24.07.2012: heute morgen sind wir gegen
6 Uhr in die Puschen gekommen.
7Uhr ist Frühstückszeit und es gab
Früchte, Porree- bei Bedarf auch Toast mit Honig, Erdnussbutter und
Marmelade.
Danach war antreten angesagt. Heute
Morgen steht das Pflanzen von Kaffeepflanzen auf dem Programm.
Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Gesichtsnetz, Hut, langärmliger,
heller Kleidung geht es zu Fuss Richtung Pflanzfeld.
Allerdings sollte man das Feld nicht
als Feld bezeichnen. Es ist purer Dschungel.
Einige Jungs gehen mit Macheten vor, um
wenigstens ein bisschen den Weg freizumachen.
Die nächsten kommen mit Macheten nach
und es werden Reihen markiert, in die die Setzlinge kommen sollen. Es
folgen die Leute mit den Spaten und zum Schluss werden die Setzlinge
aus den Plastiktüten herausgenommen und in die Löcher gesetzt.
Beides ist kein Zuckerschlecken bei ca.
28-30 °C und gefühlten 90 % Luftfeuchtigkeit hinter einem
Gesichtsnetz und mit langärmliger Kleidung. Es gibt hier Millarden
von Moskitos und dass es die ganze Nacht wie aus Eimern geschüttet
hat, hat die Sache heute Morgen nicht besser gemacht. Habe mich zwar
eingesprüht, aber als wir zurückgekommen sind, habe ich dann
festgestellt, dass ich wohl auch kurzärmelig hätte gehen können.
Bin total zerstochen..
Aber- die pos. Nachricht ist: es gibt
keine Malaria. Man soll ja immer das positive Seite sehen- nöb?! Ich
hoffe, ich denke dran, wenn es anfängt zu jucken wie Hölle!
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| Mockingbird |
Gegen 12 Uhr ist dann Mittagessen
angesagt. Hier gibt es immer zwei volle Mahlzeiten am Tag. Um 10 Uhr
gab´s auch noch ein Käsesandwich und Cola.
Diejenigen, die schon länger hier
sind, können keine Bohnen mehr sehen. Ist ja aber auch typisch für
Südamerika: Reis und Bohnen sind Hauptbestandteil der Mahlzeiten..
Am Nachmittag zwischen 14-17 Uhr gehen
Melanie und ich auf Vogeljagd. Ich bzw. wir haben uns freiwillig
gemeldet, mit der Kamera loszuziehen und Vögel zu fotografieren- am
Besten beim Fressen, um feststellen zu können, ob die Anpflanzungen
von endemischen Pflanzen Wirkung gezeigt haben und die Vögel das
vorhandene „Angebot“ nutzen...
Gegen 18 Uhr ist Abendessen angesagt.
Hier gibt es eine Tafel, in die sich jeder eintragen kann.
Küchendienst für´s Frühstück beginnt morgens um 6 Uhr;
Mittagessen ab 10 Uhr und Abendessen um 16 Uhr.
Dazu gibt es immer frisch gepressten
Orangensaft, der von denjenigen, die Küchendienst haben, frisch
gepresst wird. Da es hier Unmengen an Mandarinen und Orangen gibt,
ist zumindest der mengenmäßig riesige Verbrauch kein Problem.
Zur Zeit sind ca. 30 Voluntäre hier.
Eduardo- einer der Mitarbeiter hier,
hat dann beschlossen, dass wir nun jeden Abend ein bisschen Spanisch
mit ihm üben sollen. Mal schauen, wie weit wir kommen ;-)..
Diese Nacht werde ich wach, weil der
Regen laut auf´s Dach platscht: yeahrrr- d.h. Wieder Regen, mehr
Moskitos, keine trockene Wäsche....

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