Beim Frühstück stellt mich Tai, drei
weiteren Deutschen vor (einem Paar aus Hagen und einem Berliner),
welche auch zur Kirche gehen wollen.
Wir gehen daher zusammen zu der
evangelischen Kirche, wo auch eine Angestellte des Hauses im Chor
mitsingt.
Als erstes fallen mir in der Kirche die
Ventilatoren auf, die an jedem Pfeiler angebracht sind.
Selbst bevor der Gottesdienst beginnt,
ist ein Teil der Gemeinde schon munter am Singen. Am Freitag Abend
hatte ich von außen bei einer der Kirchen eine Chorprobe mitgehört.
Die scheinen hier alle begnadete Sänger zu sein.
Der Pfarrer hat sich dann auch mehr als
ins Zeug gelegt, als er seine Predigt vom Stapel gelassen hat. Zum
Teil war ich wirklich froh, hier nicht in der ersten Reihe zu sitzen,
da er manchmal so geschriehen hat, dass, hätte ich ein Tupet
aufgehabt, mir das sicher vom Kopf geflogen wäre :-)..Die Türen der
Kirche sind während der ganzen Zeit offen, so dass ständig ein
munteres Kommen und Gehen herrscht. Manchmal schauen auch einmal ein
paar Hunde vorbei, was denn ihr Herrchen hier macht.
Leider habe ich von der Predigt
natürlich überhaupt nichts verstanden, da alles in Tongan war..Tja,
da haben wohl die Untertitel gefehlt, hmm?!
Im Anschluss gehen wir zum alten Hafen
und auch zu einem Friedhof, wo z.T. ganz alte Gräber sind. Auch ein
Grab von einer Deutschen- Sophie Sanft, wenn ich mich recht erinnere.
Reinhard und seine Frau betreiben
Familienforschung und sind daher ganz interessiert an diesen alten
Grabstätten. Sogar im Archiv in Neuseeland hat er ihren Namen und
Heiratsurkunde gefunden..
Die Gräber hier scheinen alle
Familiengräber zu sein und sie sind alle mit vielen, bunten
Plastikblumen geschmückt. Das passt so richtig gut hier her.
Ich gehe im Anschluss alleine weiter,
denn ich will noch zu den Vanille- Plantagen- ca. 6-8 Kilometer
außerhalb von Neiafu...Als ich in der Nähe des Ziels bin, hält ein
Auto mit einer jungen Australierin und einem Tonganer, ob ich nicht
ein Stück mitfahren will.
Das habe ich dann auch gemacht und kann
im Nachhinein sagen, dass es eine gute Idee war. Bei den Plantagen
war nämlich kein Mensch und von Schoten war an den Pflanzen auch
nichts zu sehen. So habe ich mir also wenigstens die Pflanzen etwas
genauer betrachtet und die beiden nehmen mich auch wieder ein Stück
mit zurück.
Claire war vor ein paar Wochen hier, um
eine Freundin, die hier in einer Gastfamilie gelebt hat, zu besuchen.
Dabei hat sie sich in einen Tonganer verliebt und will nun
ausprobieren, wie es denn zwischen ihnen weitergehen soll..
Unterwegs zeigt er uns noch seine
Ananasplantage und die Mangobäume. Leider sind die Früchte zur Zeit
noch nicht reif.
Danach mache ich mich zurück zum
Guesthouse, wo ich dann auch gegen 15:30 Uhr ankomme. Das Internet
streikt auch mal wieder: ist ja klar: ist ja auch Sonntag- und läuft
ja bekanntlich hier NICHTS :-); selbst das Internet hat anscheinend
mal wieder Ruhetag..
| Blick auf den alten Hafen |
| Gräber- u.a. von der deutschen Sophie Sanft |
| Kokusnußpalmen und Ananas |
| damit man auch von Tonga den Weg nach hause findet :-) |
| leere Kirche am Nachmittag |
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