Aktuelle Zeit bei mir :-)

Mittwoch, 2. Januar 2013

Balis südlichste Halbinsel mit einem der sechs heiligsten Tempel: Uluwatu- 30.12.2012

Auch heute Morgen geht es nach einem kurzen Plausch mit Nicole und einer dampfenden Tasse Kaffee um 08:30 Uhr los Richtung Sanur. Der heutige Tag steht mehr im Sinne von Balis Stränden. Als wir in Sanur ankommen, stelle ich schon schnell fest, dass das nun jetzt so nicht so mein Fall ist...Zu touristisch, zu viele Touristen und einfach nur inmitten des Getümmels am Strand rumliegen—neee..Was noch ganz nett zu sehen war, dass man hier anscheinend bemüht ist, etwas für den Schutz der Wasserschildkröten zu tun. Sanur ist wohl einer der Strände von Bali, wo die Wasserschildkröten zur Eiablage kommen. Dabei wird das Schlüpfen der Jungtiere abgepasst und diese in Obhut genommen und aufgepäppelt, bevor sie, etwas widerstandsfähiger, da älter, wieder in die Freiheit entlassen werden..
Da ich nun festgestellt habe, dass es wohl keine Touren nach Komodo (wenn ich nicht mit dem Flugzeug hin will) gibt, außer der recht teuere Anbieter Perama. Andererseits genießt diese Agentur wohl auch einen recht guten Ruf. Um meine verbleibende Zeit auf Bali etwas besser planen zu können und auch in Anbetracht der Tatsache, dass ich die Tour gerne direkt im Peramabüro buchen möchte, machen wir auf unserem Weg nach Nusa Dua, zunächst Stopp in Kuta in der Legian Straße. Immer wenn man sich durch das Nadelöhr Kuta, Denpasar kämpfen muss, ist das keine Angelegenheit von Minuten. Zusätzlich durch den Weihnachtsverkehr sind die Straßen dauerverstopft..Aber schließlich ist auch das erledigt und wenn mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, dann werde ich vom 03.02. bis zum 07.02. ein „Inselhopping“ nach Komodo und wieder zurück nach Lombok machen..
Als wir aus dem überfüllten Kuta heraus sind, kehren wir in einem Warung am Straßenrand ein. Wie so häufig- ein kleiner Familienbetrieb. Bevor es weitergeht, darf ich noch die Toilette der Familie benutzen und allein das war wieder einmal mehr als abenteuerlich. Die kleine Tochter hat mich erst mal in die hintersten Katakomben ihres kleinen Hauses geführt- vorbei am Schlafzimmer, in dem sich am hellichsten Tag- ich vermute mal der Herr des Hauses- im Bett gewältzt hat, über- vorbei an der Großmutter die auf dem Boden in einem großen Topf das Essen für das Warung gebruzelt hat bis hin zur Toilette, dessen Tür mir freundlicherweise von der Tochter zugehalten wurde, während ich sie benutzt habe und damit beschäftigt den Wäschestücken, die mir ins Gesicht hingen auszuweichen. Unter Bad kann man sich in diesem Haus eine Toilettenschüssel vorstellen, welche ungefähr 30 cm hoch ist, einen Wasserschlauch zum Spülen und ein Bottich mit Wasserkelle zum Händewaschen vorstellen und das alles in einem Raum, der von Aufmachung und Bauweise eher einem Hühnerstall gleicht. Es war sehr freundlich von der Familie, dass ich so tief in ihre Privatsphäre eindringen durfte...Aber in genau solchen Momenten drängt sich einem immer wieder das Gefühl auf WIE GUT WIR ES DOCH HEUTZUTAGE IN DEUTSCHLAND HABEN...
In Nusa Dua angekommen sah der Himmel schon nicht mehr so prickelnd aus und kurze Zeit später fing es an zu schütten, als gäbe es kein Morgen mehr..Leider haben wir dadurch quasi 1 ½ Stunden verloren, da wir gewartet haben, bis sich der Regen wieder etwas beruhigt hat. Und dann war es schon Zeit zum Pura Luhur bei Uluwatu (Tempel Pura Luhur) aufzubrechen, wo ich mir um 18 Uhr den Kecaktanz ansehen wollte. Leider war dann hier die Atmosphäre nicht ganz so schön, wie zuvor beim Barongtanz, da wirklich einfach zu viele Tickets verkauft wurden. Die Darsteller hatten kaum Platz, ihre Vorführung zu präsentieren, da so gar im Vorführungsbereich die Zuschauer in mehreren Reihen auf dem Boden saßen..
Diese Vorstellung war auch in anderer Hinsicht anders als der Barong- Tanz, da sie ohne Instrumente auskommt. Lediglich bis zu 70 Tänzer begleiten die Vorstellung mit rhythmischen Kecak-Rufen...Allerdings muss ich zugeben, dass das Donnergrollen im Hintergrund zu dem Tanz, dessen Bühne durch eine Öllampe mit flackernden Flammen erhellt wurde, einem schon eine Gänsehaut über den Rücken laufen ließ.
Nach der Vorstellung ließ ich mir etwas Zeit zu Made zurück zugehen, da so viele Menschen zum Ausgang strömten, dass ich mich nicht in diese Massenbewegung einfädeln wollte.
Von hier aus sind wir dann gute 2 ½ Stunden mit dem Moped zurückgefahren uns als ich dann kurz vor 22 Uhr bei Nicole&Family angekommen bin, war ich dann doch bedient :-)..
Aber auch dies war ein total schöner, erlebnisreicher Tag..
Für den 31. habe ich mir keinen Ausflug vorgenommen, da ich mich dann doch mal um meine Bilder und meinen Blog kümmern wollte und außerdem war ja auch noch Silvester :-). Daran hatte ich, dank der vielen Anzeigetafeln unter anderem in Kuta dann doch noch gedacht- denn auch die Vorstellung für einen Jahreswechsel, fühlt sich hier nicht wie Silvester an..
Saté-Spieße am Strand von Sanur

Na, jemand Interesse sein Aquarium zu bestücken??

einmal auftanken aus der Glasflasche, bitte!

Denkmal für die im Oktober 2002 dem Anschlag zum Opfer gefallenen Touristen in Kuta

Vorstufe von Tofu-das wird frittiert und schmeckt gut gewürzt, recht lecker..

Ausschnitte aus dem Kecek-Tanz...





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