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Dienstag, 3. Juli 2012

Ein weiterer Tag am Fuße von Pichincha;-)



Heute Morgen war ich mit Yvonne (der Norwegerin vom Wo) und Jim aus Ohio (sind beide auch in der Sprachschule) auf Quito´s Hausberg- dem Pichincha.
Entgegen dem Reiseführer sind die Gondeln auch schon kurz nach 9 Uhr in Betrieb.
Den ersten Lacher hatten wir, als die Gondeln nach ca. 5 Minuten einfach stehengeblieben sind. Ich hab dann gewitzelt: „was für ein Glück, dass ich vorher noch auf der Toilette war...“
...“cool, wir haben hier oben sogar Handyempfang- es ist noch nicht alles verloren...“ ...“Stunden später..“..Aber solange hat es dann doch nicht gedauert. Meine Vermutung ist, dass sie hier einfach, wenn der Wind zu stark wird, die Seilbahn anhalten, um ein Sicherheitsrisiko zu vermeiden- zumindest war das in Kapstadt so...
In der Stadt war es heute richtig warm, aber auf dem Berg herrscht immer ein stetiger Wind, so dass wir gut daran getan haben, langärmlige Kleidung mitzunehmen.
Wir genießen die Ruhe und den Frieden auf 4100-4400m—das ständige Gejapse ;-) eher weniger. Aber- es ist wie immer im Leben- man kann nicht alles haben :-)..





Wen es immer schon mal interessiert hat, wie ein Granatapfel von innen aussieht, der sollte sich das folgende Foto ganz genau ansehen. Jim hatte welche dabei und wir haben ein gemütliches Picknick auf dem Berg gemacht. Ich schwanke regelmäßig zwischen Kaviereiern in riesig oder vielleicht doch ein paar verkappte Aliens???

In 2 ½ Stunden laufen wir bis zum Fuss des Rucu Felsen (wir müssen ja schließlich auch wieder bis 13 Uhr in der Schule sein) und fahren dann gegen 12.20 Uhr wieder gen Tal.

Blick auf den in den Wolken liegenden Cotopaxi
 Aufgrund des extremen Verkehrs um die Zeit kommen wir natürlich ca. 15 Minuten zu spät. Als ich um 13 Uhr meine Lehrerin anrufe, amüsiert sie sich köstlich (ist ja schließlich kein Grund sich Punkt 13 Uhr und Bescheid zu sagen, dass es ein paar Minuten später wird). Da bin ich eben wohl wirklich typisch deutsch ;-).
Gestern Morgen war ich noch etwas an der Calle Rio de Amazonica unterwegs und bin aus Zufall auf eine Fahrschule gestossen. Die haben hier einen richtigen Parcours aufgebaut mit Ampeln, Einparkzonen etc...Bei der Fahrweise hier allerdings kein Wunder. Die armen Fahrschüler könnte man keinesfalls von Beginn an auf diese „Wahnsinnigen“ loslassen.
Angeblich liegt Ecuador auf Platz 1 der Verkehrsunfälle und Verkehrstoten.
Die Fahrschule hier kostet ca. 300 Dollar für den Pkw-Führerschein. Größere Gefährte oder auch der Busführerschein ist für 1000 Dollar zu haben. Für europ. Verhältnisse billig, aber wenn man bedenkt, dass das Monatseinkommen hier im Durchschnitt nur 300 Dollar beträgt, dann relativiert sich Vieles. Maribel (meine Lehrerin) hat mir heute gesagt, dass die Rente hier ca. 150 Dollar im Monat beträgt und trotz günstiger Lebenshaltungskosten, bleibt nach dem Kauf von Essen und den Grundbedürfnissen da nicht wirklich viel.
Nach dem Spanischunterricht gab es noch einen Vortrag über Schamanismus—allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht sooo viel verstanden habe, da wieder alles auf spanisch war.
Aber zumindest ein Teil ;-). Gestern wurde auch der neue Flughafen von Quito eröffnet. Der soll nun ca. 25 km außerhalb von Quito liegen und es soll nun auch in Zukunft bessere Direktverbindungen geben.
Außerdem habe ich echt festgestellt, dass ich mit meiner Gastfamilie einen echten Glückgriff getan habe, denn wir haben heißes Wasser(!!)- was wohl ein Großteil der anderen Volonteers nicht hat UND es gab gestern Nudeln in Form von Lasagne :-)..Ihr müsst nämlich wissen, dass es hier größtenteils tagein/tagaus Reis mit Irgendwas gibt und eben viele Suppen. Und ich hatte nun bereits Nudeln und schon 2 (!) Mal Kartoffeln.
Hach- was bin ich doch für ein Glückskind ;-)..
Soweit- so gut,
hasta pronto

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