Aktuelle Zeit bei mir :-)

Sonntag, 13. Januar 2013

What a day!-Borobudur-06.01.2013

Nachdem wir uns für den Morgen- 8 Uhr an der Busstation verabredet haben, starte ich nach einem schnellen Kaffee um kurz nach 7 Uhr, damit ich auch pünktlich um 8 Uhr dort bin. Hatte am Tag zuvor mich an der Rezeption informiert, wie lange es denn dauert, bis ich an der Bushaltestelle bin. Nach Auskunft der Rezeption sollte es nur ca. 20 Minuten dauern- was ja auch mit meiner Entfernungstabelle im Reiseführer gepasst hätte. Und da ich zuhause ca. 3 Kilometer in der halben Stunde laufe, dachte ich, das kommt ja gut hin mit den 20 Minuten. Dann habe ich noch eine halbe Stunde Puffer und dann sollte das auf jeden Fall passen...
Als ich mich dann noch mal vergewissert habe, wie die Karte zu lesen ist und in welche Richtung ich zu laufen habe, ging dann erst mal die Diskussion zwischen drei verschiedenen Leuten los, die sich nicht wirklich entscheiden konnten, wo denn die Busstation sei..Letztendlich haben sie mich dann in die falsche Richtung geschickt und ich hatte 10 Minuten „verloren“, bis ich es gemerkt habe...
Dann war ich aber auf dem richtigen Weg..Was allerdings noch lange nicht von Erfolg gekrönt war..Denn ich lief und lief und lief und lief...Habe zwischenzeitlich Leute gefragt, ob ich noch richtig bin..Als dann kurz nach 8 Uhr war, habe ich mir schon gedacht, dass ich Oliver und Ines jetzt gleich mal anrufen muss, wenn die Station nicht innerhalb der nächsten Minuten auftaucht..Kurz darauf hatte ich dann auch eine SMS von den Beiden aufm Handy und habe dann entschlossen, dass das alles nichts bringt und ich ein Ojek nehme, dass mich direkt zur Haltestelle bringt, damit sie nicht noch länger auf mich warten müssen...Ich habe dann auch direkt eins bekommen und war letztendlich, nachdem ich noch über den Busbahnhof gerannt war, an der richtigen Haltestelle. Wo ich aber natürlich niemanden mehr gesehen habe..Denn als ich dann auf mein Telefon geschaut habe, hatten sie mir gerade 5 Minuten vorher eine SMS geschickt, dass sie nun schon im Bus sitzen und losfahren...Na toll..Ich habe mich dann weiter durchgewurschtelt und saß dann auch 5 Minuten später im Bus, wo man mir beim Einsteigen versicherte, dass dieser Bus nach Borobudur geht. Im Bus konnte dann keiner mehr Englisch...Und ich hab gewartet, und gewartet und gewartet, dass die Haltestelle kommt, von der Mensch an der Touri gesprochen hat- und die kam nicht....
Nach fast 1 ½ Stunden wurde ich dann doch etwas unruhig, ob ich wirklich im richtigen Bus sitze..Da kamen an einer Station ein paar Musiker in den Bus, wovon ich einen gebeten habe, den Busfahrer zu fragen, ob ich richtig bin, denn der hatte zuvor mein „permisi“ die ganze Zeit mal geflissentlich überhört...Der bestätigte mir dann, dass es der richtige Bus ist...
Und gegen 10.10 Uhr war ich dann auch endlich an der Bushaltestelle (Borobudur ist ca. 42 km von Yokjakarta entfernt). Dann ging die Sucherei wieder los, da die Anderen am Eingang auf mich warten wollten...Dieses Mal wollte ich einen Touristen fragen und ich fand auch eine Touristin, die mir bereitwillig den Weg erklärt hat...Leider war auch der falsch und auf meinem Weg zurück- nach zwei weiteren Befragungen-habe ich mir dann ein Tuk-Tuk genommen, da ich keine Lust hatte noch länger zu suchen und sie noch länger warten zu lassen..Um 10:30 Uhr bin ich dann auch nach über 3 stündiger Odysee angekommen und habe erst einmal etwas Kaltes getrunken, denn noch der ganzen Rennerei hatte ich dann doch einen Wasserdefizit...Bevor wir Borobudur betreten konnten, zahlten wir unsere 20 USD Eintritt für ausländische Gäste und nahmen uns zu viert einen Guide. Das war auch gut so, denn dieser konnte uns ausführlich u.a. auch die Ornamente und Figuren auf dem Bauwerk erklären.
Alle umliegenden Vulkane hatten sich wieder in einen Wolkenvorhang gehüllt. Trotz der vielen Touristen und vor allem Schulklassen war das Bauwerk schon eine beeindruckende Erfahrung. Als eigentlich das wichtigste Bauwerk des buddhistischen Glaubens, war Siddharthas komplette Geschichte in Stein gemeißelt. Auch konnte man vereinzelt sehen, wie die Steine ineinander gefügt waren. Wie einzelne Puzzleteile- ohne Mörtel.
Auf der obersten Stufe soll es Glück bringen, wenn man die Stupa von links nach rechts umrundet. Der Sicherheit halber, habe ich das gleich zweimal gemacht...Nach meinen schlechten Anfangstagen in Java , wollte ich auf Nummer sicher gehen...
Aber hier waren wir eher wieder die Attraktion: da bis zu diesem Tag noch Schulferien waren, waren auch sehr viele Menschen von Java unterwegs..Es vergingen kaum 3 Meter, wo uns keiner bat, nicht doch ein Foto mit ihnen zusammen zu machen....
Da der Himmel sich schon wieder anfing, bedrohlich zu verfärben, gingen wir noch in die beiden Museen und wollten dann gegen 14 Uhr den Rückweg antreten und noch etwas essen. Als wir ungefähr die Hälfte des Weges zur Bushaltestelle zurück gelegt hatten, fing es an zu regnen—ach, was sage ich: es fing an zu schütten! Und das so stark, dass selbst ein Regenschirm da nicht mehr viel ausrichten konnte, so dass wir uns unterstellten. Dort standen wir dann immer noch ca. 1 Stunde später, aber wenigstens um ein Erfrischungsgetränk reicher...Wir sind dann „mit Schwimmärmchen ausgestattet“ (kleiner Scherz) zurück zur Bushaltestelle und haben dort noch schnell was gegessen, da es inzwischen schon nach 15 Uhr war. Dann hieß es—auf, in den Bus springen- der geht nach Yokja...Ich will an dieser Stelle nicht mehr zu dem Bus sagen, als dass dieser, meiner Ansicht nach, nur noch durch die Schrauben zw. dem Rost zusammengehalten wurde, und die Tür sich nicht schließen ließ, so dass ich im Bus den Regenschirm aufgespannt hab, um Annika und mich vor den Wasserbächen zu schützen, die das Dach hinunterliefen....
War bestimmt ein toller Anblick. Sie meinte allerdings, dass die Busse in Tansania wohl noch schlimmer seien...Nun ja- wie dem auch sei: wir kamen an; also, zuerst nicht ganz, denn der Bus endete an einer Haltestelle in Yokja, wo wir noch in den TransYokja einsteigen mussten....Hier wurde ein bißchen englisch gesprochen, so dass wir es auch geschafft haben, im richtigen Bus zu landen..
Langer Rede kurzer Sinn- gegen 18:30 Uhr habe ich dann wieder meine Hotelzimmertür
aufgesperrt. Und- habe erst einmal durchgeschnauft!
Nach diesem ganzen Hin- und Her hatte ich mir dann überlegt, ob ich Prambanan dann nicht vielleicht doch mit einer geführten Tour machen sollte- Annika wollte wahrscheinlich auch mit; Ines und Oliver mussten schon früher weiter...
Jedenfalls saß ich über 1 ½ Stunden in der Touristinfo und kaute alles durch bez. Prambanan, Ramayana Ballett, Transport dort hin, Bromo- Tour etc. und verblieb mit dem guten Mann so, dass ich am nächsten Tag noch mit Annika reden müsse, und ich dann zurück komme, und wir alles klar machen..
Ziemlich erledigt, bin ich dann auch gegen 20:45 Uhr wieder auf mein Bett gefallen. Meine Halsschmerzen sind immer noch nicht weg und meine Medikamente nun langsam aufgebraucht. Werde morgen mal in die Apotheke gehen und schauen, ob es da sowas wie Lutschpastillen gibt...
Da mir an der Touri auch gesagt wurde, wenn ich das Gamelan-Konzert morgen im Sultan-Palast hören möchte, solle ich um 9 Uhr dort sein, war dann auch klar, dass ich nicht später als 7 Uhr morgen früh aufstehen werden. Fühle mich grad ziemlich erledigt mit der ganzen Rennerei und dem Stress von heute und einer noch nicht auskurierten Grippe...
Aber- na ja: jeden Tag wird es nun besser werden...Think pink!! (meine Trainingsoption :-))
Blick von Borobudur auf den wolkenverhangenen Vulkan

von links nach rechts: Oliver, Ines, Annika und ich

Borobudur


eine der vielen Buddhastatuen mit 8 verschiedenen Handzeichen


Reliefs und Geschichte von Siddhartha


the same prozedure as every 2 meters: can i have a picture with you?????

jeb, es ist nicht immer alles, wie es scheint :-)


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