Heute Morgen war ich mit Yvonne (der
Norwegerin vom Wo) und Jim aus Ohio (sind beide auch in der
Sprachschule) auf Quito´s Hausberg- dem Pichincha.
Entgegen dem Reiseführer sind die
Gondeln auch schon kurz nach 9 Uhr in Betrieb.
Den ersten Lacher hatten wir, als die
Gondeln nach ca. 5 Minuten einfach stehengeblieben sind. Ich hab dann
gewitzelt: „was für ein Glück, dass ich vorher noch auf der
Toilette war...“
...“cool, wir haben hier oben sogar
Handyempfang- es ist noch nicht alles verloren...“ ...“Stunden
später..“..Aber solange hat es dann doch nicht gedauert. Meine
Vermutung ist, dass sie hier einfach, wenn der Wind zu stark wird,
die Seilbahn anhalten, um ein Sicherheitsrisiko zu vermeiden-
zumindest war das in Kapstadt so...
In der Stadt war es heute richtig warm,
aber auf dem Berg herrscht immer ein stetiger Wind, so dass wir gut
daran getan haben, langärmlige Kleidung mitzunehmen.
Wir genießen die Ruhe und den Frieden
auf 4100-4400m—das ständige Gejapse ;-) eher weniger. Aber- es ist wie
immer im Leben- man kann nicht alles haben :-)..
Wen es immer schon mal interessiert
hat, wie ein Granatapfel von innen aussieht, der sollte sich das
folgende Foto ganz genau ansehen. Jim hatte welche dabei und wir
haben ein gemütliches Picknick auf dem Berg gemacht. Ich schwanke
regelmäßig zwischen Kaviereiern in riesig oder vielleicht doch ein
paar verkappte Aliens???
In 2 ½ Stunden laufen wir bis zum Fuss
des Rucu Felsen (wir müssen ja schließlich auch wieder bis 13 Uhr
in der Schule sein) und fahren dann gegen 12.20 Uhr wieder gen Tal.
![]() |
| Blick auf den in den Wolken liegenden Cotopaxi |
Aufgrund des extremen Verkehrs um die
Zeit kommen wir natürlich ca. 15 Minuten zu spät. Als ich um 13 Uhr
meine Lehrerin anrufe, amüsiert sie sich köstlich (ist ja
schließlich kein Grund sich Punkt 13 Uhr und Bescheid zu sagen, dass
es ein paar Minuten später wird). Da bin ich eben wohl wirklich
typisch deutsch ;-).
Gestern Morgen war ich noch etwas an
der Calle Rio de Amazonica unterwegs und bin aus Zufall auf eine
Fahrschule gestossen. Die haben hier einen richtigen Parcours
aufgebaut mit Ampeln, Einparkzonen etc...Bei der Fahrweise hier
allerdings kein Wunder. Die armen Fahrschüler könnte man
keinesfalls von Beginn an auf diese „Wahnsinnigen“ loslassen.
Angeblich liegt Ecuador auf Platz 1 der
Verkehrsunfälle und Verkehrstoten.
Die Fahrschule hier kostet ca. 300
Dollar für den Pkw-Führerschein. Größere Gefährte oder auch der
Busführerschein ist für 1000 Dollar zu haben. Für europ.
Verhältnisse billig, aber wenn man bedenkt, dass das Monatseinkommen
hier im Durchschnitt nur 300 Dollar beträgt, dann relativiert sich
Vieles. Maribel (meine Lehrerin) hat mir heute gesagt, dass die Rente
hier ca. 150 Dollar im Monat beträgt und trotz günstiger
Lebenshaltungskosten, bleibt nach dem Kauf von Essen und den
Grundbedürfnissen da nicht wirklich viel.
Nach dem Spanischunterricht gab es noch
einen Vortrag über Schamanismus—allerdings muss ich zugeben, dass
ich nicht sooo viel verstanden habe, da wieder alles auf spanisch
war.
Aber zumindest ein Teil ;-). Gestern
wurde auch der neue Flughafen von Quito eröffnet. Der soll nun ca.
25 km außerhalb von Quito liegen und es soll nun auch in Zukunft
bessere Direktverbindungen geben.
Außerdem habe ich echt festgestellt,
dass ich mit meiner Gastfamilie einen echten Glückgriff getan habe,
denn wir haben heißes Wasser(!!)- was wohl ein Großteil der anderen
Volonteers nicht hat UND es gab gestern Nudeln in Form von Lasagne
:-)..Ihr müsst nämlich wissen, dass es hier größtenteils
tagein/tagaus Reis mit Irgendwas gibt und eben viele Suppen. Und ich
hatte nun bereits Nudeln und schon 2 (!) Mal Kartoffeln.
Hach- was bin ich doch für ein
Glückskind ;-)..
Soweit- so gut,
hasta pronto






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