Aktuelle Zeit bei mir :-)

Freitag, 3. August 2012

Tag 2. auf dem Weg zum Wochenende (31.07.2012)


Pfanzen von Gemüse und Kräutern zum Stopfen hungriger Mäuler
Heute Morgen war ich mit Cayren und Benedikt neue Kaffeepflanzen holen, während eine zweite Gruppe schon mal begonnen hat, Pflanzen zu setzen. Bei der Gelegenheit haben wir uns auch den kleinen Garten in der Nähe des Hafens angesehen und von dort Yuca, Limonen und Wassermelonen mitgebracht. Gestern gab es so was in der Richtung wie Yucapfannkuchen, was sehr gut geschmeckt hat. Bin hier echt positiv überrascht, wie gut hier unter den einfachsten Bedingungen gekocht werden kann. Heute Morgen hatten wir Porrige. Ich find´s eigentlich ganz gut und alle, die immer der Meinung waren, ich wäre, „zu anspruchsvoll mitm Essen“ würden hier eines Besseren belehrt.
Ich- habe keine Probleme, im Gegensatz zu einigen Anderen, die ich hier schon kennengelernt habe- ich mag nur das Fleisch nicht ("iieee- nicht schon wieder Reis"..."ich esse keine Linsen"..."wenn ich Bohnen rieche, wird mir schlecht..." usw. usw.). Da aber meistens immer mindestens ein Viertel der Leute hier Vegetarier ist- manchmal so gar bis zu 25 %, ist es kein Problem, sich hier vegetarisch zu ernähren. Bin da wirklich positiv überrascht von Ecuador. Da waren meine Erfahrungen im Jahr 2009 Andere.
Heute Nachmittag in ich wieder in der Küche: der Blick auf die allergische Reaktion meiner Stiche hat ausgereicht, um mir mitzuteilen, dass ich das Pflanzen von Yuca und Gemüse heute vielleicht mal besser sein lasse.
Für mich ist das völlig o.k.. Die Arbeit in der Küche hier macht Spass und nebenbei übt man dabei Englisch und etwas Spanisch.
Allerdings finden diese blöden Biester auch jeden Weg durch sämtliche Lagen von Kleidung denn: die Beulenpest weitet ich aus :-(...
Frag mich wirklich, welche Daseinsberechtigung diese blöden Viecher haben....Aber: es gibt keine Malaria, es gibt keine Malaria, es gibt keine Malaria...alles gut..
Sch....aber es juckt trotzdem wie S.....;-)..
Ja, Geduld und Gleichmütigkeit könnte der Schlüssel sein..
Hasta Manana

Der erste Tag der neuen Woche oder „scheiße, ich hasse Moskitos ;-)!“


Da Melanie und ich uns für Montag für den Küchendienst eingetragen haben, heißt es für uns nach dem Frühstück bereits um 8 Uhr antreten zum Mittagessen kochen.
Das läuft hier alles auf einfachster Schiene. Der Orangensaft wird jeden Tag für die Gruppe der Leute (diese Woche etwas über 20 Leute) von Hand frisch gepresst. Da es hier eine scheinbar unermessliche Menge an Orangen, Zitronen und Mandarinen gibt, ist zumindest das sicherstellen der Menge kein Problem- denn, wer einmal schon Orangen selbst ausgepresst hat, weiss, wie viele man auspressen muss, um eine Kanne Saft zu bekommen und das für mehr als 20 Leute.
Dazu müssen heiße Karotten und rote Beete geschält; Zwiebeln und Knobi geschnibbelt werden---uns wird sozusagen nicht langweilig und da Irina nur spanisch spricht, ist auch die Kommunikation jeden Tag eine Herausforderung.

Anhand des Kopfnetzes könnt ihr Euch ausmalen, dass KEINE Moskitos anwesend waren (ha, ha: für alle, die es immer noch nicht verstanden haben: KEINE- war ein Witz!)

Nach dem Mittagessen sind Melanie und ich zum Kaffeewaschen eingeteilt.
Die letzte Woche gepflückten und von der Hauptschale befreiten Früchte, sind noch von einer schleimigen Hülle und diversen Pflanzenresten umgeben. Damit sind wir auch mal schön beschäftigt.
Dass desöfteren das Wasser ausfällt, macht die Sache nicht wirklich einfacher. Aber inzwischen ist man schon dran gewöhnt, dass es auch mal ohne Elektrizität und eben auch mit wenig Wasser gehen muss. Daran konnten Melanie und denken, als wir versucht haben, unter einem Rinnsal zu duschen...
Tja, auch eine einfache Dusche kann, je nach Betrachtungsweise, schon Luxus sein..

Alcatraz- oder: wir müssen zurück :-/


Der letzte Tag vor der Rückkehr nach Alcatraz
Heute lassen wir es gemütlich angehen und gehen gegen 08:30 Uhr wieder an „unseren Frühstücksplatz“..Alle sind total nett hier und auf Nachfrage gibt es heute sogar Butter zum Toast. Im Anschluss folgt der Kampf mit dem Internet, der leider vorab als verloren abgehakt werden muss. Gegen Mittag gibt es frische Kaffeestückchen aus der Bäckerrei und einen Frapuchino dazu.
Den Nachmittag nutzen wir für einen Spaziergang zum Punta Carola Strand.
von links nach rechts: Lindsay, alte Bekannte, Nicole, Melanie, Sasha beim Abendessen gestern

Kleine Aufgabe für Marcel ;-)

Dendroica petechia

Darwinstatue und neueres Modell :-)

Wer is nu der Seelöwe??? Geräuschlich nicht zu unterscheiden..

Es ist wirklich immer wieder faszinierend, wie wenig Scheu alle Tiere hier dem Menschen gegenüber an den Tag legen. Bei den kleinen Eidechsen musst man echt schon aufpassen, dass man nicht auf sie tritt...
Charles Darwin: immer noch aktuell..
Dazu kristallklares Wasser und den Strand, bzw. Steg, den wir mit den Seelöwen teilen müssen. Geruchlich versagt deren Deo desöfteren ;-)...
Gegen 17 Uhr geht es zurück- was auch so viel heißt wie zurück ins feuchte Wetter.
Seit wir hier sind hat es jede Nacht bis oftmals in den Vormittag geregnet.
Vielleicht sollte dem da oben mal jemand sagen, dass eigentlich Trockenzeit ist??!!

Samstag- oder wir machen einen Ausflug ;-)..


Zunächst hat es etwas Zeit gekostet, aber dann werden Melanie und ich fündig für ein günstiges Frühstück. Es gibt Kaffee, 2 Scheiben Toast und für mich einen Bebido (Fruchtsaft mit Milch), sowie einen Obstsalat.
Heute wollen wir zum Fregattvogelhügel (Cerro las Tijeretas). Dort soll es ein paar schöne Aussichtspunkte geben. Zwar sieht das Wetter auf den Fotos nicht so dolle aus, aber wir bläßlichen Gringos waren froh darum. Die Sonne hat hier eine immense Kraft- selbst bei bedecktem Himmel und es war mehr als angenehm warm.
Melanie und Sasha


Zunächst besuchen wir....Danach verbringen wir den ganzen Tag auf den verschlungenen Wegen. Zum Teil sind wir ganz alleine. Da kommen echt Gedanken und Gefühle hoch- zumindest ansatzweise wie sich Darwin gefühlt haben muss.
Pelecanus occidentalis

Die Tiere haben keine Scheu. Wir sehen 

zahlreiche Eidechsen, die sich manchmal nur in letzter Minute vor unseren Füßen retten können, Vögel: Fregattvögel, Pelikane, diverse Finkenarten usw., die schwarzen Landleguane usw.. Dieser Tag entschädigt schon viel für die letzte Woche...

menschenleere Strände

schwarze Meerechse

Schaue unter Meerechse


hier wird man sogar von Seelöwen geküsst- gell, Melanie??!! :-)

Am Ende kommen wir an eine Badebucht und für Melanie das Highlight des Tages: der Seelöwe robbt immer näher an sie dran, bis er sie schließlich beschnuppert.
Total die Härte..Zurück im „San Francisco“ gibt es leider keine heiße Dusche ( ich werde mich da echt nie dran gewöhnen)- aber wenigstens sind wir danach etwas erfrischt.
Gegen 19 Uhr haben wir uns mit den Mädels zum Abendessen verabredet.
Heute Abend gehen wir in ein kleines Restaurant an der Strandpromenade mit typisch ecuadorianischem Essen: Empanadas, fritierten Kochbananen, Tortillas.
Gemütlich und nett. Im Anschluss treffen wir noch einen Großteil der restlichen Truppe. Ein Teil hat schon für sich beschlossen, noch einen Tag zu verlängern, da eigentlich keiner Lust hat in die immerfeuchte, moskitoverseuchte Station zurückzugehen.
Von hier aus geht es noch zum Iguana Rock. Ein Barverschnitt mit Billardtisch, Theke und Tanzfläche. Es ist sehr angenehm sich hier wieder frei bewegen zu können. Kriminalität stellt auf Galapagos Problem dar. Internetverbindungen hier schon. Bekomme keine Verbindung und den meisten mit Netbooks geht es genauso. Mit Handy geht’s ein bißchen besser. Aber immerhin noch besser wie das nächste Problem: die meisten Geld- und Kreditkarten funktionieren hier nicht. Ich habe meine noch nicht ausprobiert- mal schauen, ob es mir auch bald genauso geht..
Fortsetzung folgt ;-)...

Puerto Baquerizo Moreno- oder das Leben hat uns wieder ;-)-27.07.2012


Heute Morgen geht es gegen 08:30 Uhr nach Galapaguera auf logischerweise San Cristobal.

Das ist die Schildkrötenaufzuchtstation (Geochelone chathamensi) hier auf San Cristobal und wir sehen unsere ersten Riesenschildkröten. Die Taxis hier sind alle Pickups und ein paar Leute können innen sitzen und der Rest außen..Inzwischen hat Galapagos- aufgrund von Lonesome George Tods- nur noch 10 verschiedene Unterarten..
Die Eier werden in Brutautomaten bebrütet und da es in der Natur genauso ist, den ersten Monat nach dem Schlüpfen verbringen die Kleinen im Dunkeln. Sehr schön und interessant- und vor allem moskitofrei :-)..
Geochelone chathamensi


Die Station wurde 2002 gegründet.

unser Taxi oder ein "typisches Taxi" hier...
 Eigentlich wollten wir im Anschluss noch nach El Junco- einem Süsswasserkrater, aber da es heute sehr neblig ist, kanzeln wir das und fahren direkt in den Hafen.
Hier fühlt man sich gleich wohl. Ein kleines, gemütliches Städtchen mit ca. 8000 Einwohnern, einem angenehmen Klima und bereits die ersten Seelöwen an der Strandpromenade.
Wie man sieht wissen auch Seelöwen wie man relaxt.
Leider hat man auch hier ständig Internetprobleme: jedenfalls mit unseren Netbooks und Handys. Also ist es wenigstens kein Problem, mit meinem Netbook.
Das Abendessen nehmen wir in einer gemütlichen Bar ein an der Strandpromenade mit super leckerem Essen: Fisch in Kokusnusssoße und fritierten Kochbananen.

die roten Klippenkrabben- überall zu sehen

Der Flughafen ist quasi in Greifweite und bei der Landung gibts rechts und links nur Wasser..

Blaufusstölpel

Geospiza conirostris

Im Anschluss gibt es heute noch Bar mit Live- Musik. Es scheint, als wäre das ganze Dorf auf
den Beinen..
Übrigens haben wir herausgefunden, dass Sasha in der gleichen Tonlage rülpsen kann, wie die Seelöwenlaute. Es ist zu lustig, wie sie immer alle schauen und Antwort geben. Manchmal wissen wir nicht wirklich- war das nun Sasha oder ein Seelöwe??



Dementsprechend spät kommen wir auch ins Bett...

Ach wie schön kann ein moskitofreier Raum sein!!Donnerstag, 26.07.2012


Während ein Teil der Gruppe mit den Macheten loszieht, bleiben Melanie und ich in der Küche bei unserer Arbeit von gestern.
Die Biester von Moskitos haben mich durch die Strümpfe und Hosen hindurch gestochen. Bin mal gespannt, ob ich wieder von der Insel komme mit dieser Beulenpest.
Der Morgen vergeht mit dem Herauspulen der Früchte. Meine Fingernägel schauen aus, „al hätt ich in de Grub geschafft :-)!“ French nails alla Galapagos. Am Nachmittag pflücken wir Kaffee, welchen wir zum Nachbarhaus bringen, wo er zunächst gewaschen und die Schale vom Kern getrennt wird.
In ein paar Tagen geht der Verarbeitungsprozess dann weiter.
Da ein paar Leute aus dem oberen Stockwerk ausziehen, nutzen Melanie und ich am Freitag morgen gleich schon mal die Möglichkeit zum Umziehen. In den unteren Zimmer ist es immer noch modriger als in den Oberen. Aber als wir kamen, war leider kein anderes frei. So trifft es wieder die Neuen, die diese Woche ankommen.
Die beiden Amerikanerinnen, vor allem Sasha ist eine Granate oder wie sie sagt: alle Leute würden ihr ständig sagen, sie sei vulgär! Woher das wohl kommt???
von links nach rechts: Sasha, Eduardo, Nicole und Melanie

Schälen und waschen von Rohkaffee

Immer wieder abenteuerlichste Konstruktionen, um an Strom zu kommen...

Unsere Finca (muss echt lachen bei DER Bezeichnung- für drei Holzpfeiler..;-))

Wir freuen uns alle wie Bolle, am Freitag in die Stadt zu kommen- auch wenn die Fahrt pro Taxi immer 20 Dollar kostet- aber, zwei Tage, ohne ständig nass, Dreck und für mich, vor allem ohne Moskitos und Ameisen—das ist jetzt so was von verlockend ;-).
Das T-Shirt, das ich auf dem Feld getragen habe, hatte rund um die Taille nur noch Blutflecke..





Nun denn: Auf in den Hafen!

Ein Tag näher zum Wochenende- oder ein Tag näher an der Zivilisation?? 25.07.2012


Heute Morgen haben Melanie und ich uns eingetragen, um beim Frühstück zu helfen.
D.h. aufstehen ca. gegen 05:30 Uhr..
Heute Morgen gibt es Obstsalat mit Fruchtjoghurt, dazu Brot und Müsli. Also, ich finde für diese mehr als schlichte Küche- heute Morgen hatten wir dann auch keinen Strom, kann man sich über das Essen am wenigsten beschweren. Allerdings bringen mich meine Stiche fast um und ich muss mir ständig einreden, dass ich doch froh sein kann, dass es keine Malaria hier gibt..
Normalerweise wäre heute wieder Feldarbeit angesagt, aber nachdem ich Caesar meine Stiche zeige mit der Bitte, ob es nicht einen Ort zum Arbeiten mit weniger Moskitos gibt, sieht auch er ein, dass ich heute besser nicht auf´s Feld sollte. Er meint sogar, dass die Reaktion schon richtig gehend allergisch ist und ob ich ein Antihistaminikum dabei hätte..
Echt frustrierend: hatte ein Gesichtsnetz an, lange Kleidung, und das Insektrepellent und nichts hat was gebracht..
Nicht furchtsame Mitbewohner

Blick auf Küche und Gemeinschaftsraum

Habe dann heute „wilden Kaffee“ gesammelt- was echt o.k. war- da: nicht viele Moskitos.
Im Anschluss haben wir noch angefangen, die Kaffeefrüchte von den Samen zu trennen.
Das wird wohl auch meine Arbeit für morgen sein. Ich will nicht auf´s Feld zu den Heerscharen von Moskitos. Werde so schon wahnsinnig und versuche mich ständig auf was anderes zu konzentrieren...
Nach dem Mittagessen können wir entweder Fussball spielen oder ansonsten Freizeit nutzen.
Melanie, Nicole und Sasha (zwei Amerikanerinnen) und ich gehen zu Fuss zu einem kleinen Wasserfall. Was gar nicht so ohne ist: die Wege sind so glitschig von dem ganzen Regen, dass wir noch froh sein können Gummistiefel anzuhaben. Wenn ich da meine Kamera mitnehme, muss ich sie gut einpacken..
Durch die ganze Feuchtigkeit und die heruntergefallenen Früchte riecht es ziemlich modrig, aber schließlich unten am Wasserfall ist es sehr schön- wenn auch das Wasser eiskalt.
Im Anschluss ist nur noch ein gemütlicher Abend mit etwas Spanisch üben mit Eduardo und Abendessen angesagt.