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Montag, 1. Oktober 2012

Urlaub Elmerlike :-)-26.09.2012

Am Morgen treffe ich mich mit Ben und André. Inzwischen ist die Entscheidung gefallen, dass ich für ein paar Tage bei die beiden auf´s Boot gehe. Ich muss zwar meine Unterkunft in Neiafu weiter bezahlen, aber ich denke, dass das eine schöne Chance ist, etwas mehr von der Inselgruppe zu sehen und hier habe ich im Endeffekt auch nur für die Verpflegung zu zahlen.
Außerdem wurde ich heute Nacht schon wieder dermaßen zerstochen, dass es echt zum Schreien ist. Ich habe im Laufe der Nacht allein in meinem Zimmer 4 Moskitos gekillt. Wenn ich zurück komme, muss ich irgendwie mein Netz in diesem Zimmer installieren...Wenn ich schon gedacht habe, dass meine Reaktion auf die Stiche in Galapagos mehr ist, als ich normal kenne, dann kann ich zu Tonga nur noch sagen: sind das alles „Killerinsekten“? Am Ende des Tages bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Blasen, die aussehen, wie bei einem ganz üblen Sonnenbrand. Und- auf einem Boot gibt es nun mal keine Moskitos..Was für eine Scheiße, ich habe noch nie solch extreme Reaktionen gehabt..Vielleicht benutzen die Leute hier mehr Gift, um die Moskitos zu bekämpfen: keine Ahnung..
Zunächst kaufen wir in dem verschlafenen Hafenstädtchen den Proviant, im Anschluss packe ich meine Sachen, wobei ich einen Teil in meiner Unterkunft lasse und gegen 11:30 Uhr geht’s dann auf´s Boot. Der Katamaran liegt hier ganz ruhig im Wasser und es ist total schön, die kleinen Inselchen vorbeiziehen zu sehen. Wir verbringen einen ganz relaxten Tag auf Wasser mit Lesen, Musik hören und ein bisschen Schwimmen zur Erfrischung.
Ben kocht sehr lecker und sie treffen hier einen Freund, den sie seit 3 Jahren nicht mehr gesehen haben. Lukas ist auch Brasilianer und reist nun samt Segelboot mit seiner Frau Sandra und den beiden Kindern (Grundschulalter) durch die Welt. Den Unterricht für die Kinder übernehmen sie selbst. Ein Leben wie ich es mir nie vorstellen könnte..Aber dafür bin ich wohl zu viel Beamter..
Mit einem Blick auf meine zerstochenen Beine meint Lukas, ob ich nicht ein Antihistaminikum nehmen will..Das sehe ja gefährlich aus, nicht dass mir aufgrund einer allergischen Reaktion noch die Luftröhre zuschwillt...Daraufhin meint Ben, dass ich ihnen bitte den Gefallen tun soll, nicht hier auf dem Boot zu sterben..
Na ja, also entschließe ich mich beim zu Bett gehen, wieder ein Antihistaminikum einzuwerfen. Wirklich das Einzige, was ich nicht in meiner Reiseapotheke hatte, war Antihistaminikum, da ich das bisher noch nie gebraucht habe..Ich habe jetzt nur noch ein Rest von einer Handvoll Tabletten noch von Galapagos, wo Nicole mir diese gegeben hat..Aber, wenn das mit den Stichen so weiter geht, werde ich wohl irgendwo in eine Apotheke gehen müssen und mir welche besorgen. Selbst André sagt, dass er solch eine Reaktion noch nie gesehen hat und die Beiden kommen ja wirklich viel rum..
Heute Nacht wache ich wieder kurz nach 3 Uhr auf und draußen ist ein richtiges Lichter meer. Etwas entfernt tobt ein kleiner Tropensturm..Ein interessantes Naturereignis..


Aufenthaltsraum :-)

Unser Kapitän: André


Sundowner


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