Aktuelle Zeit bei mir :-)

Dienstag, 25. September 2012

Ankunft im Land der weißen Wolke-23.09.2012

Um wie gesagt, möglichst schnell in den Zeitrhythmus hineinzukommen, willige ich ein, mir von Anthony ein paar Stellen von Auckland anzusehen, welche mit dem Bus schwer zu erreichen sind. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir gegen 09:30 Uhr los. Mit dabei ist Anthony´s Sohn Ethan, der heute auch Geburtstag hat.
Erster Halt ist Mt. Eden Summit, von wo aus man einen schönen Überblick über die Stadt hat. Hier befindet sich wieder eine dieser Landkarten aus Stein, welche die Entfernung in die unterschiedlichen Richtungen angeben (Rio de Janairo, Santiago, Berlin (ist schon ein bisschen weg von hier :-)).
Weiter geht es von hier ins War Memorial Museum, welches total schön gemacht ist. Für mich ist es eigentlich mehr ein „Kulturmuseum“, da über die ersten beiden Stockwerke verteilt, die Natur, die verschiedenen Lebensbereiche (zu Land, zu Wasser, in der Luft), die Naturgewalten und die Maori-Kultur dargestellt ist und lediglich im 3. Flur die Neuseeland zu Kriegszeiten dargestellt wird.
Ich habe keine Ahnung, warum ich auf Kinder immer so eine Anziehungskraft ausstrahle- aber Ethan, hat auch einen Narren an mir gefressen. Zuerst quengelt er, dass er Hunger hat, aber als er dann hört, dass ich in der Zeit im Museum bleibe, will er dann doch nicht mit seinem Vater mit und hängt mir sozusagen am Rockzipfel..Ich sag´s ja: Kinder und Katzen...(bitte weg hören Nicky :-))..
Den Abschluss machen wir in der Misson Bay, einem schönen Strand innerhalb Aucklands, der zu Sommerzeiten bestimmt richtig schön überfüllt ist..Da es heute sehr windig und doch eher frisch ist, ist zwar Einiges los, aber nicht übermäßig viel..
Also heute könnte ich gut in Leo´s Zombievideo mitspielen (das war seine Theorie über die leeren Straßen in Santiago während der Feierlichkeiten...“wie in einem Zombievideo..“), jedenfalls fühle ich mich so und ich will erst gar nicht in den Spiegel schauen, ob ich auch so aussehe..Die 15 Stunden Zeitunterschied stecken mir schon in den Knochen..
Als wir am Haus ankommen, knacke ich für 2 Stunden auf meinem Bett ein. Gegen 18 Uhr werde ich für die Geburtstagsfeier von Ethan samt quietschrosanem Kuchen (echter Amerikan- Style) geweckt..Angeblich ist der rosane Vogel ein „bekannter Vogel aus einem Videospiel“..Keine Ahnung- aber der Kuchen schmeckt noch besser als er aussieht und da ich heute nun auch anwesend bin, muss ich ganz brav auf deutsch: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag in die Kamera sprechen..“Dabei sind Aimy (seine Schwester mit Freund Albert), sowie Anthony mit Frau...
Und der kleine Ethan war so aufgedreht, dass er später fast nicht ins Bett zu bekommen war..im Gegensatz zu mir..Mich hat dann gegen 22 Uhr schon wieder der Schlaf der Gerechten ereilt..Allerdings nur bis ca. 2 Uhr—dann war ich in regelmäßigen Abständen wach :-(..
auf dem Mt. Eden..im Hintergrund der erloschene Krater

Blick über die Stadt vom Mt. Eden

War memorial Museum, Auckland

Blick vom War Memorial Museum aus..

Mission Bay

Sonntag, 23. September 2012

Relaxter Tag in Santiago-21.09.2012

Gestern Abend hatten waren wir mit Alejandra, einer Bekannten von Leonardo, verabredet.
Sie hatte als Kind bis zu ihrem 14. Lebensjahr in Dresden gewohnt und ist danach mit ihren Eltern wieder zurück nach Südamerika gegangen. Während ihres Studiums hat sie dann ein Austauschsemester in Wiesbaden gemacht. Die Unterhaltung erfolgt teils in Englisch und manchmal in Deutsch- da Leonarda ja kein oder kaum Deutsch versteht.
Zunächst gehen wir in Leonardos „Lieblings-“ Empanadas-Imbiss. Hier gibt es alle erdenkliche Auswahl an Empanadas: vegetarisch, mit Schinken, Salami, Shrimps usw.
War sehr lecker und ich habe mal wieder etwas Typisches aus Südamerika gegegessen. Anschließend sind wir dann noch in eine Bar und haben leckeren Cocktail getrunken. Da gegen 0 Uhr die Metro nicht mehr fährt, „mussten“ wir mit dem Taxi zurück, das hier immer noch bezahlbar ist, aber die Preisstruktur ist hier doch deutlich teurer als in Ecuador.
Am nächsten Morgen geht’s gegen 10 Uhr los in diverse Geschäfte, da ich noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen haben für unterwegs. Auch habe ich noch mal die Gelegenheit bei Leonardo meine Klamotten zu waschen- was mir sehr entgegenkommt :-).
Am Nachmittag fahren wir mit der Metro außerhalb von Downtown. Hier gibt es vor allem kleine Parks, Kirchen, Geschäftshäuser und Banken. Noch mal ein anderes Bild als in Downtown. Wir schlendern durch die Straßen und unterhalten uns.



Da wir beide gegen späten Nachmittag Hunger bekommen, schlägt Leonardo vor, Pizza essen zu gehen. Wir gehen zu einem ihm bekannten Restaurant und essen „all you can eat“. Das habe ich bestimmt seit einem halben Leben nicht mehr gemacht. War aber lustig und wir konnten die unterschiedlichsten Pizzasorten mit den unmöglichsten (also für mich unmöglichsten Kombinationen) ausprobieren..Wie z.B. Pizza mit Hühnchen und Barbecuesoße..Um dem Ganzen dann später noch die Krönung aufzusetzen gibt’s noch Eis..und spätestens da, rollen wir nur noch zu ihm nach hause.
Da ich ja heute fliege und gegen 21 Uhr an den Bus muss, kehren wir in die Wohnung zurück und ich packe erst mal meine Sachen. Später bringt Leonardo mich noch an den Bus und diesr bringt mich an den Flughafen.
Leider hatte ich dieses Mal kein Glück und erwische nur noch einen Sitzplatz in der Mittelreihe. Dieses Mal werden sogar noch mal die Getränke kontrolliert- auch die, die hinter dem Security-Check gekauft wurden. Die dürfen nicht mit an Bord.
Der Flug selbst verläuft unspektakulär und ist nicht zu extrem lange (12 Stunden). Was viel krasser ist der Zeitunterschied von 15 Stunden zu Santiago de Chile.
Im Flugzeug neben mir sitzt ein älteres, australisches Ehepaar, das auch richtig interessante Geschichten zu erzählen hat..Ihr jüngster Sohn z.B. war insgesamt 4 Jahre auf Weltreise..Die komplette Familie war so sehr auf reisen eingestellt, dass der Vater von Rosalie, sie quasi vor ihrer Hochzeit mit John „genötigt“ hat, auch zu reisen (6 Monate)- was sie dann auch getan hat, um dann 3 Wochen nach ihrer Rückkehr John zu heiraten...Sie selbst haben sich, kurz nach der Hochzeit ein Boot gekauft und sind mit diesem über die Weltmeere geschippert...
Wen wundert´s, dass dann so ein Sohn dabei raus kommt :-). Der hat übrigens einen Teil seiner Reise von dem Erbe seiner Tante finanziert, die das Geld mit der Auflage vererbt hat, dass es für Reisen ausgegeben werden soll. Aber das Beste kommt erst noch:
Er hat seinen Reisepass unterwegs verbrannt! Und nun kommt die Begründung: Australische Bürger haben wohl nur ein Visum für 3 Monate für gesamt Europa, also nicht pro Land..Wenn die 3 Monate um sind, dauert es wohl einige Zeit, bis man wieder einreisen kann.
Jedenfalls war er, glaube ich fast 2 Jahre dort..und- ohne viel nachrechnen zu müssen, ist wohl ganz klar, dass er seine Visum überschritten hatte..
Nun, somit hat er seinen Reisepass gekokelt und danach konnte keiner mehr erkennen, wann er eingereist ist...Er ist dann mit dem beschädigten Pass auf die Botschaft und hat gemeint, dass dieser ja jetzt wohl unbrauchbar wäre..Und hat einen Neuen bekommen..
Ich glaub, ich bin zu viel Beamter—auf solche Ideen würde ich gar nicht kommen..;-)
Sie haben mir dann auch mal- auch wenn Melbourne ja nicht auf dem Plan steht, ihre E-Mail Adresse gegeben- falls ich es mir noch anders überlege..
Obwohl wir später losgeflogen sind, kommen wir früher in Auckland an. Es ist 03.30 Uhr Ortszeit.
Als ich durch alle Kontrollen durch bin, schultere ich meine Sachen und gehe nach draußen.
Nach einigen Anlaufschwierigkeiten finde ich auch Anthony, der mich vom Flughafen abholt. Dieses private Zimmer hatte ich vorher über Internet gebucht. Der erste Lacher ist auch gleich auf meiner Seite..als ich schnurstracks auf die rechte Seite zugehe und einsteigen will..und mich Anthony einigermaßen verwirrt anschaut...Als ich durch die Scheibe schaue, weiß ich dann auch wieso: ich sehe das Lenkrad und den Fahrersitz...Meeeeeppp, hier fahren sie ja links!!!Ist auch wieder erst einmal eine Umgewöhnung als Beifahrer nicht ständig zu denken:“ Was macht er denn???? Er fährt auf der falschen Seite!!“.
Im Haus angekommen, beschließe ich mich vorerst nicht schlafen zu legen, um möglichst schnell in die Zeitverschiebung von 15 Stunden hineinzukommen...

Ein schöner Sonnentag in der Stadt-20.09.2012

Der Tag heute stand ganz im Zeichen von: Sonne tanken und relaxen.
Nach einem späten Frühstück gehen Leonardo und ich ein bisschen durch die Gassen der Stadt. Im Vergleich zu den letzten Tagen, sind die Straßen heute voll und es schaut nun eher nach Großstadt aus. Wenn man mit offenen Augen durch die Straßen geht, dann fällt einem gleich die große Anzahl an Bettlern, Obdachlosen und Alkoholikern auf. Was hier sehr unterschiedlich ist zu Ecuador: sie sitzen nicht nur am Boden und halten die Hand auf, sondern kommen relativ forsch auf einen zu und sprechen einen direkt auf die Kohle an.
Ich muss auch sagen, dass mich Santiago, trotz schöner, kolonialer Gebäude, nicht wirklich vom Hocker reißt. Aber- wie es immer ist: mit Sonne sieht alles schöner aus und als Leonardo in die Wohnung zurück gekehrt ist, ziehe ich alleine los, um mich etwas durch die Häuserzeilen treiben zu lassen..Einfach, ohne Rucksack und Kamera die Sonne genießen und relaxen. Dabei besuche ich das Centro Cultural Estacion Mapocho (eine alte Eisenbahnstation). Der Fluss, der durch Santiago fließt, heißt übrigens Mapocho. Entlang des Flussufers geht’s dann in den Park Forestal und von dort wieder Richtung Downtown. Dabei komme ich auch noch mal an der Academia de bellas artes vorbei. Danach besuche ich noch die „Basilica de la merced“. Eine sehr schöne Kirche mit starken Farben (ein sattes Rot); innen ist sie wie alle Kirchen hier sehr reichhaltig mit Gold verziert; dazu ein altrosa und eine Menge Altäre, mit diversen Heiligen, die zum Teil „Stoffkleider“ tragen...
Interessant finde ich auch die ganzen Plaketten, welche zu den einzelnen Heiligen angebracht sind und wo Leute sich für die „göttliche Hilfe“ bedanken und/oder um göttlichen Beistand bitten. Und das alles mit Datum und Namen. Na ja, man muss ja sicher gehen, dass es auch den/die Richtige(n) trifft..
Da es langsam gegen 18 Uhr zugeht, mache ich mich auf den Rückweg, da wir uns später noch mit einer Freundin von Leonardo treffen wollen. Sie hat wohl mal für einige Zeit in Deutschland gelebt und freut sich nun, ihr Deutsch noch mal ein bisschen zu üben. Tja, so klein ist die Welt :-)

Mittwoch, 19. September 2012

Downtown Santiago-19.09.2012

Nach einer erholsamen Nacht- was vielleicht daran liegen könnte, dass ich hundemüde war gestern- wache ich kurz nach 8Uhr auf. In Ecuadorinischer Zeit wäre es jetzt erst kurz nach 6 Uhr- von daher passt es ja in meinen Rhythmus der letzten Zeit.
Nach einer Dusche und einem gemütlichen Frühstück starten wir einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Leonardo hat heute noch frei, da heute das Militär seine glorreichen Siege der Vergangenheit feiert..Zuerst gehen wir zur Plaza de Armas, die wir uns gestern auch noch bei Lichterschein angesehen haben. Weiter geht es in den „Mercado Central“, wo eine Menge frischer Fisch im Angebot ist und wo man auch essen gehen kann. Mir war bis dato gar nicht bewusst, dass man z.B. Seeigel und auch Seepocken essen kann. Lustig ist, dass wir hier von Luis angesprochen werden und nachdem er mich gefragt hat, wo ich herkomme, kann ich eine "perfekte" Konversation auf deutsch führen. Er erzählt mir, wo in Deutschland er schon mal war und was er mag und über einen Rotwein, der sehr speziell für Chile ist, den Carménére. Somit lerne: am Meisten passiert dort, wo man es am wenigsten erwartet ;-)..
Eine kurze Rast legen wir an der Academia de bellas artes ein, wo auch eine chilenische Familie einen typischen Tanz für hier übt.
Von hier geht es weiter zum Santa Lucia Hügel, auf dem sowas wie ein „altes, kleines Castell“ steht, von dem man einen tollen Blick über die Stadt hat. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Neptuno (einem Brunnen), geht es Richtung San Cristobal, der höchsten Erhebung der Stadt mit seiner Jungfrau auf der Spitze.
Da sich langsam der Hunger meldet, gehen wir wieder stadteinwärts und kehren unterwegs ein. Bevor wir nach hause gehen, kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten ein und verbringen einen netten Abend mit einem chilenischen Cabernet Sauvignon und Käse..So, kann man doch leben, oder :-)?!
Buenos noches
Kathedrale an der Plaza de Armas: Catedral de Santiago

reiches Fischangebot im Mercado Central

Ausblick vom Santa Lucia Hügel

als Beweis noch mal mit mir :-)

Leonardo beim Mote con Huesillos essen

die Jungfrau vom San Cristobal Hügel

traumhafter Sonnenuntergang von Leonardos Balkon aus..

Dienstag, 18. September 2012

Mein letzter Tag in Ecuador und willkommen Santiago-17.09.-18.09.2012

Mein letzter Tag in Quito verläuft ziemlich geschäftig. Bilder vom Wochenende sichten, Leute verabschieden, Tasche packen, an die Schule gehen, das geliehene Handy zurückgeben, mich beim Mittagessen von Alex verabschieden, der mir hier so viel geholfen hat und letztendlich werde ich um 18 Uhr schon für den Flughafen abgeholt.
Meine beiden Flüge verlaufen unspektakulär und ich bin soooowas von müde, dass ich auf dem Weg von Quito nach Lima schon vor dem Start einschlafe..Dennoch wird es eine schlafarme Nacht, denn gegen 23 Uhr muss ich nochmal umsteigen und mein Anschlussflug geht um 01.15 Uhr, wo ich dann gegen 06:40 Uhr (die Uhr wird 2 Stunden vorgestellt) ankomme. Leonardo, mein Host in Santiago, ist so lieb und holt mich direkt vom Flughafen ab. Absolut nett.
Wir fahren zuerst mal zu ihm heim und nach dem wir kurz erzählt haben, gehen wir für eine Runde in die Stadt, die heute wie ausgestorben ist. Irgendwie ist heute und morgen „Feiertag“- es wird die Unabhängigkeit von Chile gefeiert und wirklich alles ist zu. Wir haben rechte Mühe überhaupt irgendwas zu Essen aufzutreiben..Dafür geraten wir direkt in eine Militärparade für den Präsidenten, den ich im offenen Wagen, gezogen von bildschönen Friesenpferden an mir vorbeiziehen sehe..
Habe echt Glück mit Leonardo: ist ein ganz Lieber und seine Wohnung in Santiago de Chile liegt super zentral- zu Flughafen und Downtown..Und Leonardo war „überrascht“ mit welch kleinem Rucksack ich unterwegs bin..Ja, das denke ich mir auch meistens :-)..
Ansonsten lasse ich es heute ruhiger angehen. Ich kümmere mich erst mal um meine Wäsche: ja auch für alltägliche Dinge muss genügend Zeit eingeplant werden, schreibe meinen Blog fertig, sichte die letzten Bilder..Da kommt es mir eigentlich ganz entgegen, dass Leonardo heute Mittag bei seinen Eltern eingeladen ist..Käme mir nämlich ziemlich blöd vor, wenn ich hier am PC hängen würde, während er da ist..
In diesem Sinne,
hasta luego
Ausblick von Leonardos Haus über die Stadt

también

der Präsident kommt :-)

in einer schicken Kutsche

Name dieses Gebäudes habe ich leider schon wieder vergessen :-/

Cuyabeno-Reservat oder Ausflug mit Kindergartenkindern in der Trotzphase?!-13.09.-16.09.2012

Um 22:30 Uhr holt mich German bei Alex ab. Alex hat ein bißchen gekocht und auch sein Bruder war da, so dass es vor meiner Abreise noch eine gemütliche Runde war.
Mein Bus geht um 23 Uhr und fährt in ca. 7-8 Stunden direkt durch nach Lago Agrio.
Vor dem Einsteigen wird das Gepäck durchsucht und dann kann es losgehen..
Als wir gegen 06:15 Uhr am Terminal Terreste in Lago Agrio sind, bin ich froh, dass ich den Bus verlassen kann. Also- das war ja mal eine Fahrt! Ich habe einfach nur versucht, die Augen zu schließen und zu schlafen, damit ich so wenig wie möglich mitbekomme...Das funktioniert aber nicht immer- insbesondere dann nicht, wenn der Bus, aufgrund seiner Raserei ins Schlingern gerät, die Gepäckstücke sich im Bus selbstständig machen und einige Passagiere schreiend ihrer Gefühlsregung Luft machen...Von den beschlagenen Scheiben und der nichtvorhandenen Sicht will ich hier jetzt mal gar nichts schreiben..
Von der Simon Bolivar fahren noch 8 Mädels mit- alle Deutsche. Eigentlich hätten wir alle im gleichen Bus sein sollen, aber durch einen Fehler des Reisebüros, das 8 Tickets auf den 13.09., anstatt auf den 12.09., 23 Uhr gebucht hat, musste German improvisieren und die einzige Möglichkeit war der 22 Uhr Bus, da es für 23 Uhr nur noch 3 Tickets gab.
Somit treffe ich die Mädels um kurz nach 6 Uhr auf dem Busbahnhof, wo sie schon ca. eine dreiviertel Stunde sitzen. Wir müssen von hier weiter an ein Hotel, wo wir um 9 Uhr abgeholt werden sollen. Von dort sind es noch ca. 2 Stunden mit einem Kleinbus, bis zu einer Kanuanlegestelle und von dort mit dem Kanu noch mal ca. 2 Stunden. Dies ist auch der Grund, warum wir „erst“ um 9 Uhr abgeholt werden: unser“Abholer“ muss morgens bereits einen entsprechend langen Weg zurücklegen, um uns abzuholen.
Auf dem Weg begleitet uns stetig die Ölpipelines, welche einem doch etwas das „romantische Dschungelfeeling“ nehmen..
Als wir an der Kanuanlegestelle ankommen, beginnt es wie aus Eimern zu schütten.
Während ich mir einfach kommentarlos den Regenmantel überstreife, geht das Genöle bei den Mädels schon los, WARUM es denn ausgerechnet JETZT regnen muss, wo SIE in den Dschungel wollen...Auf meinen Hinweis, dass der Name „Regenwald“ nicht von ungefähr kommt, ernte ich nur böse Blicke.
Wir sitzen nun also alle in Regencapes gehüllt im Kanu; das Gepäck ist mit einer Plane abgedeckt und ich kann dem ganzen sogar sowas wie „Gemütlichkeit“ abringen—so unter dem warmen Regencape..Aber- da war ich wohl die Einzige..Also ich lasse mir jedenfalls die Tour nicht von dem Wetter vermiesen..
Und wir haben auch noch Glück, nach ca. einer dreiviertel Stunde Fahrt- reißt der Himmel auf und es hat zumindest aufgehört zu regnen. Unterwegs sehen wir schon die ersten Affen den Fluss kreuzen (Wollaffen), Aras, ein Faultier und mehrfach Hoazins. Gegen 13.15 Uhr kommen wir dann nach einer langen Nacht an und es gibt zuerst einmal Mittagessen.
Die Guacamayo Ecolodge macht einen gemütlichen Eindruck. Strom gibt es nur im Haupthaus- Abends brennen nur Kerzen oder eben die eigene Stirnlampe.
Nachmittags brechen wir nochmals mit dem Kanu auf, um unser Glück bei Tierbeobachtungen zu versuchen. Das ist ja im Dschungel immer so eine Sache: sie haben dort ja unbegrenzt Möglichkeiten sich zu verstecken. Wir haben in der Lagune das Glück einen Delphin zu sehen; allerdings taucht immer nur kurz der graue Kopf aus den Fluten auf. Die rosane Färbung, die sich hauptsächlich auf der Unterseite ist so natürlich nicht zu sehen. Was wiederum bei den Mädels ein Murren hervorruft, warum jetzt dieser Delphin nicht schön aus dem Wasser springt???! Da hatte ich noch Hoffnung, dass sich das ein bisschen relativiert..
Nach einem schönen Sonnenuntergang in der Lagune, brechen wir zu einer Nachtwanderung auf. Hierbei sehen wir vor allem die Insektenwelt des Dschungels: wie verschiedene Spinnenarten: Teranteln, Skorpionspinne, eine grasgrüne Spinne, Blattschneiderameisen, eine Libelle, Grillen usw..Da sich sowieso schon Panik ausgebreitet hat, wegen der vielen Krabbeltiere, die ja sooooooooo eklig sind, erkläre ich mich freiwillig bereit, als Letzte zu gehen, da ich das alles immer noch nicht als sooooo dramatisch empfinde..
Gegen 20 Uhr kehren wir in die Lodge zurück und erhalten ein leckeres Abendessen. Es sind noch 5 weitere Deusche und eine Österreich/cshcweiz angekommen, mit denen ich mich ganz schön unterhalte.
Am nächsten Morgen steht nach dem Frühstück eine drei Stunden Wanderung durch die Regenwald auf dem Plan..Es dauert nicht lange und da beginnt es zu tröpfeln, was natürlich bei einem Großteil auch wieder das große Genöle auslöst..“Die anderen hatten doch gar keinen Regen; warum haben wir Regen...bla, bla, bla..“ Ich halte mich vorerst nun mit einem Kommentar zurück ;-)...Als wir dann mit der Gruppe ein Schlammloch durchwaten müssen, bei dem uns der Schlamm oben die Gummistiefel reinläuft, sind Rahel, Kristina, Raphaela und ich die Einzigen, die es locker nehmen und ihren Spass haben...Denn: so what- das Zeug wird auch wieder trocken und auch wieder sauber..Sind wir denn hier aus Zucker, oder was?? Wenn ich mir das Verhalten so mancher „Paris Hilton“ hier anschaue, dann könnte ich es fast meinen...Denn nun geht das Gejammer los, dass sie dann doch zurück zur Lodge wollen..Leider kommt das Boot erst fast 2 Stunden später zum Abholen..Und nun ist es mit der Stimmung ganz vorbei..Ja, das Leben ist ja soooooo hart und ungerecht *lach* und für die restlichen „Normalen“ (ich weiß, was ist schon normal:-)- aber in diesem Falle schon..)wird es langsam anstrengend. Na ja, jedenfalls bleibt nichts anderes als durchhalten, aber ich lasse mir meine gute Laune und auch die Vögelbeobachtung nicht vermiesen. Sollen sie doch auf ihrer Unterlippe herumlaufen..Neiser (unser Guide) dreht noch ein schönes Video—leider ist es ohne Ton..Andererseits: wer will sich schon Gekreische anhören..Mir hat der einmalige Originalton gereicht ;-)..Die Pfeilgiftfrösche suchen wir leider vergebens- lediglich hier quaken ist hin und wieder zu hören..Dafür sehen wieder Hoazine, Gelbkopfgeier, Loris, Langnasenfledermäuse, diverse Affen, darunter Mönchschweifaffen und für meine zoologisch interessierten Freunde noch ein paar lateinische Namen zum Nachschlagen:
Cyanerpes caeruleus (blauer Vogel, gelbe Füße: hier eine der selteneren Beobachtungen), Rostrhamus sociabilis (Greifvogel, ernährt sich unter anderem von Schnecken), Ramphastos tucanus, die 24 Stunden Ameise (habe auch dieses Mal auf eine direkte Konfrontation verzichtet :-), Lipaugus vociferans (kräftiges Stimmchen der Kleine), Melanerpes cruentatus (Specht), Crotophaga ani (schwarzer Vogel), Campephilus melanoleucus (Specht), Psarocolius angustifrons, sowie Falco rufigularis.
Zur Mittagszeit sind wir wieder in der Lodge und als ich zur Krönung dann auch noch zu Nicki sage, dass sie nun den Galapagos-Look hat, ernte ich nur einen bösen Blick und keine Antwort. Bin ja mal echt gespannt, ob sie ihre vier Wochen Alcatraz durchsteht..wenn das hier schon sooooo schlimm ist..
Nun ist Freizeit oder bei manchen könnte man auch sagen: abkühlen der Gemüter angesagt.
Gegen 16 Uhr fahren wir mit dem Kanu zum Piranhafischen. Auch dies artet in panikartiges Geschrei aus- dass wir samt Boot nicht kippen, als Cora einen Piranha an der Angel hat..Einmal mehr frage ich mich, warum diese Mädels nicht zum shoppen in Quito geblieben sind???
Nachdem wir die gefangenen Piranhas wieder in die Freiheit entlassen haben (ist auch nicht wirklich viel Fleisch dran- kann ich aus Erfahrung bestätigen: vor drei Jahren haben wir die gefangenen Piranhas gebraten), fahren wir zum Sunset in die Lagune und als die Sonne untergegangen ist, suchen wir die Umgebung nach leuchtenden Augen ab...wir werden auch fündig und finden 2 Kaimane und eine kleine Boa. Leider sitze ich heute hinten und kann kein gutes Foto machen; dafür sitzen die Personen an vorderster Front, die die ganze Zeit „vamos“ kreischen und „iiiiiieeehhh wie eklig..“..Spätestens zu diesem Zeitpunkt denke ich mir- wenn ich diese Gruppe über einen längeren Zeitraum hätte, müsste ich leider mehrere Morde begehen...Gegen 20 Uhr sind wir zurück in der Lodge und es gibt leckeres Essen..Leider empfindet das nicht jeder so und „frau“ denkt, man müsste zu dem Personal, dass sich nun wirklich alle Mühe gibt, sagen: „i don´t eat this shit!“ Leider habe ich am anderen Ende des Tisches gesessen und erst hinterher davon erfahren, sonst hätte ich leider mal wieder was sagen müssen..Kann bei sowas ja meine Klappe nicht halten. Meiner Meinung hat das einfach mit Anstand und Respekt zu tun..Vielleicht hätte ich, wie Peter mal fragen sollen, ob sie als Kind mit der Rakete durch´s Kinderzimmer geschossen wurde??!!
Da ich Glückliche ein Einzelzimmer habe, bleiben mir an dem Abend weitere Aufreger erspart, denn die Mädels gehen geschlossen direkt nach dem Essen ins Bett, so dass es noch ein schöner Abend wurde ;-P..
Von dem Birdwatching- Tower hat man Abends auch einen herrlichen Blick in den Sternenhimmel, den man hier, wie in Afrika aufgrund der fehlenden Lichter herrlich klar sieht...Rahel, Kristina, Neiser und ich sind auf dem Tower und auch er meint mehr oder weniger frustriert, dass er hofft, dass es morgen sonnig wird, damit die Laune der Mädels etwas steigt; worauf ich meine, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich mir Sonne wünschen soll, denn dann ist es bestimmt auch nicht recht und viiiiiel zu heiß...Man wird ja schließlich noch einen Grund finden, um zu stänkern..Der andere Guide Wilmer meint nur zu mir: „i hate the grils..“ und das sagt schon viel. Ich hab mich mit allen super verstanden und habe wohl auch deswegen „Extras“ bekommen- wie ein weiteres Handtuch usw..Das Beste war dann noch, wie Nike vor Wilmer auf die Knie gefallen ist, um eine Zigarette für Justin zu bekommen, die relativ starke Raucherin ist und nicht genug Zigaretten dabei hatte..Jeder andere hat ohne Probleme Zigaretten von Wilmer bekommen, nur bei den Mädels sind alle unerbittlich. Was ich mehr als verstehen kann.
Am nächsten Morgen scheint tatsächlich die Sonne und nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir gegen 09:15 Uhr flußabwärts in einem Siona-Dorf..Und- was soll ich sagen: wir waren kaum eine Stunde unterwegs..da war es viiiiiieeeel zu heiß...Puh, mir wurde auch heiß- aber anders..hatte so ein heißes Gefühl in meiner rechten Hand, dass ich mal kurz zum Rundumschlag ausholen muss :-)..In dem Dorf werden wir auch quasi gleich vom Dorfaffen Nacho (Wollaffe) begrüßt..also vielmehr ich- denn anscheinend war ich ihm ziemlich symphatisch, denn ich hatte kaum meine Flasche aus meinem Rucksack geholt, um was zu trinken, ist er auch schon an meinen Beinen hochgeklettert und hat mirmeine Flasche aus der Hand gerissen..Somit kann ich nun auch sagen, dass ich schon mal einem Affen die Flasche gegeben habe..Danach erfreut er sich noch auf mir herum zu klettern- inklusive durch mein Gesicht, auf meinen Kopf und als er dann schließlich meine Haare als Liane benutzt, gebe ich ihn dankend weiter..Ihr wisst ja, wie gerne ich es habe, wenn mir jemand an den Haaren herumreißt..In diesen Indigenagemeinden ist es auch noch üblich Affenfleisch zu essen; Nachos Mutter musste quasi als Sonntagsbraten herhalten, während ihr Sohn mit ihrem Tod quasi zum Haustier wurde..
Bevor es weiter zum traditionellen Yuca-Fladen geht, bekommen Rahel und ich noch mit Achiote eine Kriegsbemalung. Den anderen war es zu uncool ;-)..
Zunächst werden die Yuca-Wurzeln in dem angrenzenden Garten geerntet, dann geschält, ausgepresst gerieben, gesiebt und anschließend auf dem Feuer zubereitet...Wir haben diese dann mit Marmelade und einem Thunfisch-Aufstrich gegessen..Danach ging es weiter zum Schamanen. Auch hier hatten die Mädels nichts anderes zu tun, als zu maulen, dass es stinkt, zu heiß ist, es zu langweilig ist...und dann entweder sich halb schlafend zu stellen oder zu lachen, wenn der Schamane auf Fragen geantwortet hat...Das Wort „Fremdschämen“ hat da für mich auch mal wieder eine neue Bedeutung bekommen..
Ich war dann inzwischen mit Neiser schon soweit, dass ich kein Maschinenpistolenmassaker starten, sondern die Machete nehmen---die ist leiser :-) und kostengünstiger..
Ich habe zu Neiser gesagt, dass es sein Glück war, dass der Affe mein Wasser gesoffen hat, sonst wäre wahrscheinlich jemand kollabiert, wenn es einen der anderen Mädels getroffen hätte..
Auch bezüglich des Mittagessens fand man dann wieder einen Grund sich zu beschweren- im Dorf stinkt es nach Kuhscheiße, deshalb kann man dort nichts essen, auf dem Boot ist es zu heiß und ach ja, bis man in den Schatten kommt, dauert es zu lange..Ommmm, ich bleibe ruhig,....Ommm, ich muss viel ruhiger werden, stimmt´s Mel :-)?!..Na ja, jedenfalls sind wir dann gegen 15:30 Uhr an der Lodge angekommen und als wir heute ein letztes Mal auf die Lagune rausfahren, tuen uns die anderen 6 Mädels den Gefallen, auf den ich schon seit 2 Tagen gewartet habe, nämlich, mit dem Arsch in der Lodge zu bleiben, so dass die verbleibenden Mädels und ich einen herrlichen letzten Tag auf der Lagune mit Tierbeobachtungen verbringen können..
Hier wieder eine kleine Auswahl, der von mir gefundenen lateinischen Namen- war fleißig und Abends im Artbestimmungsbuch unterwegs:
Pteroglossus inscriptus(Tukan), Leucopternis plumbea, Coragyps atratus und Cathartes melanbrotus (jeweils eine Geierart).
Ansonsten haben wir noch die seltene Brilleneule vor die Linse bekommen, Wespenfalken, Brüll-, Woll- und Eulenaffen, die mit ihren riesigen Glubschaugen ein bißchen wie Aliens aussehen. Eine Anakonda hat sich heute Abend leider nicht blicken lassen, dafür fängt Neiser direkt bei der Lodge eine Regenbogenboa- die seiner Aussage nach viel seltener zu sehen ist. Die Mädels bekommen auch davon wieder nichts mit, da sie bereits seit ca. 20:30 Uhr im Bett liegen..Ich sitze heute Abend wieder mit der anderen Gruppe zusammen, die hier auch so viel Freude empfindet wie ich. Auch dieser Platz hier fernab der Zivilisation ist perfekt, um runterzukommen, einfach einzuatmen und die Natur zu genießen..Tja, aber manchen Leuten bleiben die kleinen, stillen Dinge des Lebens eben verborgen..
Am Sonntag morgen bricht unser letzter Tag im Dschungel an. Die Mädels sind heute deutlich besser gelaunt- ich vermute mal, weil es nun nach hause geht.
Morgens um 06:30 Uhr waren eigentlich auch wieder nur Rahel, Kristina und ich auf dem Vogelbeobachtungsturm. Kurze Zeit kommen auch noch Nicki und Raphaela hinzu.
Bekanntermaßen ist Morgens immer eine gute Zeit zum Vögelbeobachten. Also, hier zum Nachschlagen:
  • Pteroglossus pluricinetus
  • Ramphestas tucanus
  • black headed parrot
  • Pteroglossus inscriptus
  • Conopias perva
  • Dacnis flaviventer
  • Tangera schrankii
  • und zum Abschluss auch noch ein bisschen deutsch:
  • Gelbkopfgeier
  • Tigerreiher und diverse grüne Amazonen.

Nach dem Frühstück geht es um 09:30 Uhr mit dem Kanu zurück in die Zivilisation. Vorher habe ich noch das Bedürfnis mich bei den Leuten der Lodge, inkl. Neiser für das Verhalten der Gruppe zu entschuldigen. Ich weiß zwar, dass ich nichts dafür kann, aber es war mir dennoch ein Bedürfnis. Und auch Neiser teilt meine Empfindung, denn laut seiner Aussage, war das die „schlimmste Gruppe“, die er jemals hatte..Echt beschämend. Vor allem wenn man dann von den Leuten dort gefragt wird, ob alle Deutsche so sind..
Na ja, wie auch immer mir hat es gut gefallen. Es ist ein sehr schöner Platz und ich denke ich habe das Beste daraus gemacht..
Wir machen noch einen kurzen Abstecher zu einer Stelle, wo Rohöl gefordert wird. Das ist ein ziemlich übeles Thema für den Dschungel hier. Das Öl verseucht das Grundwasser und vergiftet Mensch und Tier. Von dem geförderten Öl können lediglich maximal 10 % verwendet werden; der Rest ist "Abfall", der wie auf dem unteren Bild gezeigt, "entsorgt" wird. Die Indigenas bekommen die alten Chemietanks, um ihr Wasser aufzufangen und die Krebsrate hier ist sprunghaft in die Höhe gestiegen..Mir wurde echt schlecht, als ich diesen Ölsumpf hier gesehen habe, deshalb habe ich mich auch entschlossen, das Bild hier in meinem Blog zu veröffentlichen. Könnte mir nämlich schon vorstellen, dass es dem ein oder anderen nicht passen wird, dieses Bild im Netz zu finden..Aber solange der Rubel rollt, ist der Naturschutz und letztendlich auch der Schutz der lebenden Menschen Nebensache..Wo das hinführt, wird die Zukunft zeigen- meiner Ansicht nach, sitzen sie hier auf einem Pulverfass, dass jeden Moment explodieren kann..Von der Qualtiät der Rohre der Piplines will ich schon gar nicht mehr reden..

Auf dem Rückweg läuft mal wieder ein „Horrorfilm“ im Bus...Dieses Mal „Final Destination 5“...und das obwohl auch kleine Kinder im Bus sind..Außnahmsweise kann ich mal sagen, dass der Busfahrer dieses Mal nicht seinen eigenen Horrorfilm gedreht (bezüglich seines Fahrstiles); der war nämlich o.k..
Der nächste Aufreger lässt aber nicht lange auf sich warten..Nach einer knappen Stunde Fahrt müssen wir alle aus dem Bus aussteigen; unser Handgepäck wird kontrolliert und wir müssen samt Reisepass zum Registrieren antreten. Tja, was soll ich sagen, Madame Nike hat nichts anderes zu tun, als sich samt Reisepass und mit MP3- Player in den Ohren vor dem Militärposten aufzubauen und in die andere Richtung zu starren- wie ein trotziges Kind, dem man das Spielzeug weggenommen hat..Da ich keine Lust hatte, es mir mit den maschinenpistolengespickten Militärs zu versauen, so dass die uns vielleicht noch hier festhalten, führe ich eben die Kommunikation. Nebenbei wirft Nike noch motzig ins Gespräch ein, dass sie kein Spanisch versteht und hört lieber weiter ihren MP3 Player...Also manchen Leuten könnten man echt mit dem nackigen Arsch...usw...nöb?! Die machen schließlich auch nur ihren Job und wenn man ins Grenzgebiet zu Kolumbien fährt, dann weiß man, dass es zu verstärkten Kontrollen kommen kann...vor allem, wenn man soooo erwachsen sein will und und sowieso alles besser weiß..Aber genug davon. Wir mussten dann noch ein zweites Mal raus, wo alles kontrolliert wurde und gegen 22 Uhr sind wir dann in Quito angekommen.
Ich bin dann mit dem Taxi zu Alex in die Caldas Straße und habe hier quasi meine letzte Nacht in Quito verbracht...Und- wenigstens einer konnte lachen, als ich von den Erlebnissen vom Wochenende erzählt habe :-)...
Vielleicht hier der ein oder andere auch, wenn er sich meinen Gesichtsausdruck zu den „Tussis“ vorstellt :-)..
Konnte mich natürlich auch das ein oder andere Mal mit einem gesalzenen Kommentar nicht so ganz zurückhalten..ähmmm--ist ja auch ganz untypisch für mich :-)..Ich denke, das Schlimme ist, dass, wenn man sie einzeln für sich hatte, jede auf ihre Art nicht so verkehrt war-aber in der Gruppe und in dieser Umgebung waren sie so fehl am Platz, wie ich dank meiner Katzenallergie in einem Käfig voller Katzen wäre..

Hier eine kleine Bilderauswahl:
Blick auf meine Unterkunft

Birdwatching- Tower

Sonnenuntergang auf der Laguen vom Kanu aus

Skorpionspinne

den Namen weiß ich leider nicht: Marcel- it´s your turn :-)

Fischfressende Spinne

Langnasenfledermaus

na, wo ist der Frosch??

konnte mich noch nicht ganz entscheiden, ob ich Tarzan oder Jane bin ;-)

großer Fisch an der Angel- Piranha

eine gut getarnte Schwalmart?! Marcel?:-)

Romantico:-)

Blick vom Birdwatching-Tower in die Umgebung

die Guacamayo Ecolodge bei Sonnenschein


Nacho mit meiner Wasserflasche, die ich ihm dann freiwillig überlassen habe, nachdem er das Maul dran gehabt hat

Blick auf die Siona-Behausungen

Ananas

Nacho mit Lolli

Zubereitung von Yucabrot


die "normale Truppe": Raphaela, bekannt, Kristina


Schamanenritual


Nacho hat sich ein neues Opfer gesucht, nachdem ich auch beim zweiten Mal dann gestreikt habe :-)


Abendstimmung auf der Lagune

Regenbogenboa

So wird hier das Restöl entsorgt..da wird einem echt schlecht..

"meine singende" Empanadaverkäuferin (Busstopp)