Aktuelle Zeit bei mir :-)

Montag, 29. April 2013

Koh Tas-28.04.2013

Am Morgen sah die Welt schon wieder viel besser aus, außer, dass natürlich die Stiche abartig juckten. Inzwischen kann ich die Fenistil-Salbe, die mir Thomas netterweise auf Koh Tao geschenkt hatte, als er sah, wie beliebt ich bei den kleinen Biestern bin, schon als Ganzkörperlotion auftragen..Na ja- wenn ich erst mal im Salzwasser bin, dann wird auch der Juckreiz besser :-).
Auch beim Tauchen waren wir nur drei Kunden, wovon das andere Paar (aus Chicago) „nur“ schnorcheln wollte. Dies hieß also: wir fahren nur bis nach Koh Tas.
Auf dem Boot gab es leckeres Frühstück mit Brötchen aus der „internationalen Bäckerei“, dazu Obst, Kaffee, Tee, Kakao und Softdrinks. Auf dem Weg zu Koh Tas passierten wir die massive Brücke, welche den Hawai Beach mit Koh Pos verbindet.
Da die Brücke „privat“ ist, darf sie niemand betreten. Vermuten würde das keiner, denn sie sieht aus wie eine mehrspurige Autobahnbrücke.
Gegen 9 Uhr kamen wir dann bei Koh Tas an und mein Diveinstructor besprach mit mir unseren ersten Tauchgang. Danach bauten wir unsere Gerätschaften auf und los ging´s.
Na ja- was soll ich sagen. Dieser Tauchgang gehörte sicher nicht zu meinen Besten. Es begann damit, dass ich Probleme mit meiner Maske hat, die mir ständig voller Wasser lief, so dass ich sie ausblasen musste, dann machte mein linkes Ohr massive Probleme beim Druckausgleich und das schon bei 3 Metern.
Nach einer Weile bat ich meinen Instructor auftauchen zu dürfen, um die Maske zu wechseln. Die 2. Maske ging dann besser, aber mein Ohr wollte einfach nicht mitspielen. Hinzu kamen auch noch äußerst schlechte Sichtbedingungen unter Wasser. Letztendlich tauchten wir dann erneut nach ca. 30 Minuten auf.
Das war schon recht frustrierend. Da legt man so viel Geld für einen Trip hin und dann spielt einem die Gesundheit einen Streich. Ich hatte noch extra die letzten beiden Tage im Hotel ausprobiert, ob ich einen Druckausgleich machen kann- und es hatte funktioniert! Das es nicht funktioniert, konnte ich erst unter Wasser sehen..So ein Mist! Wahrscheinlich ist noch eine Restinfektion von meiner Erkältung zurückgeblieben.
War dann jedenfalls recht froh, dass ich der einzigste Taucher war, da ich den Instruktor dann gebeten habe, im flachen Wasser zu bleiben. Ich möchte es nicht- nur wegen einem Tauchgang- für längere Zeit verschlimmern. Damit hätte ich anderen Tauchern dann nämlich ganz schön die Tour verkackt. Denn das Letzte, was in so einer Situation was bringt, ist, es erzwingen zu wollen. Dein Körper sagt Dir sehr genau, was geht und was nicht geht und Schmerzen sind nicht umsonst da, um einem zu zeigen, dass es nun an der Zeit ist, etwas vorsichtiger zu sein...
Nun denn- also haben wir das Beste draus gemacht. Zurück an Bord gab es erst mal ein paar Erfrischungen und ich hatte ein nettes Gespräch mit Rosie und Darren, die, wie sich heraustellte, auch den Tauchschein besaßen, aber nunmehr seit 2 Jahren nicht mehr getaucht waren und daher, auch weil sie gelesen hatten, das hier die Tagesausflüge nicht so ergiebig seien, lieber nur schnorcheln wollten. Es war aber sehr interessant zu hören, wo sie schon überall getaucht haben. Mit u.a. am Besten gefallen habe ihnen Bora Bora. Ja- dachte ich mir und sagte es auch: Bora Bora muss traumhaft schön sein...
Als am Ankerplatz neben an „das Partyboot“ anhielt, beschlossen die Beiden mal eben rüberzuschwimmen und sich Bier zu kaufen. Muss wohl auch recht lustig dort gewesen sein. Aufgrund der vielen Menschen an Bord hatten sie keinerlei Überblick und boten Rosie und Darren fleißig vom Buffet an :-)..
Als sie wieder zurück waren und das Partyboot von dannen gezogen, gab es Mittagessen und danach einen kurzen Nap auf dem Boot. Sehr entspannend.
Leider war es auch beim 2. Tauchgang mit meinem Ohr nicht wirklich besser (welch eine Überraschung :-)) und die Sicht noch schlechter als beim ersten Tauchgang. Daher blieben wir auch auf rund 8 Metern. Zurück auf dem Boot haben wir noch etwas gequatscht, die Erfrischungen genossen und sind dann zurück zur Tauchschule. Bis wir dort ankamen war es schon nach 16 Uhr und ich reif für eine Dusche.
Den Abend habe ich mir dann mal die Zeit genommen, meine E-Mails zu beantworten, was aufgrund der Internetverbindung weiterhin eine echte Aufgabe war :-).
Nach einer letzten Runde durch die belebten Straßen, war es dann Zeit für´s Reich der Träume :-)..
Blick auf den Pier, von wo aus die Tauchboote starten

die Crew des heutigen Tages

Koh Tas

die ärmlicheren Gegenden von Sihanoukville

Ream- Nationalpark- oder, wie verarsche ich meine Kunden?-27.04.2013

Heute Morgen stehe ich bereits mit Vorfreude auf den heutigen Tag auf. Gegen 8 Uhr soll´s losgehen. Danach steht zunächst ein leckeres Frühstück auf dem Plan, wonach es dann in den rund 18 km östlich von Sihanoukville liegenden Ream-Nationalpark gehen soll. Nach einem kurzen Stopp an der Ranger- Station geht es auf´s Boot entlang des Preak Teak Sap Flusses, wo man mit etwas Glück in den Mangroven entlang des Flusses den ein oder anderen Blick auf einen Vogel oder Affen erhaschen kann. Im Anschluss soll eine rund 2 stündige Wanderung kommen, bei der wir zu einem Fischerdorf laufen, um dort dann unser Mittagessen einzunehmen. Von dort soll es dann weiter an den schönen Sandstrand von Koh Sam Pouch gehen. Gegen 16 Uhr am Nachmittag soll ich dann wieder zurück im Hotel sein.
Pünktlich um 8 Uhr werde ich von einem Minivan, dessen Fahrer mir auf Nachfrage „Ream- Nationalpark“ dies bejaht und mich mit 4 weiteren Leuten zum Frühstück karrt.
Mit Blick auf den Serendipity Beach nehmen wir unser Frühstück ein und als wir fertig gegessen haben, kommt eine der Organisatorinnen an unseren Tisch (ich sitze mit einem Paar aus der Slowakei zusammen) und meint, dass die Tour zum Ream- Nationalpark gecanzelt, da ich die Einzige sei und ich könne/solle doch dann mit den anderen aufs Boot um eine 3 Insel Tour zu machen...WIE BITTE- frage ich nach??? Wenn ich die Einzige bin, dann hätten sie das ja wohl schon gestern gewusst, als ich gebucht habe, aber da wurde mir die Tour definitiv bestätigt..Dann fängt sie an sich irgendeinen Mist aus den Fingern zu saugen, wie : „Oh, wir konnten das gestern noch nicht wissen, da HEUTE Morgen 5 Leute PLÖTZLICH erkrankt seien und abgesagt hätten...“ Das Paar aus der Slowakei kommt mir zuhilfe und meint: „Ja, wenn sie heute Morgen ALLE WEGEN KRANKHEIT abgesagt hätten, dann hätten sie ja dennoch das Geld von den Leuten und könnten die Tour laufen lassen. Dies könne ja schließlich nicht zu Lasten von mir gehen...“ Darauf meint die Dame: „Oh nein, wir haben ihnen das Geld zurück erstattet....“ IS KLAR!!! Zur Krönung meinte sie dann noch, ich könne es morgen ja noch mal versuchen...Worauf ich ihr dann entgegne, dass ich das nicht könne, da ich für morgen das Tauchen gebucht und schon angezahlt hätte, NACHDEM ihre Agentur mir für heute den Nationalpark bestätigt hatte. Ich erkläre ihr, dass ich Verständnis dafür habe, wenn sie die Tour bei nur einem Kunden nicht fahren können- ABER- dann hätten sie mir das auch gestern schon sagen können, dass ich die Einzige bin und mir nicht auf Nachfrage nochmal bestätigen sollen, dass die Tour definitiv stattfindet. Nun war es 08:40 Uhr und ich hatte keine Chance mehr das Tauchen auf heute umzulegen, da dieses bereits um 07:30 Uhr startet; unabhängig davon muss die Tauchschule ja wissen, ob und wann eine Tour ist (Flaschen, Ausrüstung, Verpflegung etc.). Und mir dann mit so einer linken Nummer kommen und mich noch anlügen- das ist dann echt zu viel. Ich jedenfalls weigere mich, auf´s Boot zu gehen; unabhängig davon habe ich weder Sonnencreme, noch Handtücher noch irgendetwas dabei, was bei einer 3 Insel Tour hilfreich sein könnte..Ich bin sozusagen etwas angesäuert oder anders gesagt: ICH......BIN.....STOCKSAUER!!
Sie bietet mir dann an, dass ich zurück ins Hotel gefahren werde und dort mein Geld zurückerhalte. Als ich dann auf die Straße trete, bedeutet mir ein Mopedfahrer auf dem Sozius Platz zu nehmen. Nach einem Helm gefragt, verneint er und meint, SELBST EINEN HELM AUF DEM KOPF TRAGEND...ICH (!) bräuchte das ja NICHT (!)..Da ich eh schon auf 180 war (weil diese ganze Aktion eine riesen Sauerei war), ist mir dann vollends der Kragen geplatzt und ich frage ihn ziemlich sarkastisch und böse, warum ER dann einen trägt, WENN MAN IHN NICHT BRAUCHT!
Jedenfalls drehe ich mich dann auf dem Absatz um und teile ihm mit, dass ich darauf verzichte zum Hotel gebracht zu werden und dort hin laufe (es war eh nicht so weit).
Auf halber Strecke kommt er mir dann mit einem 2. Helm hinterher. Komisch- dann ging´s wohl! Aber ich verzichte dennoch, da es eh nur noch 2. Minuten zu Fuß sind und ich mit dieser Agentur (Dolphin Adventures: also jeder der hierher kommt, sollte definitiv nicht mit denen buchen!!) nichts mehr zu tun habe.
Die Dame an der Rezeption ist über den ganzen Ablauf auch nicht gerade erfreut und ruft selbst noch mal bei der Agentur an- kann aber wie erwartet, ja auch nichts ausrichten. Sie gibt mir mein Geld zurück und ich überlege, was und wie ich nun den Tag gestalten könne. Da definitiv auch keine der anderen Touranbieter in den Ream- Nationalpark fährt, versuche ich nun herauszufinden, was alternativ drin ist..
Dabei treffe ich auf Boun, der auch ein Touristbüro hier unterhält (Boun Tours&Travel; email: vatanakbountnt@yahoo.com). Dem tat ich dann wohl so leid, da er die Art und Weise auch nicht verstehen konnte und nachdem er sich dann selbst noch mal davon überzeugt hat, dass keine Agentur heute zum Nationalpark fährt, dass er mir anbietet, mich zumindest an die Ablegestelle des Bootes und später zum Strand zu fahren..Zur Zeit sei ja Nebensaison und er habe eh wenig Kunden und könne den Laden auch mal getrost seinem Bruder überlassen..Na- das ist ja dann mal besser als gar nichts.
Gegen 09:30 Uhr sind wir dann auf dem Weg zum Ream- Nationalpark. Unterwegs zeigt mir Boun noch die hier ansässige Bierbrauerei. Bei der Anlegestelle angekommen, erschließt sich schon hier eine wunderschöne Landschaft aus Mangrovenwäldern für die Augen. Bei der Nationalparksverwaltung haben wir dann noch abgecheckt, ob es möglich ist, ein kleines Longtail-Boot zu mieten. Aber- leider geht nur das große Boot und das kann ich allein nicht zahlen- noch zudem, dass es nur für 2 Stunden wäre und nur ein Teil von dem, was ich mit der Tour gesehen hätte. Auf niederpreisige Verhandlungen lassen sie sich leider nicht ein, so dass ich dann leider sagen muss, dass die Tour mit dem Boot nicht drin ist.
Boun fährt mich weiter zum Wat Krom, eine Pagode, die auf einem mit Felsen und Geröll bedeckten Hügel thront und zur Zeit renoviert wird.
Daher sind die Farben in der Pagode noch farbenfroher als sonst. Es sieht wunderschön aus! Natürlich ist wieder hauptsächlich die Lebensgeschichte Buddhas dargestellt.
Auf dem Gelände befinden sich noch drei weitere kleine Pagoden und alle Statuen und Figuren sind so detailgetreu dargestellt, dass es herrlichst anzusehen ist. Während wir auf dem Gelände entlangschlendern, erklärt mir Boun ein bißchen was zu dem Leben und Glauben der Menschen hier. Schließlich bleiben wir vor der Pagode von Yeah Mao- der schwarzen Großmutter stehen. Zu ihr beten hauptsächlich die Fischer, da sie u.a. die Kontrolle über das Wetter hat.
Da es bereits früher Mittag ist und wir beide hungrig sind, fahren wir zunächst zu einem kleinen Restaurant am Strand und essen dort zu Mittag.
Frisch gestärkt geht es dann weiter zum Thma Thum Beach ( auch Koh Sompoch Beach). Das ist ein wunderschöner, einsamer, weißer Strand mit flachem, warmem Wasser.
Leider finden den auch Scharen von Sandfliegen toll. Wobei sie mich wohl noch toller fanden, denn ich wurde trotz Moskitospray so dermaßen zerstochen. Gemein ist, dass nicht nur das Stechen weh tut, sondern der Juckreiz der dann ca. einen Tag später einsetzt kaum zu ertragen ist. Eine Chance zu entkommen, hatte ich nicht. Da Sandfliegen auch äußerst klein sind, konnten sie bis in den letzten Winkel meiner Kleidung krabbeln..Das trübte dann so ein bisschen die Schönheit dieses Platzes..
Als wir am Ende des Strandes ankamen, trafen wir auf 4 einheimische Jugendliche, welche sich frischen Fisch aus dem Meer gefangen hatten; dazu noch Reis, Tintenfisch und Garnelen mitgebracht hatten und sich nun munter zwischen den Steinen am Strand ein leckeres Mahl zubereiteten. Sehr gemütlich. Sie haben Boun und mich dann auf ein Bier und einen kurzen Schwatz eingeladen.
Zurück am Moped konnten Boun und ich noch beobachten, wie diese abenteuerliche Brücke über den Fluss weitergebaut wird und danach traten wir langsam den Rückweg an.
Einen weiteren Stopp legten wir beim Otres Beach ein, welcher zu den schönsten der Stadt gehören soll. Fand ihn ganz nett, aber dadurch, dass er recht ungeschützt liegt, eignet er sich wohl nicht so gut zum schwimmen. Hier waren mehr Surfer zu sehen. Aber dennoch natürlich weißer Sandstrand.
Da Boun mich noch seinem Kumpel vorstellen wollte, machen wir noch einen kurzen Abstecher in Sihanoukville, wo ich dann einmal in die Runde grüßen „musste“ :-) und die Bilder meiner Familie zeigen konnte. Viel an Kommunikation kam leider nicht zustande, da sie kaum englisch sprachen. Als ich gegen 16 Uhr wieder am Hotel war, war ich froh darüber, denn irgendwie fühlte ich mich nicht soooo doll.
Warum das so war, konnte ich dann später feststellen. Meiner Theorie nach, hatte ich eine recht heftige allergische Reaktion auf die Stiche (mit heißem Kopf und gleichzeitig Schüttelfrost). Es waren einfach zu viele gewesen. Da in so einer Situation Schlaf am Besten hilft, habe ich mir noch was Heißes für den Magen besorgt und mich dann ins Bett gepackt..
am Bootspier, wo normalerweise die Boote in den Park abfahren

Wat Krom

Deckenmalerei im Wat Krom

Wandmalerei im Wat Krom

Yeah Mao- die schwarze Großmutter

auf dem Außengelände der Pagode (und Boun)

Ausblick von unserem kleinen Restaurant zum Strand

der liegende Buddha auf dem Gelände des Wat Krom

allen Regeln der Sicherheit entsprechende Brücke zum
Thma Thum Beach

Thma Thum Beach

die 4 "Brutzler :-)"

und das stand auf der Menükarte

Thma Thum Beach

Otres Beach

professioneller Brückenbau

Sihanoukville-26.04.&27.04.2013

Morgens gegen 07:20 Uhr erreichten wir den Busbahnhof, der sich ein bisschen außerhalb befindet. Ich war froh, mich hier nicht den in Horden lauernden Schleppern aussetzen zu müssen, sondern nur ein einen mehr oder weniger „guten Preis“ verhandeln zu können, um zum Sakal Guesthouse zu kommen.
Dort war es sehr praktisch, dass ich morgens um diese Zeit schon in mein Zimmer durfte. Nachdem ich alles abgeladen hatte, bin ich dann gleich schon wieder los, um meine Tour in den Ream- Nationalpark und das Tauchen zu organisieren, da ich ja nur 2 volle Tage hier habe. Bei der Gelegenheit konnte ich mich etwas in Sihanoukville umsehen. Diese Stadt besteht wirklich größtenteils aus ihren Stränden: Viktory Hill, Hawai Beach, Independence Beach, Sokha Beach, Serendipity Beach, Ochheuteal Beach und Otres Beach. Gerade natürlich in Strandnähe besteht jedes Gebäude entweder aus einer Reiseagentur, einem Hotel/Guesthouse oder einem Restaurant. Natürlich sind auch wieder die ganzen Tuk Tuk Fahrer Bei dem Überangebot stellt sich mir natürlich die Frage, wie die einzelnen Läden überleben wollen, wenn jeder das Gleiche anbietet??
Aufgrund der vorgenannten Strände ist es nicht verwunderlich, dass Sihanoukville Kambodschas bedeutendster Badeort ist. Sihanoukville trägt seinen Namen zu Ehren des Königs, der die Unabhängigkeit der Stadt erstritt. Davor war die Stadt unter dem Namen Kampong Som bekannt, was z.T. noch bis heute im Volksmund so erhalten ist.
Da ich mir unbedingt den Ream National Park ansehen wollte, der über einen über 155 Arten umfassenden Vogelreichtum, sowie wunderschöne Küstenlandschaften, Mangrovensümpfe, immergrüne Tiefwälder, sowie die Inseln Koh Thmei und Koh Ses verfügen soll, wollte ich den Tag meiner Tauchtour davon abhängig machen, wann eine Tour in den Nationalpark zu bekommen ist..Zur Zeit ist hier nämlich schon Nebensaison und nicht so viele Touristen sind vor Ort. Umso erbitterter wird um jeden einzelnen Kunden gekämpft, denn auf die Reisebranche warten hier nun karge 4-5 Monate..Nachdem mir eine Agentur die Fahrt für den morgigen Tag bestätigt hat, ziehe ich weiter zu Scuba Nation, mit denen ich dann am darauffolgenden Tag tauchen gehen will.
Am Nachmittag ist auch das unter Dach und Fach und nun widme ich mich für die nächsten 8 Stunden meinem Blog und den Bildern von Angkor.
Gegen Abend besorge ich mir noch was zu essen und gehe dann nicht so spät ins Bett. Das Internet hier ist eine wandelnde Katastrophe. Meinen Blog kann ich gar nicht hochladen. Zumeist brauche ich schon mehrere Versuche, um nur eine E-Mail zu senden. Daher werde ich meine nun bereits verfassten Berichte in Kampot online stellen, wo die Verbindung hoffentlich besser ist...
der "VIP-Sleeping-Bus"

von meinem Bett rechts aus der Einerreihe aufgenommen

der Kreisverkehr in Sihanoukville mit dem Löwen

Die Ikone aller Tempel- Angkor Wat und der „innere Zirkel“-25.04.2013

Da es sich ja schließlich um Angkor Wat handelt, habe ich mich entschlossen, mir heute einen Guide zu gönnen. Der- darf aber im Gegensatz zu mir etwas länger schlafen, da ich ihn erst um 7 Uhr am Eingang treffe, während ich mich bereits um 5 Uhr morgens im Tuk Tuk auf dem Weg zu Angkor befinde. Und heute Morgen werde ich nicht enttäuscht. Das Licht und Farbenspiel ist fantastisch und wie in einem kitschigen Bollyood- Film.
Verspätet baut neben mir die russische Fraktion ihr Kameraequipment auf- das sehr, sehr teuer und „ausführlich“ ist..Tja, was soll ich dazu sagen: erst „zu spät“ kommen, dann noch stundenlang Ausrüstung aufbauen und als das beste Licht bereits verflossen war, sich dann wundern, warum die Bilder, trotz teurer Ausrüstung nichts geworden sind..
Bis 7 Uhr habe ich noch Zeit, während der Tag langsam erwacht, durch die Anlage zu streifen. Am meisten ins Auge fallen die 5 maiskolbenartien Türme. Angkor Wat wurde dem Hindugott Vishnu gewidmet. Ob ein Tempel buddhistisch oder hinduistisch geweiht wurde, kam immer auf die „aktuelle“ Laune des amtierenden Königs an..Die Bauzeit soll angeblich fast 30 Jahre betragen haben. Zu Lebzeiten des Königs wurde die Anlage für den Devaraja-Kult genutzt; später diente sie als Mausoleum. Leider war heute einer der 4 Tage pro Monat, wo die 3. Etage für Besucher offiziell verboten ist- als Ehrerbietung und Respekt vor den Hindu-Göttern.
Schließlich treffe ich meinen Guide um 7 Uhr und wir beginnen unsere Tour mit Angkor Thom. Hierbei soll die Stadtmauer hier bereits mehr als 5 Meilen lang sein und hat insgesamt 5 Tore. Ein Wassergraben umgibt die Stadt, über den man über Dämme zu den Eingangstoren kommen kann. Jeder Damm wird auf der einen Seite von Göttern (jeweils 54) und auf der anderen Seite von Dämonen aus Stein bewacht, um Unheil von der Stadt abzuwenden. Auffallend bei den Eingangstoren sind die vier Gesichter, die in alle Richtungen schauen.
Innerhalb von Angkor Thom befindet sich der Bayon, welcher im 12/13 Jhd. die Religionen des Landes zusammenführen und auch den Islam mit einschließen sollte, der die Religion der gerade unterworfenen Cham war. Ursprünglich geweiht wurde es als buddhistischer Tempel, aber als der Hinduismus zur Staatsreligion erhoben wurde, rissen fanatische Gläubige das Buddhabildnis des zentralen Heiligtums nieder und stürzten es in den nahen Brunnen.
Von vorgenannten, bereits am Eingangstor erwähnten lächelnden Gesichtern hat der Bayron mehr als 200 aufzubieten. An den Wänden sind oftmals Reliefs mit Kriegsszenen zu erkennen; aufgrund der vielen lächelnden Gesichter allerdings, heißt der Tempel auch „freundlicher Tempel“!.
Nachdem wir zwei kleinere, recht beschädigte Tempel passiert habe- nicht ohne mal wieder die Erfahrung von „ins Bild springenden Asiaten“ zu machen, welche ohne Rücksicht auf Verluste wahrscheinlich sogar einen Scheißhaufen mit sich vornedran fotografieren würden, gelangen wir zur Elefantenterrasse. Interessant ist, dass sogar meinem Guide schon aufgefallen ist, wie egoistisch sich Asiaten verhalten, wenn es darum geht, auf andere im Tempel Rücksicht zu nehmen. Das ging gestern schon den ganzen Tag so und setzt sich natürlich auch heute fort.
Auf der Elefantenterrasse thronte zu früheren Zeiten der König und schaute seiner Garde beim Trainieren der Elefanten zu. Außerdem befand sich hier der Palast von Jayavarman VII. Durch die Erhöhung durch die Terrasse war es für die Mahouts auch einfacher, ihre Elefanten zu besteigen. Vorbei an der Terrasse des Leprakönigs geht es zum Ta Keo.
Dieser Staatstempel von Jayavarman V wurde 975 begonnen, aber bis zum heutigen Tag nicht vollendet. Der Legende nach, stellte man die Bauarbeiten ein, nachdem ein Blitz in den Tempel eingeschlagen war und man das als schlechtes Omen deutete. Für mich war dieser Tempel recht unspektakulär, da er auch fast keine Ornamente enthielt.
Viel spannender hingegen war Ta Prohm. Wer sich an die Szenen von Tomb Raider erinnert, wird hier den einen oder anderen Flecken wiedererkennen. Riesige, urtümliche Kapokbäume wachsen auf den Mauern, Gebäuden und Terrassen und halten alles in festem Würgegriff ihrer Wurzeln. Sie haben die Macht, riesige Steinblöcke auseinander zu sprengen. Keiner der 39 Türme ist heil geblieben und zwischen den kreuz und quer liegenden Gesteinsbrocken ist es schwierig sich einen Weg zu bahnen. Der Tempel wurde um 1186 von Jayavarman VII errichtet und enthielt ein buddhistisches Kloster und beherbergte einst eine Statue in Form der Königinmutter. Hier musste ich dann mal meinem Temperatment freien Lauf lassen und unter Schneidung übelster Grimassen einem Asiaten direkt vors Gesicht springen, als er sich fotografieren lassen wollte. Dieser nette Mensch war mir nämlich zum 2. Mal in Folge- mal wieder ohne Rücksicht auf Verluste- ins Bild gerannt, nachdem ich brav gewartet hatte, bis ICH an der Reihe war, um ein Bild vom Szenario zu machen. Nachdem er noch nicht mal auf meine Ansprache reagiert hat, hat mein Temperament nichts anders zugelassen, als Taten folgen zu lassen :-)..Danach ging´s mir besser und ich konnte mich herrlich an dem saudummen Gesicht dieses Typen erfreuen..Und selbst mein Guide hatte sehr schwer mit sich zu kämpfen, um nicht laut loszulachen..:-)
Letzter Tempel vor dem Highlight war Banteay Kdei. Für mich war dieser Tempel jetzt auch nicht sonderlich speziell, da große Teile des Tempels eingestürzt sind. Die „Zitadelle der Zellen“ wurde Mitte des 10 Jhd. erbaut und später in ein Kloster verwandelt, was es bis in die 1960iger Jahre blieb.
Gegenüber befindet sich das Königsbad Srah Srang, welches, so wie ich jedenfalls sehen konnte, HEUTE eher dafür verwendet wird, die Kühe zu baden :-).
Gegen 12:30 Uhr betraten wir nun Angkor Wat. Wie ich ja schon geschrieben habe, war leider an diesem speziellen Tag die 3. Etage gesperrt. Zwar befinden sich im 1. Stock herrliche Reliefs und das Bauwerk sieht von außen sehr imposant aus, aber um ehrlich zu sein: ich hätte mir von Angkor Wat „mehr erwartet“. Ich kann jetzt für mich selbst nicht sagen, dass es mich soooooo umgehauen hätte. Da würden mir weit kraftvollere Orte einfallen.
So kam es, dass wir dann auch gegen 14:30 Uhr fertig waren und zurück zum Hotel fuhren. Mr. Why Not (diesen Spitznamen haben im Gäste zu seinen als Tuk-Tuk Fahrer gegeben..) vom Angkor Hostel samt Familie ist sooooo freundlich gewesen. Er hatte mir sogar angeboten, aufgrund der Tatsache, dass ich sicher im Nachtbus nicht viel schlafen werde, ich mich gerne noch mal eine Stunde ins Bett legen dürfe und außerdem könne ich auch jederzeit noch mal duschen. Wirklich total lieb.
Übrigens würde ich allen Frauen mit größerer Oberweite BEIM Besuch von Angkor raten, einen guten BH zu tragen. Die Straßen zu und auf dem Gelände sind teilweise so schlecht, dass es einen fast nicht im Sitz des Tuk Tuks hält :-).
Nachdem ich mir bei einem vertrauenserweckenden Restaurant mit der Aufschrift „We serve no monkeys, cats, dogs, rats or worms..“ :-) noch was zu essen geholt und mit den Bildern (allein von heute waren es fast 200) angefangen hatte, wurde ich um 19:30 Uhr für den Nachtbus abgeholt.
Dieser ist ein echt seltsames Gebilde, bestehend von einer Außenhaut als Bus und innen eine Reihe mit „Zweierliegesitzen“ und eine Reihe mit „Einerliegesitzen“. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: 1,63 m ist eine WUNDERBARE Größe! Es Tinche hätte hier auch ideale „Reisegröße“ gehabt :-). Das ist wie mit den „Toilettenartikeln in Reisegröße“- so kann man sich hier vorstellen, wie die „Größe“ der Reisenden kalkuliert wird :-) oder kurzum: landestypisch :-). Mal wieder :-).
Siem Reap hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Ich kann wirklich nicht sagen, dass es mich jetzt so umgehauen hätte..Diese Mischung aus quietschbunter Neonbeleuchtung und massiv bettelnden Kindern, inmitten „nichtssagender“ Straßen..Sicher nicht der schönste Ort in Kambodscha mit der schönsten Atmosphäre..
Also- ich glaube, Siem Reap hat überhaupt nur deswegen Besucher, weil es eben der Ausgangspunkt zu Angkor oder eben in die Tonle Sap Region ist..
Angkor Wat bei Sonnenaufgang


Palmyrapalmen- hier speziell ein Ausschnitt der Früchte am Baum

für alle, die sich immer schon mal überlegt hatten: was kann ich so alles in einer Toilette machen und darf es nicht :-)?! Aber wie gesagt: es gibt Menschen, die BRAUCHEN diese Schilder!

Götter- und Dämonenfiguren auf dem Damm Richtung Angkor Thom

die "Guten"

die "Bösen"

wer Zeit, Laune und Kohle hat, kann sich von den armen Rüsseltieren übers Gelände kutschieren lassen..

im Bayon

unwesentliche Unterschiede :-)

Baphuon

Phimeanakas

ein kleiner Größenvergleich, um zu zeigen, wie "klein" die Wurzelchen sind:aufgenommen in Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Banteay Kdei

umfunktioniertes Königsbad: Srah Srang- heute baden hier Kinder&Kühe :-)

Angkor Wat

Reliefs in Angkor Wat



einer der Innenhöfe von Angkor Wat




Der große Zirkel- 6 Tempel in rund 9 Stunden-24.04.2013

Als es heute Morgen mit dem Tuk Tuk los ging, brannte bereits um 8 Uhr am Morgen die Sonne hernieder. Sehr angenehm daher, unter einem schattigen Dach zu sitzen :-).
Jedes Mal, wenn man die Ticketkontrolle passiert, kommt man ins Staunen, wenn man die mächtigen Bauwerke sieht, die sich da gegen den Himmel abheben.
Mein erster Tempel des Tages ist Pre Rup, der wörtlich übersetzt „Wenden des Körpers“ bedeutet, was als Hinweis auf ein Verbrennungsritual zu verstehen ist. Der um 962 Shiva geweihte Staatstempel Rajendravarmans II besteht vorwiegend aus Laterit und Ziegelstein, was dazu führt, dass der Tempel eine unheimliche Wärme abstrahlt. Alle Aufgänge zu dem pyramidenartigen Gebilde, werden von Löwen bewacht, deren Gesichter aber fast alle nicht mehr wirklich erhalten sind..
Schön an diesem Tempel war, dass ich mich anfangs fast alleine innerhalb der Tempelmauern befand und daher die Stille und die Mhystik dieses Gebäudes wirklich auf mich wirken lassen konnte. Beeindruckend, welche Erhabenheit der Tempel immer noch ausstrahlt. Von hier aus hatten wir dann etwa 20 km zu dem etwas abseits liegenden Tempel Banteay Srei zurückzulegen.
Dieser Mehraufwand war es aber wert :-). Erstens fand ich es sehr spannend, dass auf dem Gelände der Tempelanlagen so viele Dörfer stehen und Menschen leben und zweitens, ist dieser Tempel schon sehr speziell. Aufgrund dessen, dass es hier so viele Tempel gibt muss ich nicht mehr länger darüber nachdenken, wie man denn am besten eine Wochenkarte nutzt. Jeder König ließ möglichst viele und möglichst noch imposantere Gebäude errichten als sein Vorgänger- um seine Macht zu demonstrieren.
Banteay Srei wurde auch aus Standstein erbaut. Dieses Material wurde aus der Umgebung mit Elefanten herbeigeschafft. Die Steinverzierungen sind wirklich sehr imposant und laut meinem Reiseführer übertreffen sie alle anderen Monumente Angkors (also, von dem, was ich in den 2 Tagen gesehen habe, kann ich das voll und ganz bestätigen). Erwähnenswert ist hier auch, dass dieser Tempelkomplex nur aus einer Ebene besteht und daher recht klein wirkt.
Die noch vorhandenen Durchgänge sind für Menschen meiner Größenordnung geschaffen. Ich kann mich gerade noch gerade aufrichten und von einem vorbeilaufenden Guide kann ich aufschnappen, dass die Menschen damals so ca. 1,65 m groß waren..Na also: passt ja dann:-)!
Besonderheit hier ist, dass dieser Tempel nicht von einem König, sondern von zwei lokalen Würdenträgern errichtet wurde. Dabei erteilte Ihnen König Rajendravarman II, nachdem er ihnen das Land übertragen hatte, die Erlaubnis zum Bau.. Zwar wurde das Heiligtum bereits 967 Shiva geweiht- die Fertigstellung allerdings erfolgte erst unter König Jayavarman V. In den 30iger Jahren wurde dieser Tempel restauriert.
Auch über diesem Gelände liegt das Gefühl der Erhabenheit. Leider wird dieses Gefühl etwas durch „Technomusik“ im Hintergrund (?) gestört??!! Ich habe keine Ahnung, wo die Musik her kam, da der Tempel von Bäumen eingerahmt ist, aber auf mich wirkte das sehr befremdlich. Überall rund um den Tempel bieten Frauen Ananas oder Mango an. Anstrengend sind vorallem die Kinder, die einem auf Schritt und Tritt folgen und einem Postkarten, Kühlschrankmagnete oder Armbänder verkaufen wollen. Permanent und überall hallen: „Only one Dollar“- Rufe übers Gelände..Oder „I need money for school..“ Es ist nicht schwer sich auszumalen, wie es von Tempel zu Tempel anstrengender wird, die Kids abzuschütteln. Sie tuen mir ja leid, aber man kann ja auch nicht bei jedem was kaufen..Nach dem 4 Tempel lasse ich mich erweichen und kaufe halt ein Stapel Postkarten- die ich nie verschicken werde. Mit dem Ergebnis, dass ich mir eine Grundsatzdiskussion mit einem kleinen Kind antuen muss, dass sich beschwert, warum ich es denn abgelehnt hätte, am Eingang bei ihr zu kaufen und nun hätte ich die gleichen Waren bei einem anderen kleinen Mädchen gekauft...Puh- ich kann Euch sagen..! So hat man jetzt einem Kind (ob das Geld nun wirklich zur Unterstützung der Schulkosten ist, sei mal dahingestellt) eine Freude gemacht; dafür sind jetzt alle anderen enttäuscht..Ich weiß jedenfalls danach: keine weiteren Käufe mehr für mich! Auch Bücher (und alle die Gleichen) über Angkor werden hier vor jedem Tempel von mindestens 6-7 Verkäufern gleichzeitig verkauft...Es ist so ein bisschen wie mit den Tuk Tuk Fahrern: so leid man es als Tourist ist- nach dem gefühlt 100ersten Mal: No need transport!..so blöd ist es für die Buchverkäufer/Tuk Tuk Fahrer den ganzen Tag das Gleiche zu leihern und einfach keine Kunden abzubekommen. Der Besucherstrom ist um diese Zeit des Jahres bereits schon sehr abgeschwächt, so dass der Überlebenskampf noch schwieriger wird, als er ohnehin schon ist..
Aber zurück zu Banteay Srei: alles, was einem ins Auge fällt, ist von Verzierungen bedeckt, so dass man nur noch staunend von Einer zur Nächsten läuft. Umso erstaunlicher ist für mich, dass es extra Schilder gibt, die darauf hinweisen, dass man nicht auf die Verzierungen (die sich zum Teil auch auf etwas erhöhten Bodenplatten befinden) treten soll..Nachdem ich aber nur wenige Stunden hier verbracht habe: wundert mich gar nichts mehr! Muss mal wieder feststellen, wie wenige Menschen es zu geben scheint, die es gelernt haben, solche Bauwerke mit Respekt zu behandeln. Auf die völlig selbstverliebten Asiaten komme ich später noch mal zurück..
Auf dem Weg zum nächsten Tempel, sind die Straßen von Frauen gesäumt, die alle Bonbons aus Zuckerrohr verkaufen; vereinzelt auch die Früchte von den dort wachsenden Palmyrapalmen. Die Bonbons schmecken wie karamellisierter Honig und die Früchte der Palmen haben keinen wirklichen Eigengeschmack. Sie sind nur erfrischend, da sich in der Mitte der Frucht, die von der Farbe an Litschis erinnert, ein kleines Wasserreservoir befindet.
Tempel Nr. 3 des heutigen Tages ist der Östlicher Mebon. 953 wurde der Tempel unter Rajendravarman II zu Ehren der Eltern des Königs errichtet und letztendlich Shiva geweiht. Ursprünglich war der Standort des Tempels eine Insel, welche nur mit Booten zu erreichen war. Der See ist inzwischen ausgetrocknet. Interessant (und, die habe ich nur hier gesehen) und auffällig sind die fast lebensgroßen Elefantenfiguren, die Blick nach außen, hier die Funktion von Wächterfiguren erfüllen. Auch hier ist nicht viel los. Ich habe mir anscheinend wirklich eine gute Zeit zum Besuch der Tempelanlagen ausgesucht. Hatte mit weit mehr Menschen gerechnet.
Von hier setzen wir die Route nach Ta Som fort. Ta Som wurde im 12 Jh. von Jayavarman VII. errichtet und dessen Vater gewidmet. Auch dieser Tempel ist buddhistischen Ursprungs.
Leider ist der Verfall dieses Tempels schon sehr fortgeschritten.
Vorletzter Tempel ist Neak Pean . Um zu diesem Tempel zu gelangen, läuft man über Holzstege durch eine Seen-/Mangrovenlandschaft bis man schließlich vor der Tempelanlage ankommt. Die darf nicht betreten werden- was durch einen Zaun mit Wärter entsprechend deutlich gemacht wird :-). Der Name des Tempels bedeutet ursprünglich wörtlich „sich ineinander windende Schlangen“) und ist noch immer größtenteils von Wasser umgeben. Selbst Fachleute streiten über die Symbolik: in der gängigsten Theorie stellt Neak Pean eine Repräsentation des mythischen Himalaya-Sees Anavatapa dar, dessen Wasser wundersame Heilkraft nachgesagt wird.
Von weitem ist auch die Statue eines Pferdes zu sehen. Der Legende nach, verwandelte sich Lokesvara in das Pferd Balaha, um gestrandete Kaufleute zu retten, die auf einer Insel vor Sri Lanka von einer Dämonin bedroht wurden.
Als wir dann gegen 14:30 Uhr zum letzten Tempel kommen, muss ich sagen, hätte ich nach diesem, keinen weiteren mehr besuchen wollen. Der Kopf ist so voll mit Eindrücken. Dann läuft man bei fast 40 °C in der Sonne herum und irgendwann ist der Kanal auch wirklich einmal voll :-).
Dadurch, dass dieser Tempel größtenteils vom Dschungel überwuchert ist, umgibt ihn ein besonderer Zauber. Die Anlage selbst ist vergleichsweise groß. Errichtet an der früheren Königsstadt Jayasri, lebte der Herrscher dort während des Wiederaufbaus von Angkor Thom.
Der Legende nach, soll ein heiliges Schwert (Übersetzung des Tempelnamens) in einer Zeremonie an seinen Nachfolger überreicht worden sein. Es heißt, dass die Kambodschaner bis heute glauben, dass der Besitzer dieses Schwertes rechtmäßigen Anspruch auf den Thron haben. Eine Replik im Königspalast von Phnom Penh aufbewahrt. In früheren Zeiten diente der Tempel auch als Kloster und Universität. Manchmal waren hier fast 100 000 Menschen beschäftigt, so dass täglich tonnenweise Reis angeliefert werden musste, um all die hungrigen Mäuler stopfen zu können. 1191 wurde Preah Khan als multireligiöser Tempel geweiht, in dem Gläubige neben Shiva, Vishnu und Buddha noch weitere 282 Götter verehren konnten. Es ist fast ein bisschen wie in einem Märchen zwischen den verfallenen Gebäuden und den ganzen mächtigen Bäumen einher zu streifen und sich vorzustellen, wie geschäftig es hier wohl zu Lebzeiten des Königs zugegangen ist :-)?!
Gegen 17 Uhr bin ich dann wieder zurück im Angkor Wonder Hostel. Zum Essen gehe ich heute in die Pubstreet, wo ich auf einen ganz interessanten Kauz treffe: einen Dänen, der nun schon seit 40 Jahren in der Weltgeschichte herumreist.
Ich liebe solche Lebensstories :-)..Immer sehr spannend, sich mit solchen Leuten auszutauschen.
Gegen halb acht bin ich dann wieder zurück im Zimmer und bei dem Gedanken, dass ich nun eigentlich noch fast 140 Bilder bearbeiten und mein Tagebuch schreiben müsste, muss ich mir leider eingestehen, dass das sicher heute nichts mehr wird (geschätzte Dauer: rund 5-6 Stunden), denn morgen um 4 Uhr rappelt schon wieder mein Wecker. Auschecken und bereits zum Sonnenaufgang nach Angkor fahren, um den besonderen Zauber und die Kraft dieses Ortes bei den ersten Sonnenstrahlen erleben zu können..
(die Beschreibung der Tempel habe ich größtenteils aus dem Buch: Südostasien- Die Mekong- Region, 4. Auflage von Stefan Loose und aus meiner Erinnerung der Schautafeln zusammengeschrieben)
Pre Rup

kleine Details am Pre Rup

...wenn einem mal wieder der Tank leer wird..kein Thema: gibt ja überall Glasflaschen mit Sprit :-)..

interessante Gefährte unterwegs..

Banteay Srei

perfekte Größe :-)

Banteay Srei

Banteay Srei

Banteay Srei

wie ich traurigerweise erleben musste, gibt es Menschen, die diese Schilder nötig haben, um zu wissen, wie man sich zu benehmen hat..:-(

die Rohmasse der Zuckerbonbons

eine der vielen Verkäuferinnen am Straßenrand

besagte Früchte der Palmyrapalme

Östlicher Mebon

Östlicher Mebon

Östlicher Mebon

Östlicher Mebon

Ta Som

Ta Som

Ta Som

schöne Umgebung des Neak Pean

Neak Pean

Preah Khan

Preah Khan

Preah Khan

immer wieder gern gesehen ;-): alltägliches Bild auf den Straßen Kambodschas..