Aktuelle Zeit bei mir :-)

Sonntag, 16. Juni 2013

Kurze Rückmeldung-kurz vor Schluss-17.06.2013

Hallo Leute,
leider kann ich die Blogbeiträge der letzten 3 Tage nicht online stellen, da mir das Internet einen Strich durch die Rechnung macht.
In Kanchanaburi war die Internetverbindung gestern komplett abgebrochen und in meinem Hotel in Bangkok versuche ich nun schon seit gestern Abend 21 Uhr meinen Beiträge- bzw. vorallem die Bilder hochzuladen.
Und- es lädt kein einziges Bild! Das einzigste was geht sind E-Mails oder Text.
Also, falls ihr nichts mehr von mir hört- spätestens zuhause werde ich die Beiträge online stellen..
Bis bald :-),
Kriss

Donnerstag, 13. Juni 2013

Ankunft in Kanchanaburi&das Thailand-Burma Eisenbahn Center-13.06.2013

Mit einer halben Stunde Verspätung ging es heute Morgen von Ayutthaya nach Kanchanaburi. An Bord war auch ein spanisches Paar und ich konnte feststellen, dass mein Spanisch noch grottenschlechter ist, als ich es in Erinnerung hatte :-/..Muss echt noch mal ein bisschen üben/wiederholen, wenn ich wieder zuhause bin.
Da das Wetter sich langsam einzuregnen schien, ist der beste Platz für heute: der Minivan oder- als ich kurz nach 12 Uhr in Kanchanaburi angekommen bin: wie kann man einen regnerischen Tag am Besten nutzen: Genau! Zeit für´s Museum.
Ich besuchte das Thailand-Burma Eisenbahn Center (für nähere Infos- hier-klicken)
Kanchanaburi, ein ca. 67 000 Einwohnerstädtchen, ist vor allem wegen seiner „Brücke am Kwai“ bekannt, welche die Vorlage zu dem gleichnamigen Film darstellte. Auch sind die Soldatenfriedhöfe hier nicht zu übersehen; was mich unwillkürlich an die Soldatenfriedhöfe in Frankreich erinnert hat.
Vorgenanntes Museum beschäftigt sich mit „Der Eisenbahn des Todes“. Im 2. Weltkrieg ließen oder eher gesagt erzwangen die Japaner den Bau einer Eisenbahnlinie zwischen Burma und Thailand, der ihren Nachschub sichern sollte. Der Seeweg war zu gefährlich. Über 400 km lang war die Strecke, die über 100 000 (Malayen, Burmesen, Briten, Javanesen, Australier, Hölländer, Chinesen, Amerikaner, sowie Japaner und Koreaner) Menschen das Leben kostete, die unter unmenschlichen Bedingungen einen unmöglichen Zeitplan zu erfüllen hatten. Die an verschiedenen Standorten errichteten Camps, wurden mit aisatischen Zwangsarbeitern oder Kriegsgefangenen (hauptsächlich Australier, Briten und Holländer) bestückt.
Die Menschen wurden gezwungen in Rekordzeit, eine Eisenbahntrasse durch die Wildnis zu treiben..Aber- zu welchem Preis. Bilder der 1945 befreiten Arbeiter zeigen nur Skelette. Viele starben an Unter- und Mangelernährung, sowie Cholera, Ruhr, Malaria oder bildeten tropische Geschwüre aus. Über die medizinische Versorgung, brauche ich, glaube ich, kein Wort zu verlieren. Das wenige medizinische Personal, dass eingesetzt wurde, hatte NICHTS in Händen, außer ihre Fantasie, provisorische Hilfe zu leisten.
Das Museum ist sehr interessant gestaltet. Es reicht von Schautafeln, über altes Filmmaterial, bis hin zu Originalbriefen oder Utensilien der Gefangenen. Sehr aufschlussreich und fesselnd. Und ich habe mich einmal mehr fragen müssen: zu was sind Menschen alles fähig??
Als ich das Museum verlasse, geht gerade ergiebiger Regenguss zu Ende, so dass ich mehr oder weniger trocken wieder im Gästehaus (VN Gästehaus) ankomme.
Das gefällt mir ausgesprochen gut, da sich mein Zimmer auf einem Floß befindet- mit Balkon und Blick direkt auf den Fluss. Wenn ich auf meinem Balkon oder im Zimmer sitze, höre ich das leise Plätschern des Flusses und das Fiepen der Vögel. Nur ein hin und wieder vorbeiziehendes Discoboot stört die romantische Stimmung etwas :-). Wobei diese Boote echt cool aussehen- wie schwimmende Häuser...
Nun denn- heute Nacht kann ich mich von den sanften Wellenbewegungen in den Schlaf schaukeln lassen :-)..

Die siamesische Königsstadt Ayutthaya- 11.06.-12.06.2013

Nachdem ich mich in Sukhothai quasi von meiner Gastfamilie verabschiedet hatte und sie so nett waren, mich auch noch zum Busbahnhof zu fahren, konnte es dort um 9 Uhr dann auch losgehen. Es war interessant die Vögel zu beobachten, während ich auf den Bus gewartet habe. Sie haben systematisch die Unterseite der ankommenden Busse nach dort klebenden Insekten abgesucht..Im Bus traf ich auf eine Thai, die schon seit Jahren in Berlin lebt und gerade auf „Heimaturlaub“ war :-). Bereits gegen 14:40 Uhr spukte ich mich der Bus dann irgendwo im Nirgendwo an einer Schnellstraße aus. Die aus Sukhothai kommenden Busse halten alle nicht in Ayutthaya, sondern nur außerhalb an der Schnellstraße.
Für dass, dass ich keine andere Alternative hatte, habe ich mich wacker bei den Verhandlungen mit meinem Mopedtaxi geschlagen. Er ist immerhin 30 % mit dem Preis runtergegangen..Jaaaaah, manchmal hilft ein Lächeln noch was :-).
Nachdem ich im Baan Gong Homestay eingecheckt hatte, bewaffnete ich mich mit einem Stadtplan und stiefelte los gen Südosten zum Wat Phanan Choeng. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht sicher, ob es den Tempel nicht vielleicht schon vor der Gründung von Ayutthaya gegeben hat. So soll die fast 20 m hohe Buddhastatue aller Voraussicht nach bereits ca. 1324/1325 errichtet worden sein. Sie gilt hauptsächlich als Beschützerin der Seeleute und wird daher hauptsächlich von den Chinesen verehrt.
Ich fand die Statue jedenfalls mächtig beeindruckend! Man kommt sich so winzig vor, wenn man vor dieser Statue steht. Schlendert man durch die Nebenräume, kann noch einige Statuen chinesischer Richtung entdecken und herrlich restaurierte Wandmalereien.
Pünktlich um 17 Uhr ertönte der Gong, was für die Besucher so viel hieß wie: „Wir schließen jetzt“ und für die anwesenden Mönche „Zeit zum Gebetsgesang“..
Auf meinem Rückweg hatte ich dann noch ein sehr unheimliches Erlebnis. Ayutthaya ist bekannt für seine aggressiven Hunde und ich habe ein paar dieser Individuen gleich am ersten Tag getroffen..Ich wurde ohne Grund zuerst von einem Hund angegriffen, nachdem ich mich samt meines Rucksacks, mit ihm angelegt hatte und versuchte ihn zu verscheuchen, kamen weitere 6 Hunde angelaufen. Ich gab mein Bestes, in dem ich mit dem Rucksack und dem Regenschirm um mich schlug, um sie zu vertreiben. Glücklicherweise kam mir eine Thai samt Stock zu Hilfe und so gelang es, die Biester in die Flucht zu schlagen..Das war echt gruselig!
Ich war dann froh, als ich wieder in meinen sicheren vier Wänden war..Die Besitzerin des Gästehauses kommentierte nur lapidar: „ Ja, die sind ein Problem. Vorallem, wenn es dunkel wird. Aber die Regierung tut nichts dagegen..Miete Dir doch Morgen ein Fahrrad- dann bist Du schneller weg...“..“Äh- Jepp!“ Tolle Aussichten! Mal sehen, was der morgige Tag so bringt??!!

wie überall in Thailand: Bilder des Königspaares oder Glückwünsche

Shiva-Statue an der Vorderseite von Wat Phanan Choeng

die Hand der Shiva-Statue

der fast 20 m hohe Buddha im Wat Phanan Choeng


der junge König als Mönch

aufwändig restaurierte Wandmalereien

filigrane Schnitzereien

chinesische Gottheit


Stupas mit den Bildern Verstorbener

chinesische Figur



Ayutthaya (voller Name: Phra Nakhon Si Ayutthaya) wurde 1991 zum Unesco- Weltkulturerbe erklärt. Der Stadtkern wird durch den Zusammenfluss dreier Flüsse begrenzt, was Ayutthaya eine Insellage verleiht. Ins Innere gelangt man nur, wenn man eine der Brücken benutzt oder mit der Fähre übersetzt.
Von 1350-1767 war Ayutthaya-Periode die Hauptstadt Siams und wenn man alten Berichten Glauben schenken darf, die prachtvollste Stadt, die Europäer zur damaligen Zeit zu Gesicht bekommen konnten. Letzteres war durch die gut florierenden Handelsbeziehungen möglich.
Ayutthaya überlebt die Herrschaft von insgesamt 33 Königen verschiedener Dynastien; den Angriff der Burmesen im Jahre 1767 allerdings nicht. Die Stadt wurde völlig überrannt, niedergebrannt und somit fast dem Erdboden gleich gemacht.
Großer Unterschied zu Sukhothai hier, ist, dass die Ruinen inmitten der Stadt stehen oder vielmehr, dass die Stadt die Ruinen fast überwuchert zu haben scheint...
Leider werden auch immer mehr Betonklötze errichtet, als gäbe es kein Morgen mehr..
Mein Morgen allerdings startete gemütlich mit einem Frühstück in Flusslage in meinem Gästehaus. Da ich mich irgendwie für nichts so richtig begeistern konnte, gab´s heute Morgen eben mal grünes Curry..Mann, war das scharf- da kommt man schon ins Schwitzen, ohne sich zu bewegen.
Nachdem ich mir ein Fahrrad ausgeliehen hatte, musste ich mit diesem erst einmal über den Fluss kommen. Dies funktioniert mit einer Fähre, die alle paar Minuten fährt. Hindernis war für mich allerdings nicht die Fähre, sondern vielmehr die Treppe, die ich samt Fahrrad hinunter musste..Aber- wie ihr seht, ist noch alles ganz: ich kann ja schließlich noch drüber schreiben :-)..
Hier Fahrrad zu fahren, war ein Unterschied wie Tag und Nacht zu dem beschaulichen Sukhothai. Kurz und knapp: ich hatte wenig Spaß: viel V
erkehr und noch dazu ständig aufpassen wegen der Hunde.
Als erstes widmete ich mich dem Wat Mahathat Ayutthaya, einem 1374 gegründeten und mehrfach erweiterten Tempel. Hier befindet sich das beliebteste Motiv für Postkarten von dem Geschichtspark Ayutthaya: einen in einen Feigenbaum eingewachsenen Buddhakopf. Und wehe! Ich kann Euch sagen, STELLT Euch bloß nicht davor, wenn ihr es fotografieren wollt! Sonst gibt’s Anschiss! Man DARF NICHT HÖHER SEIN, ALS BUDDHA. Da sind die Thais seeeeeehr empfindlich. Ähnlich wie bei der Königthematik. Man muss sich niederknien, um das Bild zu machen. Es wurde sogar extra ein Schild angebracht, dass man NICHT davor stehen darf :-)!
Mein erstes Bild habe ich noch stehend gemacht- wohingegen, das 2. Bild sitzend aufgenommen wurde. Als Fotograf ist natürlich auch die unterschiedliche Perspektive sehr interessant :-)..
Der Wettergott jedenfalls meinte es anscheinend wieder gut mit mir- denn im Gegensatz zu heute Morgen (es hatte die ganze Nacht geregnet), klarte es etwas auf und ließ die Ruinen in einem schönen Kupferrot erstrahlen.
Auch im Umkreis von Wat Mahathat befinden sich mehrere kleine Wats und überhaupt wird die Gegend hier vom Phra Ram-See im Ramapark dominiert. Inmitten von Verkehrslärm und – chaos findet sich also eine kleine, grüne Insel der Ruhe..
Direkt gegenüber befindet sich das Wat Ratchaburana mit seinem z.T. stark restaurierten Gebilden. Auch während meines Besuches ist ein Teil der Anlage für Restaurationszwecke gesperrt. Dieser Tempel diente als Begräbnisstätte für die beiden älteren Brüder des 7. Königs gedacht. Leider handelte es sich bei dem gesperrten Teil, wohl um den interessantesten Part dieser Gebilde, da hier bislang Fotos der geraubten Königsinsignien, Goldbuddhas und anderer Goldschätze zu sehen waren, sowie einige original Wandbemalungen..
Da das Viharn Phro Mongkol Bophit sich auch in der Nähe des Zentrums befindet, wurde dies mein nächster Stopp. Durch einen Angriff der Burmesen vollständig niedergebrannt, wurde es 1956 originalgetreu wieder hergerichtet. Im Innneren befindet sich eine der größten Bronzebuddhas ganz Thailands. Allerdings erstrahlt sie inzwischen in goldenem Glanz, da die Figur aus Anlass des 60. Geburtstags der Königin vergoldet wurde.
Allerdings habe ich hier in diesen Lokalitäten immer eher den Eindruck, als wäre ich in einem Souvenirshop gelandet. Im Inneren rund um die Buddhastatuen befinden sich „Verkaufsstände“ mit Buddhas&allem Möglichen, was im entferntesten mit der Thematik zu tun hat..
Nach einem meiner geliebten frischen Fruchtshakes ging es über den Fluss außerhalb des Stadtkernes zum Wat Na Phra Meru.
Ein interessanter Ort- wo Geschichte geschrieben wurde! Der bereits ca. 1504 erbaute Tempel, diente den Feinden des Großreiches Siam (den Burmesen) nämlich als Basislager und blieb daher von der Zerstörung verschont. Auch hier befindet sich ein recht imposante Buddhastatue. Interessant ist, dass alle Buddhafiguren zwar die 32 Merkmale aufweisen müssen, aber dennoch individuell etwas verschieden aussehen. So auch dieser Buddha, dessen Kleigung im Stil der Ayutthayaherrscher gehalten ist.
Der im kleinen Viharn rechts neben dem Tempel stehende Buddha ist hingegen aus schieferblau/schwarzem Stein (Dvaravati). Überhaupt gibt es auf dem Gelände einiges Spannendes zu entdecken: mit Feigenbäumen bewachsene Chedis, den ein oder anderen schönen Brunnen und zu guter Letzt auch noch ein silberner Buddha. Auch hier werden 7 Buddhastatuen in unterschiedlichen Körperhaltungen dargestellt- wobei jede Körperhaltung einem Wochentag zugeordnet ist. Meiner ist der liegende Buddha- da er für Dienstag steht und ich wurde an einem Dienstag geboren.
Und da wir somit bereits bei der richtigen Thematik sind, machte ich mich samt meinem klapprigen Fahrrad auf den Weg zum Wat Lokaya Sutharam- natürlich nicht ohne mehrfach zu stoppen und den Anblick der inzwischen im weichen Licht der Nachtmittagssonne bestrahlten anderen, historischen Gebäude zu genießen.
Der Wat Lokayasutharam ist eine der größten, liegenden Buddhastatuen. Weitere Besonderheit ist, dass die Statue unter freiem Himmel liegt. Das dazugehörige Kloster ist nämlich abgebrannt.
Im Licht des späten Nachmittags zeigte der Buddha wirklich seine heilige Gestalt: sein orangefarbenes Gewand strahlte nämlich mit oder wegen der späten Nachmittagssonne um die Wette:-).
Auf meinem Rückweg kam ich dann in ein noch größeres Verkehrschaos. Es war nämlich Schulschluss und auch der Nachtmarkt begann bereits langsam seine Tore zu öffnen. Also- mehr als Zeit um zurückzukehren und für eine heiße Dusche..
Auch heute wurde ich wieder massiv von einem Hund angegangen. Da es aber nur ein Hund war, war das dieses Mal nicht ganz so schlimm. Aber wirklich wohlgefühlt, habe ich mich in dieser Stadt nicht wirklich. Wenn man noch nicht einmal unbedarft Straßen entlanglaufen kann, dann ist es für mich kein Ort für einen längeren Aufenthalt.
Auf dem Rückweg hieß es wieder sich über die Treppen zur Fähre und von der Fähre die Treppen hoch quälen. Dabei traf ich auf Eve, eine Amerikanerin, die hier für 4 Monate als Lehrerin angeheuert hat.
Wir haben uns gemeinsam in ein kleines, einheimisches Lokal gesetzt, eine Kleinigkeit gegessen und etwas geschwatzt. Auch sie fühlt sich aufgrund der Hunde hier nicht wirklich wohl und, nachdem sie zu allem Elend noch von einem Moped angefahren wurde, steht sie auch dem Verkehr etwas skeptisch gegenüber.
Auf meine Frage, was denn die Einheimischen gegen das „Hundeproblem“ machen, meinte sie nur, dass sie sie zumeist auf dem Moped oder, wenn zu Fuß mit einem Stock bewaffnet sieht. Außerdem seien Bisse an der Tagesordnung und diese, nicht nur wegen der Schmerzen, sondern auch wegen der hier weit verbreiteten Tollwut eine Gefahr..
Na, bin ich froh, dass ich hier morgen wieder verschwinde :-)..
Habe mich für meine letzten Tage für die Luxusvariante „Minivan“ entschieden. So werde ich direkt am Gästehaus abgeholt, in Kanchanaburi direkt bei meinem Gästehaus wieder abgesetzt, ohne Umsteigen, schleppen meiner Sachen zum Busbahnhof usw. und in der Hälfte der Zeit und weil Thailand- immer noch bezahlbar :-). Das Reisen hier ist wirklich sooooo einfach. Man merkt, dass Thailand schon lange ein Backpackpermekka ist. Man hat meistens die Wahl zwischen Zug, Bus oder Minibus. Was will man mehr??
Nun, dann bin ich mal gespannt, was mein letztes Ziel vor Bangkok für mich bereit hält:-)?
Hinweisschild Wat Mahathat

Postkartenmotiv: Buddha im Feigenbaum auf dem Gelände des Wat Mahathat


Wat Mahathat

Wat Mahathat

Wat Mahathat

Wat Mahathat

Wat Mahathat

Rama Park

Wat Ratburana

Wat Ratburana

Wat Ratburana

Blick auf Wat Phra Si San Phet

Viharn Phra Mongkol Bophit

der große Buddha im Inneren des Viharn Phra Mongkol Bophit

von links nach rechts: beginnend mit So- die jeweiligen Buddhafiguren für die unterschiedlichen Tage; die beiden rechten Figuren weiß ich nicht, was sie bedeuten, da die Beschriftung nur in Thai war..

Buddha im Wat Na Phra Meru


besagter Buddha aus schieferblauem Gestein

Blick vom Brunnen her auf den Wat Na Phra Meru

Chedi mit Feigenbaum ummantelt

der silberne Buddha

Wat Worachettharam

Wat Lokayasutha

Wat Lokayasutha

Palastgebäude auf der gegenüberliegenden Flussseite

Dienstag, 11. Juni 2013

Die Wiege Thailands: Sukhothai- 09.06.&10.06.2013

Heute Morgen geht mein Bus erst um 8 Uhr- dennoch bin ich gestern natürlich wieder zu spät ins Bett gekommen und daher mal wieder nicht ausgeschlafen. El verabschiedet mich am Bahnhof mit einer Umarmung und dann geht’s auch schon in den Bus.
Dieser Bus ist jedenfalls schon mal besser als der Bus nach Soppong und der Busfahrer total freundlich. Es ist so zum Genießen, mal in einem Bus zu sitzen, wo man nicht nur ständig blöd angeschnauzt wird, wie das so oft in Vietnam der Fall war. Aber- ich denke inzwischen, dass die meisten Leute da einfach anscheinend nicht „normal“ reden können :-).
Von meiner Unterkunft hier werde ich- sogar mit Auto (hoho)- abgeholt und entgehe somit der „Schleppermafia“ von Sukhothai :-).
Sukhothai ist- wie schon in der Überschrift erwähnt- die Wiege der Nation. 1238 gegründet, war sie 120 Jahre lang die Hauptstadt. U.a. unter König Ramkhamhaeng (1275-1317) der eine wichtige Rolle in der Geschichte Thailands spielt. Dieser besagte König nämlich, entwickelte aus der der Mon-Schrift das heute gebräuchliche Thai- Alphabet. Weiterhin trieb besagter König die Verbreitung des Buddhismus voran, welche die bis dahin vorherrschenden kulturellen Khmereinflüsse verdrängten (die Gegend wurde von den aus dem Norden einwandernden Thais erobert).
Sukhothai war somit eines der ersten, imposanten Machtzentren Thailands. Da durften natürlich zahlreiche Tempel und eine entsprechend imposante Palastanlage nicht fehlen. Doch leider zerfiel der Stadtstaat unter den Nachfolgern Ramkhambhaengs und verlor aufgrund des im 14. Jahrhunderts aufstrebenden Ayutthaya an Bedeutung.
Die Ruinen selbst sind von Neu- Sukhothai, wo man zumeist wohnt- wie auch ich :-)- 12 km entfernt. Allerdings gibt es eine gute&billige Busverbindung, so dass dies nicht wirklich ein Hindernis darstellt. Die Kleinstadt Neu- Sukhhothai (ca. 41 000 Einwohner) hat meines Ermessens nicht wirklich was zu bieten- oder- es blieb mir heute, bei meinem kurzen Rundgang verborgen?
Übrigens habe ich heute eine intensive Erinnerung an Deutschland erhalten:-)! Diejenigen meines Jahrganges können sich sicher noch an die Apfelbonbons, die Runden mit dem sauren Brausepulver in der Mitte, die wir immer in den Pausen oder im Schwimmbad genascht haben- die mit der stechend grünen Farbe..
Jedenfalls- ich habe hier ein sog. Italien-Soda getrunken, weil ich neugierig war, was das denn nun sei und hatte mehr oder weniger eine Apfelschorle erwartet..
Zurück kam die Bedienung mit einem neongrünen Getränk- ich staunte nicht schlecht :-)..Als ich dann probiert habe, dachte ich zunächst, dass mir ein Blitz ins Hirn schießt...ABER nach wenigen Schlucken hat sich der Geschmacksinn wieder an den extrem künstlichen Geschmack gewöhnt :-) und ich dachte: „Jepp, genau wie die Abbelgutzjer, auf die wir früher immer so scharf waren..:-)..
Übrigens, sollte ich besser nicht zu lange Bus fahren :-), denn in den 5 Stunden heute, habe ich meinen...äh guidebook....äh travelguide..(Oh Gott, es ist soweit: ich erinnere mich nicht mehr an deutsche Wörter :-(..Bin so auf englisch gepolt...)...aahhh- äh Reiseführer gewälzt und nun meine Reisepläne für die nächsten 6-8 Wochen Thailand fixiert..
Tja, scheint so, als ob ich noch mindestens 2 x hierher kommen muss..In den Genuss hier 2 Monate am Stück zu verbringen, werde ich wohl so schnell nicht mehr kommen :-(
Leider!
Ach ja, hatte Euch noch eine herrliche Anekdote vom Nachtmarkt am Samstag in Chiang Mai vorenthalten (denn in Thailand ist Töpfe gucken erlaubt :-)).
Ich: „Oh, what´s this?“ (ich hebe den Deckel hoch, schnüffele und schaue die Verkäuferin erwartungsvoll an?“
Verkäuferin: „Sawasidee kaah!“
Ich: „I look for something vegetarian? Is this with or without meat?“
Verkäuferin: „ Oh, noooh- no meat: this is (insgesamt 4 Töpfe) with fish, with fish, with chicken, with pork..(mit strahlendstem Lächeln und abwehrender Geste mit den Händen)..
Ich daraufhin mit ebenso strahlend freundlichem Lächeln: „Oh...Kapkoon Kah!“..
Soviel zu dem Thema: Thais und Englisch ;-P..
Blick über den Kanal auf Neu-Sukhothai
Am nächsten Morgen kündigte sich ein heißer Tag an und Mrs. Ease erkundigte sich besorgt, ob ich auch Sonnencreme aufgetragen habe...“Yo- Mama ;-P..“
Da sie mir eine besondere Freude machen wollte, hatte sie ein typisch thailändisches Frühstück für mich vorbereitet- was ja so gar net mein Ding ist (süßer Klebreis in allen Varianten und noch Einiges mehr an undefinierbaren, süßen, klebrigen Dingen...)..Aber, es gab auch Rambutan und Mango- ein Lichtblick :-)..Da bin und bleibe ich wohl einfach Deutsch: „So e Gebabbs zum Frühstück...“ Äh, neeeee, muss net unbedingt sinn...“
Nun, wie auch immer, gegen 08:30 Uhr machte ich mich dann auf die Socken, um einen der regelmäßig verkehrenden Shuttlebusse in Richtung "Geschichtspark Sukhothai", der rund 12 km von Neu- Sukhothai ( in Ayutthaya ist das anders) entfernt ist.
Da der Park eine Fläche von 72 km² abdeckt, auf dem sich hunderte kleinerer und größerer Monumente und Tempel befinden, habe ich mir für heute ein Fahrrad gemietet, um meinen einen Tag hier möglichst gut ausnutzen zu können.
Nun und dann gab´s für die nächsten 8 Stunden TT, also eine Tempeltour :-). Die folgenden Aufzeichnungen sind mehr oder weniger für die Beschriftung meiner Bilder bestimmt, also
nicht wundern :-). Die gewählte Route führte mich als erstes zum Wat Sapan Hin, da sich dieser im Westen außerhalb der alten Stadtmauer befindet und man dort eine 50 m hohe Erhebung hochkraxeln muss (man soll nicht glauben, wie viel Schweiß man auf so wenigen Höhenmetern verlieren kann :-). Hier kann man sich einen 12,5 m hohen, stehenden Buddha betrachten und sich von dort aus einen ersten Überblick über Ruinen innerhalb des Tempels machen. Hier traf ich auch auf zwei amerikanische Brüder, von denen der Ältere total euphorisch war, und der jüngere Bruder die ganze Zeit am Nörgeln über das heiß-feuchte Wetter war..Puh, bin ich froh, dass ich eine solche HEULBOJE nicht die ganze Zeit ertragen muss. Nun ist es hier mal fast 40 °C und feucht- NA UND? Gibt Schlimmeres :-)..
Von hier aus radelte ich dann weiter zum Wat Aranyik, gefolgt vom Wat Chedi Ngam. Kaum zu glauben, was für einen Rechtsdrall man doch hat, wenn man sein ganzes Leben auf Rechtsverkehr getrillt wurde..Musste mich immer wieder daran erinnern, dass ich hier LINKS fahren muss!!! Das andere Rechts halt :-)!
Nachdem ich noch einen Stopp beim Wat Mangkorn (mit einem Chedi im ceylonesischen Stil) eingelegt hatte, verließ ich das westlich gelegene Areal und radelte wieder in den inneren Kreis der Stadtmauer zurück.
Hier ging es dann zunächst zum Wat Si Sawai, welcher mit seinen drei Laterit- Prasat (mehrstöckige Gebilde) nun schon einigen Tempeln auf dem Angkor Wat Gelände ähnlich sah. Dieses Heiligtum war zunächst hinduistisch und wurde späterhin in ein buddhistisches Heiligtum umgewandelt. Es ist wirklich sehr angenehm, dass Nebensaison ist. Man trifft so wenige Touristen, dass man problemlos auch mal Bilder von Tempelanlagen OHNE Menschen machen kann. Wann kam das denn mal vor die letzten Monate :-)..Übrigens habe ich meines Ermessens nach hier die letzten beiden Tage Weißstörche gesehen. Bin mir nicht ganz sicher, ob ich mich getäuscht habe..Gibt es die überhaupt in Thailand? Dachte die Reiseroute führt eher über Afrika??
O.k.- weiter im Text. Nach dem vorgenannten Abstecher ging es zum Zentrum- dem Wat Mahathai, dem königlichen Tempel. Zur damaligen Zeit war es das größte, religiöse Heiligtum des Lanes. Auf einer Fläche von 240x280 m befinden sich über 200 Gebäude und Chedis. Von den Gebäuden mit Dächern sind nur noch die Säulen erhalten.
Die Baumeister die hier am Werk waren, haben die Gebäude in östlicher Richtung ausgerichtet und durch die Verwendung eines Chedi in Lotusform wurde auch dem „Sukhothai-Stil“ Rechnung getragen..Etwas nördlich davon liegt der Wat Sra Sri, der auch eine Insellage genießt. Recht unscheinbar sieht der Wat Tra Kuang aus, der eigentlich nur noch aus einem Glockenturm besteht.
Wie ich gestern ja schon mal geschrieben habe, sind die Thais sehr stolz auf ihren „Landesvater“- König Ramkhamhaeng, so dass natürlich ein Denkmal für den Begründer der thailändischen Schrift an dieser Stelle nicht fehlen darf..Die Blumengaben am Denkmal unterstützen die vorher angesprochene Verehrung für den ehemaligen König.
Auch vom Wat Mai ist nicht mehr viel übrig, so dass ich mich recht schnell dem Wat Tra Phang Thong zuwende, in dem es einen „Fußabdruck von Buddha“ zu sehen gibt. Also, damit meine ich die übergroße Nachbildung eines Buddhafußabdrucks- nicht den „Original- Fußabdruck“ natürlich :-)!
Interessant fand ich den Wat Sorasak, der mit zahlreichen Elefantenköpfen geschmückt war, während der nahe liegende Wat Son Khoa nicht mehr sehr gut erhalten war.
Im Norden- etwas außerhalb der alten Stadtmauer liegt der Wat Phra Phai Luang- die älteste Anlage, die bereits zu Khmer-Zeiten im 12. Jahrhundert ein bedeutendes hinduistisches Bauwerk war. Nur der nördliche der drei Türme wurde restauriert und ist somit der Nachwelt erhalten geblieben. Was mich wirklich verwundert hat, ist, dass auf dem ganzen Tempelgelände keine Reptilien zu sehen waren: keine kleinen Eidechsen oder Ähnliches. Und das, obwohl die Steine ja ideale Wärmespeicher sind und auch nicht viele Besucher unterwegs waren..
Als ich dann um 16:20 Uhr erfuhr, dass ich für nur einen Tempel, nämlich den Wat Si Chum noch einmal 100 THB bezahlen soll, habe ich darauf verzichtet. In dem Tempel gibt es einen riesigen, sitzenden Buddha zu sehen, der eine Länge von Knie zu Knie von 12 m aufweist. Der ist so riesig, dass man ihn sogar schon aus der Ferne sieht.
Auf meinem Weg zurück, hielt ich noch am Ta Pha Daeng Shrine, bevor ich um 17 Uhr beschloss, dass es dann doch genug ist für heute :-).
Mit dem Bus ging es dann wieder zurück nach Neu- Sukhothai..Das ist so eine Umgewöhnung mit dem Straßenverkehr in Thailand. In Vietnam läuft man zu allen Zeiten und möglichen, wie unmöglichen Verkehrssituationen einfach los und hofft, nicht überfahren zu werden. In Thailand hingegen, gibt es definitiv mehr regeln. Die Menschen bremsen, wenn sie Fußgänger sehen und es geht im Allgemeinen viel geregelter zu..Zeit für mich, mich also schon mal wieder etwas umzupolen :-)..
An den Essensständen des Nachtmarktes wurde ich dann auch bez. meines Abendessens (ich hab sogar etwas mit grünem Spargel gefunden!!) fündig und konnte so auf der Veranda des Baanit Thit auf einen gelungenen, schönen Tag zurückblicken und pünktlich, als ich dort saß, fing es auch an zu regnen..Na bitte- die Abkühlung ist heute also auch „all inklusive“ ;-)..


mein Blick am Morgen auf einen reich gedeckten Frühstückstisch

Wat Sapan Hin

mein treuer Begleiter für den heutigen Tag

Wat Mangkorn

schöne Grünflächen innerhalb der alten Stadtmauer

Wat Si Sawai

Buddhastatue im Wat Mahathat

Buddhastatue im Wat Mahathat

Buddhastatue im Wat Mahathat

Buddhas Hand (Wat Mahathat)

Buddhastatue im Wat Mahathat

Wat Mahathat

Fehlendes Dach- Wat Mahathat

Wat Sa Si


Wat Sa Si

Blick über den Wassergraben (Wat Sa Si im Rücken)

Blick vom Wat Tra Kuan auf das Wat Sa Si

Statue von König Ramkhamhaeng

Wat Sorasak

Wat Phra Phai Luang


der einzig restaurierte und damit erhaltene Turm von Phra Phai Luang

Phra Phai Luang

ein Straßenstand, wo es leckers Phat Thai gab :-)