Can Tho-Cai Rang-Chau Doc-18.04.2013
Am Morgen bringt mich der Bruder des Besitzers (welche Erlösung:
viel angenehmerer Fahrstil) für 07:15 Uhr zum Treffpunkt. Dort soll
ich mit dem Boot und dem Rest der Gruppe abgeholt werden, um den
schwimmenden Markt von Cai Rang zu besuchen. Während wir warten,
werde ich von einem kleinen Jungen bekrabbelt und denke mir nur
schmunzelnd: viel Erfolg: meine Geldbörse wirst Du mal in meinen
Außentaschen nicht finden..Nachdem wir uns eine halbe Stunde die
Beine in den Bauch gestanden haben und ich mir den Markt im
Hintergrund betrachten konnte, kommt dann auch das Boot.
Der schwimmende Markt dort an sich, war einfach nur enttäuschend.
Ich habe dann auch den Anderen gegenüber die Theorie aufgestellt,
dass es sich dabei um ein „Touristending“ gehandelt hat: man hat
nämlich im Gegensatz zu dem Markt an Land (an dessen Pier ich
gewartet habe) keinen einzigen Einheimischen gesehen..Es sind ein
paar Boote mit Waren (welche Waren sie führen, ist an dem Bugmasten
zu erkennen- dort baumelt nämlich das Produkt) herumgedümpelt und
einige Verkäufer in kleinen Booten, die zu überhöhten Preisen
gekühlte Getränke loswerden wollten..
Weiter ging´s dann zu einer kleinen Reisnudelproduktion, was noch
recht interessant war und probieren durften wir hier natürlich auch
:-)..
Am späten Nachmittag führte uns unser Guide des Tages nochmals
zu einem Obstgarten (das hört sich jetzt vielleicht hier alles etwas
Negativ an- war aber echt lustig mit all den anderen coolen Leuten
(was vorallem daran lag, weil wir uns über diese „Kaffeefahrt“
lustig gemacht haben ;-)) und- das ein oder andere Interessante gab
es ja schon zu sehen/hören. Marta (eine Polin, die sich auf einer
2-4 jährigen Weltreise befindet) und ich, tuen einem Vietnamesen,
der auch an der Tour teilnimmt und mein Opa hätte sein können, den
Gefallen, ein Bild mit ihm zu machen. Ursprünglich stammt er aus
Hanoi und es sind weitere Vietnamesen dabei, wovon uns einer für den
„Alten“ übersetzt.
Nach einem kurzen Stopp in Can Tho heißt es leider schon wieder
Abschied nehmen (von den 2 Tagestourlern) und mit einer verkleinerten
Truppe von 6 Personen im Minibus weiter nach Chau Doc. Hier stellt es
sich als enormer Vorteil heraus, dass wir 3 Vietnamesen (1 Deutsche/2
Spanierinnen) sind. Alan (wie er sich später vorstellt), übersetzt
nämlich alles schön und behält alles im Auge. Der Minibus füllt
und füllt sich (wie es nun mal so üblich ist :-): die beiden
Spanierinnen sind ziemlich schockiert- ich nicht! Sitze ja
schließlich nicht das erste Mal in einem Minibus für eigentlich 12
Personen + Fahrer mit 19 Leuten)..Ich stimme einfach unterwegs das
Lied an: „Einer geht noch, einer geht noch rein..:-)!“ Tja,
willkommen in einem nichteuropäischen Land- da gelten halt andere
Maßstäbe..Würde das bei uns zu einem Megaaufruhr führen (man hat
ja schließlich gezahlt und Anspruch auf einen Sitz), fügt sich hier
jeder in sein Schicksal: ob man sich nun zu viert oder fünft in eine
Dreierreihe quetscht oder auf einem Kinderhockerchen im Gang
irgendwie noch einen Platz findet oder im Zweifelsfall mit
eingezogenem Kopf zwischen Tür und Sitz hängt- das gehört hier zum
täglichen Leben!
Um noch mal zurückzukommen zu unserem Minibusfahrer und den 3
Vietnamesen: dank diesem glücklichen Umstand bringt uns der Fahrer
auch noch zusätzlich zu einer Pagode nahe Chau Doc, welche direkt an
einen Felsen, samt Höhle gebaut ist und die wir uns dann ansehen
können..Im Anschluss werden wir ins Hotel gefahren, wo wir dann auch
kurz vor 17 Uhr angekommen. In Vietnam sind sie übrigens ganz wild
darauf immer die Pässe zu behalten. Keiner meiner Mitreisenden
findet das natürlich toll und auch ich kann es gar nicht leiden,
wenn ich meinen Pass nicht bei mir habe. Auch das Visa und alles wird
immer noch mal kontrolliert und registriert.
Aber- unabhängig davon, bin ich sprachlos, in welch „gutem
Hotel“ wir absteigen. Für den Preis hätte ich niemals erwartet,
ein so gutes Hotel zu haben..
Mit Alan habe ich vereinbart zum Abendessen zu gehen: was gibt es
besser, als mit einem Einheimischen essen zu gehen? Er spricht die
Sprache, kennt die Gepflogenheiten etc..
Auf Empfehlung landen wir dann in einem schwimmenden Restaurant
direkt am Mekong und können es uns dort für wenig Geld (die Karte
ist natürlich auf vietnamesisch) gutgehen lassen. Wir ordern Fisch,
Garnelen und gebratenen Reis. Alan (diesen Namen hat er angenommen,
als er vor über 35 Jahren nach Australien ging) erklärt mir auch
noch mal das Handling mit den Essstäbchen und dieses Mal kämpfe ich
mich durch. Es ist zwar immer noch schwer- aber schon mal besser als
bei meinem ersten Versuch..Daher: üben, üben, üben..Alan ist sehr
um mich besorgt- auch musste er vorher an der Rezeption abklären,
dass ich nicht allein nach Kambodscha weiterreise, sondern, dass noch
andere Touristen an Bord sind..Echt interessant, dass meistens die
Einheimischen (oder eher gesagt: die einheimischen älteren „Papas“;
Alan hat auch zwei Söhne) sich die meisten Sorgen machen..
Auch heute Abend falle ich einfach nur nach dem Essen ins Bett.
Übrigens die Genesungswünsche haben geholfen: bin soweit wieder fit
:-)!
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| Terrasse meines Homestays am Morgen |
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| geschäftstüchtige Vietnamesen |
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| schwimmender Markt Cai Rang |
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| Suppenverkäuferin auf dem Markt |
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| frische Mangos per Bootexpress |
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| ein Boot voll mit Ananas |
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| Häuser am Mekong |
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| in der Reisnudelfabrik |
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| hier werden die Nudelplatten hergestellt, die später durch die Maschine gelassen werden und zu den oben gezeigten Nudeln werden.. |
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| trocknen in der Sonne (Vogelkot :-)??) |
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| Blüte des Drachenfruchtbaumes |
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| Drachenfruchtbäume |
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| Drachenfrucht |
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| auf dem 260 m hoch liegenden Berg- Nui Sam- eine weitere Pagode im Felsen.. |
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| "eggplantfruit" |
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| wieder in der Pagode |
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| Abendstimmung über Chau Doc |
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| wie immer: geschäftiger Verkehr auf den Straßen- auch am frühen Abend |
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| Flusspromenade in Chau Doc |
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| Alan&ich im "Floating Restaurant"- sehr lecker war´s! |
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