Aktuelle Zeit bei mir :-)

Sonntag, 13. Januar 2013

Runterkommen, „Wunden“ pflegen und Kraft sammeln-12.01.2013-13.01.2013

Über diese beiden Tage gibt es nicht so viel zu berichten, da ich einfach mal ein bisschen relaxen wollte nach all der Hektik in Java.
Auf dem Gelände von dem Zimmer, wo ich untergebracht bin, wohnt ein Großteil von Made´s Familie. Seine beiden Brüder mit Frauen (hier ist es üblich, dass die Frau nach der Hochzeit zu den Eltern/der Familie des Mannes zieht), sowie eine unverheiratete Schwester von Made und noch eine „alte Frau“, die ich noch nicht zuordnen konnte. Außerdem mehrere Hunde, Katzen und Vögel. Made´s Frau hat mir dann morgens ein typisches balinesisches Frühstück bereitet: süßer, schwarzer Reis, Kokosflocken, balinesisches Brot- was auch immer das ist :-) auf Bananenblatt, dazu den hier üblichen Kaffee..Den musste ich leider zurückgeben, denn hier wird der Kaffee ausschließlich schwarz getrunken und samt Kaffeesatz, d.h., wenn man Kaffee trinkt, knirscht einem das Kaffeepulver zwischen den Zähnen und mir als passionierter Milchkaffeetrinker ist das ja so gar kein Genuß. Stattdessen habe ich dann grünen Tee mit ganz viel Zucker bekommen...Ach ja, DAS hätte ich vielleicht dazusagen sollen: wenig oder kein Zucker. Denn wie in Südamerika ist Zucker hier äußerst beliebt..
Da ich diesen Bericht nun am 13.01.2013 nachmittags schreibe, kann ich inzwischen sagen, dass ich eigentlich nie Wasser habe, wenn ich brauche. Duschen tue ich hier ausschließlich am Wasserbottich mit Schöpfkelle. Wenn ich Glück habe, ist das Wasser von der Sonne abends etwas angewärmt. Meistens gibt es nur Mittags etwas Wasser, aber dann will man ja nicht duschen, da man eh bis abends wieder schwitzt. Einen Wasserhahn außerhalb habe ich entdeckt, der wohl etwas besser zu funktionieren scheint. Hier putze ich nun meine Zähne..
Von dort fülle ich auch meinen Eimer für die Toilette, wenn ich mal wieder kein Wasser habe und schleppe den dann Richtung Außentoilette..Meine Großeltern werden sich sicher noch an dieses Konzept erinnern :-)..
Ich kann´s immer nur wieder betonen: Wie einfach haben wir es doch in Deutschland: Wasserhahn auf, kalt-warm nach belieben, Toilette: ein Knöpfchen gedrückt- alles erledigt.
Gestern habe ich fast 6 Stunden meine Bilder bearbeitet und hier den Blog vorbereitet. Am Vormittag haben wir noch versucht, ein paar Dinge zu bekommen, was sich als äußerst schwierig herausgestellt hat- für uns banale Sachen: Bodylotion ohne Weißmacher z.B..Habe ja schon mal erwähnt, dass hier alle auf einen weißen Taint stehen, d.h. man bekommt auch fast nur Bodylotion, welche die Haut bleicht und DAS will ich ja nun mal nicht..Bin ja froh, wenn ich ein bißchen braun bin, dann bekomme ich auch nicht so leicht einen Sonnenbrand..Oder finde mal an einem Platz wie hier feuchtes Toilettenpapier. Die Menschen hier nutzen normal ja kein Toilettenpapier, sondern den Wasserschlauch. Wobei ich mir nicht vorstellen will, wie das genau funktioniert. Letztendlich ist ja dann alles nass..
Am späteren Nachmittag habe ich noch etwas Audiobook gehört und dann hat mich Made´s Tochter mit zum „Jogging-Weg“ genommen. Sie arbeitet auch im Touristenwesen und meinte, dass sich bei den jungen Menschen hier nun doch langsam was ändert, was die Bewegung betrifft. Sie selbst gehe joggen und bei schlechtem Wetter ins Fitnessstudio. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, weil ich dachte, dass wir nur zur Apotheke fahren (mein Moskitospray ist zwar noch voll, aber der Sprühkopf funktioniert nicht mehr- also bleibt nur: Neues kaufen..und das DEET-haltige gibt’s nur in der Apotheke).
Es war nämlich total schön zwischen den Reisfeldern spazieren zu gehen. Dabei hat sie mir noch etwas über die Bepflanzung der Reisfelder erzählt.
Bevor wir heimgefahren sind- mit dem Moped natürlich- saßen wir noch an einem Teich, wo die ganzen Einheimischen ihre Fische geangelt haben..
Am Abend wurde dann noch gekocht- für mich in der abgeschwächten Version (und ich bin ja schon ein bißchen Schärfe gewohnt). Gegessen wird hier traditionell auf dem Boden. Auch in dem Zimmer gibt es keinen Tisch oder in der Wohnung von Made. Hier ist da einfach nicht üblich. Für mich ist das total ungewohnt. So sehr lange halte ich es im Schneidersitz ohne Rückenlehne nicht aus :-)..
Mit meinem Netbook schreibe ich auf den Knien- wenigstens gibt es hier noch einen Stuhl, den ich nehmen kann :-) (immer diese anstrengenden westlichen Touristen ;-P)..
Am nächsten Tag wollte ich zu einem Supermarkt laufen: allerdings habe ich den, zu dem ich wollte, nicht gefunden..Made kam aus Zufall nach 45 Minuten vorbei und hat mich eingesammelt. Dann bin ich in einen Indomaret gegangen und siehe da, oh Wunder: ich habe farbloses Desinfektionsmittel gefunden! Hier gab es zwar auch nicht das OFF-Moskito-Spray, aber Autan ist besser als nichts..Also habe ich mich, mit dem, was ich hier bekommen kann eingedeckt. Zurück zuhause gab es dieses Mal ein westlicheres Frühstück für mich: Toast und Käse und für den Kaffee hatten sie extra gesüßte Milch gekauft..
Nach dem Frühstück bin ich dann auf einen traditionellen Markt mitgefahren. Dort gab es Holzschnitzereien zu sehen, Kleidung und natürlich auch eine Menge Ramsch..
Bevor wir den Rückweg angetreten haben, habe ich noch etwas frisches Obst gekauft und eine „alte Kokosnuss“..Das ist ja für die Leute hier völlig unverständlich, wie man „alte Kokosnuss“ ( die außen braune Kokosnuss; Fruchtfleisch innen ist hart- im Gegensatz zu der „jungen Kokosnuss“: grün, größer als die Alte, mit weichem Fruchtfleisch, das man mit dem Löffel herauslöffeln kann) essen kann. Wenn, wird hier nur die junge Kokosnuss gegessen. Ich mag beide Varianten :-)..
Am Mittag ging ein Gewitter hier nieder, dass ich dachte, der Blitz schlägt direkt neben mir ein. Da es jetzt gerade aufhört zu regnen, geht es für mich nun ins Internetcafé, um mal meine Mails zu checken, den Blog zu laden und ein paar Bilder in die Dropbox zu schieben.
Vor 18 Uhr muss ich noch in der Wäscherei vorbeischauen, wo dann hoffentlich alle meine Sachen einigermaßen trocken sind und dann gegen Abend werden dann die Pläne für die nächsten 2 Wochen gemacht. Von daher kann ich noch nicht sagen, ob es vor Ende Januar noch mal Berichte von mir zu lesen gibt..
Aber ab dann bestimmt, da ich dann sicher sehr viel zu schreiben habe :-)..
das Gelände von Made´s Familie

eine kleine Stärung gefällig? Suasti (Made´s Frau)

Blick auf den Raum, den ich benutzen darf..

einer der vielen fahrenden Essenstände

bin immer wieder fasziniert, was man alles auf dem Kopf transportieren kann..

Glocke, wo die Gläubigen in den Tempel ruft..

selbst auf dem Motorrad werden die Opfergaben dargebracht

Bemo

im Markt- hier Utensilien für Opfergaben

 So, meine Lieben, ich verabschiede mich nun vorerst. Es kann sein, dass es erst in 2 Wochen wieder Berichte von mir gibt. War hier schon eine schwere Geburt mit dem Internet (erst im dritten Internetcafé konnte ich mit meinem Netbook online gehen..),
bis bald, Eure Krissi

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