Ich war ja dieses Wochenende in
Bellavista: und es war ein absoluter Traum!!!
Wurde am Samstag gegen 06:25 Uhr
abgeholt und es dauerte ca. 2 Stunden, bis wir von Quito im Nebelwald
waren.
Hier war dann kurz nach 8 Uhr erst
einmal Frühstück angesagt. Ein nur aus Holz bestehendes, auf
Stelzen stehendes Haus, rundherum verglast inmitten von Nebelwald.
Hab mich gefreut wie Bolle, denn es gab
Joghurt mit Früchten, leckeres Brot, Marmelade und wirklich
genießbaren Kaffee. Hatte ja seit fast vier Wochen immer nur dieses
Brot das nach Hefezopf schmeckt ;-). Zusammen mit mir, war eine
Gruppe von 4 Lehrern. Allesamt Australier. Übrigens Leute: es ist
soweit!! Hatte (habe) ein Problem mit der Zahlung von Paypal und ich
habe es tatsächlich fertig gebracht, die E-Mail in ENGLISCH zu
schreiben- was mir natürlich aber erst aufgefallen, als ich die Mail
weg geschickt hatte ;-)..Von dem ganzen Englisch und den paar Brocken
Spanisch wird man ganz worres.
Weiss man das Wort in Spanisch
nicht—kommt es in Englisch, und umgekehrt..
Jedenfalls ging es nach dem Frühstück
auf Birdwatching Tour mit Jorge für 3 Stunden.
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| Natürlicher Poncho |
Dieser Wald hier hat was Magisches und
ich war so glücklich: kein Verkehr, frische Luft, Stille, nur
unterbrochen von Vögelgezwitscher...Wie hat mir das gefehlt, die
letzten Wochen. Ich bin einfach echt KEIN STADTMENSCH..
Jorge hatte echt einen wahnsinnig guten
Blick für die Tiere. Ich hab meistens erst mal gebraucht, bis ich
überhaupt was gesehen habe.
Das beste Beispiel war dieser Vogel
hier: ich stand vielleicht 3 Meter vorne dran und hab ihn samt Küken
nicht gesehen.
Außerdem haben wir noch zweit Tukane
gesehen und einige Andere. Habe hier Leute getroffen, die mir erzählt
habe, sie haben innerhalb von 4 Tagen mehrere 100 verschiedene Vögel
gesehen—was hier echt gut möglich ist. Es ist ein Garten Eden
hier. Hab mich echt verliebt :-)..Um 13 Uhr hatten wir Mittagessen.
Vorspeise eine Suppe, danach ein Traum von gegrilltem Lach mit
Kartoffelpüree und Gemüse. Zum Abschluss: Obst. Sooooooo lecker!!
Dieser arme Tropf ist gegen die Scheibe
geknallt, als er sich mit einem anderen Kolibri gefetzt hat. Tony hat
ihn aufgehoben und nach einiger Zeit, hat er sich dann auch wieder
erholt und ist weggeflogen. Jorge meinte noch, dass es Glück im
Unglück gewesen sei, da diese Kolibriart sehr selten ist und nie zu
den Futterplätzen kommt..
Danach sind wir aufgebrochen, zu der
nächsten Birdwatching- Tour. Auch hier haben wieder viele Vögel
unseren Weg gekreuzt. Der schöne blaue Himmel hatte sich inzwischen
in ein Wolkenmeer verwandelt...Das hatte echt etwas Mystisches...Ich
hatte Glück die beiden Tage: es hat nicht geregnet. Der Regen ist
hier ja enorm wichtig für die Vegetation, aber auch der Nebel hilft
den Pflanzen, genügend Feuchtigkeit aufzunehmen. Hier gibt es noch
primären und sekundären Regenwald. Und die Pflanzen haben ganz
eigenen Überlebensstrategien: wie dieser Silberbaum hier. Seine
Blätter sind silberfarben und reflektieren das Licht und spenden so
den umliegenden Bäumen wichtiges Sonnenlicht. In ihrer hellen Rinde
leben Ameisen und kommt ein Specht, vertreiben diese den Specht indem
Sie brennende Säure absondern.
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| Silvertree |
Auch die Anzahl der Bromelien und
Orchideen war atemberaubend.
Ich habe jede Sekunde dort mehr als
genossen. Auch der Besitzer ist ein sehr interesanter Mensch.
Ursprünglich aus Kolumbien, spricht er nun fast 5 Sprachen und ist
weitgereist.
Dazu kommt ein weiteres Projekt auf
Madagaskar.
Vor dem Abendessen treffe ich Bill und
noch ein Ehepaar aus Kanada. Wir trinken gemütlich ein Bier
zusammen. Bill hatte ich eigentlich angequatscht, weil der auch ein
Nikon hat, weil ich mir erhofft habe, dass er mir mit der Einstellung
weiterhelfen kann. Ein weiteres Highlight hier sind nämlich die
Kolibris. Sie haben zwar auch diese verrufenen Zuckertränken, aber
dies fliegenden Edelsteine sind an Schönheit kaum zu übertreffen
und wir übertreffen uns mit Schnappschüssen..Allerdings konnte er
mir dann auch nicht weiterhelfen. Alle Bilder sind bei etwas
schwierigen Lichtverhältnissen etwas zu dunkel, wenn ich die
Verschlusszeit entsprechend schnell wähle, um die Flügelschläge
einzufrieren. Habe zwar an der Isozahl geschraubt und auch die
interne Belichtung auf + 5 gedreht—aber es brachte nicht ganz das
gewünschte Ergebnis.
Er besitzt seit 1967 eine Nikon und ist
schon mit dem Fahrrad durch Burma geradelt. Bill hat dann
letztendlich vermutet, dass es an dem Polfilter liegt. Leider lässt
der sich seit Beginn der Reise nicht mehr vom Objektiv entfernen.
Auch Bill hat es mit roher Gewalt nicht wirklich geschafft. Also,
nicht wundern, wenn es manchmal etwas dunkler ist.
Das Ehepaar aus Kanada war auch äußerst
interessant, da sie vor ca. 10 Jahren auch eine Weltreise gemacht
haben. Sie ist Lehrerin und er Rechtsanwalt. Damals waren ihre Kinder
9 und 11 Jahre. Vor fünf Jahren waren sie schon mal in Bellavista
und seitdem wollte ihr Sohn hierher zurück und als Voluntär
arbeiten. Tja- was soll ich sagen: das tut er dieses Jahr mit 16 für
6 Wochen.
Gegen 19 Uhr gab´s Abendessen. Wieder
suuuuuuuper lecker. Vorspeise eine Tomatensuppe und anschließend
Shrimps mit Gemüse und Reis und als Nachspeise einen Kuchen.
Dachte hinterher, ich müsste rollen
und dabei musste ich doch noch in den Dorm ;-)..
Was natürlich auch der Hammer war: da
ich die Einzige war, hatte ich den gesamten Dorm für mich: 8 Betten.
Verteilt auf 2 Etagen. Aber total geil gemacht. Wie ein Adlernest.
Allerdings ist nicht zu empfehlen, vorm Schlafengehen zu viel Bier zu
trinken, sonst kommt man die beiden Leitern nicht mehr hoch...
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| Mein "Adlernest" |
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| Blick nach unten- rechts und links der Leiteraufstieg |
Den Abend hab ich bei Besitzer Richard,
Bill und noch einem Mann aus der USA verbracht.
Habe gaaaaannnz oben geschlafen,
rundherum nur Holz und Glas- auf Höhe der Baumwipfel.
Und- es gab dann heute Morgen eine
schöne heiße Dusche im „Adlernest“ gegen 05:30 Uhr, da wir
direkt nach Sonnenaufgang (kurz nach 6 Uhr) für die nächste
Birdwatching- Tour aufgebrochen sind...Luft war wieder herrlich
frisch und im Anschluss hatten wir alle richtig Appetit auf´s
Frühstück.
Im Anschluss bin ich mit Natalie, einer
englischen Voluntärin, den Waterfall-Trail gelaufen. Der war meinen
Australiern zu schwierig. Mir hat´s allerdings richtig gut gefallen.
In die Gummistiefel rein und los ging´s für die nächsten 3 Stunden
;-)..Natalie wusste auch recht viel über diverse Pflanzen und wie
sie als natürliches Medikament benutzt werden. Die ein oder andere
haben wir dann auch mal probiert.
Der Name-sehr passend: Dragonbloodtree!
Übrigens gibt es hier auch eine Menge
meiner geliebten Farne :-)..
Hier ein paar weitere schöne
Eindrücke:
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| Pichincha |
Gegen 13 Uhr gab´s dann schon wieder
Mittagessen. Auch dieses Mal absolutes Lob an die Küche und an den
Kolibris kann man sich sowieso nicht sattsehen.
Der einzige Grund von hier weg zu gehen
und nicht traurig zu sein, ist die Tatsache, dass es morgen nach
Galapagos geht. Ansonsten hätte ich es hier echt noch lange
aushalten können.
Bellavista ist für jeden
Ecuadorbesucher, der Tier-und Naturfreund ist, ein absolutes MUSS.
Gegen 15 Uhr heißt dann auch Abschied
nehmen und zurück für die letzte Nacht nach Quito.
Hier habe ich heute noch Einiges
vorzubereiten für morgen.
Verabschiede mich daher schon mal auf
unbestimmte Zeit ;-),
hasta luego, miramos en Galapagos!




















Hey Krissi,
AntwortenLöschencool, nen Andentagschläfer geknipst, reschbeckt! Die sind echt gut getarnt.
LG und alles gute auf Galapagos
Marcello