Auch heute Morgen waren die Mitarbeiter im Hotel wieder super
hilfsbereit und einer der Jungs hat mich auf seinem Moped zur
Haltestelle der Minibusse von Vietnam Airlines gefahren..Also- ich
sag´s Euch: Einbahnstraßen werden vöööllllig überbewertet :-).
Dazu hatte ich auch noch super Glück, denn gerade als ich ankam,
war ein Minibus im Begriff loszufahren und hatte auch noch genau
einen Platz! Na bitte- wer sagt´s denn :-)?!
Nach rund 50 Minuten waren wir dann auch schon am Flughafen und
als ans Bezahlen ging, habe ich- mal wieder gedacht: gut jem.
getroffen zu haben, der den reellen Preis kennt (hatte gestern bei
meinem kleinen Rundgang einen Traveller getroffen, der sich hier nun
seit ca. 1 Jahr nieder gelassen hat. Meine Nachfrage nämlich, ob er
Wechselgeld habe, hatte der Fahrer nämlich bejaht. Allerdings hat er
mir zunächst nur 20 000 rausgegeben..Da habe ich mal die Augenbraue
hochgezogen und weiter meine Hand aufgehalten...Es folgte dann der
nächste 10 000 Schein und als ich meine Augenbraue noch weiter
hochgezogen habe, hat er mir dann zerknirscht noch mal 10 000
gegeben..Ich sag´s ja: es ist immer das Beste, wenn man die Preise
kennt!
Beim Check-in hatte ich dann noch richtig Spaß: man war das
chaotisch bei Vietjet kann ich da nur sagen und sie haben meine
Geduld echt auf eine harte Probe gestellt.
Übrigens kann ich mich bald zum „Feuerzeugexperten“ der
unterschiedlichsten Airlines benennen lassen: da ist nämlich
Gleiches nicht immer gleich: Will z.B. Air Asia oder Air France, dass
das Feuerzeug (1 ist erlaubt) am Körper getragen wird, so ist das
bei Vietjet undenkbar, und es gibt sogar andere Airlines, die weder
die eine Version, noch die Andere erlauben- jedenfalls offiziell.
Wenigstens kam ich pünktlich um 12:25 Uhr in Ho Chi Minh an und
bei der Durchsage des Kapitäns fiel mir ein Stein vom Herzen: hier
sind es wieder gemütliche 35 °C! Gott sei Dank! Langer Rede kurzer
Sinn nämlich: ihr werdet lachen: ich habe mich natürlich durch den
vorgenannten Temperatursturz erkältet: Halsschmerzen (und kein
Schnapswickel zur Hand) und der obligatorische Schnupfen). Nervt grad
etwas, da es einen zusätzlich zu den Schmerzen natürlich auch noch
ziemlich plättet..Hey- ich habe keine Lust/Zeit um krank zu sein! Na
ja, wenigstens ist das nicht während dem Tauchen passiert, so dass
ich immer noch etwas Positives daran finden kann.
Dank des Hotels hat auch mein Weg vom Flughafen in die Stadt gut
geklappt: ich habe den Bus 152 vom internationalen Terminal genommen
bis zum Park und von dort waren es dann noch ca. 20 Minuten
Fußmarsch. Jetzt ja kein Problem mehr, denn mein Rucksack hat nur
noch phantastische 12.5 Kilo *freu* und das alles nur, weil
ich die langen Sachen + Schlafsack in Hanoi gelassen habe. Hätte
nicht gedacht, dass das fast 7 Kilo ausmacht..
Ansonsten habe ich dann gestern Mittag damit verbracht- mich
selbst zu bemitleiden (ne Quatsch: aber ätzend ist es schon mit
Kopf- und Halsschmerzen, sowie triefender Nase sich durch den Tag zu
schleppen) und meine Weiterreise über das Mekong-Delta nach
Kambodscha zu organisieren für Mittwoch. Das Dauerhupen trägt auch
nicht dazu bei, dass sich der Kopf besser anfühlt. Bin nun wirklich
zu dem Schluss gekommen, dass sie hier alle wahnsinnig sind. Der
Fahrstil erinnert mich nun wieder vollkommen an Ecuador oder Java.
Als Fußgänger hat man nur zwei Optionen: renn und überlebe (beim
Überqueren der Straße) oder bleib stehen und werde überfahren.
Funktioniert es in Bali, Thailand, Malaysia usw. noch gut, sich
durchzuwursteln und die Gewissheit zu haben, dass der motorisierte
Verkehr im Zweifelsfall bremst: so kann man hier die Gewissheit
haben, dass er es NICHT tut!
Einer der Jungs im Hostel meinte nur zu mir, dass er eigentlich
vorhatte, sich ein Moped hier zu mieten, da er zu hause schon seit
Jahren Motorrad fährt- nach einem Tag hier, sei er allerdings zu dem
Schluss gekommen, es bleiben zu lassen. Noch zudem, dass ein Fahrrad
in ihn reingefahren ist, obwohl er auf dem Zebrastreifen (auch diese
dienen nur der Verschönerung der Straße :-)) ging UND die Fahrerin
ihn gesehen hat...
Nach einem frühen Abendessen habe ich mich dann auch noch um die
kommenden Unterkünfte in Kambodscha gekümmert, meinen Blog online
gestellt und- juhu- gegen 22:30 Uhr konnte ich dann endlich das Licht
löschen und mich auf´s AUSSCHLAFEN FREUEN :-)!!
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