Aktuelle Zeit bei mir :-)

Mittwoch, 6. März 2013

Am Ziel :-)- 01.03.2013

Also spätestens als dann um kurz nach 1 Uhr als mein Handy mich weckt- frage ich mich wirklich, was ich hier mache???
Eine gute halbe Stunde später bin ich dann unten, wo es auch kurz darauf ein Frühstück mit gebratenen Nudeln, Suppe, Reis und und und gibt...
Gegen 2:40 Uhr geht’s dann auch an den Aufstieg..Was recht lustig ist, da ja ziemlich alle zur gleichen Zeit aufbrechen (das Frühstück gab´s erst ab 2 Uhr). So schlängelt sich ziemlich schweigend, die Schlange der „Möchtegern- Gipfelbezwinger“ stetig nach oben. Auch die Wetterfee ist uns wieder hold: es ist trocken, etwas windig und ein noch recht voller Mond, so dass die Sichtverhältnisse mit Taschenlampe auch recht gut sind..
Es bleibt anstrengend und ich bin mir sicher, dass ich noch nie so viele keuchende, seufzende Menschen um mich hatte..Und ich dachte immer, Asiaten zeigen erst mal wenig Gefühlsregungen..Hier bei Anstrengung kann ich das jedenfalls nicht behaupten..Da wird herzergreifen gestöhnt und geseufzt was das Zeug hält..
Nach dem letzten Checkpoint, wo dann auch noch mal das Permit gecheckt wird, geht’s dann ans Eingemachte. Ein Großteil des Weges ist nun nur noch mit Kletterseilen begehbar. Und bei dem Blick zurück sieht es aus, als würde ein Laternenzug sich auf dem Weg nach oben befinden..Ahha- ich befinde mich also wieder im Mittelfeld.
Schön fand ich dann auch, dass mein Guide die letzten 45 Minuten vorm Gipfel einfach verschwunden ist..Aber, das Positive war, dass mir ein anderer, netter Guide (Joe) dann über die schwierigen Passagen geholfen hat und erklärt hat, welcher weg der Beste ist, denn ER konnte englisch. Und pünktlich zum Sonnenaufgang nach 3 Stunden kann ich sagen: „It´s done!“. Ich stehe auf dem Gipfel! Hier verbringe ich auch fast 40 Minuten, weil es einfach zu schön ist, dem wechselnden Farbenspiel der aufgehenden Sonne zuzusehen und es wäre schade gewesen, auch nur eine Nuance zu verpassen..
Inzwischen ist auch Ramlat wieder aufgetaucht und auf meine etwas „angespannte“ Frage, wo er denn gewesen sei, antwortet er nur lächelnd: „Soooorrrriiiieeee!“...Ja, DAS sind dann so DIE MOMENTE, wo man sich eine riesige Bratpfanne auf dem Mt. Kinabalu wünschen würde..
Da er wohl an meiner Stimme gemerkt hat, dass die Aktion wohl net so dolle war, weicht er mir zumindest beim Abstieg keinen cm mehr von der Seite..Dennoch dauert es ermüdende, gute 2 Stunden, bis wir wieder kurz vor 9 Uhr am Resthouse sind.
Hier ist nun erst mal kurzes Kräftesammeln, 2. Frühsück und auschecken angesagt.
Um 10 Uhr kommen wir dann auch von hier los. Also, um ehrlich zu sein, hatte ich schon keine Lust mehr bei dem Gedanken nun noch 5 Stunden absteigen zu müssen :-), aber als ich dann nach kurzer Strecke Johannes (der Reiseleiter von Wikinger) treffe, vergeht die Zeit doch schneller und der Abstieg doch angenehmer, da wir uns die ganze Zeit übers Reisen austauschen..Bisher fühlen sich meine Beine auch noch erstaunlich gut an..Aber- ich bin mir sicher DER Muskelkater wird nicht allzu lange auf sich warten lassen..
Erschöpft, aber glücklich erreiche ich kurz vor 15 Uhr das Timpohon Gate. Von hier aus, werde ich dann per Minibus zurück gebracht zum Headaquarter, wo ich mir dann meine Urkunde (für das „Erstürmen oder soll ich eher sagen „Erklettern“ des Gipfels) abholen kann.
Im Anschluss geht’s dann ins Restaurant, wo ich mal wieder Bekannte von Unterwegs treffe und so mein Essen bei nettem Plausch habe. So breche ich dann auch nach 16 Uhr auf und nun kommt das nächste Problem auf mich zu: wie komme ich jetzt noch nach Poring??
Zunächst muss ich noch mal ins Hostel und meine restlichen Sachen packen.
Die Mädels vom Hostel meinen, ich solle einfach mal versuchen, oben an der Straße einen der vorbeifahrenden Minibusse zu stoppen. Es gäbe natürlich auch noch die Privattransport- Variante—aber darüber, aufgrund des Preises, muss ich mich hier nicht auslassen..
Nun gut- gesagt- getan.
Also, stehe ich ab 17.15 Uhr an der Straße und versuche einen Minibus zu erwischen, der nach Poring oder zumindest bis Ranau fährt..
Ca. eine Stunde später, kommen drei Männer aus dem Restaurant hinter mir und steigen in ihren klapprigen Minibus..Kurz bevor sie auf die Straße fahren, halten sie an und fragen, wo ich denn hinmüsse..Ich nenne ihnen mein Ziel und der Fahrer meint, er fahre bis Ranau. Also, steige ich ein und los geht’s. So bin ich zumindest schon mal etwas näher. In der Zwischenzeit habe ich schon mehrfach mit Jonis (dem Landverpächter von Lupa Masa gesimst und in dessen Erna Lodge ich 2 Nächte verbringen werde). Schließlich komme ich dann auch gegen 19 Uhr in Ranau an, um dann dort festzustellen, dass es keine Taxis mehr gibt...Schließlich komme ich mit Jonis überein, da mir ein „wahnsinniges“ einheimisches Paar im dicken Auto angeboten hat mich für 100RM nach Poring zu bringen. Nachdem ich schallend gelacht habe, lehne ich ab (das letzte Mal im Minibus habe ich 5 RM bezahlt), komme ich mit Jonis überein, dass ich seinem Bruder den Taxipreis bezahle und er mich abholen kommt. So kann ich auch getrost das Angebot von so einem komischen Typen ablehen, mit dem ich definitiv nicht mitgefahren wäre..Da hätte ich mir eher noch eine Unterkunft in Ranau gesucht..
Aber nun ist alles gut. Was für ein Akt heute. Bin einfach nur stehend k.o. und als Jonis Bruder gegen 20 Uhr auftaucht, auch wieder froh, mich setzen zu können.
Endlich- gegen 20:40 Uhr komme ich in der Erna Logde an..Eigentlich wollte ich meine Eltern noch eine kurze E-Mail Nachricht schreiben, dass ich gut angekommen bin, aber ich bin so müde, dass ich nur noch kurz nach 21 Uhr ins Bett falle..Tja, der fehlende Schlaf von gestern und heute, das Bergaufsteigen (6Stunden) vom Tag zuvor und das über 10 stündige, stetige Laufen heute, zollen ihren Tribut..Aber- jeder, mit dem ich gesprochen habe, bestätigt mir, so gut wie gar nicht geschlafen zu haben im Resthouse..Schien dort wohl in der Luft zu liegen...Jedenfalls hier- schlafe ich trotz durchgelegener Matraze- wie ein Stein..Und heute Nacht habe ich das Guesthouse samt Aufenthaltsraum für mich oder, wie Jonis zu mir sagte: „Good night, Kristina, this is your house now :-)...“ 
It´s done!:-)

Es folgen ein paar herrliche Bilder vom Sonnenaufgang auf dem Gipfel:







alles eine Frage der Perspektive, oder??!!

wieder Blick auf´s Resthause

auf dem Weg nach unten eröffnen sich wieder herrliche Ausblicke..

so werden alle Produkte den Berg hoch transportiert..

so sah es dann zumeist auf dem letzten Teilstück aus..

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