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Donnerstag, 13. Juni 2013

Ankunft in Kanchanaburi&das Thailand-Burma Eisenbahn Center-13.06.2013

Mit einer halben Stunde Verspätung ging es heute Morgen von Ayutthaya nach Kanchanaburi. An Bord war auch ein spanisches Paar und ich konnte feststellen, dass mein Spanisch noch grottenschlechter ist, als ich es in Erinnerung hatte :-/..Muss echt noch mal ein bisschen üben/wiederholen, wenn ich wieder zuhause bin.
Da das Wetter sich langsam einzuregnen schien, ist der beste Platz für heute: der Minivan oder- als ich kurz nach 12 Uhr in Kanchanaburi angekommen bin: wie kann man einen regnerischen Tag am Besten nutzen: Genau! Zeit für´s Museum.
Ich besuchte das Thailand-Burma Eisenbahn Center (für nähere Infos- hier-klicken)
Kanchanaburi, ein ca. 67 000 Einwohnerstädtchen, ist vor allem wegen seiner „Brücke am Kwai“ bekannt, welche die Vorlage zu dem gleichnamigen Film darstellte. Auch sind die Soldatenfriedhöfe hier nicht zu übersehen; was mich unwillkürlich an die Soldatenfriedhöfe in Frankreich erinnert hat.
Vorgenanntes Museum beschäftigt sich mit „Der Eisenbahn des Todes“. Im 2. Weltkrieg ließen oder eher gesagt erzwangen die Japaner den Bau einer Eisenbahnlinie zwischen Burma und Thailand, der ihren Nachschub sichern sollte. Der Seeweg war zu gefährlich. Über 400 km lang war die Strecke, die über 100 000 (Malayen, Burmesen, Briten, Javanesen, Australier, Hölländer, Chinesen, Amerikaner, sowie Japaner und Koreaner) Menschen das Leben kostete, die unter unmenschlichen Bedingungen einen unmöglichen Zeitplan zu erfüllen hatten. Die an verschiedenen Standorten errichteten Camps, wurden mit aisatischen Zwangsarbeitern oder Kriegsgefangenen (hauptsächlich Australier, Briten und Holländer) bestückt.
Die Menschen wurden gezwungen in Rekordzeit, eine Eisenbahntrasse durch die Wildnis zu treiben..Aber- zu welchem Preis. Bilder der 1945 befreiten Arbeiter zeigen nur Skelette. Viele starben an Unter- und Mangelernährung, sowie Cholera, Ruhr, Malaria oder bildeten tropische Geschwüre aus. Über die medizinische Versorgung, brauche ich, glaube ich, kein Wort zu verlieren. Das wenige medizinische Personal, dass eingesetzt wurde, hatte NICHTS in Händen, außer ihre Fantasie, provisorische Hilfe zu leisten.
Das Museum ist sehr interessant gestaltet. Es reicht von Schautafeln, über altes Filmmaterial, bis hin zu Originalbriefen oder Utensilien der Gefangenen. Sehr aufschlussreich und fesselnd. Und ich habe mich einmal mehr fragen müssen: zu was sind Menschen alles fähig??
Als ich das Museum verlasse, geht gerade ergiebiger Regenguss zu Ende, so dass ich mehr oder weniger trocken wieder im Gästehaus (VN Gästehaus) ankomme.
Das gefällt mir ausgesprochen gut, da sich mein Zimmer auf einem Floß befindet- mit Balkon und Blick direkt auf den Fluss. Wenn ich auf meinem Balkon oder im Zimmer sitze, höre ich das leise Plätschern des Flusses und das Fiepen der Vögel. Nur ein hin und wieder vorbeiziehendes Discoboot stört die romantische Stimmung etwas :-). Wobei diese Boote echt cool aussehen- wie schwimmende Häuser...
Nun denn- heute Nacht kann ich mich von den sanften Wellenbewegungen in den Schlaf schaukeln lassen :-)..

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