Hallo Leute,
ich bin erst aus dem Dschungel zurückgekommen, habe nun zuerst einmal an die 250 Bilder zu sichten und heute geht mein Flug in wenigen Stunden nach Santiago de Chile.
Neuigkeiten im Blog gibt´s demnächst wieder..Im Moment habe ich einfach nicht genug Zeit :-),
LG Kristina
Montag, 17. September 2012
Mittwoch, 12. September 2012
Kurzer Zwischenstopp in Quito-12.09.2012
Nach einer kurzen Nacht- ich bin um 4
Uhr ins Bett, nachdem ich um kurz nach 3 Uhr im Quitumbe Terminal
angekommen bin.
Aber vielleicht sollte ich mal noch ein
bisschen was über meine „Erkenntnisse“ bezüglich Ecuador im
Allgemeinen und Busfahren im Speziellen berichten..anhand meines
Tages gestern :-)..
- also, auch in Ecuador gibt es sowas wie „Fasenachtskiechelscher“- ich hatte nämlich welche gekauft, da man bei den Bussen ja nie weiß, wann man wieder die Gelegenheit hat, was der eigenen Laune entsprechendes Essbares zu bekommen :-)..
- des weiteren gibt es Stechuhren für Busse. Ich hatte mich die ganze Zeit schon über die schwarzen Kästen mit samt dem Schloss davor an einigen Strommasten zu bedeuten haben: als ich gestern von Vilcabamba nach Loja gefahren bin, habe ich meine Antwort bekommen: im Bus fährt quasi immer ein Gehilfe mit, der beim Einladen und mit dem Gepäck hilf, den Fahrpreis kassiert oder halb aus der Tür hängt und das Fahrziel ruft- je nach Bus, um unterwegs Leute zu animieren, doch in diesen Bus zu steigen. Jedenfalls hat ja Vilcabamba eine „feste“ Route, mit starre Abfahrtszeiten, wie der Linienverkehr bei uns..Und als Kontrolle, muss an bestimmten Kontrollstellen gestochen werden. Ist der Bus zu früh, muss er warten. Wahrscheinlich soll das auch den Nachweis darstellen, dass der Bus tatsächlich dort entlang gefahren ist..
- Was auch sehr interessant ist: bei außerstädtischen Fahrten wird zumeist der Name und Nachname des Passagiers auf einer Passagierliste notiert.
- Man muss bei den meisten größeren Terminals noch mal bezahlen (allerdings nur 10 US Cent), um an seinen Bus zu kommen. Also: Kleingeld ist hier immer von Vorteil- sei es für die Toilette, die Schranke zum Bus oder bei Einkäufen auf der Straße; Wechselgeld ist Mangelware..
- ich habe hier bei all diesen Kindern noch nie ein Kind mit Schnuller gesehen...aber- wie gesagt: habe auch so selten Kinder quengeln, weinen o.ä. gesehen wie hier. Die scheinen die stoische Geduld ihrer Eltern geerbt zu haben..Die Indigenas machen manchmal den halben Tag nichts Anderes, als auf den richtigen Bus zu warten, der ja irgendwann vorbeifahren muss..
- weiterhin ist auch üblich, dass bei jeder Fahrt, früher oder später Verkäufer, die von der Rheumacreme, über Essen, Trinken, Zeitungen- alles mögliche verkaufen.
- Auch ist es keine Seltenheit, dass Taxi sich mit wilden Lichtzeichen vor den Bus setzen und diesen damit abbremsen, weil es ein Fahrgast nicht rechtzeitig bis zum Terminal geschafft hat und somit unterwegs noch zusteigt..
- oder eben das Gegenteil: der Bus wird mit einem kurzen „Gracias“ das Fahrgastes irgendwo im Nirgendwo gestoppt und der Betreffende steigt aus..
- und- es gibt tatsächlich Eis vom Straßenstand, das hygienisch unbedenklich ist: mir geht es heute immer noch gut, obwohl ich gestern ein solches gegessen habe..Zugegebenermaßen, hätte ich es alleine auch nicht gekauft, aber ich habe es von meiner Banknachbarin gekauft bekommen, die der festen Überzeugung war, dass ich das uuuuuuunbedingt mal probieren muss...Wir haben dann quasi auf der 12stündigen Fahrt alles mögliche an essen geteilt. Sie hatte ihren Hund dabei, den Sie wie ein Paris-Hilten-Verschnitt ständig in Ihrer Tasche rumgeschleppt hat. Nur, dass sie für Paris Hilten wahrscheinlich mindestens 15 Jahre zu alt war. Der arme Tropf mit den riesigen Glubschaugen (Rehpinscher) musste sogar ein Babyoberteil mit Rüschen tragen..Und das sag mal noch einer, ich hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank :-)..Aber ansonsten war sie echt nett und hat mir bei ihr sogar einen Schlafplatz angeboten, da ihre Wohnung ja nahe am Flughafen liegt und nur der Hund und ihr Sohn noch dort wohnen..
- Außerdem ist es immer von Vorteil eigentlich weiter hinten im Bus zu sitzen, oder wie gestern bei der Nachfahrt zu schlafen, damit man den Fahrstil der Busfahrer nicht mitbekommt.
- Auch habe ich selten so oft den Geruch von überhitzen Bremsen in der Nase gehabt..
- und- die Katzen verfolgen mich auch hier. Überall wo ich hinkomme, gibt es Katzen und die finden mich ALLE GANZ TOLL. Das ist echt wie zuhause: kaum sitze ich irgendwo, hab ich eine Katze auf dem Schoß :-(..
- und dank der ecuadorianischen Busse sieht mein Rucksack nach wenigen Fahrten schon so aus, als hätte ich ihn permanent im Dreck gewälzt.
- was ich definitiv vermissen werde: Saft aus Tomate de àrbol (Baumtomate)
- mit dem Waschzwang der Südamerikaner kann keiner Mithalten: wenn es irgend möglich ist, wird sich dreimal am Tag geduscht und immer, wenn einem jemand entgegenkommt, hat man das Gefühl, derjenige hat eine Rasierwasserdusche oder Deodusche genommen..Da kommt man sich in seinen Trekkingklamotten gleich noch mal doppelt dreckig vor..
- @Heiko: die Massage in Vilcabamba war gut- vor allem lange (45min), aber Deine ist immer noch besser: es scheint so, als müsste ich wohl doch zurück kommen ;-)!
Na ja, jedenfalls bin ich bin dann mit
dem Taxi an die Wohnung in der Nähe der Basilika gefahren, wo Alex
die Wohnung seines Freundes hütet, der auf Reisen ist. Und ich habe
daher das Glück für meine beiden Tage (heute) und nächsten So
einen Schlafplatz zu haben. Nachts ist es hier schon unheimlich.
Leergefegte Straßen und nur seltsame Gestalten auf den Gassen.
Als ich dann bei der Wohnung ankomme,
rufe ich Alex an und er empfängt mich unten an der Tür..Wir gehen
hoch in den 2.Stock und als ich die Tür hinter mir zuziehe, meint er
nur mit einem Grinsen: „ähm, draußen saß eine graue Katze und
die wohnt hier auch!“ Na toll, ich werde wirklich verfolgt :-/. Die
Katze sieht aus, wie aus der Sheba Werbung, nur viel dicker :-) und
wir führen nun schon seit heute Nacht einen Kampf miteinander. Am
liebsten wäre sie immer gaaaaanz nah bei mir. Am besten immer auf
meinem Schoß, auf dem Tisch, mit der Nase an meinem Glas oder was
auch immer und ich habe meine wahre Mühe dieses neugierige,
anhängliche Fellbündel von mir fern zu halten. Als sie dann aber
gaaaaanz herzzerreißend maunzt und mich so lange genervt hat, bis
ich ihr dann doch Futter und Wasser gesucht und gemacht habe..Ich bin
aber auch zu gutmütig :-)..
Eine weitere gute Tag habe ich heute
auch vollbracht, in dem ich so einem alten Muddchen ein halbes Kilo
Erdbeeren von der Straße abgekauft habe..Ihr konnte ich eine Freude
machen und ich hab mir gedacht, nachdem mir das Eis von gestern nix
gemacht hat, dann werde ich auch die Erbeeren überleben. In diesem
Sinne an meine OMA: iss endlich was, damit Du zu Kräften kommst und
achte darauf, dass Du genug trinkst. Ich will Dich schließlich bald
schon wieder in meine Arme schließen können (ein viertel ist ja
schon rum) und dann will ich kein Klappergestell vor mir haben, wo
ich Angst haben muss, dass ich es zerquetsche. Ich weiss, dass Du den
Blog regelmäßig liest: also: lies das gaaaaanz ausführlich: PASS
ein bisschen besser auf Dich auf, Dein Enkelchen will noch etwas
länger was von Dir haben, verstanden?!
So, ich muss jetzt auch schon gleich
wieder los. Mein Tag ist leider nicht so entspannt verlaufen, wie
erhofft. Eigentlich wollte ich auch noch ein/zwei Stündchen
schlafen, da ich ja heute mit dem Nachtbus nach Lago Agrio und von
dort weiter den Cuyabeno-Nationalpark fahre, wo ich bis Sonntag morgen
bleibe..Und- was soll ich sagen: lange Busfahrten nachts tragen nicht
gerade zum erholsamen Schlaf bei..Aber- will ja mal nicht nölen-will
es ja nicht anders..
Somit hasta proxima semana Eure Krissi
Dienstag, 11. September 2012
Vilcabamba- das Dorf der Langlebigkeit- 10.09.2012
Nach der nächsten Nacht in neuer
Besetzung ( Ecuadorianer gegen Mexikaner ausgetauscht :-)), werde ich
gegen 06:40 Uhr wach und begebe mich daher gegen 07:20 Uhr Richtung
Frühstücksraum. Habe heute vor den San José Trail zu laufen (ca. 3
Stunden) und habe gehört, dass man in einem ca. 20 km entfernten Ort
eine Zuckerfabrik besuchen kann..
Der Trail ist gut ausgeschildert und es
ist herrlich alleine relativ früh morgens in der Natur zu sein.
Außer mir und ein paar Vögeln, die sich kräftig darüber
beschweren, dass ich sie um diese Zeit störe, scheint niemand
unterwegs zu sein..
Heute Nacht hat es wohl das erste Mal
seit drei Monaten hier geregnet. Die verdorrte Landschaft ist froh um
den Regen und mir kommt er heute Morgen auch entgegen, denn die Luft
ist richtig gereinigt-klar und die Pisten nicht mehr so staubig wie
gestern.
Ich genieße daher drei Stunden Natur
pur, bevor ich nach Vilcabamba komme.
Dort frage ich nach dem nächsten Bus
nach Palmira und wann der letzte geht und wie es denn mit dem Besuch
einer der Zuckerfabriken dort aussieht. Der nächste Bus geht um
14.15 Uhr, der letzte Bus zurück um 16 Uhr, was wiederum bedeutet,
dass ich dort nur ca. eine Stunde Zeit hätte und von einer
Zuckerfabrik wusste hier auch niemand was..nur, dass da vor zwei
Jahren mal was war..
Das war mir dann doch zu heikel und ich
beschließe, bei inzwischen sonnigem Wetter, dass das doch dann die
perfekte Gelegenheit ist, um mal einen Tag entspannt am Pool mit
Hörbuch zu verbringen.
Gesagt, getan- und es war herrlich. Um
mich herum nur Libellen, einige neugierige Vögel, Sonne, Liegestuhl,
das plätschernde Wasser und Entspannung. @Heiko: siehste mal, wie
ich auf die Nordlichter höre ;-)..
Am frühen Nachmittag bin ich dann mit
Raik (einem der Mitarbeiter hier) noch mal ins Dörfle gefahren, um
eine Kleinigkeit zu essen. Hier das Restaurant hat Montags über
Mittag immer zu, da dann Großreinemachen angesagt ist. War ein
„nettes Mittagessen“ mit einem interessanten Menschen ( er hat
auch 2 Jahre eine Weltreise gemacht, stammt aus Berlin, besaß mal
einen Supermarkt, arbeitete hier als Lehrer und ist, wenn ich es
richtig verstanden habe, inzwischen 9 Jahre in Ecuador).
Wenn man in Vilcabamba über die Plaza
bez. durch den Ort läuft, wimmelt es noch so richtig von
„Althippies“..Könnte vielleicht- ohne Vorurteile zu produzieren
zu wollen, mit dem San Pedrus Kaktus zusammenhängen :-)?!Vilcabamba
steht auch was das Spirituelle betrifft hier in Ecuador hoch im
Kurs..
Zu Abend esse ich wieder mit Gerd und
Brigitte (dem deutschen Ehepaar vom Vortag) und von dem
Panoramarestaurant hat man einen herrlichen Blick auf die nächtlich
funkelnden Lichter von Vilcabamba..Die beiden Armen konnten das heute
nun mit ihrem Flug klären..Sie müssen irgendwie ihr Mietauto einen
Tag früher an einer anderen Stelle abgeben (also nicht am Flughafen,
der ja bis November geschlossen ist) und dafür sollten sie auch noch
mehr bezahlen, weil das Auto ja nicht an den vereinbarten Treffpunkt
kommt..Aber diese Diskussion ist noch nicht ausgestanden und sie
müssen dann hier quasi mitten in der Nacht gegen 02:30 Uhr
aufstehen, um in das Reisebüro im Ort zu gehen und von dort dann mit
dem Bus nach Cuenca gekarrt zu werden (ca. 6 Stunden), dort in den
Flieger steigen und dann hoffentlich ihren Flieger von Quito nach
Deutschland zu bekommen..Ich drücke jedenfalls fest die Daumen, dass
alles klappt. Aber- die Beiden sind ja Südamerikaerfahren und haben
die nötige Erfahrung zu wissen, dass hier manchmal alles anders
kommt, als man denkt :-)..
Der Abend klingt bei einem gemütlichen
Gespräch aus. Morgen habe ich noch einen relativ entspannten
Vormittag vor mir und werde von hier gegen 13:15 Uhr aufbrechen.
Hasta luego
Ein paar Bilder zum Tag:
| Hühnerkäfig mal anders |
| Er war sichtlich froh über den Regen.. |
| Ausblick auf die umliegenden Berge von Vilcabamba |
| weiterer Ausblick auf dem Rundweg |
| tambien... |
| tambien :-) |
Sonntag, 9. September 2012
Neuer Tag- neues Glück- 09.09.2012
Wie bereits von mir gestern erwartet
:-)- heute Morgen schien die Sonne und alles war/ist wieder gut. Habe
es/oder dieser Ort hat es geschafft, dass ich innerhalb von 12
Stunden schon wieder total tiefenentspannt bin..
Habe gestern übrigens gesündigt :-):
ich habe Käsespätzle gegessen (ne Marcel—jetzt bitte KEIN
Kommentar :-))..Aber, es war wirklich schön, nach fast 3 Monaten
Ecuador mal wieder eine andere Art an Essen zu haben. Normalerweise
versuche ich schon, wenn ich schon in einem fremden Land bin, auch
entsprechend einheimisch zu Essen- aber gestern musste es einfach mal
sein :-)..
Unser Dorm ist eine buntgemischte
Truppe: 2 Mädels aus London, ein Australier, ein Mallorquiner, ein
Ecuadorianer und ich. Die Kommunikation in Spanisch ist immer etwas
mühsehlig, aber zumindest einen Teil habe ich verstanden. Als der
Gute heute Nacht allerdings den halben Wald abgesägt hat, konnte ich
ihn schon nicht mehr so gut leiden :-/..Aber wenigstens habe ich ja
Ohrenstopfen dabei..
Auf dem tropisch angelegten Gelände
hat man auch Gelegenheit viele einheimische Vögel zu sehen.
Überhaupt strahlt der ganze Ort hier eine totale Ruhe aus.
Heute morgen hatte ich erst mal ein
ausgiebiges Frühstück- und habe dann auch noch zusätzlich ein
älteres, deutsches Ehepaar aus Hannover kennengelernt, die quasi
Wiederholungstäter sind..
Die hatten übrigens noch ein besseres
Erlebnis als ich gestern: ihnen wurde ein Flug von Loja nach Quito
verkauft—allerdings ist der Flughafen in Loja bis November
geschlossen...
Jetzt müssen sie erst mal schauen, wie
sie das mit dem Mietauto regeln und dann den umgebuchten Flug in
Cuenca bekommen (ca. 5-6 Busstunden von hier), um dann noch eventuell
rechtzeitig den Flug von Quito nach Hause zu bekommen..
Okay- Asche über mein Haupt: da hat es
mich ja doch noch gar nicht sooo schlimm getroffen gestern..Aber die
persönlichen „Dramen“ sind halt immer die Schlimmsten, nö?!
Im Anschluss bin ich in den kleinen,
verschlafenen Ort Vilcabamba...Ein bisschen über den Markt
geschlendert und mir das Dorf angesehen. Es ist wirklich sehr
angenehm sich hier entspannt bewegen zu können..
Übrigens habe ich heute die Erfahrung
gemacht, dass man nicht nur den Aussagen der Ecuadorianer nicht
trauen kann, sondern auch Ihren Hinweisschildern..
Als ich heute Morgen nämlich im Ort
„kurz“ zu den Wasserfällen gehen wollte (weil ein Hinweisschild
stand mit 2,5 Kilometern zu den Wasserfällen), musste ich nach einer
Stunde feststellen, dass weder ein Fluss und erst recht keine
Wasserfälle zu sehen sind. Ich habe dann mal bei den Bewohnern eines
Hauses nachgefragt, die mir dann mitgeteilt haben, dass es noch über
eine Stunde bis zu den Wasserfällen sei...So viel zu dem Thema: 2,5
Kilometer..
Die Temperaturen hier sind auch sehr
angenehm (über Tag um die 25 °C- in der Sonne natürlich mehr) und
nachts nicht kälter als 20 °C. Nach den Temperaturen um den
Gefrierpunkt eine willkommene Abwechslung für mich „als
wechselwarmes Geschöpf“..
Übrigens, wenn man sich den
Schweinekopf weiter unten betrachtet: das ist hier anscheinend so
üblich: habe auf dem Weg mit dem Bus von der Straße aus, mehrere
komplette Schweine, samt Haut gesehen (roh versteht sich), die mal
schön in der Sonne vor sich hinbrutzeln. Anhand der Schneidespuren
kann man dann schön erkennen, welche Fatzen schon herausgeschnitten
wurden...
Der Nachmittag gestaltet sich sehr
relaxt. Ich genieße die Sonne, kümmere mich mal wieder um meine
E-Mails und genieße es einfach mal ein bißchen zur Ruhe zu kommen..
Hasta mañana
Ein paar Bilder:
| meine Unterkunft |
| Pool und wie man sieht: auch mit einheimischen Gästen |
| Panoramarestaurant |
| Blick von der Anlage aus |
| Kobb ab :-) |
| Kirche von Vilcabamba |
| Plaza von Vilcabamba |
| hier ticken die Uhren noch anders.. |
| Vilcabamba ist bekannt für seine Pferdetouren |
| Stabschrecke (das letzte Mal von mir in Afrika gesehen) |
Samstag, 8. September 2012
Ein Tag zum Aus-dem-Gedächnis-streichen-08.09.2012
Starte heute Morgen wieder gegen 06:30
Uhr von meinem Hotel aus mit dem Taxi zum Busbahnhof. Schließlich
muss ich genug Zeit einrechnen, bis ich dort angekommen bin und auch
um das Ticket zu kaufen.
Auf dem Weg zum Terminal unterhalte ich
mich mit dem 76jährigen Taxifahrer, der mir dann auch erzählt, dass
es ihm in Vilcabamba gut gefallen hat und ja, um 7 Uhr geht ja der
Bus. Quasi, wie es auch auf dem Plan vom Touribüro steht, an dem
Büro des Busunternehmens und um gaaaanz sicher zu gehen, war ich
gestern extra noch mal dagewesen und hatte gefragt, wo mir dann die
Abfahrtszeit für 7 Uhr morgens bestätigt wurde..
Heute Morgen allerdings wollte die
nette Dame davon nichts mehr wissen und meinte einfach nur lapidar:
„Heute nicht!“. Und das obwohl die Abfahrtszeiten sogar in ihrem Büro hinter ihr hängen..Okay, dachte ich mir, habe ja noch Plan B. Um
07:45 Uhr geht ja noch ein weiterer Bus..Hmmm, doppelt falsch
gedacht- DER war nämlich um 06:40 Uhr schon komplett ausverkauft.
Ich hätte mich wahrscheinlich nicht so geärgert, hätte ich nicht
am Tag zuvor die d....P....extra noch wegen der Abfahrtszeit
gefragt..Das der andere Bus ausverkauft war, war halt Pech, aber Auskünfte sind in Südamerika sowieso nicht verbindlich..Und da fragt mich hier noch einer, warum ich wieder nach Deutschland zurückwill, um dort zu leben??
Unterm Strich blieb nichts, wie mit
vollem Gepäck über drei Stunden auf den nächsten Bus zu warten,
mit dem Ergebnis,dass ich erst gegen 14:30 Uhr in Loja war. Dort ging
der Spaß dann gerade so weiter: hatte mir unterwegs überlegt, nach
dem heutigen nervenaufreibenden Busgefriemel, meine Pläne zu ändern
und einen Tag länger in Vilcabamba zu bleiben, nicht nach Zaruma zu
fahren und dann von Loja direkt nach Quito (wobei direkt bedeutet 15
Stunden Busfahrt), damit ich nicht etwa das Problem habe, dass ich
zwar bis Cuenca komme, aber dort gibt es dann wieder keine Tickets
oder weitere 6-7 Stunden mit vollem Gepäck auf dem Busbahnhof..Also,
habe ich mich zum Ticketschalter vorgekämpft. So freundlich die
Leute auf der einen Seite hier sind, so rücksichtslos sind sie auf
der anderen Seite. Hatte das ja in Quito schon mal geschrieben: da
wird gedrängelt, geschubst, ja man wird halb umgerannt, damit jemand
anders bloß keinen Schritt zur Seite machen muss..
Und heute vor den Ticketschaltern
wieder genauso. Nach einer viertel Stunde Kampf hatte ich dann mein
Ticket für Dienstag sicher und machte mich auf die Suche nach dem
Bus nach Vilcabamba. Als ich dann an einem Wärterhäuschen stand,
kam ein Bus, der just hinter mir die Tür aufmachen musste, obwohl er
mich da stehen sah- Ergebnis: Kristina wurde samt Rucksack zwischen
Bus und Wärterhäuschen eingequetscht..Mann, ist das scheiße, wenn
man nicht fluchen kann...Vielleicht sollte ich das mal als nächstes
Lernen in Spanisch..Wobei die Tussi von heute einfach nur Glück
hatte, dass ich nichts in der Hand hatte, dass ich ihr hätte auf den
Kopf knallen können...:-)..
Aber- auch hier hat mein Blick gereicht
und der Busfahrer hat dann beschlossen, die Tür mal wieder
zuzumachen.
Als ich die Abfahrtsstelle des Busses
dann endlich gefunden hatte, habe ich dann festgestellt, dass ich mir
INNEN das Ticket holen muss..Na super. Allerdings bin ich dann mit
meinem Gepäck nicht durch´s Drehkreuz gekommen und bin dann samt
Rucksack und Handgepäck über die Absperrung geklettert, weil ich
keinen Nerv hatte, noch mal einen Umweg von- keine Ahnung 10 Minuten
zu gehen, um dann den nächsten Bus zu verpassen..
Danach hatte ich wenigstens das Ticket
und hatte dann auch sogar nen Sitzplatz im Bus.
Gegen 16:45 Uhr bin ich dann in
Vilcabamba angekommen und mit dem Taxi nach
http://www.izhcayluma.com/.
Die Lage hier ist herrlich und vom
Panoramarestaurant hat man einen herrlichen Blick in die Umgebung.
Dafür habe ich dann mein Schloss für den Safe nicht gefunden (hoffe
mal, ich habe es in Quito gelassen) und das Internet funktioniert
auch nur begrenzt. Im Moment sitze ich gerade neben dem Restaurant-
zumindest hier funktioniert es ohne die übliche Fehlermeldung
(Internetzugriff- kein Internetzugriff-verbunden, aber kein Zugriff:
oh wie ich dieses gelbe Dreieck mit dem schwarzen Ausrufezeichen
gefressen habe...)..Aber, wahrscheinlich habe ich heute alles
gefressen...Daher wird es für mich nun höchste Zeit für´s Bett in
der Hoffnung auf ein besseres Erwachen am morgigen Tag..
Buenos Noches..
Freitag, 7. September 2012
Auf den Spuren der Inkas und Cañaris-Ingapirca-07.09.2012
Ingapirca liegt ca. 80 km nördlich von
Cuenca auf ca. 3100m Höhe. Um mit öffentlichen Verkehrsmitteln
hierher zu gelangen, hat man morgens nur eine Möglichkeit: der 9 Uhr
Bus. Es ist wirklich seltsam, obwohl Cuenca die Metropole des Südens
ist, ist es hier schwierig sich morgens früh ein Frühstück zu
besorgen. Wo bereits in allen anderen Regionen in Ecuador, wo ich
bisher war, die Bäckereien alle sehr früh aufhaben, erhält man
hier meistens die Antwort: 8 oder 9 Uhr...Aber wie immer: bestätigen
Ausnahmen die Regel und ich habe eine kleine Bäckerei ausgemacht,
die schon um 7 Uhr ihre Pforten öffnet..
Und so kann ich heute Morgen mein
Frühstück auf der Dachterrasse des Hotels mit Blick auf die Stadt
genießen..
Das Positive ist, dass ich eigentlich
ganz gerne Bus fahre..Das Negative ist, dass ich meistens immer einen
Teil der Fahrt verpenne- obwohl ich gerne die ganze Zeit aus dem
Fenster starren würde :-)..Aber- wie bereits meine Eltern zu
erzählen wissen, ist Auto- und Busfahren das beste Schlafmittel für
mich. Hat wohl schon als Kind funktioniert. Was mich hier z.T.
Wirklich verwundert ist, dass selbst die kleinsten Kinder hier so was
von brav sind. Man hört kaum mal ein Kind weinen oder schreien im
Bus. Sie ertragen, wie ihre Eltern, alles in stoischer Ruhe..Und ich
dachte immer, wenn sie klein sind, sind sie alle gleich..Anscheinend
nicht (ich oute mich mal wieder als Kinderkenner, was :-)?!).
Inzwischen hat sich auch die
Fragestellung etwas verändert: inzwischen werde ich hauptsächlich
von Frauen angesprochen, die dann entsprechend mehr oder weniger
verblüfft: „Solista?“ fragen- also, ob ich quasi alleine
unterwegs bin..Zwar ist auch hier einiges im Wandel, aber vieles noch
undenkbar. So ist es hier zumeist den Männern vorbehalten, sich
weiter und allein von ihrem Zuhause zu bewegen oder gar zu reisen.
Für die meisten Frauen zählen immer noch die drei großen „K“:
Küche, Kinder, Kirche..Und wer, wie ich mit Anfang 30ig keine Kinder
hat und nicht verheiratet ist, mit dem stimmt was nicht..Na ja, dass
mit mir was nicht stimmt, wusste ich auch schon vorher *lach*
(bitte keine Kommentare hierzu ;-P).
Gegen 16:15 Uhr bin ich wieder in
Cuenca zurück und checke erst mal, wie meine Busverbindungen für
nächsten Dienstag zurück nach Quito von hier aussehen. Im Anschluss
kehre ich in der Stadt am Flußufer bei einer kleinen Open-Air Bar
ein, die mir gestern schon ins Auge gefallen war. Dort gibt es dann
frische zubereitete Pizza und ein nettes Gespräch mit der Besitzerin
kostenlos..Immerhin habe ich dieses Mal fast 40 Prozent von dem
verstanden, was sie mir erzählt hat und offensichtlich waren meine
Antworten auch meistens richtig, denn die gebürtige Argentinierin
fragt mich, ob ich nicht noch mal auf einen Plausch vorbeikommen
will..
Übrigens könnte ich einen neuen Index
kreieren: den Magnum-Index. Der Big-Mäc-Index ist ja ein alter Hut.
Also- ich könnte immer schön angeben, wie viel Magnum wo kostet
;-). @Torsten: das kannste jetzt mal vergessen, dass DARAN gespart
wird!! Das geht ja mal gar nicht ;-P..Übrigens habe ich heute eine
super tolle Eisdiele entdeckt. Die erste in der Qualität in
Südamerika. Leider erst heute, am letzten Tag meines
Aufenthalts..:-(
So, jetzt ist mal wieder gleich Zeit,
die Äuglein zuzudrücken...Morgen rappelt gegen 05:30 Uhr der
Wecker..
Und zum Abschluss noch die optischen Eindrücke:
| Blick auf Ingapirca |
| Ingapirca |
| Ingapirca |
| Ingapirca |
| Ingapirca |
| Der Beweis, dass es keine gekauften Bilder sind :-) |
Der Nationalpark der 240 Lagunen-El Cajas- 06.09.2012
Heute besuche ich den Nationalpark El
Cajas.
Hier ein Ausschnitt aus dem Angebot:
“Only
30 minutes away from Cuenca we find the Cajas National Park; it
consists of over 200 lagoons and has a surface of 28.544 hectares. It
is a very important water resource for Cuenca and Ecuador. It has
gained the international categories of Wetland RAMSAR (Humedal) in
2002, Area of International importance for the conservation of birds
– IBA 2003 and Candidate for Natural World Heritage by the UNESCO.
Rivers
that originate in the area flow into other rivers that are
tributaries to the Pacific Ocean and the Amazon River. Also, we can
find the “Intercontinental Water Division” in this area.
We
visit the high part of the park 4.000 m.a.s.l. approximately, 45
minutes of walk. Then we move toward the Toreadora Lagoon, where we
have a walk of approximately three hours.
We
have lunch at one of the best Restaurants of the area.
Return
to Cuenca 4:00pm aprox”
Da man den Nationalpark normalerweise
schlecht ohne Guide erkunden kann, habe ich mich für diese Tour
entschlossen. Gegen 8:20 Uhr geht’s los und Claudia holt mich ab.
Zunächst fahren wir zur Laguna
LLAVIUCA (ZORROCUCHO), wo wir uns ca. 1 Stunde aufhalten. Alles wirkt
total ruhig und friedlich und wir sehen einige Kolibris und andere
Vögel. Auch eine Möwenart, die sich im seichten Wasser niederlässt.
Im Anschluss machen wir noch den
vorgenannten Hike über drei Stunden. Eine herrliche Landschaft und
wir hatten heute Superglück mit dem Wetter- die letzten beiden
Wochen gab es nur Nebel und Regen. Auf kleinen, geschlungenen Pfaden
geht es durch die zerfurchte Landschaft. Abschließend gibt es
leckere Forelle in einem netten Restaurant.
Zurück in Cuenca gegen 16 Uhr ist der
Himmel richtig aufgerissen und ich verbringe nochmals über 2 Stunden
in der Altstadt. Betrachte einfach nur die schönen, alten
Häuserfassaden und gehe entlang des Barranco-Ufers entlang. Gegen 18
Uhr findet in der Neuen Kathedrale noch eine Veranstaltung mit Musik
des Polizeikorps statt. Da die Polizisten in Ihrer adretten Uniform
alle sehr jung aussehen, vermute ich mal fast, dass es die Einführung
in den Polizeidienst ist, der quasi mit Gottes Hilfe gelingen soll.
Überhaupt stellt der Glaube hier eine große Macht dar: ständig
sieht man Leute, die sich bekreuzigen: vor der Kirche, in der Kirche,
bevor sie in den Bus steigen, bevor der Taxifahrer losfährt und und
und.
Überhaupt in Taxis und Bussen hängt
überall vorne an der Scheibe ein Bild der Jungfrau Maria. Meistens
noch zwei/drei Rosenkränze dazu. Hmm- bei dem Fahrstil und der
Qualität der Busse hier, ist es vielleicht besser, Gott auf seiner
Seite zu haben??!!:-)
Sorry, bin heute etwas schreibfaul –
was vielleicht daran liegen könnte, dass ich seit halb acht nur an
den Bildern und Blog sitze (inzwischen ist es halb elf) und
eigentlich wollte ich heute endlich auch mal die E-Mails der letzten
Tage beantworten..
Also- Buenos Noches
Ein paar Bilder zum Tag:-)
| Laguna LLAVIUCA (ZORROCUCHO) |
| Laguna LLAVIUCA (ZORROCUCHO) |
| Bromelie |
| Blick übers einen Teil des Reservates |
| Koloniale Fassaden in Cuenca |
| Neue Kathedrale |
| Neue Kathedrale |
| Ufer des Barranco-Flusses (man beachte den rechten Bildabschnitt) |
| Schön anzusehende Uferfassaden |
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