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Samstag, 20. Oktober 2012

Cape Reinga- nördlicher Zipfel von Aotearoa -19.10.2012

Heute Morgen holt mich mein Handy um 05:40 Uhr unerbittlich aus dem Bett. Um kurz nach 7 Uhr muss ich schon Richtung Bus und will ja vorher noch eine heiße Schokolade trinken, fertig packen und ein Brot für unterwegs schmieren..
Die Küche wird morgens hier immer um 6 Uhr durch einen Sicherheitsdienst aufgesperrt...Na ja, außer an DIESEM Morgen. Ich stehe von 06.30 Uhr bis 10 vor Sieben vor der Tür und warte auf den Aufsperrdienst...Der bringt dann noch nicht ein mal eine Entschuldigung über die Lippen, sondern meint nur lapidar, dass solche Dinge in Neuseeland passieren können...Na, das hätte meinen Busfahrer sicher auch interessiert, wenn ich zu spät gekommen wäre..
Dieser ist allerdings heute Morgen auch zu spät, so dass mal wieder die ganze Hektik umsonst war :-). Unsere erste Station ist der Puketi Forest- ein Kauri-wald- in der Nähe von Kerikeri. Hier stehen jahrhundertalte Kauribäume, deren Größe echt beeindruckend ist. In früheren Zeiten, wurden die uralten Bäume nicht nur geschlagen, sondern vergleichsweise mit dem Kautschukbaum, auch gemolken. Der Kauri entwickelt eine bernsteinfarbene Klebmasse, das Kauri-Harz, wenn die Rinde verletzt wird.
Nach der Lunchpause kommen wir am frühen Nachmittag bei Cape Reinga an. Ein sehr spiritueller Ort.
Kupe war der erste bekannte Reisende von Hawaiki, dem originalen Zuhause der Maori im Ostpazifik. Kupe gab diesem Platz den Namen Te Rerenga Walrua. Er sagte, dass dies der Platz ist, wo die Maoris nach ihrem Tod zu ihrer fernen Heimat zurückkehren.
Einige Plätze in Neuseeland haben ihre Namen von Kupe, der ihnen auf seiner altertümlichen Reise den Namen gab.
Weiterhin bildet Te Rerenga Wairua (Cape Reinga) die Grenze der Tasmanischen See (Richtung Westen) zum Pazifischen Ozean. Für die Maori bedeuten diese unruhigen Wasserstrudel, dass sich hier die männliche See Te Moana Tapokopoko a Tawhaki und die weibliche See Te Tai o Whitirela sich treffen/vereinigen.
Die Wasserstrudel, die dort entstehen, wo sich die Strömungen treffen, vergleichen sie mit dem Tanz des Wassers in der Bugwelle eines Kanu´s. Sie repräsentieren das Zusammenkommen von Männlich und Weiblich und somit der Beginn des Lebens.
Auch hier ist es wieder sehr windig und ich muss schauen, dass ich nicht wegfliege..
Unterwegs können wir einigen Hütehunden bei der Arbeit zusehen, was wieder sehr faszinierend war..Allerdings haben sich die Kühe auch desöfteren mal gegen die Hunde gestellt, die aber keinerlei Angst gezeigt haben.
Nun geht es in die Dünen zum Sandborden. Den einen oder anderen haut es bei zu viel Speed dann auch mal in die nächstbeste Pfütze:-). Ein kurzweiliges Vergnügen.
Unser Busfahrer entscheidet auch, trotz Wind, dass wir den Ninety Mile Beach (der in Wirklichkeit nur 64 Milen lang ist, wenn ich mich richtig erinnere) mitsamt Bus entlang fahren.
Was für ein Glück, dass ich heute Morgen noch geschaltet und meine Tasche schön wasserfest eingepackt habe :-)..
Sie haben hier schon einige Busse im wahrsten Sinne des Wortes IN DEN SAND gesetzt. Sobald man sich hier festfährt, hat man kaum eine Chance, denn bis Hilfe da ist, hat die Flut ihre eigenen Pläne mit den Fahrzeugen bereits umgesetzt.
Allerdings muss ich ja schon zugeben, dass es doch recht cool war, mit dem Bus entlang der Küstenlinie zu donnern. An einer „sicheren“ Stelle halten wir auch einmal kurz an, um den Strand nun auch mal außerhalb des Busses genießen zu können.
Von hier aus machen wir uns auf den Rückweg nach Paihia. Die ganze Strecke für heute ist immerhin fast 500 Kilometer. Ich werde allerdings in Kerikeri aussteigen, um mir hier noch ein bisschen die Gegend anzuschauen, habe ich hier 2 Nächte in einem Hostel gebucht und fahre am Sonntag mit dem Bus wieder nach Paihia, von aus es um 14:45 Uhr wieder Richtung Auckland geht. Nachdem wir noch einen Zwischenstopp bei einem Fish&Chips Laden eingelegt haben, laufe ich gegen 20 Uhr im Hostel ein. Der Busfahrer war so nett, einen kleinen Umweg für mich zu fahren, so dass ich nicht mit dem ganzen Gepäck so weit laufen muss. Und- welch Überraschung-es gibt mal wieder Katzen im Hostel. Gut, dass ich nur 2 Nächte hier bleibe. Meine Zimmernachbarin heißt Ulli und ist nun schon 5 Monate hier. Sie arbeitet hier und hat sich in dem winzigsten Zimmer (d.h.) zu zweit können wir uns fast nicht darin aufhalten, gemütlich eingerichtet.. Allerdings warnt sie mich gleich vor, dass sie schnarcht..Na ja, wäre ja schlimm, wenn ich meine Ohrstopfen umsonst mitgenommen hätte :-)...Nachdem auch ich mich „eingerichtet“ habe, gehe ich erst mal wieder online, um die letzten Tage abzudaten...
Kauri-Baum

ein kleiner Größenvergleich :-)







entlang der Küste...



Cape Reinga

...wo sich Tasmanische See und Pazifik gute Nacht und guten Morgen sagen...

is a bissl bis London..

Hütehunde bei der Arbeit...

Sandborden..

90-Mile Beach

90-Mile-Beach

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