Aktuelle Zeit bei mir :-)

Montag, 26. November 2012

Auf in die Metropole des Nordens-auf nach Cairns-26.11.2012

Nach einigem Hin- und Herüberlegen, habe ich beschlossen, meine Pläne umzukrempeln und keinen Stopp in Mission Beach einzulegen, sondern vielmehr ein paar Tage länger in Cairns zu bleiben und von dort Ausflüge in die Tablelands und nach Cape Tribulation zu unternehmen. Gleichzeitig habe ich dann auch meine Basis für 4 Nächte, was angenehm ist.
Mein kompletter heutiger Tag geht für Planungen, Recherchen u.ä. drauf. Es ist kaum zu glauben, wie viel Zeit drauf gehen kann, wenn man im Internet recherchiert und plant. Als Dave gegen 16.15 Uhr von der Arbeit kommt, habe ich noch nicht einmal mit meinem Tagebuch angefangen- geschweige denn Bilder bearbeitet. Dafür habe ich schon einmal Rosmarinkartoffeln für´s Abendessen vorbereitet. Ist ja auch schon mal was und ich habe natürlich wirklich viel Organisatorisches erledigt bekommen.
Nach einem gemütlichen Abendessen geht es für mich dann quasi in den Endspurt: Bilder fertigbearbeiten, Blog schreiben, Rucksack packen..Da Dave morgen um 6 Uhr raus muss, wird er mich bereits gegen 23 Uhr zur Haltestelle fahren. Mein Bus soll so gegen 0:35 Uhr ankommen. Allerdings gehe ich davon aus, dass es später sein wird. An der Ostküste sind im Moment so viele Baustellen, dass sich die Busse dauert verspäten..Aber- das ist nicht wirklich schlimm. Ich würde planmäßig bereits um 6 Uhr morgen früh in Cairns sein und die Rezeption macht erst um 8 Uhr auf..Also nicht gaaaaanz so tragisch, wenn der Bus etwas später eintrudelt :-)...Also, meine Lieben: einen guten Wochenstart nach Deutschland und bis die Tage ..den Rest des Satzes schenke ich mir heute mal ;-P..

Magnetic-Island oder wie die Australier sie liebevoll nennen: Maggie Island-25.11.2012

Auch dieser Morgen beginnt wieder früh, da ich um 6 Uhr aufstehe, um die frühe Fähre nach Magnetic Island zu erwischen. Die Insel ist nur ca. 8 km von Townsville entfernt und kann mit vielen kleine Buchten, Stränden und Wanderwegen aufwarten. Die Insel selbst ist ca. 52 qkm groß und besteht aus Granit. Ihren Namen erhielt die Insel 1770 von James Cook, da er der Überzeugung war, dass die Insel seinen Kompass störte..Über 70 % der Insel sind als Nationalpark geschützt (Infos aus Reiseknow-How; Australien-Osten und Zentrum).
Einen Tag kann man hier locker verbringen. Was ich auch gemacht habe und ich kann Euch nur eines sagen: es ist sowas von heiß!!! Morgens um 8 Uhr meint man schon, man könne sich nur in klimatisierten Räumen aufhalten und wie es war, als ich die verschiedenen Walking-Trecks gelaufen bin, brauche ich wohl nicht näher zu erwähnen. Man hat das Gefühl in der Sonne zu zerlaufen wie ein Eis...Ich habe auch fast 3,5 liter Wasser in mich hineingeschüttet. Sehr praktisch, dass man hier seine Wasserflaschen einfach am Wasserhahn auffüllen lassen kann. Auf der Insel besteht die Möglichkeit eines Hop on/Hop off Buses, welche ich auch rege genutzt habe..Die Kilometerangaben und gefühlten Entfernungen scheinen hier andere zu sein. Wenn hier 2 km steht, kann man gut und gerne mal gute 45 Minuten unterwegs sein..Unfassbar: zuhause laufe ich „gemütlich“ 6km in der Stunde..Diese Entfernungen zählen hier aber reichlich wenig. Bin echt mal gespannt, wie das in Bali wird. Dort wird es ja noch feuchter und heißer...Der Tag verging hier wirklich rasend schnell. Angefangen habe ich bei Picnic Bay, wo ich ein Teil des Weges zum Westpoint gelaufen bin. Weiter ging es dann zur Horseshoe Bay. wo es dann gleich mehrere Wanderwege zu erkunden gab (Balding Bay/Radical Bay)- natürlich mit der Zunge auf dem Boden :-)..Zum Schluss bin ich den bekannten Wanderweg „The Forts“ (so werden die Überreste der Befestigungsanlagen aus dem zweiten Weltkrieg genannt) gelaufen UND hatte das Glück einen Koala in freier Wildbahn zu sehen..Natürlich schlafend :-)..Aber- immerhin :-)..Auf jeden Fall ein besonderes Gefühl, denn so häufig hat man nicht die Gelegenheit, diese possierlichen Tiere in freier Wildbahn zu beobachten..Und ich gehöre nunmal bekanntermaßen zu den Leuten, die das zu schätzen wissen ;-).
Gegen 17:10 Uhr bin ich dann mit der Fähre zurück nach Townsville, wo Dave so nett war und mich wieder abgeholt hat. Er stellt mich noch seinen beiden Nichten vor, die ihn heute besucht und seinen Weihnachtsbaum geschmückt haben. Man beachte an dieser Stelle: einen SCHWARZEN Weihnachtsbaum! Zugegebenermaßen sieht er zwar stylisch aus- aber eben nicht wirklich wie ein Weihnachtsbaum für mich :-)..
Nachdem ich mich über einen Anruf von Zuhause (DANKE ANDREA!) sehr gefreut und auch mit meinen Eltern noch geskypt habe, falle ich gegen 23 Uhr todmüde ins Bett..
Achtung: Koala kreuzt

Weg zur Balding Bay- übrigens Nacktbadestrand ;-)

Balding Bay

Radical Bay

Strand von Horseshoe Bay

Mangrovenwald bei Horseshoe Bay

Blick über die Insel vom Wanderweg "The Forts"

friedlich schlummernder Koala


Nelly Bay

fancy Christmas-Tree


Townsville und Paluma Range Nationalpark-24.11.2012

Nachdem ich auf der Fahrt von Airlie Beach nach Townsville eine hinterhältige Stinkattacke überlebt habe (der gute Mann vor mir im Bus hatte wohl schon ein paar Tage die Dusche nicht mehr von innen gesehen..) und ich wie bereits berichtet habe, bin ich quasi mitten in der Nacht gut bei meinem Host angekommen.
Am Samstag Morgen wird es daher etwas später, so dass ich erst gegen 09.15 Uhr aus den Federn krieche. Irgendwie habe ich allerdings wieder nicht so gut geschlafen und letztendlich ja dann doch auch nur 6 Stunden. Daher lasse ich den Tag gemütlich angehen.
Nach einem späten Frühstück bringt Dave mich zum Rock Pool in Townsville, wo ich ein bisschen die Promenade entlang spazieren kann. Im Anschluss packt er mich ins Auto und wir fahren zum Paluma-Range-Nationalpark- ca. 60 km nördlich von Townsville.
Dort befinden sich mehrere Badestellen (Big Crystal Creek) im Wald, welche zu einer herrlichen Erfrischung einladen. Was wir auch entsprechend ausnutzen. Im Anschluss geht es von hier zurück und bevor es nach hause geht, halten wir an einem kleinen Seafood Laden an.
Ich habe mir seit langem nun mal einen gegrillten Lachs gegönnt, der auch wirklich ausgezeichnet war. Den Abend lassen wir bei gemütlichen Gesprächen ausklingen..
Rock Pool Townsville

Big Crystal Creek im Paluma Range Nationalpark


Freitag, 23. November 2012

The Whitsundays-21.11.-23.11.2012

Da ich um 13:50 Uhr an der Abel Point Marina sein muss, verbrachte ich den Vormittag bei John und Carolina im Haus..Mal wieder mit Bildern und „Computerarbeit“ :-). Da John gerade um 12:30 Uhr direkt in den Ortskern fahren will, bietet er mir an, mich mit zum Treffpunkt zu nehmen. Zwar bin ich dann über eine Stunde zu früh dort, aber besser dort im Schatten sitzen, wie in voller Montur ca. 20 Minuten hinlaufen :-)..
Mit etwas Verspätung um 14 Uhr sammelt uns auch unsere Crew ein und es geht auf´s Boot. Das Wetter spielt auch mit: wir haben ein munteres Wolken-Himmel-Gemisch, denn wie jeder weiß, brennt die Sonne auf dem Wasser ja gleich doppelt..
Bei Musik und einer leichten Brise um die Nase können wir die ca. 1 ½ stündige Fahrt zum South Molle Island an Deck genießen. Gegen 16 Uhr kommen wir dort an und beziehen erst einmal unsere Zimmer. Diese sind für ein 6-Bett Zimmer recht geschmackvoll gestaltet. Ich finde gleich einen Draht zu den beiden holländischen Schwestern Maaike und Jannicke. Das Abendessen ist für 19 Uhr angesetzt und wir haben daher noch etwas Zeit die nähere Umgebung zu erkunden. Vom Steg aus kann man das aktive Treiben im Wasser beobachten und an Land sind die verschiedensten Vögel aus der Nähe zu beobachten. Außerdem ist es herrlich manchmal auch einfach nur am Strand zu sitzen und auf das Meer hinaus zu starren. Das hat was Beruhigendes :-)..Nach dem unsere drei anderen Mitbewohner, mit Goon, die Nacht zum Tag gemacht haben, sehen sie zum Frühstück am nächsten Morgen um 8 Uhr nicht gerade wie aus dem Ei gepellt aus. Goon, wer es nicht kennt, ist ein absolut teufliches Zeug, das hier in Australien hauptsächlich von Backpackern konsumiert wird, da es im Gegensatz zu anderem Alkohol noch bezahlbar ist. Es ist eine Art Weinverschnitt (alles was für guten Wein nicht verwendet wird, kommt dort rein und ich habe auch gehört Fisch- und Eireste etc.). Damit ich weiss, von was ich rede, habe ich mal einen Schluck probiert. Das Zeug ist meines Erachtens dermaßen widerlich (ganz komisch süss) dass mir absolut schleierhaft ist, wie man das überhaupt trinken kann. Okay- es gibt nur eine Antwort darauf: um besoffen zu werden und das möglichst schnell und billig ohne Rücksicht auf Verluste..
Bevor wir um 9 Uhr losschippern nutze ich noch die Zeit, um zum Paddle-Beach zu laufen: ein kleiner, versteckter Strand in der Nähe unseres Resorts..
Wir sind noch nicht lange unterwegs, da kreuzen auch schon drei Delfine unseren Weg. Auch sieht man zwischendurch immer wieder Fische aus dem Wasser springen und die verschiedenartigsten Kapriolen machen...Es sieht aus, als hätten sie einfach nur die reinste Freude daran..Zunächst steuern wir ein kleines Korallenriff an, wo wir, brav in unsere Stingersuits gehüllt, die Möglichkeit zum Schnorcheln haben. Ich muss ja leider zugeben, dass das ganz nett war, aber was die Farben und verschiedene Anzahl der Fische betrifft, habe ich schon bessere Spots gesehen. Die Stingersuits sind erforderlich, da wir uns in der offiziellen Jellyfishsaison befinden (Okt.-März). Es gibt wohl zwei richtig gefährliche Arten und einige Arten, die einfach nur ein mehr oder weniger leichtes Brennen hinterlassen. Bei uns hat sich an dem Tag- nicht, dass ich sie vermisst hätte :-)- kein dergleichen Getier gezeigt :-)..Zurück an Bord segeln wir erst einmal ein bisschen weiter und bald gibt es auch schon Mittagessen an Bord. Am frühen Nachmittag erreichen wir Whitehaven Beach, einen wirklich traumhaft schönen Strand, der angeblich den weissesten, reinsten Sand der Erde hat. Hier haben wir fast 2 Stunden Zeit, um dieses herrliche Fleckchen Erde zu genießen. Um 15:30 Uhr waren wir alle wieder zurück an Bord. Alle- nicht alle: ein Paar hatte beschlossen, seine eigenen Wege zu gehen und es dauerte ein geschlagene Stunde, bis die Crew die Beiden ausfindig machen konnte. Es fiel nämlich gleich auf, dass zwei Personen fehlten, da wir uns immer alle brav in eine Liste eintragen mussten, wenn wir zurück an Bord gingen, damit es für die Crew ein Leichtes war, den Überblick zu bewahren..Jedenfalls hat es uns andere nicht weiter gestört- wir hatten eine schöne, relaxte Zeit auf dem Boot :-)..Aufgrund dieser Verspätung kamen wir dann auch erst um 18:30 Uhr wieder im Resort an und diejenigen, die gut rechnen können ;-P, können sich nun ausrechnen, wie viel Zeit jeder unter der Dusche hatte, bei sechs Personen, einer Dusche und Abendessen um 19 Uhr..Nach dem Abendessen war die Crew noch bemüht, ihrer Meinung nach „lustige“ Spiele auf die Beine zu stellen. Na ja, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten und so sind dann Maaike, Jannicke und ich gegen 21 Uhr zum Buch lesen/Audiobuch hören auf´s Zimmer verschwunden.
Unsere lieben Zimmernachbarn fanden da eher Trost bei Rum-Cola und Goon. Als sie dann gegen 2 Uhr nachts nur aus dem Grund ins Zimmer kamen, um herumzugrölen, konnte Frau M.aus einem kleinen Ort bei der Kreisstadt Kusel ihre Klappe natürlich nicht halten (nicht, dass man das gleiche Spiel die Nacht zuvor schon mal gehabt hätte..). Jedenfalls war meine Ansage dann selbst im vollen Kopf so verständlich, dass ich morgens dann feststellte, dass 2 Leute gar nicht mehr zum schlafen erschienen sind :-)..
An unserem letzten Tag war das Frühstück schon um 7 Uhr, da wir um 8 Uhr zu einer Buschwanderung aufgebrochen sind. Dabei habe ich mich mal wieder hauptsächlich mit Lena (die nun schon fast 2 Jahre hier ist) und ihrem Bruder, der sie für 4 Wochen nun hier besucht hat, unterhalten. Dabei sind wir auch auf diverse Kuriositäten gekommen, wie das Stehlen von Essen in Hostels usw..Dazu konnte Lena dann einen interessanten Beitrag leisen, da sie ja nun schon fast 2 Jahre hier ist und auch viel in Hostels war. Wie sie feststellen konnte, haben sich hauptsächlich Franzosen und Italiener „tolle“ Tricks angeeignet, um das teuere Essen im Supermarkt finanzieren zu können. Hier in Australien gibt es fast in jedem Supermarkt, die Selbstzahlerstationen. Gemeint sind kleine Computer, über die man die Barcodes drüberzieht und seine Einkäufe selbst in die Tüte verpackt. Gezahlt wird dann auch am Automat. So werden nun alle Waren samt Barcode über den Scanner gezogen, aber wenn es ans Bezahlen geht, wird einfach zu wenig Geld in den Automat eingespeist und auf Abbruch gedrückt. Der Kontrolleur meint, dass alles korrekt und das herauskommende Geld, das Wechselgeld ist und die Leute verlassen ohne zu Zahlen mit Tüten voll Essen das Geschäft..Mir blieb fast der Mund aufstehen, vor so viel Dreistigkeit...Nachdem ich meinen Mund wieder zugeklappt hatte, habe ich dann festgestellt, dass ich einfach zu viel Beamter oder zu gut für diese Welt bin oder einfach Beides?? Ich bin nur genervt von den teuren Preisen: andere zahlen sie einfach nicht..
Durch den 1 ½ stündigen Buschwalk mit schönen Ausblicken auf die umliegenden Buchten, hatten wir noch mal die Gelegenheit eine andere Fazette der Whitsundays zu sehen, sowie den für diese Gegend typischen Pflanzenbewuchs. Als wir kurz vor 10 Uhr zurück waren, ging es dann auf den Steg zur Fischfütterung. Dabei haben sie richtig große Fische angelockt, die wirklich schön anzusehen waren..Auch eine Schildkröte hat sich gezeigt- ist bei dem Trubel aber schnellstens wieder abgetaucht..
Ja, Whitsunday Islands- das bedeutet, weiße, pudrige Strände, bunte Fische, leuchtend blaues Wasser und insularer Regenwald.
Nach einem frühen Mittagessen hieß es dann um 12 Uhr schon wieder Abschied nehmen und zurück auf´s Boot. Gegen 13.15 Uhr kamen wir dann wieder in Airlie Beach an und ich hatte nun quasi noch genügend Zeit Tagebuch zu schreiben, Computer-/Bilderkram zu erledigen, da mein Bus erst gegen 20 Uhr am Abend geht. Zunächst unterhielt ich mich aber noch mit Lena und Wilhelm, für die es auch in den nächsten Tagen Richtung Cairns weitergeht.
Als dann der Bus mit einer fast halbstündigen Verspätung ankam, muss ich allerdings zugeben, dass ich mit meinem Tagebuch noch nicht wirklich weit gekommen war. Meine Recherche über Cairns und auch die Bearbeitung der Bilder hat mal wieder so viel Zeit in Anspruch genommen, dass es schneller 20 Uhr war, wie ich schauen konnte..
Nun sitze ich also im Greyhound und unser Busfahrer wackelt viel zu viel mit dem Bus :-)..Auf jeden Fall hat sich auch mal wieder absolut bestätigt, was ich Anfang der Woche geschrieben habe, dass das Reisen immer eine Wellenbewegung ist: Airlie Beach hat nicht so doll angefangen, aber es wurde Vieles wieder relativiert durch meine tollen Hosts John und Carolina und diesen schönen Tripp zu den Whitsunday Islands, wo man dann einfach nur jede Sekunde genossen hat, dass man einen so schönen Flecken Erde gerade besuchen und erleben darf..
In Townsville läuft alles glatt. Dave kommt mich um 1 Uhr abholen und wir trinken an seinem Schwimmbad noch einen Absacker bis es dann gegen 3 Uhr ins Bett geht..
Whitehaven Beach

Whitehaven Beach

Sonnenuntergang auf dem Wasser zwischen den Inseln

Bushwalk

ein kleines, giftiges Spinnlein

Bushwalk

Fischfütterung am Pier

Titanic für Arme :-)

Ausblicke vom Boot aus..

bunte Truppe aus allen möglichen Nationen


unsere Unterkunft

Kookaburra

Hoteleigener Strand

der Pool

Paddle Beach

Maaike, ich und Jannicke

der sexy Stingersuit

Whitehaven Beach

Whitehaven Beach
 

Dienstag, 20. November 2012

Airlie Beach: Party, Palmen, Weiber und ein Bier..19.11.2012-20.11.2012

Natürlich musste es nach diesem Start in Airlie auch erst einmal etwas anstrengend weitergehen. Nicht nur, dass ich mir in der Wohnung Mühe geben musste, nicht auf irgendwas draufzutreten, die Jungs und Mädels hatten dann auch noch beschlossen die Nacht zum Tag zu machen, während ich versuchte, einzuschlafen. Zum krönenden Abschluss weckte mich dann mitten in der Nacht einer der Freunde meines Hosts, der spontan auch noch hier übernachtet hat mit der Frage, ob er nicht zu mir auf die Matratze zum Kuscheln kommen kann..Tja, auch australische Männer bilden im volltrunkenen Kopf keine Ausnahme (ja, Andrea: Männer! Sie ändern sich nie!)..Ich habe ihn mit hochgeschobener Schlafmaske wahrscheinlich angeschaut, wie ne Kuh, wenn´s blitzt und konnte ihm dann aber doch relativ schnell klar machen, dass ich kein Interesse an seiner Gesellschaft habe ;-P..Wenigstens war es ihm am nächsten Morgen ganz schön peinlich...:-). Das Erlebnis mit meinem ursprünglich geplanten Host bestätigt nun voll und ganz, dass es immer gut, einen Plan B zu haben. Genauso, wie einem beim Reisen umso mehr bewusst wird, dass alles eine Wellenbewegung und in stetiger Veränderung ist- zu jeder Zeit! Mal läuft alles super und ein anderes Mal ist die Situation einfach nur nervend und frustrierend. Das Gute daran allerdings ist, dass man selbst in der Situation, wo man total abgefrustet ist, dass auch diese Situation wieder vorbeigeht und alles wieder richtig schön wird. Letztendlich war das hier auch der Fall. Nachdem ich noch die Nummer von Steve bekommen hatte, konnte ich am Montag zu Couchsurfingbekannten von ihm wechseln und die waren alle total nett. Carolina aus Chile, die nun mit ihrem Freund (John), der ursprünglich aus England stammt, hier in Airlie Beach wohnt. Kennengelernt hatten sie sich in Indien. Zur Zeit wohnt noch John´s Tochter Eve hier und ein Italiener names Alejandro. Den anderen Mitbewohner habe ich nicht kennengelernt. Der war zur Zeit am Arbeiten auf einem Boot unterwegs..Am ersten Abend haben wir uns über den Akzent der Australier unterhalten und ich war mehr als froh, als ich hörte, dass selbst die „Nativespeaker“ enorme Probleme haben, die Aussies zu verstehen. Was vielleicht ein bisschen daran liegt, dass sie es kaum schaffen, die Zähne auseinander zu bekommen und die Betonung z.T. völlig unterschiedlich ist. Das ist wahrscheinlich so, wie wenn jemand der nur Hochdeutsch gelernt hat, nach Freisen kommt :-)..Bahnhof und Abfahrt- aber nicht mehr..
Bei diesen netten Gesprächen haben wir einen leckeren Sauvignon Blanc genossen und ich hatte mal wieder meine Matratze in der Garage, was definitiv bequemer war, als alles, was ich die letzten Tage hatte :-)..
Alejandro skypte noch mit seiner Mutter und es war wieder mal so lustig zu sehen bzw. zu hören: eine typische italienische Mum. Sie sprach so schnell wie ein Maschinengewehr und beide sprachen zusätzlich mit Händen und Füßen..Was für ein Glück, dass man bei Skype die Videofunktion hat :-)..
Am nächsten Morgen habe ich mich entschlossen samt Kamera ein bisschen Airlie Beach zu erkunden. Hier ist es so heiß, dass sogar die Bewegung nur vom Bett aufstehen, eine Schwitzwelle zur Folge hat (also kein Ort für Dich Marcel :-)).Im Schatten hatten wir gestern gute 35 °C. Na ja, für mich eine gute Übung. Wenn es ins Red Center und später nach Bali geht, wird es vermutlich noch heißer und in Bali noch feuchter..
Ich ging also zunächst zum Cannovale Beach. Von hier aus führt ein schöner Holzsteg entlang der Küstenlinie bis zum Zentrum von Airlie Beach. Es folgte Shingley Beach, die Lagune von Airlie (hier besteht die Möglichkeit zu schwimmen, da unglücklicherweise um diese Zeit, dank der Jellyfishs ein Schwimmen im Meer unmöglich ist), bis hin zum Boathaven Beach.
Ich hatte von Carolina den Tipp bekommen, dass in der Nähe ein Nationalpark ist, der schön anzuschauen ist. Da die Sonne absolut brannte und ich nicht wusste, wie weit es zu laufen ist, entschloss ich mich, den Bus bis zum Eingang des Conway Nationalparks zu nehmen. Dort gab es schöne verschlungene Wanderwege im Wald. Rundherum war nur das Rascheln kleinerer Tiere und Vogelgezwitscher zu hören. Und- natürlich wie hier immer und überall- d as fordernde Krächzen der Kakadus..Als ich schließlich am Meer ankam, konnte ich einen herrlichen Blick vom Strand aufs Meer genießen. Da die Busfahrt nicht so lange war, entschloss ich mich zurückzulaufen. Dieser Weg kostete mich allen Ernstes 1Stunde und 40 Minuten. In Airlie Beach angekommen, kaufte ich noch als kleines Dankeschön für meine Hosts eine Flasche Weißwein und nach all der Hitze schmeckte der Eiskaffeé einfach nur herrlich. Gegen 18:20 Uhr kam ich dann wieder am Haus an und war dann über 8 Stunden ununterbrochen unterwegs gewesen. Ich kann also nicht sagen, dass ich mich nicht bewegt hätte..Zwei lustige Begegnungen hatte ich auch noch in Airlie Beach. Ich habe Nicola noch einmal getroffen: das Mädel, das mit mir in Vilcabamba (Ecuador) im Dorm war. Sie ist inzwischen auch hier angekommen und vielleicht treffen wir uns am 01.12. gleich nochmal, da auch sie dann in Cairns am Flughafen sein wird..Und auch Emma&Georg, die mit von der Partie in Fraser waren, habe ich am Strand wiedergetroffen.
Kaum war ich zuhause, hat mich John eingeladen mit in den Crob Club zu kommen, wo er mit seinem Cateringservice für heute das Essen zubereitete. Das Hotel ist mit über 300 Leuten voll ausgebucht und alles sind die Schulabgänger von 17. Man kann sich vorstellen, welcher Ausnahmezustand herrscht. Die Security hat auch immer gut zu tun, wie z.B. als ein volltrunkenes Mädel sich so den Kopf aufgeschlagen hat, dass sie ins Krankenhaus musste..
Gegen 21 Uhr waren wir dann wieder zurück und als ich mich dann später Richtung Garage verabschiedete, konnte ich dort erst mal auf Krötenjagd gehen. So ein armes Tierchen hatte sich in der Garage verirrt und kam nicht mehr heraus.
Morgen geht es zu einem Segeltörn um die Whitsunday Islands..Bericht folgt :-)
Blick von Shingley Beach


Airlie Lagoon


Airlie Beach

Boathaven Beach

Conway Nationalpark

Conway Nationalpark

nächtlicher Besucher

Montag, 19. November 2012

Eungella Nationalpark-Land der Wolken-16.11.-18.11.2012

Nachdem ich Steve um 5 Uhr duschen, drehe ich mich heute Morgen noch mal rum :-) und stehe dann gemütlich gegen 07:30 Uhr auf. Da Steve bereits am späten Vormittag zurück kommen wird und sich dann entscheidet, ob wir tatsächlich in den Nationalpark fahren, beschäftige ich mich schon mal mit Internetrecherche, Wäsche waschen und E-Mails beantworten. Gegen 12 Uhr kommt Steve dann auch von der Arbeit und meint nur: „Let´s go- i only have to fix something on my car and than we can pack off.“ Ich bin wieder einmal froh meinen Schlafsack dabei habe. Innerhalb von knapp 3 Stunden sind wir abmarschbereit. Seine Bekannte hat dieses Wochenende leider keine Zeit uns zu hosten, da sie an beiden Tagen in einer Band mitspielt- aber das Zelt und das Notwendigste für einen Campingtrip ist im Wagen..Ich schätze mal, dass wird vermutlich mein erstes und letztes Mal sein, wo ich in einem tiefergelegten BMW- Caprio zum campen fahren :-)..Hat natürlich auch Nachteile: die große Kühlbox passt nicht rein und die Kleine konnte Steve auf Anhieb nicht finden..Aber- man ist ja erfindungsreich. Letztendlich brauchen wir, trotz nur zweier kurzer Stopps, dann doch gute 6 ½ Stunden, bis wir an unserer Campsite, dem Fern Flat Campground, ankommen, nicht zuletzt, weil auch hier überall Baustellen sind. Laut Steve beseitigen sie immer noch die Flutschäden der Überflutung vor einigen Jahren. Das Permit haben wir uns vorher via Internet besorgt. Eine lustige Story gibt es übrigens noch vorab: nachdem Steve gegen 18 Uhr das Verdeck des Caprios geschlossen hat, bin ich nach kurzer Zeit am Überlegen, ob ich ihn nicht frage, ob er die Klimaanlage ein bisschen anmacht, da ich in meinen kurzen Hosen und dem T-shirt nun doch ziemlich warm habe. Und- ja, was soll ich sagen-just in dem Moment dreht Steve die Heizung auf! Also, egal wer brauch mir in Zukunft bitte nicht mehr mit einem gestörten Verhältnis zu Kälte zu kommen. Ich dachte, ich muss eingehen in dem Auto. Das habe ich zu Steve auch gesagt und dann mein Fenster geöffnet..Ich habe ihn dann auch scherzhaft gefragt, wie er den russischen Winter überleben will :-)..In diesem schnittigen Wagen fallen auch die vielen, toten Tiere am Straßenrand wesentlich mehr auf, als vom Bus. Wahrscheinlich weil man einfach tiefer sitzt und näher dran ist..Anyway- als wir dort ankamen, war es dunkel wie in einem Kuha..Und Steve, oder eher gesagt, wir beide konnten uns glücklich schätzen, dass ICH eine Taschenlampe im Gepäck habe. Denn dieser Campground kann auch nicht mit dem Auto befahren werden, sondern es muss alles ca. einen halben Kilometer hingetragen werden. Vorteil ist: das es schön gelegene Zeltplätze direkt am Fluss sind...Den wir natürlich um die Uhrzeit nicht mehr sehen konnten. Es war schon schön, wenigstens einen Meter vor mir zu sehen und um uns herum tobte das nächtliche Leben mit munterem Geraschel. Da wird einem einmal mehr bewusst, wie schlecht doch die menschlichen Sinne in der Dunkelheit sind...Außer uns waren nur noch zwei weitere Zelte auf dem Zeltplatz und am Eingang zum Campground befindet sich ein Toilette. Die Toiletten hier bei den Campingplätzen sind wirklich sehr gut. Es sind sogenannte Hypridtoiletten: geruchsarm und immer sauber. Innerhalb einer Stunde hatten wir es dann geschafft, alles aufzubauen und alles, was wir auf dem Campground benötigen ins Zelt zu schleppen.
Da wir am nächsten Morgen schon gegen 5.15 Uhr aufstehen wollten, war es dann auch schon gegen 22.15 Uhr Zeit für´s „gemütliche Nachtlager“: *doppellach*. Ich hatte großzügigerweise Steve´s Isomatte bekommen und er hat sich die Decke unter seinen Schlafsack gelegt. Ich kann echt immer wieder nur sagen: ICH werde nie ein Freund dieser schrecklichen Isomatten werden. Klar- alles geht mal für ein paar Tage, aber mit den Dingern über längere Zeit campen gehen: no way! Da denke ich doch schmerzlich an all meine schönen Matratzen für mein Zelt zuhause :-)..
Wie erwartet habe ich nicht wirklich viel geschlafen als es auch schon wieder hell wird und der Wecker am Handy rappelt. Nach einer Katzenwäsche geht es dann mit der Kamera bewaffnet zur Aussichtsplattform. Der Eungella-Nationalpark ist bekannt für seine Schnabeltiere, die hier, in der Dämmerung noch relativ leicht beobachtet werden können. Und: das Glück ist wieder bei den Tüchtigen. Wir sehen zwei Schnabeltiere, die für mich überrascht, richtig klein sind. Geschätzte vielleicht 35-40 cm und vielleicht 1-1,5 kg schwer. Aber die sind ja sowas von putzig anzusehen. Total süss. Bevor sie auftauchen sind erst einmal kreisförmige Wasserringe erkennbar, dann kommen deutlich sichtbare Luftblasen und dann taucht das Schnabeltier auf, um kurze Zeit später wieder abzutauchen. Sie können bis zu 10 Minuten unter Wasser bleiben. Diese niedlichen, eierlegenden Säugetiere sind meistens in den frühen Morgenstunden oder den dämmernden Abendstunden aktiv, so dass mir ein Tagesausflug (9-15 Uhr) von MacKay definitiv nichts gebracht hätte..Auch die Wasserschildkröten und Frösche sind schon sehr aktiv..Wir verbringen hier fast 1 ½ Stunden, bevor wir zurück zum Zelt gehen und im Anschluss erst einmal unser provisorisches Früchstücksequipment aufzubauen, dass da heißt: Gaskocher, 2 Metallbecher, Messer, Löffel, Zucker, Instantkaffee, Wasser, und in einem umfunktionierten Trinkgefäß mein Joghurt und Käse. Tja, mit so wenig kann man auskommen- wenn´s nicht anders geht und das noch nicht einmal soooo schlecht :-). Übrigens ist mir jeweils zweimal auf meinem Weg zu unserem Campinground ein Wallaby über den Weg gehüpft und natürlich hatte ich beide Male auch keine Kamera dabei- is klar, nöb?!
Nach dem wir alles zusammengeräumt und gesäubert haben, starten wir gegen 9 Uhr zu einer Wanderung in den Nationalpark. Der Nationalpark ist ca. 51 000 Hektar groß und mit tropischen und gemäßigtem Regenwald bedeckt. Je nach Track kann man herrliche Aussichten ins Pioneer Valley erhaschen. Heute haben wir uns für eine ca. 6 stündige Wanderung zum „Sky Window“ entschieden. Die Wege hier sind total schön. Da es super heiß ist, gibt es wohl nicht viele Leute, die hier wandern gehen: die Wege gleichen mehr kleinen, verschlungenen Pfaden und der Wald, mit seinen vielen fremdartigen Pflanzen und dem Flusslauf (Broken River) gleicht mehr einem verwunschenen Märchenwald. Wie zur Bestätigung ist auch dieser Wald von Vogelstimmen erfüllt und bei jedem Schritt hat man einen anderen Duft in der Nase. Kurz nach 15 Uhr erreichen wir wieder den Parkplatz. Meine Beine sehen jetzt aus, als wäre ich einem Nahkampf entronnen: alles verkratzt..Nachdem wir einen kurzen Lunchstopp eingelegt haben, setzen wir uns ins Auto, um die Gegend etwas zu erkunden. Ich bin mal wieder erstaunt, wie wenig Steve sein Auto schont. Das ist definitiv ein reiner Gebrauchsgegenstand, denn die Pisten hier sind meiner Meinung nach eher für Geländewagen ausgelegt. Wir schauen uns noch einen anderen Campground: Eungella-Dam an und fahren dann zurück in den kleinen Ort Eungella, um ein bisschen Dosenfutter zu kaufen. Mit Dosenfutter und Chips bewaffnet, geht es zurück zum Campground. Ich hatte mich vorher mit einem jungen, australischen Paar unterhalten, welches eines der drei Zelte besetzt hat. Die junge Frau kommt aus Brisbane, wohingegen ihr Freund hier in MacKay wohnt und ihn dieses Wochenende besuchen war. Wir haben uns ein bisschen unterhalten und geflaxt, da sie um 15 Uhr zwei Flaschen Wein und Chips vor sich stehen hatten...Als wir dann zu dem kleinen Geschäft gefahren sind, hatten wir dann auch überlegt, uns Wein zu kaufen, aber da hier ja Spirituosen und andere Utensilien getrennt sind, hatten wir da wenig Erfolg. Umso größer war dann die Freude und Überraschung, als wir zurück kamen und vor unserem Zelteingang eine Flasche Rotwein stand. Das Paar war anscheinend heute dann doch noch abgereist und hatte uns dieses kleine Präsent hinterlassen. Total süss. Nach dem Abendessen, wo es schon wieder stockfinster war ) 18:45 Uhr gingen wir zurück in unser Zelt und konnten den herrlichen Sternenhimmel und die nächtlichen Geräusche genießen: nur das Rauschen des Baches, die Stimmen der Vögel und das Rascheln rund um das Zelt. Laut Buch treiben hier unter anderem Zwerggleitbeutler, Truthähne, Possums, Känguruhs, Warane, Schlangen, Agarkröten und Frösche ihr Unwesen. Im schwachen Licht der Taschenlampe konnten wir sogar einen Blick auf ein Rattenkänguru erhaschen. Da es auf diesem Campingplatz keine Duschen gibt, musste es ein Bad im Fluss und die Dusche aus der Dose tun. Steve hat mir sein Deo gegeben, was mich total an meine Kindertage erinnert hat, als ich immer, um möglichst die ganze Zeit den Geruch von meinem Vater in der Nase zu haben, sein Deo benutzt habe :-)..Ja, es scheint dann wohl doch alles wieder zu kommen :-)..
Nach einem rundum gelungenen Tag lassen wir diesen im Zelt bei Wein und Chips gemütlich ausklingen- wobei ich mich noch bis fast 23 Uhr darum drücke, mich wirklich hinzulegen (aus bekannten Gründen)..
Der nächste Morgen startet entspannter. Wir stehen erst gegen 7 Uhr auf und gehen nochmals zur Plattform. Aber heute sind wir anscheinend dann doch etwas zu spät dran- was aber ja nicht wirklich schlimm ist, da wir gestern schon so viel Glück hatten.
Steve hat beschlossen, dass er dann nun doch gerne noch einen weiteren Track hier laufen und dann später zurückfahren will. Was mir nur recht ist, denn mein Bus geht erst um 18:30 Uhr von MacKay nach Airlie Beach.
Wir packen also unser Zelt zusammen und kramen dann auch wieder unsere Frühstücksutensilien zusammen. Der Käse hat dank der Hitze inzwischen den Geist aufgegeben und von daher ein Hoch auf „Nutella“ und Toast. Die sind so schnell nicht klein zu kriegen. Bei Steve gibt es wieder Dosenfutter zum Frühstück und so gut gestärkt, geht es gegen 10 Uhr los zu einer weiteren 5 Stunden Wanderung, Auch hier kommt man sich wieder wie in einem Märchenwald vor. Dieser Track scheint noch seltener begangen zu werden, als der von gestern. Zum Teil ist er total zugewuchert. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ich heute die nächste Schlange sehe- dieses Mal: ganz in schwarz. Aber wie meistens und gut für uns Menschen, macht sie sich schnell von dannen. Direkt am Pfad befindet sich eines der riesigen Nester eines Casuari. Steve und ich sind beide froh, dass wir dem „Papa“ nicht begegnen. Diese Vögel sind sehr aggressiv und zeigen ausgeprägtes Revierverhalten. Vor allem, wenn es um den eigenen Nachwuchs geht..Wir hören auch nicht nur viele Vögel, wir bekommen auch Einige zu Gesicht. Unter anderem sehe ich einen total hübschen Vogel mit grauem Rücken, rotem Bauch und schwarzem Gesicht. Als wir kurz vor 15 Uhr wieder am Campground ankommen, halten wir uns nicht mehr lange auf, sondern machen uns direkt auf den Weg nach MacKay, welches ca. 87 km entfernt liegt. Zurück durch das grüne Pioneer-Valley erreichen wir MacKay gegen 16:15 Uhr. Da Steve eine über 6 stündige Fahrt vor sich hat, gehen wir nur noch schnell in den Supermarkt ein paar Kleinigkeiten einkaufen und danach bringt er mich zur Bushaltestelle, während er sich selbst auf den Weg macht. Ich habe mich im Supermarkt für Eis entschieden, wobei es echt Irrsinn ist: die kleinere Packung kostet fast doppelt so viel wie die Große..Ende der Geschichte: ich habe zwei Holländer an der Bushaltestelle getroffen, mit denen ich dann Eis geteilt habe- na ja, sie wollte nicht ganz so viel, wie ich hätte anbieten können und mir war dann leicht übel hinterher ( ich schätze mal die Packung war fast ein Liter?)..Anyway- mir ging´s gut und der Bus kam dann auch mit ca. 15 Minuten Verspätung, um mich an der Haltestelle aufzulesen. Interessant ist, dass hier strikte Anschnallpflicht im Bus herrscht und es wohl mehr als teuer wird, wenn man sich nicht anschnallt. Als ich kann definitiv sagen, dass Australien alles andere als Easygoing ist..Vielleicht im abgelegenen Outback, aber entlang der Touristenroute Fehlanzeige. Hier sieht man in jeden Hostel, oder an allen Möglichen und Unmöglichen, was was kostet, wenn man dies oder das tut.
Als ich dann in Airlie Beach mit über einer Stunde Verspätung ankam, gab es dann noch richtig Trouble mit meinem Host..Das Ende vom Lied war dann, dass ich spontan eine Nacht woanders untergekommen bin und dank Steve noch eine Telefonnummer hatte, wo ich die nächsten Tage bleiben kann. Was für ein Knallkopf, sag ich da nur. In Airlie in der Woche der „Schoolies“ nämlich jetzt noch ein Bett zu bekommen, grenzt an ein Wunder. Airlie Beach ist quasi einer der Orte in Australien, wo die Schulabgänger eine Woche zum Feiern hinfahren. Dementsprechend ist auch der Geräuschpegel und die Partystimmung ringsum ..Aber- egal: Ende gut, alles gut. Ich muss mich hier erst mal an die wirklich richtig tropischen Temperaturen gewöhnen :-)..
Hier ein paar Bilder dazu:
Schnabeltier

Schnabeltier

Wasserschildkröte

geduldiges Froschmodell



das geräumige Campmobil :-)

profesorisches Frühstück


ich finde diese riesigen Wurzeln immer wieder faszinierend...


Ausblick vom Sky Window

einer der häufig anzutreffenden Warane im Park

Casuari-Nest: kleiner Größenvergleich

auf der Suche nach einer Badestelle :-)