Aktuelle Zeit bei mir :-)

Freitag, 19. Oktober 2012

Haruru Falls- großer Name- kleine Wasserfälle :-)- 18.10.2012

Ganz entgegen ihrer üblichen Gewohnheit, hatte die Wettervorhersage heute Morgen leider recht: als ich aufwache gießt es in Strömen..Ein willkommenes Argument, um sich noch mal im Bett umzudrehen :-)..Gegen 9 Uhr allerdings stehe ich dann doch auf und begebe mich in den Frühstücksraum. Draußen kübelt es noch immer. Na ja, soll mir ja alles recht sein- mir ist es wichtiger am Freitag, für Cape Reinga, gutes Wetter zu haben. Zu mir an den Tisch gesellt sich Katja, die auch schon gleich wieder loslegt..Na ja, somit werde ich wohl nicht in die Verlegenheit kommen, meinen Gedanken nachzuhängen :-)..Ein weiteres deutsches Pärchen setzt sich zu uns, und sehr schnell entwickelt sich ein Gespräch, da die beiden von Rewe Schwarzbrot mitgebracht haben- was sie quasi direkt als Neuankömmlinge outet. Sie haben vor hier zu arbeiten und ca. 6- 9 Monate hier zu bleiben. Die Zeit vergeht daher schnell und auf einmal hört es auch auf zu regnen. Ich packe schnell meinen Rucksack mit etwas Wasser und Proviant zusammen und mache mich nun doch noch Richtung Haruru Wasserfälle auf den Weg (der Weg soll ca. 4-5 Stunden dauern). Kurz bevor ich in den Weg einbiege, sehe ich aus dem Augenwinkel einen braunen Schatten...Als ich mir den Schatten näher betrachte, entpuppt er sich als kleines Kaninchenjunges, das sich ängstlich versucht, im Gras unsichtbar zu machen. Überhaupt scheine ich nach dem Regen relativ schnell reagiert zu haben. Auf meinem Weg zu den Fällen begegne ich keiner Menschenseele. Was mir aber gar nicht unrecht ist, denn so kann ich die Geräusche des Waldes besser genießen und in mich aufnehmen. Um mich herum ist wieder sehr intensives Vogelgezwitscher zu hören und den ein oder anderen Piepmatz bekomme ich auch vor die Linse. Allerdings sind sie sehr flott unterwegs und über Qualität lässt sich ja bekanntlich nicht streiten :-)..Zwar hat der Regen aufgehört, dafür geht der Wind aber umso stärker und lässt die Bäume, speziell die Pinien laut knarrende Geräusche von sich geben, die sich anhören, wie die knarrenden Holzbohlen der Schiffe aus alten Filmen. Nach ca. 2 Stunden erreiche ich die Wasserfälle, die nun wirklich dermaßen unspektakulär sind. Dafür war der gesamte Weg wunderschön. Fast nur Wald, kleine, verschlungene Pfade, schöne Ausblicke auf´s Wasser, ein netter Weg durch die Mangroven und der Geruch von Moos, Holz und von der Sonne langsam erwärmter Erde in der Nase. Auf dem Rückweg begegne ich dann ein paar mehr Leuten. Sie haben wohl nun auch beschlossen, dem Wetter zu trauen und den Weg doch noch zu laufen.
Zurück im Hostel gibt’s erst mal was zu essen und inzwischen sitze ich hier wieder im Aufenthaltsraum, während im in der Glotze hier „Herr der Ringe III“ läuft.
Jetzt, wo ich so schreibe und auf´s Datum schaue, wird mir bewusst, dass ich heute bereits genau seit 4 Monaten unterwegs bin. Kaum zu glauben :-)...


Reiherart





die spektakulären Wasserfälle :-)

Inselrundfahrt in der Bay of Islands-17.10.2012

Heute Morgen stehe ich um 08:45 Uhr an der Wharft, weil von hier die Inselrundfahrt mit Fullers Great Sights losgeht (Bay of Islands). Zunächst steuern wir Russell an, um die letzten Fahrgäste aufzunehmen und kaum haben wir den Hafen verlassen, sichten wir schon Delfine. Diese hier ganzjährig vorkommenden Delfine gehören zu der Gattung Gemeiner Delfin. Es handelt sich um eine größere Schule, welche sich zunächst in Riffnähe aufhält. Aber dann erregt das Schiff mit den vielen, komischen Wesen, welches jedes einen schwarzen Gegenstand vor´s Gesicht hält, dann doch ihre Aufmerksamkeit und sie beginnen auf uns zu zuschwimmen. Zwischenzeitlich springt immer mal wieder einer aus dem Wasser, wie wenn sie uns demonstrieren wollten, welch gute Laune sie heute haben. Sie kommen sogar so nah ans Boot, dass man manchmal denkt, dass das Boot sie gleich überfahren müsste...Verspielt lassen sie sich auf den Rücken gleiten, damit sie uns über der Reling besser sehen können. Von hier geht es weiter Richtung
Moturoa, der zweitgrößten Insel der Bucht. Wir passieren Mardsen Cross (Rangihoua Bay) und auch die Roberton Insel (Motuarohia). Auf Deck bläst trotz des herrlichen Wetters ein heftiger Wind und ich bin sehr froh, dass ich, im Gegensatz zu einigen Anderen, die richtige Kleiderwahl getroffen habe..Schließlich erreichen wir die Gegend um Cape Brett mit Motukokako mit seinem berühmten Hole in the Rock. Unter dem Gejohle der Passagiere fährt die Fähre durch die Öffnung im Stein und lässt natürlich auch die Sirene erklingen, welche in der Höhle laut schallt. Auf dem Rückweg nehmen wir Kurs auf Urupukapuka, wo wir noch eine Stunde Zeit haben, uns ein bisschen umzusehen. Diese Insel ist die Größte in der Bucht mit ungefähr 208 Hektar. Hier gibt es einige schöne Wanderwege zu erkunden und wohl sogar einen kleinen Tierpark. Auf dem Rückweg passieren wir noch Motuarohia, welches ein Reservat für wilde Tiere darstellt. Hier gibt es noch einige sehr seltene neuseeländische Vögel, u.a. dem Saddleback, North Island Robin und den spotted Kiwi.
Gegen 13 Uhr kommen wir wieder im Hafen von Paihia an. Zunächst koche ich mir erst mal ein Mittagessen und da heute wirklich herrlichstes Wetter ist, schnappe ich mir meinen MP3 Player und verbringe mit meinem Hörbuch einen herrlichen Nachmittag am Strand :-). Gegen frühen Abend drehe ich noch eine Runde durch das angrenzende Wäldchen und kann hierbei auch wieder einen Eisvogel und den stimmgewaltigen Tui beobachten.
Morgen würde ich gerne die vierstündige Wanderung an den Wasserfall machen..Allerdings hieß es heute, dass für morgen Regen angesagt ist..Na ja, mal sehen, wie´s morgen aussieht...

Blick auf den Hafen vom Boot aus..


Privatvorstellung :-)






Hole in the Rock


Urupukapuka

Urupukapuka

der Stimmen nachahmende Tui


Dem Himmel ganz nah und von der Erde weit weg :-)- Skydiving 2012- 16.10.2012

Nachdem ich ja nun schon länger vorhatte, einmal einen Tandemsprung zu machen und mir hier nun schon zum zweiten Mal der Flyer über das Skydiving in die Hände gefallen ist und mich schließlich Julian auch davon überzeugt hat, dass diese Location (mit Aussicht auf die Bay auf Islands) ja wohl so schnell nicht zu toppen ist, tja- ist es heute soweit: ich werde springen :-).
Als ich morgens zum vereinbarten Treffpunkt laufe, wo ich abgeholt werden soll, bin ich irgendwie noch gar nicht aufgeregt. Auch in der Nacht habe ich gut geschlafen.
Mit mir wartet noch ein anderes Mädel, Hariet von London. Für sie ist es allerdings schon der 3. Sprung. Sie hat das offensichtlich das Adrinalinfeeling gepackt. Als unser Kleintransporter ankommt, lacht der halbe Bus, als ich einsteige...Denn- wer sitzt im Bus: Julian und Valeria, die beiden Youngsters ausm Hostel in Whangarei, die ich übrigens auch gestern auf der Fähre getroffen habe. Bisher funktioniert das Trampen bei den Beiden super.
Sie haben sich auch kurzfristig entschlossen, hier zu springen. Wirklich lustig, dass wir quasi schon wieder aufeinandertreffen..
Gegen 11 Uhr kommen wir im Büro an, wo wir zunächst erst mal ein Briefing erhalten. Und dann heißt es warten..Die Jungs müssen warten, bis das Wetter und vorallem der Wind günstig steht. Und dann heißt es auf einmal: Harriet und Kristina- fertig machen.
Wir werden in einen Anzug gesteckt, der mich so ein bißchen an einen Raumanzug erinnert- nur nicht ganz so dick. Handschuhe an, gefütterte Mütze auf den Kopf und rein ins Geschirr. Das wird dann noch ordentlich festgezurrt und dann kann´s losgehen. Als wir Richtung Flugzeug gehen, dröhnt dieses laut. Es ist eine winzig kleine Maschine mit Propeller. Unser Pilot hat einen Atemschlauch in der Nase; für die Passagiere gibt es ab einer bestimmten Höhe Sauerstoffmasken. Als wir von hinten im Seiteneingang einsteigen und sich jeder in Position rückt, sitzen wir alle ineinanderverschachtelt, wie Muscheln auf einer Halskette.
Die Maschine hat außer dem Pilotensitz keine Sitzplätze. Nur eine Matte, und auf der sitzen wir vier nun, während wir höher und höher steigen. Der kühle Windzug, durch die Seitenschiebetür lässt erahnen, wie kalt es draußen ist. Da bin ich doch froh, dass ich in meinem Anzug stecke. Ich bin immer noch überrascht, dass ich immer noch kein Gefühl der Angst habe. Außer einem latenten, kleinen, flauen Gefühl im Magen, bemerke ich keinerlei negativen Gefühle. Na ja, sage ich mir: das wird sicher noch kommen, wenn erst mal diese Tür auf ist. Ryan- mein „Sprungpartner“ zeigt auf die Bay of Islands, die man, trotz nicht ganz blauem Himmel doch gut erkennen kann. Und dann ist es soweit: die Klappe geht auf und Ryan fragt mich, ob ich bereit bin. Der ausgestreckte Daumen und ein „ja“ meinerseits, lassen den Countdown zum Absprung starten. Zunächst müssen wir so in die offene Tür rutschen, dass ich meine Beine heraushängen kann und- ich habe immer noch keine Angst. Ich freue mich einfach nur und bin absolut neugierig, wie es wohl sein wird, nun gleich in freiem Fall Richtung Wolken zu rasen..Ich habe den Gedanken noch nicht ganz fertig gedacht, da sind wir auch schon draußen...Das einzige was ich fühle, ist der kalte Wind, der an meinen Ohren vorbeirauscht...Ansonsten fühlt sich alles einfach nur absolut schwerelos an. Während dem freien Fall ist der Körper wie eine Banane gebogen: Beine hochgeklappt nach hinten, Becken nach vorne, Rücken durchgedrückt und auf Ryan´s Signal, strecke ich auch die Arme nach außen, während wir Richtung Erde rasen. Wobei- man hat absolut kein Gefühl von Geschwindigkeit oder wie schnell man ist- DAS merkt man erst, wenn der Fallschirm gezogen wird und der Ruck, der durch das Aufgehen- und Abbremsen des Schirms verursacht wird, einem durch den ganzen Körper fährt. Wir hatten durch den Wind auch eine Wolke im Weg, die unseren Weg gekreuzt hat. Das war mal vielleicht ein abgefahrenes Gefühl: man sieht nur weiß: oben, unten und an beiden Seiten. An Orientierung ist nicht zu denken. Das hat mich total an Bilder im Fernsehen erinnert, wo Leute sich in einem komplett weißen Raum befinden...Voll der Hammer..Als der Schirm dann auf war, war erst mal absolute Entspannung angesagt; während ich entspannt in den Seilen hänge, kann ich mir die Welt von hier oben betrachten. Alles sieht total winzig aus. Meine Hände habe ich nun an den Schlaufen, mit denen man den Schirm lenkt und nach Anweisung von Ryan ziehe ich entsprechend an der Linken oder der Rechten und so drehen wir Kurven und Kreise, bis wir schließlich auf der Landebahn zur Landung ansetzen. Auch das klappt reibungslos- außer für einen von den Helfern, der sich etwas verschätzt hat und daher beinahe auf der Nase landet, als er uns beim Landen helfen will :-)...Wow, dieses Erlebnis werde ich mal so schnell nicht vergessen.
Im Anschluss sind dann noch Julian und Valeria dran und auch die beiden kehren absolut zufrieden zurück. Während Harriet und ich nach Paihia zurückgebracht werden, steigen die Beiden schon früher aus, um nach einer Mitfahrgelegenheit gen Norden zu suchen.
Gegen 14 Uhr bin ich auch wieder im Hostel und nach einer kurzen Verschnaufpause, mache ich mich auf, um einen kleinen Strandspaziergang (Taiputuputu Pahi Beach) zu machen. Das Wetter spielt echt böse Scherze mit uns hier. Man ist ununterbrochen nur damit beschäftigt, Jacken und Pullover an- und wieder auszuziehen. Warm, kalt, windig, windstill und wieder von vorne..Typisches Frühjahrswetter eben :-)..Dafür blüht es hier an allen Ecken und Enden..
Nach einem schönen Spaziergang komme ich gegen 17 Uhr wieder ins Hostel. Viel steht für heute Abend für mich nicht auf dem Plan. Nur- was kochen, Blog schreiben, Fotos bearbeiten und dann zum Abschluss noch etwas Hörbuch hören, zum relaxen.
So- denne mal bis Morgen- auf in den nächsten, aufregenden Tag :-)..
Harriet und ich

Vorbereitungen...

unser Flugzeug

das Flugzeug, mit dem Julian und Valeria geflogen sind...

Valeria im Anflug

....und bei der Landung..

beim Nachmittagsspaziergang



auch nicht sooooo schlecht ;-)



Blick auf den Hafen von Paihia

Paihia-Rusell- Kia Ora Bay of Islands-15.10.2012

Am Morgen soll ich wieder gegen 10 Uhr am Visitor-Center sein, dort sammelt mich kurz darauf der Kiwi- Bus ein. Im Bus geht dann die Planung für die nächsten Tage los. Jarrad (der Busfahrer) konnte auch abklären, dass sie mich auf dem Rückweg von Cape Reinga in Kerikeri rauslassen können; was schon mal sehr praktisch ist, weil mir dann zumindest schon mal eine Busfahrt sparen kann...Es ist übrigens hier auch total der Hammer, wie viele Leute hier trampen..Andererseits bei den Preisen verwundert mich das gar nicht. Meine Zimmernachbarin Katja ist aus Chemnitz und sie war auch vor ca. 6 Jahren hier und ist einfach nur entsetzt über die Preisentwicklung. Damit ihr Euch zuhause Euch das ein bißchen vorstellen könnt: 2 Bällchen Eis für 8 neuseeländische Dollar..Als ich 2003 hier war, habe ich für einen Euro fast 2 neuseeländische Dollar bekommen. Jetzt steht der Kurs bei 1,32...Das heißt, eine Preisentwicklung von +70 % zu 2003..Übrigens habe ich nun festgestellt, dass es Schlimmeres gibt, als sächsischen Dialekt...Nämlich eine englischsprechende Sächsin :-). Katja ist ja ganz nett, aber suuuuuper anstrengend. Sie redet ununterbrochen. Dabei ist es auch egal, ob ich die Stöpsel von meinem MP3 Player im Ohr habe, oder am Blog schreibe..Es ist so ein bißchen wie in Forest Gump, wo Baba, während sie den Shrimpskutter schrubben, ununterbrochen auf Tom Hanks einredet..Ohne auch nur eine Reaktion oder Antwort zu erwarten...puuuh..Ich glaube, wenn wir uns den ganzen Tag sehen würden, käme irgendwann Blut aus meinem Ohr..:-). Ob es nun wegen der Menge an Worten ist, oder wegen dem sächsischen Dialekt, darf jeder für sich entscheiden ;-)..Aber- ich will ja nicht unfair sein- sonst ist sie ja nett und total bemüht..Unsere andere Zimmernachbarin hatte heute Nacht hier nur ein kurzes Zwischenspiel. Sie ist mit ein paar Leuten ausgegangen, kam dann mitten in der Nacht und ist dann heute Morgen wieder mit Sack und Pack verschwunden. Bisher sind wir quasi zu dritt im Sechserzimmer gewesen- was ja dann noch angenehm war...
Aber- der Reihe nach: Nach einer kurzen Fahrt von ca. 1 Stunde kommen wir in Paihia an.
Nach einer kurzen Runde mit dem Bus, durch die sehr überschauliche Stadt, machen wir am Visitorcenter halt, um die Touren für die nächsten Tage zu buchen.
Im Anschluss kann jeder seiner eigenen Wege gehen. Ich checke erst mal im Hostel ein und mache mich direkt im Anschluss auf den Weg in den Supermarkt, um mich für die Woche einzudecken, da man natürlich auch hier die Möglichkeit hat, sich selbst zu versorgen.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich auf dem Walk of fame gewandelt bin?? Na ja, ganz so glamorös war es dann doch nicht...;-P..Als ich vom Supermarkt zurückgekommen bin, bin ich aus versehen, auf dem frisch präparierten Bürgersteig gelaufen und es hat eine Weile gedauert, bis ich realisiert hatte, dass ich herrlichste Fußabdrücke hinterlasse...Ich habe mich dann auch umgehend bei den Arbeitern ein gutes Stück weiter weg entschuldigt..Aber- die haben es mit Humor genommen und nur lachend gefragt, ob ich denn wenigstens gut gelaufen bin auf dem neuen Untergrund...Na- das war ja mal wieder ne typische Krissiaktion..:-)
Nachdem ich mich frisch gestärkt habe, beschließe ich am gleichen Tag noch mit der Fähre nach Russell zu fahren; ein weiterer kleiner Zipfel der „Bay of Islands“.
Die Fährüberfahrt dauert nur ca. 10 Minuten. An der Hafenpromenade stehen einige richtig schöne Häuschen im Kolonialstil und auch eine alte Polizeistation ist hier zu finden. Mein Weg führt mich weiter zu einem Aussichtspunkt, wo man einen schönen Ausblick auf die verträumten Buchten unter mir hat. Bevor der Schleier der Nacht sich herabsenkt, laufe ich noch zum Longbeach. Während das Wasser auf der anderen Seite durch den Wind aufgepeitscht wird, ist das Wasser auf der anderen Seite der Buch wie glattgebügelt. Hier könnte man einfach nur stundenlang sitzen und aufs Meer starren..Dennoch entschließe ich mich zurückzugehen, da es nun langsam dunkel wird. Auf dem Rückweg laufe ich noch an der, angeblich ältesten Kirche Neuseelands, vorbei. Was allerdings nicht ganz soooo schwierig ist, da hier nichts wirklich alt oder historisch ist :-)..Als die Sonne untergeht, fahre ich mit der Fähre zurück nach Paihia und erlebe so auch einen schönen Sonnenuntergang auf dem Wasser...
Pier von Russell

ein kleines Bäumchen :-)

die alte Polizeistation



Land der Kiwis

Blick auf den Hafen

wieder eines der netten Schilder :-)

Long Beach

die alte Kirche


Jeweils Sonnenuntergang auf dem Rückweg zu Paihia


Unterwegs im AH Reed Kauri Park-14.10.2012

Nachdem ich gestern noch meine Unterkunft in Paihia regeln konnte, war nun heute Morgen nur noch der Kiwi-Bus zu informieren, dass ich am Montag morgen wieder zusteigen will. Die Dame von der Rezeption ist total nett und so ein richtiges Urgestein. Sie bietet mir an, kostenlos für mich dort anzurufen und innerhalb von wenigen Minuten ist dann auch schon alles erledigt. Hatte ich nicht gestern meine tolle Taxifahrerin erwähnt??!! Als ich heute Morgen meine Sonnenbrille aufsetzen will, stelle ich fest, dass der Rahmen gebrochen ist..Super..! Aber, ich bin ja wenigstens froh, dass es nicht meine Kamera oder das Netbook gekostet hat. Das wäre wesentlich schlimmer gewesen! Also, werde ich mich nun das zweite Mal, wenn ich nach Auckland zurück komme, um eine Sonnenbrille kümmern müssen.
Das Wetter ist durchwachsen, aber wir haben hier oben definitiv das beste Wetter. Auch gestern, wo es am Morgen so geschüttet hat, war es gegen Nachmittag noch richtig schön, während es auf der Südinsel zum Teil sogar Schnee gab.
Ich will heute Morgen den AH Reed Kauri Park und die Whangarei Falls besuchen. Vom Youthhostel habe ich eine Karte bekommen, die aber nicht wirklich gut ist..Aber- dank der hilfsbereiten Kiwis findet sich früher oder später dann doch immer der richtige Weg :-).
Unterwegs sehe ich ein Schild zum Mt Parihaka Aussichtspunkt, so dass ich spontan beschließe, diesen Loop auch noch zu drehen. Nach ca. 1 Stunde komme ich dann auch oben an und werde mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Von hier oben kann man bis zu den Ausläufern des Meeres schauen..
Auf dem Weg nach unten auf dem Hauptweg treffe ich Valeria und Julian, das junge, deutsche Paar aus meinem Hostel wieder, begleitet von Philipp, aus der französischen Schweiz.
Da sie das gleiche Ziel haben wie ich, gehen wir den Rest des Tages zusammen. Der Weg ist ein schöner Weg, der hauptsächlich durch Wald führt- entlang eines kleinen Baches. Wahrscheinlich habe ich am Ende des Tages einen Grünflash?!:-)
An unserem Ziel angelangt, ergießt sich der Wasserfall tosend in die Tiefe. Immer wieder schön anzuschauen, während einem die Gischt ins Gesicht stiebt.
Erst gegen 16 Uhr bin ich wieder im Hostel, so dass der ganze Rundweg alles in allem dann doch über 6 Stunden gedauert hat. Aber schön war´s. Überall unterwegs hörte man Vogelstimmen, das plätschernde Wasser und- zur Erinnerung an den Grünflash- das Grün der riesigen Bäume, Farne und Baumfarne.
Beim Fotografieren des kleinen, aber feinen Hafens hatte ich leider nicht das schöne, goldene Abendlicht, das gestern herrschte..Aber- wenn ihr Euch erinnert: da habe ich es bevorzugt, meine Netbooktasche- anstatt der Kamera, die SICHER VERWAHRT im Zimmer war- durch die Gegend zu tragen.
Habe ich übrigens schon erzählt, dass ich es geschafft habe Nicky, DEIN Geschenk (die Tongabohne) legal in Neusseeland einzuführen? Der gute Mensch am Flughafen hat mich zwar ziemlich entgeistert angestarrt, als ich ihm erklärt habe, dass ich die schon seit Deutschland bei mir habe und immer am Körper trage..Er hat mich nämlich gefragt, ob ich die essen will...Kann man zwar auch (als Gewürz benutzen), aber ich habe ihn mit großen Augen angesehen und ihm erklärt, dass sie mein Glücksbringer ist...Na ja, danach hat er sich dann einen Ruck gegeben und mir den Stempel erteilt :-)..
Die beiden Youngsters sind morgen auch Richtung Norden unterwegs..Allerdings etwas billiger als ich: sie trampen nämlich. Und bisher hat das wohl auch richtig gut funktioniert. Wenn es wärmer wird, wollen sie auf´s Zelt umsteigen. Für mich als Alleinreisende ist es mir allerdings etwas zu heikel :-).
Am Abend gehen Philipp und ich die Glühwürmchen suchen, die nur 20 Minuten vom Hostel entfernt in einem kleinen Waldstück sein sollen. Als ich 2003 hier war, hatten wir eine Höhle mit Glühwürmchen auf dem Programm. Das ist aber wortwörtlich ins Wasser gefallen, da es ein paar Tage zuvor so stark geregnet hat, dass alles überschwemmt war.
Da es schon stockdunkel war, war ich dann doch ganz froh, dass ich nicht alleine unterwegs war und als wir den Weg betreten haben mit unseren flackernden Taschenlampen, meint Philipp nur sarkastisch: „...so fangen alle Horrorfilme an...“..
Aber letztendlich war es einfach nur magisch: wenn man die Taschenlampe ausgemacht hat, war man umgeben, von bläulich schimmerten Glühwürmchen. Etwas weiter unten hörte man den plätschernden Bach und um uns nur bläuliche Lichter...Philipp hat dann überlegt, ob er nicht ein paar Glühwürmchen mit nach hause nehmen kann, denn wenn er zurück kommt ist ja schon Weihnachtszeit und er meinte, dass sich diese tollen blauen Lichter bestimmt gut an einem Weihnachtsbaum machen würden :-)...Also ich bin der Meinung: so fangen Märchenfilme an :-)...Übrigens habe ich heute den Jackpot- ein Einzelzimmer: da die Irin, mit der ich mir gestern das Zimmer geteilt habe, heute abgereist ist. Das ist ganz praktisch, wenn man den Frauen- Schlafsaal wählt. Heute waren nämlich nur Männer angereist und die anderen waren z.T. alle zu sechst im Zimmer...Diese Zimmer haben übrigens sogar einen Heizkörper: totaler Luxus und in dieser Nacht mollig warm :-)... 
Blick auf Whangarai


ab und an muss der Beweis her, dass ich auch tatsächlich dabei bin :-)


der Hafen

Blick von unserem Hostel auf Whangarai