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Sonntag, 7. Oktober 2012

Sonntag- Kirchentag-07.10.2012

Heute Morgen werde ich bereits um 5 Uhr durch die Glocken geweckt. Sonntags steht hier alles im Rahmen der Kirche. Die Straßen sind wie leergefegt, die Menschen werfen sich in ihr beste Kleidung, welche auch bei den Männern aus einer Art Schürze aus Bast, über der normalen Kleidung besteht. Ich habe keine genaue Vorstellung, wie viele Kirchen es in dieser kleinen Stadt gibt, aber gesehen, habe ich zumindest schon mal 4.
Beim Frühstück stellt mich Tai, drei weiteren Deutschen vor (einem Paar aus Hagen und einem Berliner), welche auch zur Kirche gehen wollen.
Wir gehen daher zusammen zu der evangelischen Kirche, wo auch eine Angestellte des Hauses im Chor mitsingt.
Als erstes fallen mir in der Kirche die Ventilatoren auf, die an jedem Pfeiler angebracht sind.
Selbst bevor der Gottesdienst beginnt, ist ein Teil der Gemeinde schon munter am Singen. Am Freitag Abend hatte ich von außen bei einer der Kirchen eine Chorprobe mitgehört. Die scheinen hier alle begnadete Sänger zu sein.
Der Pfarrer hat sich dann auch mehr als ins Zeug gelegt, als er seine Predigt vom Stapel gelassen hat. Zum Teil war ich wirklich froh, hier nicht in der ersten Reihe zu sitzen, da er manchmal so geschriehen hat, dass, hätte ich ein Tupet aufgehabt, mir das sicher vom Kopf geflogen wäre :-)..Die Türen der Kirche sind während der ganzen Zeit offen, so dass ständig ein munteres Kommen und Gehen herrscht. Manchmal schauen auch einmal ein paar Hunde vorbei, was denn ihr Herrchen hier macht.
Leider habe ich von der Predigt natürlich überhaupt nichts verstanden, da alles in Tongan war..Tja, da haben wohl die Untertitel gefehlt, hmm?!
Im Anschluss gehen wir zum alten Hafen und auch zu einem Friedhof, wo z.T. ganz alte Gräber sind. Auch ein Grab von einer Deutschen- Sophie Sanft, wenn ich mich recht erinnere.
Reinhard und seine Frau betreiben Familienforschung und sind daher ganz interessiert an diesen alten Grabstätten. Sogar im Archiv in Neuseeland hat er ihren Namen und Heiratsurkunde gefunden..
Die Gräber hier scheinen alle Familiengräber zu sein und sie sind alle mit vielen, bunten Plastikblumen geschmückt. Das passt so richtig gut hier her.
Ich gehe im Anschluss alleine weiter, denn ich will noch zu den Vanille- Plantagen- ca. 6-8 Kilometer außerhalb von Neiafu...Als ich in der Nähe des Ziels bin, hält ein Auto mit einer jungen Australierin und einem Tonganer, ob ich nicht ein Stück mitfahren will.
Das habe ich dann auch gemacht und kann im Nachhinein sagen, dass es eine gute Idee war. Bei den Plantagen war nämlich kein Mensch und von Schoten war an den Pflanzen auch nichts zu sehen. So habe ich mir also wenigstens die Pflanzen etwas genauer betrachtet und die beiden nehmen mich auch wieder ein Stück mit zurück.
Claire war vor ein paar Wochen hier, um eine Freundin, die hier in einer Gastfamilie gelebt hat, zu besuchen. Dabei hat sie sich in einen Tonganer verliebt und will nun ausprobieren, wie es denn zwischen ihnen weitergehen soll..
Unterwegs zeigt er uns noch seine Ananasplantage und die Mangobäume. Leider sind die Früchte zur Zeit noch nicht reif.
Danach mache ich mich zurück zum Guesthouse, wo ich dann auch gegen 15:30 Uhr ankomme. Das Internet streikt auch mal wieder: ist ja klar: ist ja auch Sonntag- und läuft ja bekanntlich hier NICHTS :-); selbst das Internet hat anscheinend mal wieder Ruhetag..
Blick auf den alten Hafen

Gräber- u.a. von der deutschen Sophie Sanft

Kokusnußpalmen und Ananas

damit man auch von Tonga den Weg nach hause findet :-)

leere Kirche am Nachmittag


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