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Dienstag, 2. Oktober 2012

Das Regatta-Rennen-28.09.2012

Heute Abend ist in Vava´u eine Full-Moon Party als Abschluss eines Regatta-Rennens angesagt. Ben und André beschließen spontan daran teilzunehmen, da auch Lukas und Familie Lust auf das Rennen hat. Für die Laien, inkl. mir:-): das hat den Hintergrund, dass auf einem Segelboot immer gut mehrere helfende Hände gebrauchen kann. Wie ich es quasi bei Elmer schon gelernt habe, ist das meistens KEIN gemütliches Sitzen auf dem Boot, sondern Aktion...Zunächst gilt es aber zurück in den Hafen zu fahren und sich für das Rennen anzumelden. Von hier startet es letztendlich auch.
Mit an Bord sind nun Sandra, Lukas, Klara und Julia und ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen: die Männer sind wie kleine Jungs, die vor Vorfreude auf das Rennen total viele Hummeln im Arsch haben..
Dann endlich ertönt der Startschuss und los geht’s. Ab diesem Zeitpunkt habe selbst ich, kaum noch eine ruhige Minute. Jeder muss mit anpacken- was zum Teil gar nicht so einfach ist, wenn man keinen Plan hat und es schnell gehen muss..
Es ist ein herrlicher Tag mit tollem Wetter..Leider etwas zu wenig Wind für den Katamaran, was im Ende dazu führt, dass „wir“ insgesamt „nur“ 6. werden; allerdings 2. in der Katamaran-Klasse, so dass die Jungs letztendlich dann doch ganz zufrieden sind.
Nach dem wir im Ziel vor Anker gegangen sind, gibt es zunächst erst einmal ein erfrischendes Bad im kristallklaren Wasser und später noch ein spätes gemeinsames Mittagessen.
Eine Siegerehrung gibt es auch und die Stimmung ist bereits richtig gut. Na, dann steht ja der bevorstehenden Party nichts entgegen.
Um 18:30 Uhr fahren wir mit dem Beiboot an den Strand. Der Platz ist total süss dekoriert- überall mit Palmwedeln und in den Bäumen hängen selbstgebastelte Lampions; ein Teil der Leute ist verleidet oder trägt typische Kleidung von Tonga. Wer jemals in seinem Leben einmal Aussteiger, Weltreisende und ganz relaxt, lockere Leute treffen will, der sollte zu so einer Regatta im Pazifik oder der Südsee gehen. Alle möglichen Nationen sind vertreten: Holland, Kanada, Deutschland, Brasilien, Norwegen, Israel, USA, Neuseeland- und das waren jetzt nur die Leute, die ich kennengelernt habe gestern. Und ausnahmslos ALLE sind monate-, wenn nicht jahrelang unterwegs. Zum Teil mit der ganzen Familie samt Kleinkindern. Ein Teil der Leute kennt sich natürlich, denn vor allem beim Segeln gibt es natürlich Naturgesetze, die es zu beachten gibt (Hurrikan-Zeit z.B.), so dass sich viele der Segler zur gleichen Zeit in einer ähnlichen Gegend aufhalten. Für mich ist es zunächst schwierig, ein gutes Gespräch zu bekommen, da sich logischerweise alles hier um Segeln, Boote und das Rennen dreht..Wo ich nun mal ja nicht soooooo wirklich mitreden kann..Aber dann lerne ich Amit kennen (wer sich jetzt über den Namen wundert- israelischer Name) und er tut mir den Gefallen und wir können auch mal über was anderes reden. Er ist auch keiner der hier „klassischen Segler“, sondern arbeitet als eine Art Voluntär auf dem Boot. Wenn ich ihn richtig verstanden habe bei der lauten Musik, dann hat er Meeresbiologie studiert und ist nun, weil ihm sein theoretischer Job nicht mehr gefallen hat, losgezogen, um was Anderes zu sehen. Nun ist er inzwischen schon 6 Monate unterwegs. Hatte ich mir noch vorher gedacht, dass ich Euch Mädels hier jetzt mal echt vermisse, um die Tanzfläche zu rocken (meine beiden Brasilianer brauchten anscheinend mehr Bier, um dann mal das Tanzbein zu schwingen), scheint Amit meinen Gedanken erraten zu haben. War dann noch ziemlich lustig. Habe schon lange nicht mehr so ausgelassen getanzt..Was wahrscheinlich daran lag, dass ich nur von durchgeknallten Leuten, mit Leuchtstäben, die sichtlich sehr viel Spaß an der Musik hatten, umgeben war..
Zudem gab es noch Vorführungen von Feuerschluckern (bei denen fast die Bühne abgefackelt wäre: trockene Palmblätter sind nicht ganz soooo ideal bei Feuer...Aber macht ja nix), Tanzvorführungen von den Mädels Baströckchen und wirklich richtig viel gute Laune..
Auch die Flying Foxes sind wieder sehr aktiv. Diese Fledermausart muss riesig sein, denn schon beim Flug sehen sie von unten betrachtet, richtig groß aus..
Wir sind dann auch erst gegen 02:30 Uhr zurück ans Boot. Was sich als etwas schwierig herausgestellt hat: es war dann nämlich Ebbe und die Jungs hatten alle Mühe das Beiboot über das seichte Wasser zu zerren und ich hatte alle Mühe überhaupt über die sich nun mehrere Meter vom Strand befindlichen Korallen zu laufen...Unabhängig mal davon, dass es alles andere als toll für die Korallen ist..Habe dafür definitiv zu wenig Hornhaut auf den Füßen..
Heute Nacht habe ich jedenfalls geschlafen wie ein Stein :-)..

@Mel: es gab carne fresco---aber da ich ja nicht so der Fleischesser bin, habe ich da mal drauf verzichtet ;-)

Unser Kaptän- André- im Hintergrund Julia


die Boote hinter uns..


die beiden Mädels Julia und Klara

bei wenig Wind, vielleicht doch etwas mehr Fahrt bekommen?

Sandra at work

Klara und ich müssen das Segel aufgrund fehlenden Windes in Position halten..



Bühne mit Palmwedeln

Aussicht vom Strand aus

die Crew

Feuerschlucker

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