Heute Nacht ist es sehr windig und es
regnet auch ziemlich stark. Dadurch ist auch das Boot ziemlich
unruhig und ich schlafe diese Nacht nicht gut. Das Wetter ist den
ganzen Tag äußerst bescheiden. Kurze regenfreie Momente, wechseln
sich mit ergiebigem Regen ab. Ich finde es immer noch faszinierend,
dass man ein solches Boot das ganze Jahr über unterhält, inkl. dem
Bordpersonal, um dann mal vielleicht zwei Wochen auf dem Boot zu
verbringen..André und Ben haben schon recht: für das was sie tun
wollen, haben sie den perfekten Job. Wenn ihr Chef da ist, haben sie
zwar 24 Stunden Streß, aber dafür die restlichen Tage des Jahres,
können sie sich ihre Zeit frei einteilen und durch die Welt segeln.
Und das sogar in „offizieller Funktion“- nämlich um gute
Ankerplätze auszuprobieren..Da der Wind gut steht, beschließt
Kydesurfen zu gehen (keine Ahnung, ob man das so schreibt). Wir
fahren aus der geschützten Bucht heraus zu einer weiteren kleinen
Insel. Auf diesem befindet sich ein Resort. Wir gehen mit dem Beiboot
an Land und während André die Wellen surft, unterhalte ich mich ein
bisschen mit den Besitzern dort. Auch die meinen mit einem Blick auf
mein Bein, dass das ja wohl alles andere als gut aussieht (die Blase
ist weiter gewachsen- ein Hoch auf diese verflixten Moskitos!). Bis
dahin hatte ich das Ganze immer noch versucht positiv zu sehen, denn
es juckt weder, noch habe ich Schmerzen. Ich wollte daher einfach
meine Haut ihre Arbeit tun lassen...Nun, nach dem aber jeder meint,
wie hochinfektiös hier das Meerwasser ist und dass ich es mal
checken lassen soll, werde ich also wohl morgen dort in der Apotheke
auflaufen und nach der Meinung des Arztes fragen, bevor ich um 09:30
Uhr an der Anlegestelle sein werde, um mich für von
Whaleswim-Adventures einsammeln zu lassen. Hat mir hier gerade noch
gefehlt, da ja morgen die fünf Tage mit den Walen auf dem Programm
stehen :-(.
Nachdem Ben wieder ein leckeres
Mittagessen gekocht hat, bringen sie mich im Hafen mit dem Beiboot
wieder zurück ins Portwine Guesthouse...
Und- welch eine Freude: mein tolles,
gelbes Dreieck mit dem schwarzen Ausrufezeichen ist wieder da..Könnte
jetzt grad K....Habe so viel im Internet zu erledigen, dass es
vorneweg 3-4 Stunden dauert. Das war mit ein Grund, warum ich früher
von Bord bin und nun funktioniert das Internet nicht...Es ist zum
Verzweifeln. Der Besitzer nicht da- so komme ich auch nicht an den
Router, um diesen mal „ein“ und „aus“ zu schalten; manchmal
hilft das ja. Ganz toll! Inzwischen warte ich schon über 3 Stunden
auf seine Rückkehr.
Sonntag ist hier immer Ausnahmezustand.
Kein Mensch auf der Straße, Gottesdienst (die Leute hier sind sehr
gläubig), ja selbst der Flugbetrieb ist eingestellt.
Ich hatte mich darauf gefreut, meine
ganzen E-Mails abzuarbeiten (als ich auf´s Boot bin, waren es schon
ca. 20 Stück und werden jetzt wohl nicht grad weniger geworden
sein); außerdem hätte ich meine Unterkunft in Neuseeland bei meiner
Ankunft zu organisieren, und, und, und..Sowas ist wirklich zum
Mäusemelken und bisher haben sich inkl. mir schon 4 Leute das Hirn
zermartert, wie man diese Fehlermeldung in den Griff bekommen
kann...Aber es gibt offensichtlich keine Lösung. Nun sitze ich hier
und warte und warte und warte...Hach, welch TOLLES TRAINING FÜR
MEINE GEDULD!
Könnte grad echt den Brummkreisel
auspacken..Morgen funktioniert es wahrscheinlich wieder, wo ICH dann
keine Zeit habe...Aaah!
Aber- hilft ja alles nichts. Es geht
nicht. Da kann ich auch noch so oft probieren- es kommt immer nur die
gleiche Meldung..Und ich freue mich schon jetzt auf weitere tolle
Mails, warum ich mich sooooo lange nicht melde..Ganz einfach: wenn
ich mich melden könnte, dann funktioniert das Internet nicht! Das
ist halt nicht wie in Deutschland.
Inzwischen ist es kurz vor 21 Uhr und
er ist immer noch nicht aufgetaucht. Ich könnte inzwischen schon im
Stehen einschlafen. Erledigt bekommen habe ich die letzten fünf
Stunden nichts- super....Als Thai dann endlich gegen 21:30 Uhr
auftaucht, meint er nur, dass aufgrund des Wetters auch sein Internet
nicht funktioniert.
Auf meine Frage, warum sie keine Netze
über den Betten hätten, meint Thai nur, dass sie nun mal in den
Tropen seien und nun mal Moskitos hätten (was korrekt ist) und sie
ja schließlich Fliegengitter vor den Fenster hätten (was allerdings
nichts bringt, wenn beide Türen komplett aufstehen (war so bei
meiner Ankunft)) und man letztendlich ja Gift sprühen kann..Und ob
ich welches haben will, um mein Zimmer zu sprühen...Na suuuuper!
Das ist natürlich viiiiiieeeel einfacher, als so ein Netz zu kaufen
und zu installieren..Wie bescheuert...Was für die Moskitos tödlich
ist, ist für Menschen bestimmt suuuuuupperr!! Langsam wundere ich
mich auch nicht mehr über meine Reaktion auf die Stiche..Denn wenn
hier alles vergiftet ist, brauch ich mich nicht zu wundern, warum
meine Haut so überreagiert...
Also beschließe ich einfach, diesen
recht sinnlosen Tag damit zu beenden, in dem ich ins Bett gehe..
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass es hier bei schlechtem Wetter- wie ihr in den folgenden Posts lesen könnt- IMMER ein Problem gibt..Aber das- soll nicht mein "größtes Problem" hier sein die nächsten Tage...
| Sonnenaufgang auf dem Boot |
| die Saravá |
| Nacht auf dem Boot :-) |
| Unser Zwischenstopp auf der kleinen Insel mit Resort |