Mein letzter Tag in Cairns beginnt wieder
früh, als ich um 07:30 Uhr am Reef Terminal zum einchecken für den Bootstrip
zum Great Barrier Reef stehe. Da das Boot relativ groß ist, rechne ich fast
nicht damit, dass es sehr unruhig werden wird, nehme aber- just in case- mal
lieber meine guten Seekrankheitspillen aus Ecuador. Es gibt ja nichts
Ärgerlicheres wenn man so einen Tripp gebucht hat und durch Seekrankheit
ausgeknockt wird. Wie sich nach kurzer Zeit herausstellt eine sehr weise Entscheidung,
denn trotz der Größe des Bootes ist es so unruhig, dass sämtliches Geschirr
weggeräumt werden muss, da es sonst in hohem Bogen von den Tischen fliegen
würde..Und ratet mal, WEN ich wieder auf dem Boot getroffen habe: RICHTIG:
Nicola- das Mädel aus Vilcabamba und Airlie Beach. Hier scheinen wirklich aller
guten Dinge drei zu sein :-). Nach einer ca. 1 ½ stündigen Fahrt haben wir
unseren ersten Ankerplatz erreicht. Hier haben wir drei Stunden Zeit, um in
aller Herzenslust zu schnorcheln. Aus Sicherheitsaspekten habe ich mich dazu
entschieden, mir einen Stingersuit auszuleihen und das die gesamte Crew einen
trägt, bestätigt mich noch in meiner Entscheidung. Die Unterwasserwelt hier ist
wirklich beeindruckend, wobei sie nördlich von Cairns oder weiter südlich noch
beeindruckender und klarer sein soll (weniger Tourismus). Dennoch, die Zeit
unter Wasser vergeht dank der vielen bunten Fische und abstrus geformten
Korallen (manche erinnern mich in Form und Farbe an Blumenköpfe- ich glaube man
nennt sie auch Gehirnkorallen) so schnell, dass es in Windeseile schon
Mittagessenszeit ist. Das Essen ist sehr lecker: frischer Fisch, Garnelen (die
waren allerdings für meinen Geschmack etwas zu salzig), Brot und Salate. So
früh gestärkt ging es dann in einer halbstündigen Fahrt weiter zum nächsten
Riff, wo wir bis 15 Uhr blieben. Auch hier verging die Zeit wieder rasend
schnell. Die sich gegenseitig jagenden Fische waren wirklich schön anzusehen
und ich habe auch mehrfach zwei Weißspitzenriffhaie gesehen. Leider keine Schildkröten
und auch „Nemo“ hat sich erfolgreich im Verborgenen gehalten- aber: es war
dennoch sehr schön und beeindruckend. Um 16:30 Uhr sind wir wieder, gut
unterhalten durch Elvis (ein gitarrenspielendes Crewmitglied), im Hafen von
Cairns eingetrudelt, wo sich dicke Wolken über den Himmel schoben. Auch hat es
hier wohl über Tag geregnet, wovon wir auf dem Wasser nichts mitbekommen
haben..
Ich genieße die heiße Dusche und als später 20
Uhr ist, ziehe ich noch einem los, um mich durch die nächtlichen Straßen des
quirrligen Cairns an einem Freitagabend treiben zu lassen. Man hat das Gefühl,
dass jeder auf den Beinen zu sein scheint und im Nachtmarkt werden sogar
spottbillige Massagen, Mitbringsel, Kunstgegenstände, Kleidung und anscheinend
alles, was das Herz begehrt angeboten. Auch stehen an jeder Ecke
Straßenmusiker, die für ein paar Kröten ihr Bestes geben.
So, meine Lieben, nun ist es Zeit für´s Bett
für mich. Es ist bereits schon wieder nach 23 Uhr und morgen früh beginnt der
Tag mit Rucksackpacken, da es Morgen früh für mich nach Alice Springs geht.
Somit- nächster Klimawechsel: von feucht-heiß zu extrem trocken heiß.
Nun denn: auf ins rote Zentrum!
| Blick auf unseren Ankerplatz |
| herrlich, weihnachtliche Stimmung in Cairns (an der Lagune) |
| Lagune von Cairns |
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