Mit an Bord sind nun Sandra, Lukas,
Klara und Julia und ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen: die
Männer sind wie kleine Jungs, die vor Vorfreude auf das Rennen total
viele Hummeln im Arsch haben..
Dann endlich ertönt der Startschuss
und los geht’s. Ab diesem Zeitpunkt habe selbst ich, kaum noch eine
ruhige Minute. Jeder muss mit anpacken- was zum Teil gar nicht so
einfach ist, wenn man keinen Plan hat und es schnell gehen muss..
Es ist ein herrlicher Tag mit tollem
Wetter..Leider etwas zu wenig Wind für den Katamaran, was im Ende
dazu führt, dass „wir“ insgesamt „nur“ 6. werden; allerdings
2. in der Katamaran-Klasse, so dass die Jungs letztendlich dann doch
ganz zufrieden sind.
Nach dem wir im Ziel vor Anker gegangen
sind, gibt es zunächst erst einmal ein erfrischendes Bad im
kristallklaren Wasser und später noch ein spätes gemeinsames
Mittagessen.
Eine Siegerehrung gibt es auch und die
Stimmung ist bereits richtig gut. Na, dann steht ja der
bevorstehenden Party nichts entgegen.
Um 18:30 Uhr fahren wir mit dem Beiboot
an den Strand. Der Platz ist total süss dekoriert- überall mit
Palmwedeln und in den Bäumen hängen selbstgebastelte Lampions; ein
Teil der Leute ist verleidet oder trägt typische Kleidung von Tonga.
Wer jemals in seinem Leben einmal Aussteiger, Weltreisende und ganz
relaxt, lockere Leute treffen will, der sollte zu so einer Regatta im
Pazifik oder der Südsee gehen. Alle möglichen Nationen sind
vertreten: Holland, Kanada, Deutschland, Brasilien, Norwegen, Israel,
USA, Neuseeland- und das waren jetzt nur die Leute, die ich
kennengelernt habe gestern. Und ausnahmslos ALLE sind monate-, wenn
nicht jahrelang unterwegs. Zum Teil mit der ganzen Familie samt
Kleinkindern. Ein Teil der Leute kennt sich natürlich, denn vor
allem beim Segeln gibt es natürlich Naturgesetze, die es zu beachten
gibt (Hurrikan-Zeit z.B.), so dass sich viele der Segler zur gleichen
Zeit in einer ähnlichen Gegend aufhalten. Für mich ist es zunächst
schwierig, ein gutes Gespräch zu bekommen, da sich logischerweise
alles hier um Segeln, Boote und das Rennen dreht..Wo ich nun mal ja
nicht soooooo wirklich mitreden kann..Aber dann lerne ich Amit
kennen (wer sich jetzt über den Namen wundert- israelischer Name)
und er tut mir den Gefallen und wir können auch mal über was
anderes reden. Er ist auch keiner der hier „klassischen Segler“,
sondern arbeitet als eine Art Voluntär auf dem Boot. Wenn ich ihn
richtig verstanden habe bei der lauten Musik, dann hat er
Meeresbiologie studiert und ist nun, weil ihm sein theoretischer Job
nicht mehr gefallen hat, losgezogen, um was Anderes zu sehen. Nun ist
er inzwischen schon 6 Monate unterwegs. Hatte ich mir noch vorher
gedacht, dass ich Euch Mädels hier jetzt mal echt vermisse, um die
Tanzfläche zu rocken (meine beiden Brasilianer brauchten anscheinend
mehr Bier, um dann mal das Tanzbein zu schwingen), scheint Amit
meinen Gedanken erraten zu haben. War dann noch ziemlich lustig. Habe
schon lange nicht mehr so ausgelassen getanzt..Was wahrscheinlich
daran lag, dass ich nur von durchgeknallten Leuten, mit Leuchtstäben,
die sichtlich sehr viel Spaß an der Musik hatten, umgeben war..
Zudem gab es noch Vorführungen von
Feuerschluckern (bei denen fast die Bühne abgefackelt wäre:
trockene Palmblätter sind nicht ganz soooo ideal bei Feuer...Aber
macht ja nix), Tanzvorführungen von den Mädels Baströckchen und
wirklich richtig viel gute Laune..
Auch die Flying Foxes sind wieder sehr
aktiv. Diese Fledermausart muss riesig sein, denn schon beim Flug
sehen sie von unten betrachtet, richtig groß aus..
Wir sind dann auch erst gegen 02:30 Uhr
zurück ans Boot. Was sich als etwas schwierig herausgestellt hat: es
war dann nämlich Ebbe und die Jungs hatten alle Mühe das Beiboot
über das seichte Wasser zu zerren und ich hatte alle Mühe überhaupt
über die sich nun mehrere Meter vom Strand befindlichen Korallen zu
laufen...Unabhängig mal davon, dass es alles andere als toll für
die Korallen ist..Habe dafür definitiv zu wenig Hornhaut auf den
Füßen..
Heute Nacht habe ich jedenfalls
geschlafen wie ein Stein :-)..
@Mel: es gab carne fresco---aber da ich
ja nicht so der Fleischesser bin, habe ich da mal drauf verzichtet
;-)
| Unser Kaptän- André- im Hintergrund Julia |
| die Boote hinter uns.. |
| die beiden Mädels Julia und Klara |
| bei wenig Wind, vielleicht doch etwas mehr Fahrt bekommen? |
| Sandra at work |
| Klara und ich müssen das Segel aufgrund fehlenden Windes in Position halten.. |
| Bühne mit Palmwedeln |
| Aussicht vom Strand aus |
| die Crew |
| Feuerschlucker |
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