unwesentlich größer als meine (für den besagten Film 2014, Cinemax) |
| Mum |
| Sprung vom Boot aus gesehen.. |
| Kalb |
| es musste sich uns mal genauer ansehen (Entfernung ca. 2-3 Meter) |
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